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François Rabelais

François Rabelais [fʁɑ̃.swa ʁa.blɛ] (* um 1494, vielleicht 1483 in La Devinière bei Chinon/Touraine; † 9. April 1553 in Paris) war ein französischer Schriftsteller der RenaissanceHumaniströmisch-katholischer Ordensbruder und Weltpriester, als Mediziner praktizierender Arzt sowie Dozent. Er gehört zu den bedeutendsten Prosaschriftstellern der französischen Literatur; von seinen Werken ist vor allem der Romanzyklus Gargantua und Pantagruel bekanntgeblieben.

Rabelais-Museum

Rabelais trat sein Noviziat zum Ordenspriester im franziskanischen Kloster La Baumette, Couvent des Cordeliers de la Baumette nahe Angers an. Um das Jahr 1511 empfing er seine Weihesakramente. Für 1520 ist er als Ordenspater im Couvent des Puy-Saint-Martin in Fontenay-le-Comte (Département Vendée) belegt.[5] Hier kam er durch einen älteren Mitbruder in Berührung mit dem von Italien her ausstrahlenden Humanismus und begann Altgriechisch zu lernen.

Ab dem Jahr 1528 findet man ihn in Paris, vermutlich nach Zwischenstationen an den Universitäten BordeauxToulouse und Orléans. Anscheinend hatte er den Status eines Diözesanpriesters angenommen, als der er freier war, seine Medizinstudien fortzusetzen und gelehrte Kontakte zu pflegen. Aus der Verbindung mit einer Witwe gingen zwei uneheliche Kinder hervor, François und Junine. Dies hielt ihn nicht in Paris, vielmehr schrieb er sich im September 1530 an der berühmten medizinischen Fakultät von Montpellier ein, wo Rabelais dann schon am 1. November einen akademischen Grad als Baccalaureus erwarb.

Im Sommer 1532 lebte Rabelais in Lyon, wo er als Arzt praktizierte und zugleich bei dem Drucker und Verleger Sebastian Gryphius diverse gelehrte Werke herausgab. Daneben verfasste er auch einen Roman, der Ende 1532 ebenfalls in Lyon erschien: Les horribles et épouvantables faits et prouesses du très renommé Pantagruel, Roi des Dipsodes, fils du grand Gargantua. Composés nouvellement par maître Alcofrybas Nasier. Schon am Titel war das Werk als Parodie, vor allem der Gattung Ritterroman, erkennbar.

La très excellente et divertissante histoire de François Rabelais – 1ère partie https://www.youtube.com/watch?v=pGbh2q1lohE

Als Anfang 1552, nunmehr in Paris, das Quart livre als Ganzes herauskam, wandelte sich die Einstellung der Herrschenden. König und Papst hatten sich arrangiert, Kritik an Letzteren war nicht mehr erwünscht. Entsprechend zögerte die Sorbonne nicht, das Buch zu verurteilen. In der Folge verbot auch das Parlement de Paris das Werk. Hierbei half nicht, dass der Kardinal Odet de Châtillon, die Widmung von Rabelais zuvor angenommen hatte. Dem Erfolg des Buches tat das Verbot keinen Abbruch. Rabelais selbst musste allerdings Anfang 1553 eine Pfründe in Meudon bei Paris und eine weitere im Bistum Le Mans aufgeben, die er über Jean Du Bellay erhalten hatte. Hiernach ist nichts mehr von ihm bekannt. Offenbar aber hatte er noch bis kurz vor seinem Tod im April 1553 an einem weiteren Fortsetzungsband gearbeitet. Dieser wurde, vermutlich auf Initiative seines Druckers, von unbekannter Hand zu einem Abschluss gebracht. Er kam 1563 unter dem Titel Le cinquième livre heraus und wurde in die Gesamtausgaben des Zyklus aufgenommen, die kurz nach dem Tod des Autors zu erscheinen begannen und weiterhin in großer Regelmäßigkeit erschienen.

