Manolis Pratikakis (griechisch: Μανόλης Πρατικάκης; geboren 1943) ist ein griechischer Dichter. Er studiert Medizin an der Universität Athen und ist praktizierender Neurologe und Psychiater. Sein erster Gedichtband wurde 1974 veröffentlicht; er gehört zu den sogenannten „Genia tou 70“, einem literarischen Begriff für griechische Autoren, die in den 1970er Jahren, insbesondere gegen Ende der griechischen Militärjunta von 1967 bis 1974 und in den ersten Jahren der „Metapolitefsi“, mit der Veröffentlichung ihrer Werke begannen. Für seine Gedichtsammlung „Το νερό“ erhielt er 2003 den griechischen Nationalbuchpreis.
Selected poetry
Ποίηση 1971-1974 (Poetry 1971-1974), 1974
Οι παραχαράκτες (The Counterfeiters), 1976
Λιβιδώ (Libido), 1978
Η παραλοϊσμένη (The Demented), 1980
Γενεαλογία (Genealogy), 1984
Το νερό (The Water), 2002
Ποιήματα 1984-2000 (Poems 1984-2000), 2003
Er gilt als bedeutender neugriechischer Dichter. In schriftlicher Form erschien es erstmals um 1970 mit Veröffentlichungen in Zeitschriften. Er hat zahlreiche Gedichtsammlungen, kritische Texte, Kurzgeschichten und Artikel geschrieben. Seine Gedichte wurden in viele Sprachen übersetzt. Er hat an griechischen und ausländischen Anthologien und Zeitschriften mitgearbeitet und an zahlreichen Konferenzen teilgenommen. 1999 wurde er mit seinem Werk „The Assumption and Resurrection of the Bodies of Dominic“ für den Europäischen Literaturpreis nominiert . Gedichte aus seiner Sammlung „Libido“ wurden vom Komponisten Yannis Markopoulos vertont und auf einer CD mit dem Titel „Unseen Pulse“ veröffentlicht. Kürzlich schrieb derselbe Komponist ein symphonisches Werk mit dem Titel „The Symphony of Healing“ , das auf den Gedichtsammlungen „Genealogy“, „The Lekythos“ und „Left Quietly in the Grass“ basiert und dessen Weltpremiere in der Concert Hall stattfand. Im Jahr 2003 wurde er für seinen Gedichtband „Das Wasser“ mit dem State Poetry Award [ 3 ] ausgezeichnet . 2012 wurde er von der Akademie Athen für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.
Elias H. Papadimitrakopoulos (Pyrgos, Ilia , 23. August 1930 – Athen , 29. November 2024) war ein griechischer Schriftsteller, Prosaschriftsteller und Militärarzt.
Er wurde in Pyrgos, Elis , geboren , wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Nach dem Tod seines Vaters, eines Anwalts, im Jahr 1943 durchlebte seine Familie schwere Zeiten. Wie er später selbst schrieb, studierte er aus der Not heraus von 1949 bis 1955 an der Militärmedizinischen Fakultät der Universität Thessaloniki .
Von 1959 bis 1968 diente er in Kavala . Dort trat er erstmals in der Briefwerbung mit der Kurzgeschichte „O frakasanes“ in Erscheinung, die er 1962 unter einem Pseudonym in der Kavala-Zeitschrift Argo veröffentlichte. Er arbeitete auch mit den Zeitschriften Skapti Yli (Kavala), Tachydromos (Kavala), Dialogos (Thessaloniki), Dialogos (Lechenia), Anti , Harti , Chroniko und To Tetarto zusammen . Darüber hinaus fungierte er viele Jahre als Redaktionsleiter der Zeitschrift Medical Review of the Armed Forces . Er schied 1983 im Rang eines leitenden Chefchirurgen aus der Armee aus.
Sein Werk, das der griechischen Nachkriegsliteratur zugerechnet wird, zeichnet sich durch sprachliche Einfachheit, subtile Ironie und zarte Nostalgie für die schwierigen Jahre der Jugend aus. Die Anerkennung erfolgte 1995 mit dem Kurzgeschichtenpreis der Zeitschrift Diavázo .
