Daria Bundina

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Daria Bundina


Kürzlich nahm ich am Businessforum „Intuition“ in Nishni Novgorod teil. Eine der Veranstaltungen war eine Modenschau mit den Teilnehmerinnen – den Geschäftsfrauen unserer Stadt.
Ich besitze noch private Videos und Fotos aus einer Zeit, in der ich total auf Fotoshootings stand. Ich liebte es, ein Team aus Stylisten, Visagisten und Fotografen zu engagieren und genoss das gesamte Studioerlebnis sehr.



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Militärorchester der Militärmedizinischen Akademie Kirow

Dirigent des Orchesters: Oberstleutnant Michail Borissowitsch Nikolajew.

Das Militärorchester der Militärmedizinischen Akademie ist ein hochprofessionelles, kreatives Team von Militärmusikern mit einem unbegrenzten Repertoire. Das Orchester spielt sowohl angewandte Militärmusik als auch alte, klassische, moderne und Tanzmusik.  
Das Orchester nimmt an vielen Feiertagen der Verwaltungen von St. Petersburg und des Leningrader Gebiets, Tagen militärischen Ruhms und zeremoniellen Veranstaltungen des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation teil: der Parade am 9. Mai, die dem Sieg im Großen Vaterländischen Krieg gewidmet ist; der Parade am 27. Januar, die der vollständigen Aufhebung der Belagerung Leningrads gewidmet ist, dem Stadttag, dem Tag der Russischen Eisenbahn, dem Tag der Luftlandetruppen, dem Alexander-Newski-Tag, dem Tag der Helden Russlands sowie der Eröffnung von Denkmälern und Gedenkstätten, die großen Persönlichkeiten und großen Ereignissen unseres Landes gewidmet sind.
Die Musiker des Orchesters haben wiederholt an Dreharbeiten zu historischen Filmen und militärhistorischen Rekonstruktionen teilgenommen.

Das Orchester ist regelmäßiger Teilnehmer und Preisträger des Internationalen Festivals der Militärblaskapellen, das am Gründungstag der Stadt St. Petersburg stattfindet, und Teilnehmer und Gewinner der Allrussischen Wettbewerbe der Militärblaskapellen. Im Jahr 2019 wurde das Orchester der S. M. Kirov Militärmedizinischen Akademie beim Allrussischen Wettbewerb der Militärkapellen der Streitkräfte der Russischen Föderation als bestes Orchester unter den Orchestern der militärischen Bildungseinrichtungen der Streitkräfte der Russischen Föderation ausgezeichnet und erreichte den Preisträger 1. Grades. Der Solist des Orchesters Konstantin Andreev (Altsaxophon) wurde bester Solist der russischen Streitkräfte.
Das Orchester der Militärmedizinischen Akademie arbeitet mit musikalischen Bildungseinrichtungen zusammen, darunter Konservatorien und Musikschulen in St. Petersburg, Moskau, Kasan, Nischni Nowgorod, Samara und Saratow.
Studenten dieser Musikeinrichtungen sind wiederholt mit dem Orchester als Solisten und Interpreten verschiedener Instrumente aufgetreten.
Der Militärdirigent und die Musiker des Orchesters sind stets offen für neue kreative Kontakte und Kunstprojekte.

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Pavlos Nirvanas

Pavlos Nirvanas (griechisch Παύλος Νιρβάνας, * 1866 in MariupolRussisches Kaiserreich; † 28. November 1937 in AthenGriechenland) war ein griechischer Schriftsteller, der mit bürgerlichem Namen Petros K. Apostolidis hieß.