La très excellente et divertissante histoire de François Rabelais – 2ème partie https://www.youtube.com/watch?v=L-7nRjqe-dQ

Die Universität François Rabelais Tours[14] (französisch: Université François Rabelais de Tours oder nur Université de Tours) ist eine staatliche Universität in der französischen Stadt Tours und wurde nach ihrer Gründung am 27. März 1969 nach François Rabelais benannt. Nach Rabelais benannt ist auch eine Pflanzengattung Rabelaisia Planch. aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae).

Museum Rabelais


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Adolf-Friedrich Holstein

Erklärungen gesprochen von Adolf Friedrich Holstein

Wolfgang Ellenberger war einer der Anatomie-Studenten von Prof. Holstein und durfte zu dessen 80. Geburtstag für die musikalische Umrahmung sorgen.

Die Geschichte des Medizinhistorischen Museums Hamburg begann im Jahre 2007. Der Vorstand des UKE bat den Freundes- und Förderkreis des UKE, das heutige Fritz Schumacher-Haus nach dem Auszug des Pathologischen Instituts zu restaurieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Die Idee, in dem restaurierten Gebäude ein medizinhistorisches Museum einzurichten, wurde von allen Beteiligten begrüßt. Prof. Adolf-Friedrich Holstein, der damalige Vorsitzende des Freundes- und Förderkreises nahm sich der Aufgabe an und suchte zunächst nach Geldgebern für die anstehenden Arbeiten und die Einrichtung des Museums.
In enger Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde wurden die einzelnen Bauabschnitte fertig gestellt und Schritt für Schritt der Öffentlichkeit präsentiert. So konnte 2010 der restaurierte Sektionssaal vorgestellt werden, begleitet von einer Ausstellung, die einen ersten Einblick in die Vielfalt der Exponate gewährte. Im Oktober 2013 wurde der erste Teil der Dauerausstellung „Die Entstehung der Modernen Medizin“ eröffnet. Im Dezember 2014 machte das Museum den zuletzt fertig gestellten kleinen Sektionssaal und die Räume im ersten Obergeschoss zugänglich.

https://www.uke.de/kliniken-institute/institute/geschichte-und-ethik-der-medizin/medizinhistorisches-museum/index.html

90. Geburtstag im UKE Erikahaus mit Feier. 2024
Skulptur von Fritz Schumacher, dem Bauherrn des Gebäudes, in dem jetzt das Medizinhistorische Museum Hamburg ist. Geschaffen von Adolf-Friedrich Holstein.

Lieber Herr Ellenberger,

herzlichen Dank für Ihre liebe Email. Ich bin gerührt, was Sie alles von mir referieren wollen. Natürlich bin ich damit einverstanden. Ich war in meiner Berufszeit höchst engagiert in medizinischer Lehre und Forschung über die Spermatogenese und widmete mich nach meiner Emeritierung der Denkmalpflege, Malerei und Plastik. Nach der Restaurierung der Säle im Erika-Haus gründete ich dort ein Zentrum für Kommunikation und Kultur. Dann übernahm ich vom Ärztlichen Direktor Prof. Jörg Debatin die Aufgabe, das Institutsgebäude der Pathologie zu restaurieren. Ich kreierte eine neue Nutzung als Medizinhistorisches Museum Hamburg. Auf meine Bitte wurde das Gebäude für ein neues Kulturinstitut nach dem Erbauer Fritz Schumacher Haus benannt. Um das anschaulich zu machen, fertigte ich eine Skulptur des berühmten Baudirektors, die vor dem Museum steht.

Wenn Sie mir Ihre Anschrift mitteilen, schicke ich Ihnen gerne ein kleines Büchlein, das zu meinem 90. Geburtstag vom Freundes- und Förderkreis publiziert wurde.

Aber nun würde ich auch gerne wissen, wie es Ihnen geht? Wie sind Musik und Medizin in Ihrem Leben verteilt? 

Mit herzlichen Grüssen

Adolf-Friedrich Holstein

Prof. Dr. Adolf-Friedrich Holstein
Medizinhistorisches Museum Hamburg
Martinistr.52
20246 Hamburg


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Peter Robert Berry

Peter Robert Berry (* 11. September 1864 in St. Moritz; † 14. November 1942 ebenda) war ein Arzt und Maler aus St. Moritz im Kanton Graubünden.