Gelegentlich schrieb er Artikel für die Zeitungen Kathimerini und Eleftherotypia und war außerdem Herausgeber von Büchern weniger bekannter Autoren wie Homer Pellas (1921–1962). [ 5 ] Ihm ist auch die erste kritische Präsentation des Werks von Nikos Kachtitsis in Griechenland zu verdanken , die 1974 in einer Privatpublikation erschien. Seine jüngsten Werke sind die Kurzgeschichtensammlung Der Schatz der Nachtigallen (2009) und die Erzählung Symptopie einer Platane (2010).
2007 wurde unter der Regie von Lefteris Xanthopoulos der Dokumentarfilm „House by the Sea“ über ihn gedreht.
Seine Kurzgeschichten wurden auch ins Französische übersetzt .
Er starb am 29. November 2024 im Alter von 94 Jahren. Sein Leichnam wurde auf dem 1. Friedhof von Pyrgos begraben
Das Buch Jeden Tag ein bißchen näher, das er 1974 zusammen mit Ginny Elkins [Pseudonym seiner ehemaligen Klientin] in Form eines Briefromans veröffentlichte, beruht auf einem ungewöhnlichen Experiment. Die Klientin war Schriftstellerin und ihre einjährige Teilnahme an einer seiner Therapiegruppen war relativ erfolglos gewesen. Er schlug ihr deshalb eine Einzeltherapie unter der Bedingung vor, dass sie, statt ihn zu bezahlen, eine frei fließende, unzensierte Zusammenfassung jeder Therapiestunde schrieb, in der sie all die Gefühle und Gedanken äußerte, die sie während der Sitzung nicht verbalisiert hatte. Er tat genau das gleiche. Der Austausch der Notizen alle paar Monate brachte zu Tage, wie sehr Empfindungen und Erinnerungen in Bezug auf dieselben Sitzungen auseinanderklafften. Zunächst verwendete er die Notizen in der therapeutischen Lehre, dann wurden sie als Buch publiziert. Die Ratschläge in seinem Buch Der Panama-Hut gehen auf Notizen aus fünfundvierzig Jahren klinischer Praxis zurück.
Romane und Geschichten
Denn alles ist vergänglich. Geschichten aus der Psychotherapie (Creatures of a Day And Other Tales of Psychotherapy, 2014). Übersetzt von Liselotte Prugger. Btb, München 2015, ISBN 3-442-75457-7.
Das Spinoza-Problem. Übersetzt von Liselotte Prugger. Btb, München 2012, ISBN 978-3-442-75285-0.
Ein menschliches Herz (I’m calling the police, 2011). Übersetzt von Lisa Jannach. Btb, München 2009, ISBN 978-3-442-75247-8.
Die Schopenhauer-Kur. Übersetzt von Almuth Carstens. Goldmann, München 2005, ISBN 3-442-75126-8.
Die rote Couch. Übersetzt von Michaela Link. Goldmann, München 1998, ISBN 3-442-72330-2 (Originaltitel „Lying on the Couch“, ein mögliches Wortspiel, das man mit „Auf der Couch liegen/lügen“ wiedergeben könnte).
Die Liebe und ihr Henker und andere Geschichten aus der Psychotherapie. Übersetzt von Hans J. Heckler. Knaus, München 1990, ISBN 3-8135-6979-9.
Mit Ginny Elkin (Pseudonym): Chronik einer Therapie. Geschrieben vom Psychotherapeuten und seiner Patientin (Every Day Gets a Little Closer. A Twice-Told Therapy Basic Books, New York 1974) ISBN 3-10-095801-2, ISBN 978-3-10-095801-3, 2. Auflage als Btb Taschenbuch übersetzt von Lutz-W. Wolff: 2014, ISBN 978-3-641-18850-4 V001
Sachbücher
Mit Marylin Yalom: Unzertrennlich. Über den Tod und das Leben (A matter of death and life, 2021). Übersetzt und mit einem Nachwort von Regina Kammerer. btb, München 2021, ISBN 978-3-442-75921-7.