Nirvanas’ Vater stammte aus Skopelos, die Mutter aus Chios. Als Kind übersiedelte Pavlos Nirvanas aus seiner damals russischen Geburtsstadt nach Griechenland und wohnte fortan in Piräus. Er studierte an der Universität Athen Medizin und beendete sein Studium 1890. Er trat in den Dienst bei der Marine ein und brachte es bis zum Oberarzt (γενικός αρχίατρος). 1922 schied er aus dem Dienst aus. Er betätigte sich außerdem als Journalist und war ab 1928 Mitglied der Akademie von Athen. Obgleich selbst nicht auf Skopelos geboren, betrachtete er die Ägäis-Insel zeitlebens als seine Heimat.

https://www.youtube.com/watch?v=oCW4O7uO0BI
In einem Dorf auf der Peloponnes, an den Hängen des Berges Helmos, lebt Astero, die geliebte Tochter von Lord Mitros, die sich in seinen Sohn Thymios verliebt. Der Großvater Mitros beschließt jedoch, seinen Sohn mit dem reichen Tselingo-Mädchen Maro und Astero mit dem reichen Landbesitzer Thanos zu verheiraten. Auch Frau Stamatina trägt mit ihren Machenschaften dazu bei. An ihrem Hochzeitstag verliert Astero jedoch den Verstand und rennt weg, während Thymios fortgeht und nach ihr sucht. Thymios‘ Vater ist voller Reue, besonders als die Ältesten des Dorfes ihn daran erinnern, dass er alles, was er geschaffen hat, dem Asteros-Anwesen verdankt, das er ausgebeutet hat …

Pavlos Nirvanas beschäftigte sich mit fast allen Genres der Literatur: er schrieb ErzählungenDramenGedichteEssays, Kritiken, RomaneSatiren und zeitgeschichtliche Texte; außerdem trat er als Übersetzer in Erscheinung. Den ersten Gedichtband veröffentlichte er 1884. Von literaturhistorischer Bedeutung sind im Werk Nirvanas‘ jedoch weniger die Gedichte, sondern die Fülle des Werks an sich und bestimmte einzelne Werke, etwa die Sprachliche Autobiographie (Γλωσσική Αυτοβιογραφία) aus dem Jahr 1905, in der Nirvanas Stellung zum griechischen Sprachstreit bezieht.

In Ich-Erzählung beschreibt er den Werdegang eines jungen Mannes, der immer mehr der Faszination der Hochsprache erliegt und zum extrem attikisierenden Gelehrten aufsteigt. Auch wenn seine gelehrten Reden nur von wenigen verstanden werden, so wird er doch ob seiner Ausdrucksfähigkeiten bewundert. Erst die Begegnung mit einigen schönen Mädchen aus dem Volk lassen ihn an seinem sprachlichen Weltbild zweifeln, denn statt ῥῖνες (rínes), ὄμματα (ómmata), ὦτα (óta) und χεῖρες (chíres) – im Deutschen etwa: Häupter, Antlitze, Gesichtserker … – sieht er im Geiste plötzlich nur noch ihre zarten μύτες (mýtes), μάτια (mátja), αυτιά (aftjá) und χέρια (chérja) – ganz „natürliche“ Nasen, Augen, Ohren und Hände – und wendet sich in der Folge vom Wahn der Hochsprache ab.

Pavlos Nirvanas wurde 1923 für sein literarisches Werk ausgezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pavlos_Nirvanas


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Michail Afanassjewitsch Bulgakow

Michail Afanassjewitsch Bulgakow (russisch Михаи́л Афана́сьевич Булга́ков, wissenschaftliche Transliteration Michail Afanas’evič Bulgakov; * 3. Maijul. / 15. Mai 1891greg. in KiewRussisches Kaiserreich; † 10. März 1940 in MoskauSowjetunion) war ein russischer und sowjetischer Schriftsteller. Er gilt als einer der großen Satiriker der russischen Literatur. Zu seinen Hauptwerken zählt der Roman Der Meister und Margarita, der 1966 postum stark zensiert erschien. Die herausgekürzten Teile wurden als Samisdat verbreitet und trugen so zu seiner Popularität bei.

Michail Bulgakow wurde 1891 als Sohn von Afanassi Iwanowitsch Bulgakow, einem Dozenten der Kiewer Theologischen Akademie, und dessen Frau Warwara Michajlowna (geborene Pokrowskaja) geboren und im selben Jahr in der Podiler Kreuzerhöhungskirche getauft. Nach dem Abitur am Kiewer Ersten Gymnasium 1909 schrieb er sich an der Medizinischen Fakultät der Kiewer Universität ein. 1916 erhielt er das Diplom eines Arztes und trat eine Stelle auf dem Land im Gebiet Smolensk an, bevor er in dem Ort Wjasma praktizierte. 1913 heiratete er Tatjana Nikolajewna Lappa (russisch Татьяна Николаевна Лаппа).