Peter Robert Berry wurde als ältester Sohn des Churer Arztes Peter Berry I und seiner Frau Cecilia Berry-Stoppani geboren. Peter Berry kam auf Anraten seines Schwagers, dem Hotelier Johannes Badrutt, nach St. Moritz und war als einer der ersten Kurärzte im 1864 eröffneten «Neuen Kurhaus» tätig.

Berry besuchte – zusammen mit Andrea Robbi – die Kantonsschule in Chur. Anschliessend studierte er Medizin an den Universitäten ZürichBernHeidelberg und Leipzig. Nach seiner Dissertation arbeitete er für kurze Zeit an einem Londoner Krankenhaus; 1892 wurde er leitender Arzt der «Heilquellen-Gesellschaft» in St. Moritz-Bad.

1895 verlobte er sich mit der Amerikanerin Kitty Spalding, gab seine Stellung als Kurarzt auf und bildete sich in Paris und Berlin weiter. Die Verlobung wurde nach einem Jahr wieder aufgelöst und Berry kehrte ins Engadin zurück.

Im November 1898 wehrte sich Berry in einer ausführlichen Schrift zuhanden der Gemeinde St. Moritz vehement gegen Pläne, den Ort zu einem Kurort für Tuberkulosekranke werden zu lassen. Er befürchtete, das sportbegeisterte mondäne Publikum und andere Sommerfrischler würden Ansteckungen befürchten und wegbleiben. Stattdessen forderte er dazu auf, das im Sommer florierende «Wellness-Angebot» wie Bäderkuren auch auf den Winter auszudehnen. Der Ruf einer Heilstätte würde den Nobelkurort St. Moritz ruinieren: «Entweder Sport oder Bazillen.»

1898 lernte Berry den Maler Giovanni Segantini kennen, dessen Projekt eines Engadiner Panoramas für die Pariser Weltausstellung 1900 er sehr unterstützte. Zu jener Zeit kam in Berry der Wunsch auf, selber zu malen. Unbefriedigt von den eigenen Versuchen mit Farbstiften und Pastellfarben wandte er sich 1898 an seinen Freund Giovanni Giacometti und bat ihn, ihn in die Kunst des Malens mit Öl einzuführen. Giacometti jedoch war verhindert und vertröstete Berry auf den Winter. Er unterstützte aber den Freund in seinem Wunsch zu malen, was Berry in seinem Entschluss bekräftigte, Maler zu werden.

Zwischen dem Winter 1899 und 1901 entstand eines der ersten grossen Ölbilder Berrys. Es trägt den Titel Weihnachtsabend und ist, wie andere frühe Werke Berrys, stark durch Giovanni Segantinis Motivwahl und divisionistische Maltechnik geprägt.

1900 begann Berry an der Pariser Académie Julian Malerei zu studieren, vermutlich auf Anraten seiner Freunde Giacometti und Andrea Robbi, die die Schule zuvor besucht hatten. 1901/1902 lernte er an der Schule von Heinrich Knirr in München genaues Zeichnen und belegte gleichzeitig Kurse der tierärztlichen Fakultät, wo er Pferdeanatomie studierte. Auch in den folgenden Jahren bildete er sich in Paris an der Académie Julian und der Académie von Montparnasse weiter.

Zwischen 1905 und 1914 verbrachte Berry manche Winter auf dem Julier- und Berninapass, wo er in freier Natur malte und abends in der Unterkunft im Hospiz auf seinem mitgebrachten Klavier spielte oder las; gerne Werke von Friedrich Nietzsche, den er in St. Moritz kennengelernt hatte. Oft half ihm sein Bruder, Malkasten, Bilder und Staffelei zu tragen.

1907 machte Berry die Bekanntschaft von Ferdinand Hodler, der sich zu dieser Zeit im Engadin aufhielt. Auch er soll ihn darin bekräftigt haben, bei der Malerei zu bleiben. 1918, beim Ausbruch der Spanischen Grippe, war Berry noch einmal als Arzt tätig, sonst jedoch widmete er sich ausschliesslich der Malerei.