Wie man wird, was man ist: Memoiren eines Psychotherapeuten (Becoming myself, 2017). Übersetzt von Barbara von Bechtolsheim. Btb, München 2017, ISBN 978-3-442-75662-9.
In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet (Staring at the sun). Übersetzt von Barbara Linner. Btb, München 2008, ISBN 978-3-442-75201-0.
Liebe, Hoffnung, Psychotherapie. Übersetzt von Gabriele Zelisko. Btb, München 2004, ISBN 3-442-73173-9.
Was Hemingway von Freud hätte lernen können. Übersetzt von Hans-Joachim Maass. Goldmann, München 2003, ISBN 3-442-73097-X.
Aguinis‘ Vater wanderte 1928 aus Bessarabien nach Buenos Aires ein und zog alsbald zu Verwandten, die in Cruz del Eje in der Provinz Córdoba lebten. Als Schulkind litt Marcos Aguinis wegen seiner jüdischen Herkunft unter der Diskriminierung durch Klassenkameraden und einzelne Lehrer. Bei der Judenverfolgung in Deutschland wurden all seine in Europa verbliebenen Familienmitglieder umgebracht. Nach seiner Bar Mitzwa begann er sich intensiv mit Literatur und Religion zu beschäftigen. Er lieh sich Bücher über die Bibel und über Israel in der öffentlichen Bücherei aus. Unter anderem las er Stefan Zweig, die „History of the Religion of Israel“ von Julio Nin y Silva, Emil Ludwigs Buch „Der Menschensohn“, „Muhammad and the Koran“ des Spaniers Rafael Cansinos Assens und „Das Leben Jesu“ von Ernest Renan. Die Lektüre von Renans Buch war der Anfang seiner Glaubenszweifel. Heute ist Aguini Agnostiker.
Schon während seiner Schulzeit begann er Erzählungen zu schreiben. Nach Beendigung der Schulausbildung studierte er zunächst Psychiatrie, Neurologie und Psychoanalyse. Als Dreiundzwanzigjähriger erhielt er ein Stipendium für ein Studium der Neurochirurgie in Buenos Aires. Sein Medizin- und Psychiatriestudium setzte er am Hôpital de la Salpêtrière in Frankreich sowie in Freiburg i. Br. und Köln mit Hilfe eines Stipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung fort. Nach seiner Rückkehr aus Europa promovierte er an der Universität Córdoba und arbeitete zunächst als Neurochirurg an der „Southern Regional Clinic“. Während dieser Zeit publizierte er seine ersten Erzählungen.
Aguinis veröffentlichte sein erstes Buch im Jahr 1963. Seitdem hat er zahlreiche Romane, Essaybände, Kurzgeschichtensammlungen und zwei Biographien veröffentlicht. Seine Artikel in Zeitungen und Zeitschriften in Lateinamerika, den USA und Europa umfassen ein breites Spektrum von unterschiedlichen Themen. Er hielt zahlreiche Vorträge und bot Kurse in Deutschland, Spanien, den USA, Frankreich, Israel, Russland, Italien und in fast allen lateinamerikanischen Ländern an.
Während der Diktaturzeit in Argentinien war die Verbreitung von Aguinis’ Werken Beschränkungen unterworfen. Einige seiner Werke konnten nur im Ausland erscheinen und illegal ins Land gebracht werden.
Als Argentinien im Dezember 1983 zur Demokratie zurückkehrte, wurde Aguinis zum Staatssekretär ernannt und dann zum Kultursekretär des Landes. Er organisierte die PRONDEC, ein nationales Programm für die Demokratisierung der Kultur, das von der UNESCO und der UNO unterstützt wurde. Er startete damit intensive Aktivitäten zur Sensibilisierung der Bevölkerung für ihre Rechte, Pflichten und Möglichkeiten, eine echte Demokratie zu entwickeln. Für seine Arbeit wurde er von der UNESCO für den „Peace Education Prize“ nominiert.
Anagnostakis studierte zunächst Medizin an der Aristoteles-Universität Thessaloniki und praktizierte später als Radiologe. Während des Zweiten Weltkriegs und den sich anschließenden Bürgerkriegen war er aktives Mitglied der Widerstandsbewegung. Nachdem ihn ein Militärgericht zum Tode verurteilt hatte, verbrachte er viele Jahre in Haft und im Exil.