Ende Oktober 1921 zog Bulgakow nach Moskau und begann, für eine Reihe von Zeitungen (Sirene, Arbeiter) sowie Zeitschriften (Der Medizinische Arbeiter, Russland‚ Wiedergeburt) zu arbeiten. In dieser Zeit publizierte er vereinzelte Prosastücke in der in Berlin erscheinenden Exilantenzeitung Am Vortag. Zwischen 1922 und 1926 druckte die Sirene mehr als 120 seiner Reportagen, Essays und Kolumnen. Bulgakow trat 1923 dem Allrussischen Schriftstellerverband bei.

Im Jahre 1924 traf er Ljubow Jewgenjewna Belosjorskaja (russisch Любовь Евгеньевна Белозёрская), die er im Jahr darauf heiratete. 1928 bereiste das Paar den Kaukasus und besuchte die Städte TiflisBatumiWladikawkas und Gudermes. In Moskau fand im selben Jahr die Premiere von Багровый остров (Blutrote Insel) statt. Der Autor entwickelte in dieser Zeit die ersten Ideen zu Der Meister und Margarita und begann die Arbeit an einem Stück über Molière mit dem Titel Кабала святош (Sklaverei der Frömmler). 1929 begegnete er Jelena Sergejewna Schilowskaja, die 1932 seine dritte Frau wurde.

In dem zum Teil autobiografischen Roman Die weiße Garde aus dem Jahr 1924 beschreibt Bulgakow am Beispiel der Kiewer Familie Turbin die chaotische Umbruchzeit, die auf Oktoberrevolution und den Zerfall des Russischen Reichs folgte. Auf dem Roman basiert auch Bulgakows Theaterstück Die Tage der Turbins, das am 5. Oktober 1926 in Moskau uraufgeführt wurde. Bekannter ist Bulgakow jedoch für seine groteske Darstellungen des Alltagslebens in der jungen Sowjetunion mit oftmals fantastischen oder absurden Zügen – in der russischsprachigen Literatur seit Gogol eine typische Art, Gesellschaftskritik zu üben. Die Erzählung Hundeherz entstand bereits 1925, wurde in der Sowjetunion jedoch erst 1987 publiziert.

Der Meister und Margarita

Das bekannteste Werk Bulgakows ist Der Meister und Margarita, eine satirisch-groteske Aufnahme des Faustmotivs, eine Reise durch die Zeiten. Das Werk erschien gedruckt erstmals 1966/67 in Fortsetzungen in der Literaturzeitschrift Moskwa, fast 30 Jahre nach dem Tod des Autors, in gekürzter Fassung. Die ungekürzte Version erschien in Buchform erstmals 1973. Kurz nach der sowjetischen Erstveröffentlichung wurde der Roman 1968 in der deutschen Übersetzung von Thomas Reschke in der DDR veröffentlicht. Im Protest zum Stalinismus, in dessen Zeit der Roman verfasst worden war, kritisiert er den dialektischen Materialismus und den militanten Atheismus, wie er in der Sowjetunion zum Ausdruck kam.[3]

Einige Kritiker halten das Buch für den besten russischen Roman des 20. Jahrhunderts. Er stand vom 29. April bis zum 5. Mai 1968 auf dem Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.

https://www.deutschlandfunk.de/vor-125-jahren-geboren-der-sowjetische-schriftsteller-100.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Afanassjewitsch_Bulgakow

https://en.wikipedia.org/wiki/Mikhail_Bulgakov


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Wassili Pawlowitsch Aksjonow

Wassili Pawlowitsch Aksjonow (russisch Василий Павлович Аксёнов, wissenschaftliche Transliteration Vasilij Pavlovič Aksënov, * 20. August 1932 in Kasan; † 6. Juli 2009 in Moskau) war ein russischer Schriftsteller. Er begann seine Laufbahn in der Sowjetunion und musste später in die USA emigrieren.

Wassili Aksjonow (links) mit Wiktor Nekrassow (vor der Reiterstatue von Jeanne d’Arc, Place du Martroi, Orléans, 1983)

Von 1956 bis 1960 arbeitete er als Arzt, hatte jedoch schon während des Studiums begonnen, Skizzen und Erzählungen zu schreiben. Seine ersten Erzählungen veröffentlichte er in den 1960er Jahren, die vor allem bei jungen Lesern bald sehr beliebt waren. 1979 geriet er wegen seiner Mitarbeit am Untergrund-Literaturalmanach Metropol gemeinsam mit Andrei BitowFasil IskanderWiktor Jerofejew und Jewgeni Popow unter Druck.

1980 folgte Aksjonow der Einladung einer amerikanischen Universität und nahm seinen ständigen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten, wo er seine schriftstellerische Tätigkeit fortsetzte. Bis 2003 lehrte er als Professor für Russisch an der George Mason University in Fairfax (Virginia). 2004 übersiedelte er nach Biarritz. Die weiteren Jahre verbrachte er wechselweise in Frankreich und Moskau, wo er im Juli 2009 starb.[2] Sein Grab befindet sich auf dem Wagankowoer Friedhof in Moskau.

1980 folgte Aksjonow der Einladung einer amerikanischen Universität und nahm seinen ständigen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten, wo er seine schriftstellerische Tätigkeit fortsetzte. Bis 2003 lehrte er als Professor für Russisch an der George Mason University in Fairfax (Virginia). 2004 übersiedelte er nach Biarritz. Die weiteren Jahre verbrachte er wechselweise in Frankreich und Moskau, wo er im Juli 2009 starb.[2] Sein Grab befindet sich auf dem Wagankowoer Friedhof in Moskau.

Erste Erzählungen Aksjonows erschienen in der Zeitschrift Junost, deren Redaktionskollegium er angehörte.

In seinen Werken verarbeitete Aksjonow die Erfahrungen seiner Familie in der Stalin-Zeit. Die im politischen und geistigen Leben der UdSSR einsetzende Tauwetter-Periode der 1960er-Jahre erlaubte es ihm, sich dieses Themas anzunehmen.

1981 erschien im Exil in englischer Übersetzung erstmals der 1979 verfasste Roman The Island of Crimea (Остров Крым), der u. a. erzählt, wie die Krim von der Moskauer Regierung durch eine Invasion „befreit“ wird. Im englischsprachigen Westen wurde Aksjonow mit dem Roman „The Burn“ (russisch: „Ожог“, 1975; deutsch: „Gebrannt“, 1986) und der Trilogie „Generations of Winter“ (russisch: Московская сага, 1989–1993) bekannt, Werken, in denen er sich mit dem Tabuthema der stalinistischen Verfolgungen auseinandersetzt. „Generations of Winter“ erzählt die Geschichte der Arztfamilie Gradow in den Jahren 1925–1953. Der Roman wurde in Russland 2004 als mehrteilige Fernsehserie aufwändig verfilmt.

Für seinen 2004 erschienenen Roman „Voltarianer und Voltarianerinnen“ erhielt Aksjonow den mit 15.000 US-Dollar dotierten Literaturpreis Booker – Offenes Russland. Aksjonows Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Verfilmungen seiner Bücher entstanden in Russland und Frankreich. Außerdem schrieb er Theaterstücke.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wassili_Pawlowitsch_Aksjonow

https://en.wikipedia.org/wiki/Vasily_Aksyonov

Grave of Vasily Aksyonov in Moscow


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Friedrich Joseph Laurentius Haass

Friedrich Joseph Laurentius Haass (russisch Фёдор Петрович Гааз/Fjodor Petrowitsch Gaas; * 10. August 1780 in MünstereifelHerzogtum Jülich; † 16. Augustjul. / 28. August 1853greg. in Moskau) war ein deutsch-russischer Mediziner, genannt der „heilige Doktor von Moskau“. Insbesondere betreute er dort über 25 Jahre lang Strafgefangene seelsorgerisch, sozial und medizinisch. Dabei trat er praktisch für eine Humanisierung des Strafvollzugs ein.