Peter Robert Berry starb am 14. November 1942 in St. Moritz. Seine Werke wurden erst nach seinem Tod 1945 im Rahmen einer Gedächtnisausstellung im Bündner Kunstmuseum in Chur gezeigt.

Berry war seit 1908 verheiratet mit Maria Rocco. Einer seiner Söhne war ebenfalls als Arzt und Maler in St. Moritz tätig und auch seine Enkelin Marietta Gianella-Berry wurde Malerin.

Die «Villa Arona» im Zentrum von St. Moritz wurde um 1904[3] nach Plänen von Nicolaus Hartmann (1880–1956) von Berrys Bruder Johannes erbaut, einem Zahnarzt, der es mit seiner Familie bewohnte.

Im 2004 dort eröffneten Berry Museum sind zahlreiche Werke Berrys ausgestellt, die meisten aus Familienbesitz. Neben den Bildern wird im Museum auch Berrys umfangreicher Nachlass aufbewahrt. Dieser besteht aus Büchern, Briefen, Notizen, Tagebüchern, Musikalien und zahlreichen Unterlagen zur Gründung und Entwicklung des Kurorts St. Moritz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Robert_Berry

https://berrymuseum.com


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Axel Munthe

Axel Martin Fredrik „Puck“ Munthe [ˌakːsəl ˈmɵnːtə] (* 31. Oktober 1857 in Oskarshamn; † 11. Februar 1949 in Stockholm) war ein schwedischer Arzt und Autor.

Beruf und Leben

Axel Munthe wurde 1857 als Sohn eines Apothekers geboren. Er studierte Medizin in UppsalaMontpellier und Paris.

Ab 1880 begann er als Arzt in Paris und Rom zu praktizieren. Im Laufe der Jahre wirkte er noch in Neapel, London und Stockholm. Während seiner Studienjahre in Paris beeindruckten ihn besonders die Arbeiten Jean-Martin Charcots. Auch in späteren Jahren galt sein besonderes fachliches Interesse der Psychiatrie. Sein beruflicher Werdegang weist äußerlich etliche Brüche auf. So arbeitete er teilweise als Arzt für die untersten Bevölkerungsschichten, während er gleichzeitig oder kurz darauf eine Modearztpraxis betrieb. In Rom richtete er seine Praxis beispielsweise im Keats-Shelley House an der Spanischen Treppe ein, das zuvor u. a. von dem Dichter John Keats bewohnt worden war. Ab 1908 war Munthe Leibarzt der schwedischen Königin Viktoria, einer geborenen Prinzessin von Baden, die sich bis zu ihrem Tod regelmäßig in Munthes Nachbarschaft auf Capri aufhielt. In seiner Villa San Michele in Anacapri wurde er auch etwa von Henry JamesOscar WildeRainer Maria Rilke und Curzio Malaparte besucht. Das Haus mit seinem prachtvollen Garten und dem weiten Ausblick über das Meer dient seit den 1950er-Jahren als Museum.

Mit 22 Jahren (als jüngster in Frankreich) promovierte er an der Sorbonne zum Doktor der Medizin und wurde bald zu einem der erfolgreichsten Ärzte seiner Zeit. Er galt als Wundertäter. Zu seinen Patienten zählten Angehörige der Oberschicht und des Adels Europas und Amerikas, doch auch unter den Armen in Paris, Rom und Neapel wirkte er.

Der Zeitungsbericht über seine Arbeit im von der Cholera heimgesuchten Neapel im Herbst 1884 machte ihn schlagartig berühmt. Er war jedoch kein professioneller Schriftsteller, und sein wirklicher Erfolg stellte sich erst 45 Jahre später ein. „Die Geschichte von San Michele“ erschien 1929 und wurde zu einem der erfolgreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts. Es wurde auf Englisch verfasst, in zahlreiche andere Sprachen übersetzt und wird bis heute in Neuauflagen gedruckt.

International bekannt wurde Axel Munthe durch seine 1929 erschienenen und in zahlreiche Sprachen übersetzten Erinnerungen Das Buch von San Michele. Darin mischen sich allerdings Biographisches mit Phantastischem bis zur Untrennbarkeit; so wiesen Bengt Jangfeldt und Thomas Steinfeld in ihren 2003 beziehungsweise 2007 erschienenen Munthe-Biographien zahlreiche Differenzen zwischen dem realen und dem „autobiographischen“ Leben des Verfassers nach.