Seine Laufbahn als Schriftsteller begann er 1944 mit Artikeln in der Zeitschrift Xekinima. 1945 erschien unter dem Titel Epoche I ein erster Gedichtband. Weitere Bände dieses Zyklus folgten 1948 und 1951. Eine zweite Gedichtreihe veröffentlichte er zwischen 1956 und 1962.
Wassili Aksjonow (links) mit Wiktor Nekrassow (vor der Reiterstatue von Jeanne d’Arc, Place du Martroi, Orléans, 1983)
Von 1956 bis 1960 arbeitete er als Arzt, hatte jedoch schon während des Studiums begonnen, Skizzen und Erzählungen zu schreiben. Seine ersten Erzählungen veröffentlichte er in den 1960er Jahren, die vor allem bei jungen Lesern bald sehr beliebt waren. 1979 geriet er wegen seiner Mitarbeit am Untergrund-Literaturalmanach Metropol gemeinsam mit Andrei Bitow, Fasil Iskander, Wiktor Jerofejew und Jewgeni Popow unter Druck.
1980 folgte Aksjonow der Einladung einer amerikanischen Universität und nahm seinen ständigen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten, wo er seine schriftstellerische Tätigkeit fortsetzte. Bis 2003 lehrte er als Professor für Russisch an der George Mason University in Fairfax (Virginia). 2004 übersiedelte er nach Biarritz. Die weiteren Jahre verbrachte er wechselweise in Frankreich und Moskau, wo er im Juli 2009 starb.[2] Sein Grab befindet sich auf dem Wagankowoer Friedhof in Moskau.
1980 folgte Aksjonow der Einladung einer amerikanischen Universität und nahm seinen ständigen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten, wo er seine schriftstellerische Tätigkeit fortsetzte. Bis 2003 lehrte er als Professor für Russisch an der George Mason University in Fairfax (Virginia). 2004 übersiedelte er nach Biarritz. Die weiteren Jahre verbrachte er wechselweise in Frankreich und Moskau, wo er im Juli 2009 starb.[2] Sein Grab befindet sich auf dem Wagankowoer Friedhof in Moskau.
Erste Erzählungen Aksjonows erschienen in der Zeitschrift Junost, deren Redaktionskollegium er angehörte.
In seinen Werken verarbeitete Aksjonow die Erfahrungen seiner Familie in der Stalin-Zeit. Die im politischen und geistigen Leben der UdSSR einsetzende Tauwetter-Periode der 1960er-Jahre erlaubte es ihm, sich dieses Themas anzunehmen.
1981 erschien im Exil in englischer Übersetzung erstmals der 1979 verfasste Roman The Island of Crimea (Остров Крым), der u. a. erzählt, wie die Krim von der Moskauer Regierung durch eine Invasion „befreit“ wird. Im englischsprachigen Westen wurde Aksjonow mit dem Roman „The Burn“ (russisch: „Ожог“, 1975; deutsch: „Gebrannt“, 1986) und der Trilogie „Generations of Winter“ (russisch: Московская сага, 1989–1993) bekannt, Werken, in denen er sich mit dem Tabuthema der stalinistischen Verfolgungen auseinandersetzt. „Generations of Winter“ erzählt die Geschichte der Arztfamilie Gradow in den Jahren 1925–1953. Der Roman wurde in Russland 2004 als mehrteilige Fernsehserie aufwändig verfilmt.
Für seinen 2004 erschienenen Roman „Voltarianer und Voltarianerinnen“ erhielt Aksjonow den mit 15.000 US-Dollar dotierten Literaturpreis Booker – Offenes Russland. Aksjonows Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Verfilmungen seiner Bücher entstanden in Russland und Frankreich. Außerdem schrieb er Theaterstücke.
Neben ihrer medizinischen Tätigkeit wurde Jill Forrest 1978 zur Ehrencarillonistin ernannt. 1993 wurde sie bis zu ihrer Pensionierung 2010 zur Universitätscarillonistin ernannt. In dieser Position haben Jill Forrest und das Carillon der Universität großes Ansehen verschafft.
