Category Archives: SchriftstellerDocs

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Maria Cristina Piras

Maria Cristina Piras ist Ärztin und Schriftstellerin, sie arbeitet spirituell und gibt Seminare und diverse Veranstaltungen neben der Veröffentlichung ihrer Bücher und CDs.

Maria Cristina Piras, Ärztin, schloss ihr Medizin- und Chirurgiestudium an der Universität Pavia mit Schwerpunkt Klinische Augenheilkunde ab. Nach einer Reise der Selbstreflexion und beruflichen Auseinandersetzung wandte sie sich der ganzheitlichen Medizin, einschließlich der Homöopathie, zu, die sie seit rund 40 Jahren praktiziert. Besonders interessant sind ihre Studien über das Wasser hochschwingender Orte und die harmonischen Harmonien, die sie zur Entwicklung einer einzigartigen Arbeitsmethode zur Wiederherstellung des energetischen Gleichgewichts von Umwelt und Mensch führten. Nach ihrer Begegnung mit Bert Hellinger integrierte sie die Technik der systemischen Aufstellungen in einen einzigartigen Bewusstseinspfad: Den Weg des SELBST®. Als Präsidentin des Kulturvereins Prismablu bietet sie Seminare und Programme zur Wiederverbindung mit dem SELBST an.

Ihr multisensorielles Arrangement „Frei nach Momo“:

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Simon Heiniger

«Poor man’s E-Type» – very poor man!

Simon Heiniger: Geboren 1962 und aufgewachsen im Emmental. Medizinstudium in Bern. Dank einem
Curriculum der FIAM Bern Ausbildung zum Allgemeinmediziner. Seit 1994 Hausarzt in Olten. Verheiratet mit einer sehr verständnisvollen und geduldigen Frau, 3 erwachsene Kinder. Er schreibt wie ein Schriftsteller:

Ich möchte Ihnen etwas über mein Hobby erklären. Ich restauriere. Aus medizinischer Sicht ist das Problem des Restaurierens noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet eine relativ seltene Spontanmutation auf dem Y-Chromosom (die weibliche Leserschaft kann also entspannt aufatmen). Diese Abweichung vom ursprünglichen Genom zwingt die männliche Psyche, sich mit aller Gewalt gegen das natürliche Altern zu stellen. Gelingt dies dem Manne bei sich selbst nicht, so wendet er sich voller Energie zum Beispiel seinem Auto zu.

«Teile und herrsche» – aber vorher unbedingt eine Skizze
machen!

Bei mir traten in untypisch jungen Jahren die ersten Symptome auf, welche ich damals noch nicht eindeutig zu interpretieren wusste: Ich begann während des Studiums Holzmöbel zu restaurieren. Zum mentalen Ausgleich, hatte ich damals allen gesagt, und selber fühlte ich mich absolut sicher, dass damit ich für spätere Krisenzeiten eine Überlebenshilfe und vielleicht sogar ein zweites Standbein gefunden
hatte. Als nach wenigen Jahren unsere Wohnung aussah wie ein Bühnenbild zu einem Gotthelf-Theater, liess ich mich von meiner Frau überzeugen, dass es für die Kinder vielleicht nicht sehr förderlich sei, wenn sie in diesem antiquierten Wohnklima aufwachsen und überhaupt sei doch etwas Modernes auch sehr reizvoll. Ich erkannte die Ernsthaftigkeit dieser Einwände, zog mich ein wenig gekränkt in meine Werkstatt zurück, verschenkte ein Stück ums andere und liess gönnerhaft die Moderne langsam in unseren Haushalt einziehen. Ich hatte Zeit und Gelegenheit, mir ein neues Hobby auszusuchen. Einen kurzen Moment hatte ich sogar an Sport oder Lesen gedacht.

Wie bei vielen chronischen Geschichten (Krankheiten) gibt man sich in der symptomfreien Zeit gerne der Illusion hin, dass man gesund sei. Als ich jedoch kurze Zeit nach der Praxiseröffnung einen Triumph Spitfire sah (für den interessierteren Leser: Mk IV, Jg 72), rechnete ich rasch die Zahl auf dem Preisschild zur Summe der Investitionsausgaben, und weil dies keine beeindruckende Differenz ergab, fuhr ich mit dem Spitfire nach Hause. Diese für mich oftmals typische und für mein Umfeld im gleichen Masse überfordernde Spontaneität fand auch diesmal nicht sehr grosse Akklamation, seither bespreche ich einen Autokauf immer vorgängig mit meiner Frau, oder ich erwähne ein derartiges Projekt wenigstens; manchmal. Der Spitfire war ein guter Kauf. Fast immer sprang der Motor an, nur selten liess er mich unterwegs im Stich. Ab und zu schraubte ich neugierig etwas ab, bestaunte das für mich (noch) namenlose Teil und schraubte es wieder an. Scheinbar war es in Ordnung, es funktionierte ja alles. Der Haken an diesem Auto war, dass es nichts zu restaurieren gab. Bei einer späteren Gelegenheit klagte ich diese Not dem Triumph-Händler. Ich glaube, er hat damals einen Moment mit sich gerungen, bis er mir sagte, anstatt das gute Auto zu verschandeln, hätte er da eine Idee. Sein Vorschlag war ein doch sehr heruntergekommener Triumph GT6 (für den immer noch interessierten Leser: Mk I, Jg 68, auch genannt «poor-man’s E-Type»), vor Jahren hinter der Garage abgestellt und dem rosttriefenden Zahn der Zeit überlassen.