Munthe war zwar kein Architekt, ließ aber auf Capri eine der berühmtesten Villen Europas erbauen: die Villa San Michele, die von Experten als Meisterwerk der Architektur beschrieben wird.
Er war ein leidenschaftlicher Anglophiler, doch sein Lieblingsphilosoph war Schopenhauer, sein Lieblingsdichter Heine, seine Lieblingskomponisten Schubert, Wagner, Schumann und Hugo Wolf. Und trotz seiner republikanischen Lebenseinstellung war sein wichtigster Patient nicht nur königlicher Abstammung und deutscher Herkunft, sondern auch stark deutsch orientiert.

Munthe starb 1949 in seiner in einem Seitenflügel des königlichen Schlosses in Stockholm gelegenen letzten Wohnung.

https://www.villasanmichele.eu/munthe

https://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Munthe


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Heinrich Hoffmann

Heinrich Hoffmann (* 13. Juni 1809 in Frankfurt am Main; † 20. September 1894 ebenda) war ein deutscher PsychiaterLyriker und Kinderbuchautor. Er ist der Verfasser des Struwwelpeter. Er verwendete auch die Pseudonyme Heulalius von HeulenburgReimerich Kinderlieb, Peter Struwwel sowie Polycarpus Gastfenger.

Politik

1848 war er Abgeordneter im Frankfurter Vorparlament. In seinem Haushalt beherbergte er den Revolutionär Friedrich Hecker. Hoffmann selbst befürwortete eine konstitutionelle Monarchie unter preußischer Führung und gehörte zu den Erbkaiserlichen. In seinen satirischen Schriften Handbuch für Wühler oder kurzgefaßte Anleitung in wenigen Tagen ein Volksmann zu werden (1848) und Der Heulerspiegel (1849) wandte er sich entschieden gegen die Republikaner. 1866 befürwortete er die Annexion der Freien Stadt Frankfurt durch Preußen.

Literarische Werke

Seit 1842 veröffentlichte Hoffmann Gedichte und Theaterstücke unter verschiedenen Pseudonymen. Er bezeichnete sich selbst als Gelegenheitsversemacher. Weltweit bekannt wurde er durch sein von ihm selbst mit Bildern ausgestattetes Kinderbuch Der Struwwelpeter, das er zu Weihnachten 1844 für seinen ältesten Sohn schrieb. Vermutlich 1858 erstellte Hoffmann eine neue Fassung mit veränderten Bildern; auf dieser basieren alle folgenden Ausgaben des Struwwelpeter.

1851 veröffentlichte er sein Weihnachtsmärchen König Nußknacker und der arme Reinhold. Die Erstausgabe war mit einer eigenhändigen Zeichnung des Autors illustriert, die den Frankfurter Weihnachtsmarkt zeigt.

Nach seiner Pensionierung schrieb er seine Lebenserinnerungen, die erst 1926 veröffentlicht wurden.

Mitgliedschaften, Privatleben

Als Student in Heidelberg war Hoffmann seit 1830 Mitglied, später Ehrenmitglied des Corps Alemannia.[3] 1836 trat er der Freimaurerloge Zur Einigkeit bei. Nach einigen Jahren verließ er sie, weil sie keine Juden aufnahm.[4]

Im Herbst 1840 gründete Hoffmann in Frankfurt am Main die Gesellschaft der Tutti Frutti und ihre Bäder im Ganges, einen Schriftsteller-, Künstler- und Gelehrtenverein, deren Mitglieder sich eigens gewählte „Fruchtnamen“ zulegten. Hoffmann selbst war die „Zwiebel“. Zu den Mitgliedern zählten unter anderem Franz Xaver Schnyder von Wartensee („Tannenzapfen“), Ludwig Braunfels („Kastanie“), Wilhelm Speyer („Betel„), Theodor Creizenach („Tollkirsche“), Carl Trost („Stechapfel“), Friedrich Maximilian Hessemer („Dattel“), Eduard Schmidt von der Launitz („Wacholder“), Lorenz Diefenbach („Erdbeere“), Georg Eduard Steitz („Nuss 2“), Johann David Passavant („Pomeranze“), Heinrich von Rustige („Nuss“) und Philipp Veit („Fenchel“).