Das War Memorial Carillon ist die zeremonielle Stimme der Universität Sydney, der einzigen Universität in Australien, die über ein solch prachtvolles Instrument verfügt. Es wird zu festlichen Anlässen gespielt und feierlichen Anlässen würdigt und dient allen Fakultäten und Einrichtungen der Universität. Jill Forrest hat das Carillon sehr geschätzt und in ihrer Rolle als Universitätscarillonistin herausragende Beiträge geleistet. Sie ist eine äußerst versierte Künstlerin und hat Australien bei internationalen Carillonfestivals in Europa und Amerika vertreten.
Während ihrer Amtszeit spielte sie das Glockenspiel jährlich bei weit über hundert Abschlussfeiern, Sonntagskonzerten und festlichen Anlässen. Sie hat die Ausstattung des Glockenspiels, des Glockenspielsaals und des Klaviers auf Weltniveau gehalten und enge Verbindungen zwischen der Universität und allen anderen Ländern mit Glockenspielbetrieb gefördert. Sie gründete und stiftete außerdem eine Bibliothek mit Glockenspielmusik, die die neuesten Jahresausgaben enthält. Sie hat eine große Menge hochwertiger Glockenspielmusik veröffentlicht, herausgegeben, arrangiert und komponiert und Glockenspielspieler auf Weltniveau ausgebildet, um so die australischen Glockenspielspieler für die Zukunft zu sichern. Sie war Gastgeberin internationaler Glockenspielspieler, die alle vom Instrument und der Kunst des Glockenspiels in Australien tief beeindruckt waren. Darüber hinaus beriet sie als ehrenamtliche Beraterin des Bathurst Council bei der Renovierung und Modernisierung des Bathurst War Memorial Carillon. Ihr über 50-jähriges Engagement für Medizin und Musik wurde 2011 mit der Auszeichnung „Member of the Order of Australia“ (AM) gewürdigt. Herr Kanzler, ich präsentiere Ihnen die emeritierte Fachärztin und emeritierte Universitäts-Glockenspielerin Dr. Jill Forrest AM und lade Sie ein, ihr den Titel einer Ehrenmitgliedschaft der Universität zu verleihen.
Interview: Katherine Connolly talks to Jill Forest, University Carillonist
Was genau ist ein Glockenspiel und wie funktioniert es?
Glockenspiele sind die größten Musikinstrumente überhaupt. Sie bestehen aus mindestens zwei chromatisch gestimmten Glocken aus einer Legierung aus 80 % Kupfer und 20 % Zinn, die durch das Anschlagen von Klöppeln aus Weicheisen erklingen. Das Sydneyer Glockenspiel umfasst 54 Glocken (4 ½ Oktaven), die im Glockenturm im Hauptinnenraum hängen. Die Glocken sind fest installiert; ihre Klöppel sind über Drähte mit einer großen Klaviatur im Raum unter dem Glockenstuhl verbunden. Wenn der Klöppel die Innenseite der Glocke anschlägt, bestimmt der Durchmesser der Glocke die Frequenz des Grundtons. Zusätzlich erklingen verschiedene Obertöne, darunter die kleine Terz; diese verleihen dem Klang Fülle. Das Instrument wird über eine Klaviatur mit Taktstöcken und Pedalen gespielt.
Wie sind Sie dazu gekommen, Universitäts-Glockenspieler zu werden?
In seinen Anfangsjahren wurde das Glockenspiel von mehreren Ehrenmitgliedern gespielt. 1944 wurde John Douglas Gordon zum ersten Universitäts-Glockenspielmann ernannt, eine Position, die er bis zu seinem Tod 1991 innehatte. Er brachte mir das Spielen bei, und 1978 bestand ich eine Prüfung und schloss mich der Gruppe von Enthusiasten an, die ihm als Ehrenmitglieder zur Seite standen. Später studierte ich Glockenspiel in Neuseeland und Holland. Nach Johns Tod übernahm der dienstälteste Ehrenmitglieder, Dr. Reginald Walker, für ein Jahr die Leitung. Während dieser Zeit fanden Vorspiele und Vorstellungsgespräche statt, und ich hatte das Glück, die Stelle anzutreten.