Läuft, aber fährt noch nicht

Mein Restaurationsherz empfand Mitleid, schlug höher und mit viel Mühe (die Details darf ich nicht erwähnen, denn die verschiedenen Gesetzesübertretungen sind möglicherweise noch nicht verjährt) stellte ich das «Fahrzeug» auf unseren Hausplatz. Dem für mich nicht ganz nachvollziehbaren Entsetzen meiner Frau (hatte ich es wirklich vergessen, sie darüber zu informieren?) versuchte ich mit Argumenten entgegenzuhalten wie «bis im Frühling wird das ein tolles Auto» und «sieht schlimm aus, hat aber eine solide Substanz». Zugegeben, es ist mehrmals Frühling geworden und die Substanz war irgendwie doch nicht ganz so toll. Um meiner Entschlossenheit auch gleich eine Prise Glaubhaftigkeit zu verleihen, begann ich noch am gleichen Tag mit der ziemlich hektischen Demontage. Gerade dieser mutige Arbeitsschritt ist zur Nachahmung nicht sehr geeignet: noch heute habe ich eine vorwurfsvolle Kiste mit Kleinteilen, für welche ich beim Zusammensetzen mit aller Phantasie einfach keinen Platz fand. Sehr schnell trat ein unerwartetes Platzproblem auf. Wenn das Auto in fahrbarem Zustand die Ausmasse eines Kleinfahrzeuges hat, ist der Platzbedarf in ausgeschlachtetem Zustand etwa viermal grösser. Ich musste den mittlerweile modernisierten Wohnraum ganz dezent zum Lagerraum einbeziehen und auch bei dieser zweckmässigen Raumumnutzung blieb der Applaus seltsamerweise aus. Heute kann ich darüber sprechen, in dieser Phase bin ich fast verzweifelt. Das halbe Quartier amüsierte sich über den Lärm und das Chaos.

Aufgeben? Wer restauriert, kennt diesen Ausdruck nicht, und überhaupt, es gehört doch zum ureigenen
Wesen des Hausarztes, dran zu bleiben, nicht aufzugeben, auch wenn niemand mehr an ein gutes Ende
glaubt. Ich brauchte Hilfe und Trost, viel Trost. Das Bücherregal füllte sich mit Fachliteratur über englische Fahrzeuge, Rostbehandlung, Motorenbau, Berichten mit Tipps und Tricks von Leidensgenossen. Ich durfte feststellen, ich war nicht alleine. Vielerorts gibt es scheinbar ähnliche Schicksale, mit tapferer Ausdauer leidet so manch selbsternannter Bewahrer von rostigen Autos in einer kleinen, ungeheizten Garage. In kleinen Schritten ging das Projekt voran. Es gab eine Zeit, da waren die verschiedenen Teile in einem
Umkreis von vielen Kilometern verteilt, der Motor beim Kardiologen, das Fahrgestell beim Orthopäden
und die Karosserie beim Dermatologen. Unser Haus war wieder stressfrei bewohnbar geworden. In dieser Situation konnte ich wieder von meiner hausärtzlichen Erfahrung profitieren.

«Barba non facit philosophum», und eine schöne Karosserie
macht noch lange kein Fahrzeug.

Es bedurfte meiner hartnäckigen Aufmerksamkeit, bis mein Patient (halt immer noch zerlegt) endlich wieder zuhause war. Jetzt nur noch zusammenbauen. Mit meiner nun doch schon beachtlichen Erfahrung und dem mit Schmerzen erlernten Umgang mit vielen neuen Werkzeugen sollte das eigentlich doch nur noch den krönenden Abschluss darstellen. Der Abschluss und ganz besonders die Krönung sollten noch einen weiteren Frühling warten müssen. Ich machte Bekanntschaft mit dem englischen Verständnis von Präzision. Die Masse der importieren Neuteile passten selten, wo eine Aussparung sein sollte, war keine
und der Kabelbaum hatte unendlich viele Nervenenden, welche einfach irgendwo unmotiviert endeten (ich hätte vielleicht in der Neurologie besser aufpassen sollen). Improvisation und Mut waren gefragt.
Als auf dem frisch furnierten Armaturenbrett alle Löcher und Aussparungen verdeckt waren, liess ich das Teil in der Praxis röntgen. Mit dem ausgedienten Bronchoskop konnte ich mir auch in den Tiefen des Motors oder der Karosserie manchmal wieder einen Überblick verschaffen. Und all die nützlichen chirurgischen Instrumente, sie wurden kurzzeitig ein wenig zweckentfremdet (und natürlich später
wieder aufsterilisiert).

Einmal im Herbst war dann der Triumph fertig, vorher im «british-racing-green», jetzt in einem versöhnlichen «powder-blue». Es funktionierte alles, und sogar die Motorfahrzeugkontrolle gab den
Veteranen-Segen dazu. Eine kurze Zeit waren die Krankheitssymptome verschwunden, alle freuten
sich an der wundersamen Heilung. Wenn da nicht die Moto Guzzi beim Töffhändler gestanden wäre,
oder der traurig schöne Saab im Internet, oder die alte Vespa in der Scheune des Schwiegervaters …

Mit der Zeit und den Erfahrungen habe ich etwas ganz Wesentliches gelernt. Vor jeder neuen Anschaffung spreche ich zuerst mit meiner Frau. Sie hat gelernt, mit meiner Schwäche zu leben, und geduldig steht immer noch zu mir (manchmal bekommt sie doch noch eine Krise, wenn so viele Fahrzeuge im und ums Haus stehen, dann muss ich halt wieder ein restauriertes Objekt loswerden; macht nichts, ich finde schon wieder ein anderes).