Interessante humoristische Ausgabe des Struwwelpeters von Böhmermann:
https://www.youtube.com/watch?v=–X5XjyynMw

1845 war er Mitbegründer eines ärztlichen Vereins und dichtete für gesellige Anlässe „Weinlieder für Ärzte“

Er starb nach einem Schlaganfall und wurde auf dem Frankfurter Hauptfriedhof begraben (an der Mauer, Nr. 541, Ehrengrab).[6]

Nach ihm ist eine Straße in Frankfurt-Niederrad benannt, an der sich heute die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Frankfurter Universitätsklinik befindet. Ihm sind zwei Museen gewidmet und mehrere Gedenktafeln an seinen ehemaligen Wohnsitzen in Frankfurt.

Würfelspiel

  • Des Herrn Fix von Bickenbach Reise um die Welt in 77 Tagen, Struwwelpeter-Museum Frankfurt am Main, 2012. Als Faksimile im Schuber erhältlich.[7]

Museum

Seit 1977 gibt es in Frankfurt am Main das Heinrich-Hoffmann- und Struwwelpeter-Museum, das über das Leben und Wirken dieses Mannes und seinen Kinderbuchklassiker informiert.[8] Im September 2019 zog das Museum, nun unter dem Namen „Struwwelpeter-Museum“, in das Haus zum Esslinger in der Neuen Frankfurter Altstadt.[9]

https://en.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hoffmann_(author)

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hoffmann

https://de.wikipedia.org/wiki/Struwwelpeter

https://en.wikipedia.org/wiki/Struwwelpeter


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Urologisches Museum USA

Category : MuseumDocs

Eine ganze Reihe von MuseumDocs betreuten das Urologie-Museum:

https://www.urologichistory.museum


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Friedrich Schiller

Friedrich Schiller, porträtiert von Ludovike Simanowiz im Jahr 1794

Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar; † 9. Mai 1805 in Weimar), war ein deutscher DichterPhilosophHistoriker und Arzt. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen DramatikerLyriker und Essayisten.

Friedrich Schiller war der einzige Sohn eines auch als Wundarzt tätigen württembergischen Offiziers und wuchs mit seinen fünf Schwestern in Schwäbisch GmündLorch und später in Ludwigsburg auf. Dort besuchte er die Lateinschule und begann nach viermaligem Bestehen des Evangelischen Landesexamens am 16. Januar 1773 das Studium der Rechtswissenschaften auf der Karlsschule. Drei Jahre später wechselte er zur Medizin und wurde 1780[1] darin promoviert. Gleich mit seinem Theaterdebüt, dem 1782 uraufgeführten Schauspiel Die Räuber, gelang Schiller ein bedeutender Beitrag zum Drama des Sturm und Drang und der Weltliteratur.

Schiller auf der Flucht mit seinem Freund Andreas Streicher
Schiller als Regimentsarzt 1781/1782, auf einem Gemälde von 
Philipp Friedrich Hetsch
The Schillerhaus in 2009 | Leipzig

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schiller

https://en.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schiller


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Anton Pawlowitsch Tschechow

Anton Pawlowitsch Tschechow [ˈtʃʲɛxəf] (russisch Антон Павлович Чехов (Aussprache/?), wissenschaftliche Transliteration Anton Pavlovič Čechov; in englischen Texten auch Chekhov; * 17.jul. / 29. Januar 1860greg. in TaganrogRussland; † 2.jul. / 15. Juli 1904greg. in BadenweilerDeutsches Reich) war ein russischer SchriftstellerNovellist und Dramatiker. Er entstammte einer kleinbürgerlichen südrussischen Familie und war ab 1884 Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig schrieb und publizierte er zwischen 1880 und 1903 insgesamt über 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie Drei SchwesternDie Möwe oder Der Kirschgarten bekannt. Mit der für ihn typischen, wertneutralen und zurückhaltenden Art, Aspekte aus dem Leben und der Denkweise der Menschen in der russischen Provinz darzustellen, gilt Tschechow als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur.

Schon als Gymnasiast zeigte Anton Tschechow, der sonst eher als zurückhaltend und reserviert galt, einen ausgeprägten Humor und viel Interesse an Schauspielerei und Literatur. So erwarb er sich in der Schule wegen seiner satirischen Kommentare und Unarten sowie der Fähigkeit, die Lehrer mit humorvollen Spitznamen zu bezeichnen, den Ruf eines Schelms. In den wenigen freien Stunden, die den Tschechow-Geschwistern zur Verfügung standen, pflegten die Brüder diverse Vorstellungen des Taganroger Stadttheaters zu besuchen und versuchten oft, zu Hause auf einer selbst konstruierten Bühne lustige Amateurstücke zu inszenieren. Ab 1877 war Anton außerdem regelmäßiger Gast in der kurz zuvor eingerichteten öffentlichen Bibliothek in Taganrog.

TV-Portrait

Tschechows Laufbahn an der Kaiserlichen Moskauer Universität, an deren medizinischer Fakultät er sich kurz nach Ankunft in Moskau einschreiben ließ, dauerte von September 1879 bis zum erfolgreichen Abschluss im Sommer 1884. Die siebenköpfige Familie Tschechow wechselte in dieser Zeit mehrfach die Wohnung und musste sich insbesondere in den ersten Monaten mit überaus beengten Wohnverhältnissen zufriedengeben, was Anton immense Schwierigkeiten bei der Prüfungsvorbereitung brachte. Diese wurden noch dadurch verschärft, dass er sich schon seit seinen frühen Studienjahren dem Schreiben widmete, das sich angesichts der Armut, in der die Familie leben musste, dann auch als eine wichtige Einnahmequelle erwiesen hatte.

Anton (links) und Nikolai Tschechow, 1882

Die Anfänge Tschechows als Autor gehen auf seine Taganroger Zeit zurück: Bereits als Jugendlicher versuchte er, kurze Miniaturen, Parodien und Anekdoten sowie possenhafte und witzige Geschichten zu schreiben. Über den älteren Bruder Alexander, der zu jener Zeit in Moskau lebte und sich dort ebenfalls als Gelegenheitsautor in humoristischen Zeitungen und Zeitschriften versuchte, schickte Anton einige dieser Miniaturen (von denen keine erhalten ist) an diverse Moskauer Redaktionen, zunächst jedoch ohne Erfolg. Um 1878 verfasste Tschechow erstmals auch ein Bühnenstück, das den Titel Vaterlos erhalten sollte und der von Tschechow hoch verehrten Star-Schauspielerin Marija Jermolowa gewidmet war. Auch dieses Stück fand trotz intensiver nachträglicher Überarbeitungen keinen Zuspruch in Moskau und galt seitdem als vernichtet; erst 1920 wurde es als Manuskript ohne Titel entdeckt und 1923 erstmals veröffentlicht (im Ausland erlangte dieses Stück seither als Platonow Bekanntheit).[5]

Tschechow-Museum Badenweiler

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Gunther Philipp

Gunther Philipp (* 8. Juni 1918 in TöplitzÖsterreich-Ungarn; † 2. Oktober 2003 in Bad Godesberg; eigentlich Gunther Placheta) war ein österreichischer SchauspielerSportler und Arzt.

https://www.youtube.com/watch?v=37YfeJ6MoBY

Gunther Philipps Eltern waren der spätere Tierarzt Hugo Placheta und dessen Ehefrau Therese.[1] Gunther wurde im heutigen Rumänien (Siebenbürgen) geboren, wo sein Vater im Ersten Weltkrieg stationiert war. Bald nach der Geburt kehrte die Familie in ihren Heimatort Wien zurück. Seine Schulbildung erhielt Philipp in Wien und in Innsbruck (bei späteren Besuchen in Hötting in Innsbruck bezeichnete er sich gerne selber als halben Höttinger). Philipp war ein erfolgreicher Schwimmer: Er hielt 14 Jahre lang den österreichischen Rekord im 100-Meter-Brustschwimmen. Er war auch im Kader der österreichischen Olympia-Mannschaft 1936 in Berlin, wurde allerdings aus politischen Gründen nicht nominiert, weil er dem nationalsozialistisch dominierten „Ersten Wiener Amateur Sport Club“ nicht beitreten wollte.