Was ist die Geschichte des Glockenspiels der Universität?
Das Glockenspiel des Kriegsdenkmals der Universität Sydney erinnert an die 197 Studenten, Absolventen und Mitarbeiter, die im Ersten Weltkrieg umkamen. Es wurde durch private Spenden innerhalb und außerhalb der Universität finanziert und am Anzac Day, dem 25. April 1928, eingeweiht. Die Originalglocken wurden in England von der berühmten Glockengießerei John Taylor and Co. in Loughborough, Leicestershire, gegossen. 1973 ließen die Taylors die oberen Glocken neu gießen, und 2003 wurden die oberen 33 Diskantglocken von Whitechapel in London, der Glockengießerei, die auch Big Ben gegossen hatte, ersetzt.
Ist es für Spieler schwierig, zum Üben auf das Glockenspiel zuzugreifen?
Ja, das schränkt die Anzahl der Studierenden deutlich ein. Das Umweltschutzgesetz verbietet das Glockenspiel vor 8 Uhr morgens (wenn wir eine Kettensäge wären, könnten wir um 7 Uhr anfangen!), und natürlich könnten sie während der Arbeitszeit und der Vorlesungen störend sein. Wenn Sie also morgens zwischen 8 und 8:45 Uhr joggen oder abends und am Wochenende, wenn keine anderen Veranstaltungen in der Nähe sind, übt jemand.
Wann und wo kann man das Glockenspiel am besten hören?
Jeden Sonntagnachmittag um 14 Uhr und jeden Dienstag um 13 Uhr finden kostenlose Konzerte statt, außer bei Prüfungen in der Nähe. Um die Glocken jedoch in ihrer schönsten Form zu hören, sollten Sie vor und nach jeder Universitätsabschlussfeier auf den Rasenflächen oder im Haupthof lauschen, denn dann werden die Glocken als feierliche Stimme der Universität mit Ihnen jubeln.
Der Arzt auf dem Pferd – Eine wahre Legende im Böhmerwald – Aquarell – Illustration
MD Zdeněk Kostrouch war eine einzigartige Persönlichkeit im Böhmerwald und wurde auch „Arzt zu Pferd“ genannt. Von 1964 bis 1993 lebte er in Hájenko Pustina. Kostrouch wollte ursprünglich als Arzt nach Afrika gehen, blieb aber schließlich im Böhmerwald. Er selbst erzählte, wie er zu dem Pferd kam: „Ich hatte eine alte Piccoloflöte, mit der ich immer zu den Patienten ritt und immer zwei Ersatzpferde dabei hatte, falls wir stecken blieben. Eines Tages sagten sie zu mir: ‚Schauen Sie, Herr Doktor, Sie haben da drüben ein Pferd. Flüstern Sie ihm ins Ohr, dass Sie nach Záluží wollen, und er wird Sie dorthin bringen. Das Pferd wurde mir dann für 520 Kronen verkauft und ich erfuhr, dass Pferde im Böhmerwald problemlos gefahren werden können.“ Über seine erste Begegnung mit der Eremitage erzählte der Arzt: „In den 1950er Jahren fuhr ich von Hartmanice nach Kašperské Hory und sah im Rückspiegel eine Rauchsäule. Ein Blitz und sie war vorbei. Die Eremitage war daraufhin mit Brennnesseln überwuchert.