Liebe Leserin und lieber Leser, ich hätte da noch eine Bitte zum Schluss: Wenn Ihnen ein Mann in einem glänzend schönen und alten Auto begegnet, seien Sie nett zu ihm. Er hat viel durchgemacht.

PrimaryCare 2006;6: Nr. 51-52

Dr. med. Simon Heiniger
Ziegelfeldstrasse 25
4600 Olten
heiniger.simon@freesurf.ch


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Bernhard Richter

Bernhard Richter (* 1962) ist ein deutscher Musikermediziner und Leiter des Freiburger Instituts für Musikermedizin.

Richter erhielt seine musikalische Ausbildung in der Kindheit und Jugendzeit als Sänger bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben sowie durch den Geigenunterricht bei Hedwig Pahl. Er studierte Medizin an den Universitäten Freiburg im BreisgauBasel und Dublin. Parallel zum Studium absolvierte Richter von 1986 bis 1991 ein mit dem Konzertexamen abgeschlossenes Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Freiburg bei Beata Heuer-Christen. Seit 1992 hatte Bernhard Richter zahlreiche Auftritte als Sänger, u. a. mit der Pianistin Claudia Spahn im Musik-Cabaret-Duo Die schönen Baritons.

Nach der Promotion zum Dr. med. und den beiden Facharztausbildungen zum HNO-Arzt und Phoniater habilitierte sich Bernhard Richter im Jahr 2002. 2005 erhielt er eine Professur für Musikermedizin mit Schwerpunkt künstlerische Stimmbildung an der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er lehrt Stimmphysiologie und Hörphysiologie an der Hochschule für Musik sowie an der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität.

Seit der Gründung im Jahr 2005 leitet Bernhard Richter – gemeinsam mit Claudia Spahn – das Freiburger Institut für Musikermedizin. Hier ist er für die medizinische Betreuung der Sänger und Musiker zuständig. Auch betreut er Stimmpatienten aus dem Kreis der sprechenden Berufe, zum Beispiel Schauspieler und Lehrer.

Die habilitierte Psychosomatikerin mit der ganzen Bandbreite der Blockflöte und der singende Phoniater mit der Schmalzlocke lieben Auftritte zu später Stunde und in kleinem Kreis. Bei ihren Late-night-Darbietungen vor maximal 150 Gästen gibt es Ironie, Chansons, aber auch Lieder- und Schubert-Abende mit klassischer Musik.

Obwohl weder Spahn noch Richter aus Musiker- oder Medizinerfamilien stammen, fuhren sie schon früh zweigleisig.

Blockflöte, Klavier, Geige und so nebenbei vor dem Abitur ein Stipendium am Musikkonservatorium in Würzburg bei ihr, Knabenchor (Hymnus Chorknaben Stuttgart) von acht bis Abitur und paralleler Gesangsunterricht als Zivi-Rettungssanitäter für ihn.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Richter_(Mediziner)

https://www.uniklinik-freiburg.de/musikermedizin/mitarbeiter/prof-dr-bernhard-richter.html

https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Die-schoenen-Baritons-angehende-Professoren-mit-Hang-zur-leichten-Muse-379039.html

http://swisscharts.com/album/Burkhard-Richter-&-Claudia-Spahn/Ich-bin-ein-schoener-Bariton-37988

https://www.sack.de/spahn-richter-musik-mit-leib-und-seele/9783867391146

Auftritt bei Psychotherapietagen https://www.facebook.com/watch/?v=3167883983283721


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Rüdiger Penthin

Im Folgenden stellt sich Rüdiger Penthin, Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Musik und im Vorstand, vor:

Jahrgang 1959. Geboren in Köln. Vater von 3 Kindern. Erhielt den ersten Klavierunterricht mit 6 Jahren, mit 17 Jahren Stipendium als Jungstudent an der Musikhochschule Köln im Fach Klavier, mit 18 Jahren jedoch Entschluss zum Medizinstudium 1980-1986 (Universität Köln). Promotion 1989.

Nach der Ausbildung zum Facharzt (Universitätskinderklinik Aachen) und Oberarzttätigkeit in der pulmologisch-allergologischen Kinderfachklinik Satteldüne (Amrum) erfolgte 1993 die Niederlassung als Kinder- und Jugendarzt in eigener Praxis in Schönberg/Holstein, Praxisschwerpunkt: Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter. 1992 bis 1996 psychotherapeutische Zusatzausbildung. Autor mehrerer Bücher zum Thema Kinder und Eltern. Mitbegründer der Elternwerkstatt Probstei, einer Einrichtung der Elternbildung. 

2000 erfolgte nach langer musikalisch-solistischer Pause sein Solodebüt mit einem Klavierabend bei „Schönberg Kulturell“ mit Werken von Bach, Mozart Beethoven, Schubert, Chopin und Brahms.  In den folgenden Jahren wechselnde Kammermusikprogramme, 2004 Mozart Klavierkonzert F-Dur mit dem Kieler Kammerorchester, seit 2006 Liederabende mit Matthias Klein. Gemeinsame Aufführung der großen Schubert- und Schumann-Liederzyklen. 2006 Gründung der Fusion-Jazz-Band „Delicious Date“, welche mit dem Bechstein – Preis 2008 ausgezeichnet wurde. Seit 2018 Mitarbeit im Vorstand des Kulturvereins Probstei e.V.

https://www.kinderaerzte-im-netz.de/aerzte/sch%C3%B6nberg/drsleupen/hauptseite.html

https://www.kiae-probstei.com/team


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Georg Weidinger

seit 1994 freischaffender Komponist und Pianist, Vorträge über eigenes Schaffen und
Iannis Xenakis-Stochastik-Verbindung naturwissenschaftl. Denken und Komposition, Vorträge über Trad.
Chinesische Medizin.
seit 1996 Tätigkeit als Arzt
1998 Gründung des Labels „klaviermusik.at“, seither zahlreiche CD Veröffentlichungen.
2000 CD „Vienna Conzert 2000“ bei Extraplatte erschienen
seit 2002 eigene Praxis für Trad. Chin. Medizin in Wien

2004 CD „quiet nights“ bei Ö1 erschienen
2009 CD „bright side“ bei Ö1
2011 Buch „Die Heilung der Mitte“
2013 Praxis nach Wiener Neustadt übersiedelt
2014 Buch „Die tägliche Heilung“, CD „Die Musik zur Heilung der Mitte“ (Ennsthaler)
2015 Buch „Die chinesische Hausapotheke“, Gründung der Österreichischen Gesellschaft für Trad. Chin. Medizin in Wiener Neustadt, Präsident der OGTCM

2016 Eigene Lehrgänge für TCM in Wiener Neustadt, CD „Quiet Moments“
2017 CD „Bach-Hindemith“, klaviermusik.at; Buch „Der Goldene Weg der Mitte“ (Eigenverlag)
2018 Praxis in Bad Sauerbrunn, CDs „Blüten der Romantik“, „Requiem für Franziska“, Buch „Kochbuch zur Heilung der Mitte“

2019 CD „SONATA“, Buch und CD „Der Klang der Mitte“, CD „Games of Orchestra“, Streichquartett I & II, 1. Sinfonie („DISTROFIA“), Debütroman „LAUFHAUS“ mit Audio-CD „LAUFHAUS-Buchmusik“
2020 CD „Mozart Plus“, CD „Vienna Calling“, 2. Sinfonie („FANFARA“); Bücher: „Chinesische Medizin gegen Krebs“, „Welt-Yoga“
2021 CD „Vienna Calling“, Bücher: „Das Wunder Immunsystem“, „Kochbuch zur Heilung der Mitte II“

PREISE UND ANERKENNUNGEN

1995 Preis der „Niederösterreichischen Musikfabrik“ und Auftrag für ein Chor-Orchesterstück
1996 und 1998 Als erster Österreicher Gewinner des Internationalen Kompositionswettbewerbes „Luigi Russolo“, Varese, Italien.

https://www.dieweidingers.com

https://www.youtube.com/@georgweidinger/featured

http://www.georgweidinger.com

http://www.klaviermusik.at

https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Weidinger


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Dannie Abse

Dannie AbseCBE (* 22. September 1923 als Daniel Abse in CardiffWales; † 28. September 2014[1] in Golders GreenLondon) war ein britischer Autor und Dichter.

Dannie Abse at the Cheltenham Literature Festival 2013 | age 90

Dannie Abse wuchs in seiner jüdischen Familie mit seinen etwa zehn Jahre älteren Brüdern Leo Abse (1917–2008; Anwalt, Politiker, Autor) und Wilfried Abse (1915–2005; Psychoanalytiker) auf.[2] Nach erfolgreichem Abschluss der Schule in seiner Geburtsstadt studierte er Medizin an der University of Wales College of Medicine, der Westminster Hospital Medical School und am King’s College London. 1950 erlangte er den Doktortitel. Von 1954 bis 1989 arbeitete er in der Brustklinik des Central Medical Establishment in London. 1989 erhielt er die Ehrendoktorwürde der University of Wales.

Poetry | Dannie Abse interview | Poet | Fusion | 1971

1954 erschien seine Autobiografie Ash on a Young Man’s Sleeve, in der er seine Kindheitserlebnisse verarbeitete. Er erhielt den Welsh Arts Council Award und 1985 den Cholmondeley Award. Abse war Mitglied der britischen Poetry Society und gehörte seit 1983 der Royal Society of Literature an. Abse verfasste einige Gedichtbände – sein erster war 1949 After Every Green Thing –, Romane, Dramen und Essays. In der Neujahrsehrungsliste 2012 erhielt er als Auszeichnung das Kommandeurskreuz des Order of the British Empire verliehen.

Abse war mit der Kunsthistorikerin Joan Abse, geborene Mercer (1923–2005) verheiratet, mit der er auch drei gemeinsame Kinder hat. Sie starb bei einem gemeinsamen erlittenen Autounfall, bei dem Dannie Abse sich eine Rippe brach.