Während des Zweiten Weltkriegs studierte Philipp am Max-Reinhardt-Seminar Schauspiel und an der Universität Wien Philosophie mit dem Hauptfach Psychologie sowie anschließend Medizin. Am 11. März 1940 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 1. Juni desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.685.137).[2][3] 1943 promovierte Philipp und leistete seinen Kriegsdienst in einem Feldlazarett. Nach dem Krieg betrieb er eine Praxis in Eberstalzell in Oberösterreich und war bis in die 1990er-Jahre an der Wiener Universitätsklinik für Neurologie und Psychiatrie tätig. Eine seiner Patientinnen war 1946 die nervenkranke Schauspielerin Paula Wessely.[4]

Im Jahr 1946 gründete er gemeinsam mit Peter Wehle und Fred Kraus die Kabarettgruppe „Die kleinen Vier“. Ende 1949 gab Philipp seinen bürgerlichen Beruf weitgehend auf und arbeitete überwiegend als Schauspieler oder Moderator, behielt jedoch zeitlebens ein starkes Interesse an medizinischen Themen bei und las entsprechende Fachzeitschriften. Nebenher schrieb er auch unzählige Programme für das Radio und Drehbücher für den Film. Erfolge feierte er auch am Theater als Boulevard-Schauspieler. Bekannt wurden seine Filme mit Peter Alexander und Hans Moser, die er durch seine spezifische Komik bereicherte.

In den 1950er-Jahren gründete Philipp einen eigenen Motorsport-Rennstall Ecurie Vienne und startete in der Gran-Turismo-Klasse. Er wurde in den 1960er-Jahren mehrmaliger österreichischer Staatsmeister. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn moderierte er zusammen mit Jochen Rindt (nach dessen Tod allein) die ORF-Sendung Motorama.[5]

Gunther Philipp gehörte vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren zu den beliebtesten und meistbeschäftigten deutschsprachigen Schauspielern. Er wirkte in 147 Film- und Fernsehrollen mit.

Als Autor verfasste Philipp 21 Drehbücher.

Er war viermal verheiratet, zuletzt mit der wesentlich jüngeren Arzttochter Gisela Kirchberg aus Köln, und war Vater von drei Söhnen.

Am 2. Oktober 2003 starb Gunther Philipp nach langjähriger Krankheit im Alter von 85 Jahren in einer Klinik in Bonn-Bad Godesberg. Sein Grab befindet sich auf dem Melaten-Friedhof in Köln in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Schauspielerkollegen Willy BirgelRené Deltgen sowie Gisela Uhlen, deren Ehemann er in der Serie Forsthaus Falkenau bis zu seinem Tod gespielt hatte.[6]

Nachdem er oft in der Wachau Filme gedreht hatte, wurde ihm dort ein Museum eingerichtet – im Hotel Mariandl, dem Drehort des Films Der Hofrat Geiger in Spitz an der Donau in Niederösterreich.[7]

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Albert Schweitzer

Ludwig Philipp Albert Schweitzer (* 14. Januar 1875 in Kaysersberg bei ColmarElsaß-Lothringen; † 4. September 1965 in LambarénéGabun) war ein deutsch-französischer ArztPhilosophevangelischer TheologeOrganistMusikwissenschaftler und Pazifist. Er gilt als einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts.

Schweitzer, der „Urwaldarzt“, gründete ein Krankenhaus in Lambaréné im zentralafrikanischen Gabun. Er veröffentlichte theologische und philosophische Schriften,[1] Arbeiten zur Musik, insbesondere zu Johann Sebastian Bach, sowie autobiographische Schriften in zahlreichen und vielbeachteten Werken. 1953 wurde ihm der Friedensnobelpreis für das Jahr 1952 zuerkannt, den er 1954 entgegennahm.[2]

web Albert-Schweitzer-Museum Günsbach

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