4CXJ+MXQ Hartmanice, Tschechien
Und im Frühjahr 1964 wollte man es abreißen, weil es im Militärbezirk Dobrá Voda lag. Dank meiner Kontakte konnte ich den Abrissbeschluss verhindern und bin selbst eingezogen.“ Kostrouch gründete in Pustina einen Bauernhof, richtete eine Bibliothek ein und richtete eines der Zimmer mit antiken Möbeln ein. Da der Transport zur Praxis in Hartmanice, insbesondere im Winter, sehr problematisch war, besaß Dr. Kostrouch Pferde, die er auch für den Patiententransport einsetzte. Auch seine Söhne nutzten Pferde. Seine erste Frau war MUDr. Helena Kostrouchová – eine Ärztin in Kašperské Hory. Sie war die Tochter von Ottla Davidová (Kafková), der Schwester des Schriftstellers Franz Kafka. Ihre Schwester, Věra Saudková, war Herausgeberin der Lidové noviny sowie der Verlage Odeon und Svoboda. Sein Ruhestand und seine zweite Ehe wurden für den berühmten Arzt zum Verhängnis. Nach seinem Tod wurde alles weggenommen oder verschimmelte. Innerhalb weniger Jahre verfiel das Gehöft völlig. An seinen Aufenthalt in Pustina erinnert eine Sterbetafel in der Nähe des Forsthauses mit dem Text: „Hier in Pustina lebte und arbeitete von 1964 bis 1993, MUDr. Zdeněk Kostrouch, ein kleiner, großer Mann, ein Arzt, der Licht und Fähigkeiten bringt, ein Retter, ein Träumer, ein Idealist, ein zutiefst menschlicher Mensch … Eine medizinische Legende des Böhmerwalds.“
Wolfram Hackel publizierte seit den 1970er Jahren Werke zu Orgeln und Kirchen. Er entwickelte sich bald zu einem der wichtigsten Orgelforscher für Sachsen. Wolfram Hackel ist ein langjähriges Mitglied der Gesellschaft der Orgelfreunde.[1] Er war Mitglied in deren Beratenden Ausschuss (1995–1998), Schriftführer (1998–2003) und Mitglied im Hauptausschuss (2011–2021)
Wolfram Hackel war Mitherausgeber des vierbändigen Lexikons norddeutscher Orgelbauer und publizierte zahlreiche Texte zu Orgeln und Orgelbauern vor allem in Sachsen.Wolfram Hackel war Mitherausgeber des vierbändigen Lexikons norddeutscher Orgelbauer und publizierte zahlreiche Texte zu Orgeln und Orgelbauern vor allem in Sachsen.
Zudem hat Aumüller den historischen Orgelbau erforscht und vor allem zum klassischen Orgelbau in Hessen und Westfalen veröffentlicht. Er ist seit 2000 Mitglied der Historischen Kommission für Hessen und wurde 2012 in den Beirat der Internationalen Heinrich Schütz-Gesellschaft (ISG) gewählt. Für seine medizin- und musikhistorischen Forschungen wurde Gerhard Aumüller 2017 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) ausgezeichnet.
Gerhard Aumüller, Jahrgang 1942, studierte Medizin und Anthropologie in Mainz, Würzburg und Marburg. Es folgten Promotion und Habilitation im Fachgebiet Anatomie. Nach einem Forschungsaufenthalt in den USA übernahm der Geehrte den Lehrstuhl für Experimentelle Morphologie an der Philipps-Universität Marburg. Später übernahm er dort den Lehrstuhl Anatomie II. Diesen hatte er bis zu seiner Emeritierung 2007 inne. Über die Medizingeschichte hinaus setzt sich Professor Aumüller im Waldecker Geschichtsverein ein. Dort ist er seit 2012 ehrenamtlich aktiv. Seit 2013 betreut er den umfangreichen Rezensionsteil der wissenschaftlichen Zeitschrift „Geschichtsblätter für Waldeck“. Auch der Musikgeschichte gilt die Begeisterung von Professor Aumüller. Diese kommt unter anderem in seinem Engagement zum Erhalt von denkmalgeschützten Kirchenorgeln zum Ausdruck. Im Bereich der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck hat sich der Geehrte für viele Orgelsanierungen eingesetzt. Darüber hinaus übernimmt er regelmäßig auch selbst den Organistendienst in Kirchengemeinden des Marburger Landes.
In die Historische Kommission für Hessen wurde der Geehrte 2000 aufgenommen. Im Jahr 2002 wurde er in ihren Hauptausschuss gewählt, dort war er Mitglied bis 2012. Als Vorstandsmitglied der Historischen Kommission für Hessen und des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde arbeitet er als Mitherausgeber der Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde.