Jacalyn Duffin, MD, PhD, ist Hämatologin und Historikerin und hatte von 1988 bis 2017 den Hannah-Lehrstuhl für Medizingeschichte an der Queen’s University inne.
Als ehemalige Präsidentin der American Association for the History of Medicine und der Canadian Society for the History of Medicine ist sie Autorin von elf Büchern und zahlreichen Artikeln und erhielt mehrere Auszeichnungen für ihre Lehre und Forschung. Sie ist Mitglied des Order of Canada (2020) und Fellow der Royal Society of Canada (2012) und der Canadian Academy of Health Sciences (2013). Im Mai 2019 erhielt sie den Lifetime Achievement Award der AAHM (von Historikern) und wurde in die Canadian Medical Hall of Fame (von Ärzten) aufgenommen. Als Unterstützerin der Medical Humanities war sie von 1995 bis 2024 Mitherausgeberin der Online-Datenbank „Literature, Arts and Medicine“.
Ihre Forschung konzentriert sich auf Krankheit, Technologie, Religion und Gesundheitspolitik. Sie betreibt eine Aktivisten-Website zum aktuellen Problem des Medikamentenmangels und ein kollaboratives Übersetzungsprojekt für den lateinischen Autor Paolo Zacchia aus dem 17. Jahrhundert. Ihr Buch „Stanley’s Dream“ (2019) handelt von der Geschichte der medizinischen Expedition zur Osterinsel, die 1964–65 von Kanada geleitet wurde. Ihr „COVID-19: A History“ erschien im Herbst 2022. Seit 2023 ist sie Chefredakteurin des kommenden Moduls „Geschichte der Medizin“ für Oxford Bibliographies online.
Danach begab sich Prinzhorn nach England. Er hegte den Wunsch, Sänger zu werden, und wollte in England eine Gesangsausbildung absolvieren. Während des Ersten Weltkrieges assistierte Prinzhorn einem Militärchirurgen. Anschließend studierte er in Freiburg/Brsg. und Straßburg Medizin. Zum Doktor der Medizin wurde er 1919 in Heidelberg promoviert.
1919 wurde Hans Prinzhorn Assistent von Karl Wilmanns an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg. Seine Aufgabe war es, dort eine Sammlung von Bildwerken „Geisteskranker“ zu betreuen, die von Emil Kraepelin angelegt worden war. Als Prinzhorn die Heidelberger Universitätsklinik 1921 verließ, umfasste seine Archivierung mehr als 5000 Gemälde, geschaffen von ≈450 Patienten der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, den in der Terminologie der Mediziner so genannten Fällen.
1922 veröffentlichte Prinzhorn sein erstes und einflussreichstes Werk, das Buch Bildnerei der Geisteskranken,[2] reich illustriert mit Bildmaterial aus der Sammlung der für geisteskrank befundenen Patienten. Während Prinzhorns psychiatrische Fachkollegen reserviert auf sein veröffentlichtes Werk reagierten, zeigten sich Kunstliebhaber, Kunstexperten und Psychologen von den dokumentierten Patientenarbeiten tief beeindruckt. Das Buch, in dem sich der Verfasser mit den Grenzbereichen künstlerisch individueller Formen der Expressivität und den Gestaltungsmerkmalen psychisch Kranker auseinandersetzte, bildete einen der ersten Versuche, deren Schöpfungen zu analysieren. Auch wenn sich Prinzhorn einer ästhetischen Bewertung der Patientenarbeiten enthält und den Begriff Kunst vermeidet und stattdessen von Bildnerei spricht, behandelt er die von ihm publizierten Werke mit Respekt.
Von 1927 bis 1930 gab er die Reihe Das Weltbild. Bücher des lebendigen Wissens heraus. Sie erschien in den Verlagen Müller & Kiepenheuer, Potsdam und Orell Füssli, Zürich. Ursprünglich sollte die Reihe ab April 1928 monatlich erscheinen, jedoch kam es bereits Anfang 1929 zu einer Unterbrechung, 1930 wurde die Reihe mit dem letzten Heft 14 eingestellt.
Aus der Sammlung Prinzhorn: August Natterer (Neter): „Hexenkopf“ (Vorder- u. Rückseite), ca. 1915
In der Geburtsstadt Hemer von Hans Prinzhorn sind nach ihm die städtische Realschule und die dortige Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie benannt worden, ein Klinikum für differenzierte Behandlungsaufgaben in der Pflicht- und Vollversorgung. Träger der Klinik ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Das Klinikum ist auch Aus-, Fort- und Weiterbildungsinstitution. Im Felsenmeermuseum des Bürger- und Heimatvereins gibt es ein weitgehend mit Kopien bestücktes Prinzhorn-Archiv. Der von Ludwig Klages geprägte Literaturwissenschaftler Yukio Kotani setzte sich für das Bekanntwerden der Arbeiten Prinzhorns in Japan ein.[
Brief der Psychiatriepatientin Emma Hauck 1909, von Prinzhorn als Beispiel für „Kritzeleien“ angeführt, Sammlung Prinzhorn
1993 legte er an der Universität Freiburg auch das deutsche Staatsexamen in Medizin ab und wurde dort im selben Jahr bei Christoph Wanner mit einer Arbeit über Fettstoffwechselstörungen bei nephrotischem Syndrom unter besonderer Berücksichtigung des Lipoproteins(a)promoviert. In Freiburg folgte 1995 auch das Magisterexamen in Geschichte und Germanistik mit einer von Gerd Krumeich betreuten Arbeit über Rassentheorien im 19. und 20. Jahrhundert.[1] Nach ärztlichen Tätigkeiten an den Universitätskliniken Freiburg und Würzburg Stipendiat am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in der Arbeitsgruppe des Nobelpreisträgers Georges Köhler. Ab 1997 arbeitete Bartens als Buchautor, Übersetzer, freier Journalist und Redakteur für die Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, die tageszeitung und die Badische Zeitung. Seit 2005 ist er als Redakteur im Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung tätig, seit 2008 als Leitender Redakteur.
Neben seiner journalistischen Tätigkeit veröffentlichte er zahlreiche Bücher mit einer Gesamtauflage von 1 Million Exemplaren, die bisher in 14 Sprachen übersetzt wurden. Einige von ihnen wie z. B. Körperglück, Das Ärztehasser-Buch oder Das Lexikon der Medizin-Irrtümer entwickelten sich innerhalb kurzer Zeit zu Bestsellern und standen teilweise monatelang auf den Bestsellerlisten. Für seine Publikationen wurde er mit zahlreichen Journalistenpreisen ausgezeichnet, mehrfach als Wissenschaftsjournalist des Jahres.
Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er auch durch Auftritte in Talkshows im deutschen und österreichischen Fernsehen bekannt.
1973 in Zürich geboren und in St. Moritz aufgewachsen, lebt Reto Eberhard Rast mit seiner Familie in Luzern. Trotz innerem Drang zur Malerei und mehreren Auszeichnungen in jungen Jahren, entschied er sich für das Studium der Humanmedizin, gefolgt von einem Zusatzstudium in Geschichte- und Biologie. Er war als Hausarzt, Lehrer und Dozent tätig. Als Rotkreuzdelegierter leistete er Einsätze in Naturkatastrophen und Epidemien. Daneben arbeitete er als Illustrator und Kunstassistent. 2021 gab er seine Praxistätigkeit auf, um sich primär der Kunst zu widmen. Ein Semester lang besuchte er Kurse in Aktmalerei und Gravur an der École des Beaux-Arts in Paris.
Reto Eberhard Rast strebt einen poetischen Realismus an. Auf der Suche nach der passenden Farbe und Form möchte er die Schönheiten der Natur in feinen Nuancen wiedergeben. Dabei ist ihm die chromatische Harmonie wichtiger ist als die naturalistische, detailgetreue Wiedergabe. Als stilistisches Charakteristikum finden sich pastös ausgeführte, wellenförmig ornamentale Strukturen auf texturierten, mit Lasuren angereicherten Flächen.
Bachelor of science in electrical engineering from Cornell University, 1977; doctorate of medicine from Cornell University Medical College, 1981; Assistant Professor of bioengineering, University of Texas Southwestern; PSP candidate for STS-58; unsuccessful application for NASAastronaut groups 13 and 16; hobbies: Camping, fishing, hiking and avid reader of history; he served as a surgeon at Ambulatory Care Clinic in Dallas, Texas; currently professor of medicine and an adjunct professor of engineering, Dartmouth; in 2008 he has announced his candidacy for the US senate (unsuccessful).