Dannie Abse war sein Leben lang ein treuer Fan des Fußballklubs Cardiff City. Das erste Spiel sah er 1934; in vielen seiner Werke bezieht er sich auf das Fußballspiel.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dannie_Abse


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Giorgos Chimonas

Giorgos Chimonas (Kavala , 17. März 1938 – Paris , 27. Februar 2000) war ein griechischer Prosaschriftsteller, Übersetzer und Psychiater, der in den 1960er Jahren auf dem Gebiet der griechischen Literatur bekannt wurde und sich einen Namen machte .

Giorgos Himonas wurde 1938 in Kavala geboren und wuchs in Thessaloniki auf . Dort studierte er 
Medizin . Er setzte sein Studium in Paris fort und spezialisierte sich dort auf Psychiatrie und 
Neurolinguistik . Nach Abschluss seines Studiums kehrte er nach Griechenland zurück und lebte in 
Athen . 

1960 veröffentlichte er sein erstes Buch mit dem Titel Peisistratos . Er beschäftigte sich mit Prosa, Übersetzungen und dem Verfassen von Essays. Er war mit der Dramatikerin Loula Anagnostaki verheiratet 
und zusammen hatten sie einen Sohn, den Schriftsteller Thanasis Heimonas. Er starb am 27. Februar 2000 in Paris im Alter von 61 Jahren. Er wurde auf dem Ersten Athener Friedhof begraben .

Seine Schriften erforschen auf psychoanalytische Weise die inneren Aspekte des Bewusstseins und zeichnen sich durch ihren modernen Schreibstil sowie durch viele aus dem Anti-Roman übernommene Elemente aus, wie etwa einen flachen Schreibstil oder das Fehlen von Dialogen. Professor 
Linos Politis sagt über ihn , er sei „ein Autor, der nicht leicht zu durchschauen ist“.

https://el.wikipedia.org/wiki/%CE%93%CE%B9%CF%8E%CF%81%CE%B3%CE%BF%CF%82_%CE%A7%CE%B5%CE%B9%CE%BC%CF%89%CE%BD%CE%AC%CF%82

https://www.hartismag.gr/hartis-30/afierwma/o-giwrgos-xeimwnas-metaxy-monternismoy-kai-metamonternoy

TV ERT Beitrag

https://eratobooks.gr/etiketes/productslist/%CE%B3%CE%B9%CF%8E%CF%81%CE%B3%CE%BF%CF%82-%CF%87%CE%B5%CE%B9%CE%BC%CF%89%CE%BD%CE%AC%CF%82

Es besteht meiner Meinung nach kein Zweifel daran, dass Giorgos Himonas den reinsten und zugleich schärfsten modernistischen Geist der modernen griechischen Prosa verkörpert. Seine wilde Fantasie, seine fragmentarische Syntax, seine gebrochenen Worte, der unaufhörliche, traumhafte Fluss seiner Sätze, aber auch sein paranoider, wahnsinniger oder sogar von Natur aus aphasischer Ausdruck. Sie prägen sein Werk vom ersten Moment bis zur letzten Seite und unterlaufen dabei nicht nur zahlreiche Erzählkonventionen, sondern begründen auch eine permanente und tiefgreifende literarische Experimentierfreude seinerseits.
[2] Aus welchem Blickwinkel wir sein Werk auch betrachten und wie wir seine Sprache, seine Bilder und seine menschlichen Formen auch verstehen, Heimonas ist ein überzeugter Modernist, der die Dinge einer vielfachen Bewährungsprobe unterzieht: von der Überwindung der Abfolge, des rationalen Ausdrucks und der geregelten (allgemein akzeptierten und erkennbaren) Bedeutung bis hin zur Störung der induktiven Ordnung, aber auch der Freisetzung des Unbewussten mit der daraus resultierenden Verlagerung und Bestattung des Subjekts. Es gibt sicherlich nicht viele Prosaautoren im Nachkriegsgriechenland, die sich so leidenschaftlich an die Vorgaben des Formalismus halten. Himonas verwandelt seine Texte in einen Spiegel seiner Schreibwerkstatt und achtet darauf, alle Materialien auf eine frei schwebende Bahn zu bringen. Metaphorische Transzendenzen und historische Referenzen, wahnhafte Monologe und eine innere Konzentration, die mit den Reden und Redewendungen anderer beladen ist (auf ein Ego, das von archaischen Leidenschaften und mystischen Ängsten oder Visionen entflammt ist), unaufhörliche Umkehrungen und Rückfälle einer stets prätentiösen Handlung, unerwartete (imaginäre und apokalyptische) Explosionen einer offensichtlich diffusen und durchlöcherten Handlung, überraschende Metonymien sowie Spiele blendender Spiegelungen durch die intensive Verflechtung von Identitäten und Heteroidentitäten lassen Heimonas‘ Prosa einer einsamen Insel im weiten Meer ähneln, einem literarischen Akt, der mit einem unnachgiebigen Kampf identifiziert wird – dem Kampf, jede Regelmäßigkeit der Bedeutung zu beseitigen, ihre Rezeption und Akzeptanz jeglicher Legitimation zu entziehen. Und eine solche Haltung hat natürlich zur Folge, dass das Schreiben als Begriff ohne jegliche Genre-Kennzeichnung entsteht und seine Funktion übernimmt, als ein völlig reduziertes und zugleich autonomes Mittel zur Untersuchung der Bedingungen der Produktion und Schaffung von Kunst in einem Regime der vollständigen Infragestellung.


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Hiester Richard Hornberger Jr. 

Hiester Richard Hornberger Jr. (1. Februar 1924 – 4. November 1997) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Chirurg, der unter dem Pseudonym Richard Hooker schrieb. Hornbergers bekanntestes Werk ist sein Roman MASH (1968), der auf seinen Erfahrungen als Chirurg der US-Armee während des Koreakriegs basiert und in Zusammenarbeit mit W. C. Heinz geschrieben wurde. Der Roman diente als Grundlage für den preisgekrönten, von Kritikern und an den Kinokassen erfolgreichen Film MAS*H (1970) – und zwei Jahre später für die gefeierte, langjährige gleichnamige Fernsehserie.

Nach Abschluss seines Medizinstudiums wurde er in den Koreakrieg eingezogen und dem 8055 Mobile Army Surgical Hospital (M.A.S.H.) zugeteilt. Laut einem der Einheit zugeteilten Arzt waren die M.A.S.H.-Einheiten „nicht an der Front, aber nah dran. Sie lebten und arbeiteten in Zelten. Im Sommer war es heiß und im Winter eiskalt.“[3] Der Operationssaal bestand aus Tragen, die auf Zimmermanns-Sägeböcken balancierten.

Viele der M.A.S.H.-Ärzte waren in ihren Zwanzigern und nur wenige hatten eine fortgeschrittene chirurgische Ausbildung.[5] Während der Kampfeinsätze konnten die Einheiten „bis zu 1.000 Opfer pro Tag“ verzeichnen. „Kennzeichnend für die Kämpfe in Korea“ erinnerte sich einer von Hornbergers Offizierskameraden, „war, dass es Phasen von einer Woche oder zehn Tagen gab, in denen nicht viel passierte, und dann gab es einen Angriff. Wenn es einen Angriff gab, gab es plötzlich eine Masse an Opfern, die uns einfach überwältigten.“ Es gab, so erinnerte sich ein anderer Chirurg, „‚lange Phasen, in denen nicht viel passierte‘ in einer Atmosphäre scheinbarer Sicherheit – jede Menge Zeit zum Spielen … Wenn es ruhig war, saßen wir herum und lasen. Manchmal tanzten die Krankenschwestern ein bisschen.“ Hornbergers spätere Einschätzung des Verhaltens seiner Einheit lautete: „Einige flippten aus, aber die meisten machten auf unterschiedlichste Art und Weise und in unterschiedlichem Ausmaß einen Höllenlärm.“

Ein Kollege beschrieb Hornberger als „einen sehr guten Chirurgen mit einem großartigen Sinn für Humor“. Hornberger beschriftete sein Zelt „Der Sumpf“, wie auch die Figuren im Roman.

Nach dem Erfolg seines Buches und dessen Verfilmungen praktizierte Hornberger bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1988 weiterhin als Chirurg in Waterville. In seinen späteren Praxisjahren betrieb Hornberger medizinische Forschung und veröffentlichte seine Forschungsergebnisse in von Experten begutachteten medizinischen Fachzeitschriften. Er starb am 4. November 1997 im Alter von 73 Jahren an Leukämie.

https://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Hooker_(author)

https://www.saturdayeveningpost.com/2020/01/five-things-you-didnt-know-about-the-4077th-mash


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Perikles Sphyridis

Periklis Sfyridis (geboren am 5. Oktober 1933 in Thessaloniki) ist ein zeitgenössischer griechischer Dichter, Prosaschriftsteller, Essayist, Kritiker und Anthologe. Seine Prosa wurde in mehreren Sprachen veröffentlicht.

Periklis Sfyridis wurde 1933 in Thessaloniki geboren, wo er lebt. Absolvent des American College „Anatolia“, Abschlussjahrgang 1952. Er studierte Medizin an der Universität Thessaloniki (als Student der Militärmedizinischen Fakultät) und arbeitete bis 1994 als Kardiologe. Von 1975 bis 1981 war er Präsident der Ärztekammer von Thessaloniki.

Er erschien 1974 in Briefen und arbeitete eng mit der Literaturzeitschrift Diagonios zusammen . Von 1985 bis 1990 gab er die jährliche Publikation mit unveröffentlichten anekdotischen Texten von Prosaautoren aus Thessaloniki heraus, Parafyada . Von 1987 bis 1996 war er Verlagsberater (Content Manager) der Zeitschrift To Tram . 1996 organisierte er die Konferenz Paramythia Thessaloniki über die Prosa der Stadt von 1912 bis 1995 und gab deren Tagungsband heraus. Im Jahr 2001 war er gemeinsam mit der Abteilung für Mittelalter- und Neugräzistik der Fakultät für Philologie der Philosophischen Fakultät der Aristoteles-Universität Thessaloniki Mitorganisator. toter Link ] und die Stadtbibliothek Thessaloniki haben die Konferenz „Poesie in Thessaloniki im 20. Jahrhundert“ organisiert und deren Tagungsband herausgegeben. Im Jahr 2005 organisierte er die Konferenz Literary Nurseries in Thessaloniki. Die literarischen Zeitschriften der Stadt im 20. Jahrhundert und ihre Herausgeberschaften. Im Jahr 2008 organisierte er in der Stadtbibliothek von Thessaloniki, im Rahmen des „ Demetrios “-Festivals, die vierte Konferenz Kritik und Kritiker von Thessaloniki im 20. Jahrhundert und gab deren Proceedings heraus (gemeinsam mit Sotiria Stavrakopoulou ). 

Seine Kurzgeschichte „Das Geheimnis“ ist die Grundlage für Tasos Psarras‘ Film „Die andere Seite“, dessen Drehbuch er gemeinsam mit dem Regisseur schrieb. Zwei weitere seiner Kurzgeschichten wurden als Fernsehfilme verfilmt. Er schrieb auch die Texte für die Dokumentarserie „Literatur und soziale Wirklichkeit in Thessaloniki“ von Tasos Psarras, die 1997 von ET-3 ausgestrahlt wurde, und vom gleichen Regisseur „Literarische Spaziergänge in Nordgriechenland“ (das sind die Fernseh-/Literaturporträts folgender Schriftsteller: Thanasis Markopoulos / Veria, Vasilis Karagiannis / Kozani, Lazaros Pavlidis / Kilkis, Sakis Totlis / Edessa, Vasilis Tsiambousis / Drama), eine Serie, die 1995 wiederholt von den staatlichen Fernsehsendern ausgestrahlt wurde .

Er hat zwei Gedichtsammlungen, vierzehn Kurzgeschichtensammlungen, zwei Romane und eine Abhandlung über seine spirituelle Reise veröffentlicht. Er veröffentlichte Studien über Schriftsteller, Maler und drei Anthologien über die Prosaschriftsteller von Thessaloniki, von denen eine ins Deutsche und eine andere ins Englische übersetzt wurde. Er arbeitete mit den meisten griechischen Literaturzeitschriften zusammen. Seine Kurzgeschichten wurden ins Deutsche, Englische und Niederländische übersetzt, ebenso wie zwei seiner Bücher in derselben Sprache (Niederländisch): die Kurzgeschichtensammlung First Hand und sein Roman Kidney Transplant . Über sein Prosawerk sind über hundert seriöse Rezensionen und Studien in Einzelbänden erschienen. Im November 2007 wurde er von der Stadt Thessaloniki für seine Prosa und sein kritisches Werk geehrt. Von 2009 bis 2010 war er Mitglied des Wahlausschusses des Vafopoulio-Kulturzentrums von Thessaloniki und verantwortlich für Redeveranstaltungen. Dort schuf er auch die literarische Reihe der Vafopoulio-Veröffentlichungen.

https://el.wikipedia.org/wiki/%CE%A0%CE%B5%CF%81%CE%B9%CE%BA%CE%BB%CE%AE%CF%82_%CE%A3%CF%86%CF%85%CF%81%CE%AF%CE%B4%CE%B7%CF%82


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Arthur Schnitzler

Arthur Schnitzler (* 15. Mai 1862 in Wien,[1] Kaisertum Österreich; † 21. Oktober 1931 ebenda) war ein österreichischer ArztErzähler und Dramatiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne.

Von 1871 bis 1879 besuchte Arthur Schnitzler das Akademische Gymnasium im 1. Bezirk und legte am 8. Juli 1879 die Matura mit Auszeichnung ab.[2] Danach studierte er auf Wunsch seines Vaters an der Universität Wien Medizin. Am 30. Mai 1885 wurde er zum Dr. med. promoviert. Sein jüngerer Bruder Julius (1865–1939) wurde ebenfalls Arzt.

1885 bis 1888 arbeitete er als Assistenz- und Sekundararzt am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien in der Inneren Medizin und auf dem Gebiet der Psychiatrie und Dermatologie.[3] Danach war er bis 1893 Assistent seines Vaters an der laryngologischen Abteilung der Poliklinik in Wien. Von 1886 bis 1893 publizierte Schnitzler zu medizinischen Themen und verfasste mehr als 70 Beiträge, meist Rezensionen von Fachbüchern, unter anderem als Redakteur der von seinem Vater gegründeten Internationalen Klinischen Rundschau.[4] Er verfasste eine (einzige) wissenschaftliche Buchveröffentlichung: Über funktionelle Aphonie und deren Behandlung durch Hypnose und Suggestion (1889).

Obgleich Schnitzler seit Kindertagen literarische Texte verfasste und 1880 sein literarisches Debüt gab (Liebeslied der Ballerine in der Zeitschrift Der freie Landbote.), begann sich seine öffentliche literarische Tätigkeit erst ab 1888, als er über Mitte 20 war, zu intensivieren. Er veröffentlichte Gedichte, Einakter und Erzählungen in der von Fedor Mamroth und Paul Goldmann herausgegebenen Zeitschrift An der Schönen Blauen Donau.[5] Rund um dieses Blatt, aber auch in den Wiener Kaffeehäusern, die Schnitzler frequentierte, darunter das Café Griensteidl, begannen sich zunehmend Gleichgesinnte zusammenzufinden, die eine neue, österreichische Literaturströmung schaffen wollten. Dafür setzte sich bald der Begriff Jung Wien durch, wenngleich damit kein einheitliches Programm und nur bedingt gemeinsame ästhetische Ziele bezeichnet waren. Zentrale Personen, mit denen sich Schnitzler um 1890/1891 befreundete, waren Hugo von HofmannsthalHermann Bahr und Richard Beer-Hofmann.

Neben diesem Skandal kam mit der Publikation von Reigen ein weiterer Aufreger. Zuerst im Jahr 1900 als Privatdruck in wenigen Exemplaren erstellt, wurde es 1903 im Wiener Verlag von Fritz Freund frei publiziert. Die darin geschilderten Gespräche vor und nach dem Geschlechtsverkehr zwischen Frauen und Männern unterschiedlicher Gesellschaftsschichten wurden von den Gegnern Schnitzlers als Pornografie beschimpft. Die beiden Themen Heereskritik und Erotik, zusammen mit dem offensichtlichen Erfolg Schnitzlers, machten ihn zu einem beliebten Angriffsziel bei Antisemiten.

Privat dokumentierte Schnitzler in seinem Tagebuch für die Zeit bis zu seinem 40. Lebensjahr mehrere Beziehungen zu Frauen, die oft gleichzeitig geführt wurden, ohne dass die Partnerinnen das wussten. Besonders die weitgehend platonische Beziehung zur verheirateten Wirtin des Thalhofs (Reichenau an der Rax), Olga Waissnix, sowie die zu Marie Glümer und zu Maria Reinhard waren tiefergehende Partnerschaften. Beide Maria (im Tagebuch oft als „Mizi I“ und „Mizi II“ unterschieden), aber auch andere, machten sich Hoffnungen auf eine Legitimierung der Beziehung durch Heirat. Bei Maria Reinhard wurde das zusätzlich drängend, weil sie zweimal von ihm schwanger war. Das erste Kind kam tot zur Welt, während der zweiten Schwangerschaft starb sie an einer Blinddarmentzündung.

Die Beziehung zur Schauspielerin Olga Gussmann (1882–1970) führte zu einer Stabilisierung seines Lebenswandels. Am 9. August 1902 brachte sie den gemeinsamen Sohn Heinrich Schnitzler zur Welt. Am 26. August 1903 heiratete das Paar. Am 13. September 1909 wurde Tochter Lili geboren.[11] Schnitzler blieb für die Dauer der Ehe treu und stellte seinen promiskuitiven Lebenswandel ein.

Von Anfang des 20. Jahrhunderts an gehörte der Literat zu den meistgespielten Dramatikern auf deutschen Bühnen. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges ging das Interesse an seinen Werken zurück. Dies hing auch damit zusammen, dass er sich als einer von wenigen österreichischen Intellektuellen nicht für die Kriegstreiberei begeistern konnte und keine bellizistischen Äußerungen von sich gab.

Reigen ist das seit mehreren Jahrzehnten erfolgreichste Bühnenstück von Arthur Schnitzler. Zu Lebzeiten auf Wunsch des Autors weitgehend unaufgeführt, schildert es in zehn Dialogen, wie jeweils ein Mann und eine Frau sich vor und nach dem Geschlechtsverkehr miteinander unterhalten. 1921 wurde ihm anlässlich der Uraufführung des Bühnenstücks Reigen, die 1920/1921 in Berlin und dann in Wien zu einem inszenierten Theaterskandal führte, ein Prozess wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses gemacht, der letztlich beim Wiener Verfassungsgerichtshof zu Gunsten des Autors ausging. Nach weiteren Aufführungen in Wien bat Schnitzler aber 1922 seinen Theaterverlag, weitere Aufführungen nicht mehr zuzulassen. Das Aufführungsverbot ließ sein Sohn erst 1982 aufheben.

Während Schnitzler als jüdischer Autor in der Zeit des Nationalsozialismus verpönt war, setzte in der Nachkriegszeit eine langsame Institutionalisierung zum Klassiker ein.[38]

  • 1959/1960 wurde der Arthur-Schnitzler-Hof in Wien-Döbling (19. Bezirk) nach ihm benannt.
  • 1971 wurde eine Schnitzler-Büste von Sandor Jaray im Burgtheater in Wien enthüllt.
  • Am 13. Mai 1982 fand die Enthüllung einer Büste von Paul Peschke im Wiener Türkenschanzpark (18. Bezirk) statt.[39] Initiiert wurde das Denkmal von Viktor Anninger (1911–2004), der mit Lili Schnitzler befreundet war und in Schnitzlers Haus in der Sternwartestraße 71 verkehrte. Peschke wiederum war der Schwiegersohn von Ferdinand Schmutzer und wohnte, als er das Denkmal erstellte, genau gegenüber von Schnitzlers ehemaligem Wohnhaus im vormaligen Haus seines Schwiegervaters.
  • April 2012: Der kleine Park gegenüber dem Bahnhof in Baden (Niederösterreich) wird „Arthur-Schnitzler-Park“ benannt.[40]
  • 6. Mai 2017: Einem Gemeinderatsbeschluss vom September 2016 folgend wird im 7. Wiener Gemeindebezirk, Neubau, der Vorplatz des Volkstheaters zwischen Burggasse, Museumstraße und Neustiftgasse „Arthur-Schnitzler-Platz“ benannt. Das Theater verwendet nun die Adresse 1070 Wien, Arthur-Schnitzler-Platz 1.

Von der Arthur-Schnitzler-Gesellschaft wird alle vier Jahre der Arthur-Schnitzler-Preis vergeben. Dieser wird vom österreichischen Unterrichtsministerium und der Kulturabteilung der Stadt Wien mit 10.000 Euro dotiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Schnitzler

https://en.wikipedia.org/wiki/Arthur_Schnitzler