Haass, Sohn des Apothekers Peter Haass und Enkel des „Chirurgus auf dem Thurnmarkte“ zu Köln Wilhelm Anton Haass, studierte nach Abschluss der Schule an der unter Napoleon begründeten Ecole Centrale in Köln und an den Universitäten in Jena und Göttingen Germanistik, Philosophie und Medizin. In Göttingen erfolgte seine Promotion zum Doktor der Medizin und Chirurgie. In Wien ließ er sich zum Augenarzt ausbilden. Einer seiner ersten Patienten als Hausarzt der russischen Fürstin Varvara Alekseevna Repnin war deren Vater, der unter einer schweren Augenkrankheit litt.[1] Dieser erkannte Haass’ Begabung und bat den jungen Arzt nach Russland. Dieser erschien 1806 als Fjodor Petrowitsch Gaas in Moskau. Bereits 1807 wurde er zum Chefarzt der renommierten Pawlowskaja Klinik (Pauls-Krankenhaus) ernannt.

Ab 1828 widmete er sich als Mitglied des Moskauer Gefängnisschutzkomitees 25 Jahre lang der Fürsorge um die Gefangenen, die nach Sibirien verbannt worden waren[3]. Er war fest davon überzeugt, dass der Mensch von Natur aus gut sei, weil Gott ihn nach seinem Abbild schuf. Daher sei ein Mensch, der vom rechten Wege abgekommen sei, nichts weiter als ein unglücklicher, kranker Mensch, der nur durch Humanität zu heilen sei. Dieses positive Menschenbild lernte er vor allem durch Franz von Assisi und Franz von Sales kennen, dessen Schriften er zu seinen Lieblingsbüchern zählte, vor allem dessen theologisches Hauptwerk „Abhandlung über die Gottesliebe“. In einem Brief an den Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling vom 31. Dezember 1843 empfiehlt er diesem dringend, die Werke des heiligen Franz von Sales zu lesen. Schelling nennt er darin „meinen geliebten deutschen Lehrer“ und Franz von Sales „meinen geliebten Mentor und Erzieher“. Aus seinem Testament geht hervor, dass Haass im Besitz von Reliquien des heiligen Franz von Sales war, die er einer katholischen Kirche in Irkutsk vermachte.

Gedenktafel für Friedrich-Joseph-Haass am Haus des erzbischöflichen Generalvikariats Marzellenstr. 32 in Köln. Entwurf: Herbert Halfmann, Düren. Höhe 140 cm. Aufgestellt 2002.

1836 setzte er eine Verordnung durch, die schweren Eisenfesseln der Gefangenen durch leichtere, innen mit Leder ausgelegte zu ersetzen, die nicht mehr die Füße der Gefangenen bis auf das Blut durchscheuerten. Die Fesseln tragen den Namen Haass’sche Fesseln. Daran erinnern die überdimensionalen Metallfesseln an seinem Grab. 1841 verfasste er ein ABC der christlichen Sittsamkeit […], das er drucken ließ und an deportierte Straftäter verteilte. 1843 wurde ein später „Alexander-Krankenhaus“ genanntes Polizei-Häftlingskrankenhaus für Obdachlose eröffnet, das durch Haass’ komplettes Privatvermögen und private Spenden finanziert wurde. Während der Choleraepidemie 1848 in Moskau organisierte er zusammen mit der Philanthropin Sofija Stepanowna Schtscherbatowa die Nikolskoje-Gemeinschaft zur Hilfeleistung für Bedürftige. Schwestern dieser Gemeinschaft setzten ihre Tätigkeit während des Krimkrieges fort.[4] Bis zu seinem Lebensende lebte und arbeitete Haass in diesem vom Volksmund auch als „Haass’sches Krankenhaus“ oder „Haassovka“ bezeichnetem Krankenhaus.[5] Ende Juli 1853 erkrankte Haass und verfasste ein ausführliches Testament. Er starb am 16. August 1853 und wurde am 19. August zu Grabe getragen.[6] Zu seiner Beerdigung auf dem Moskauer Wwedenskoje-Friedhof kamen 20.000 Menschen. Der Grabstein ist lateinisch beschriftet und trägt auf Russisch das Haass-Zitat: „Beeilt euch Gutes zu tun“.

  • Anlässlich des 200. Geburtstags des Mediziners gab die Deutsche Bundespost eine Sonderbriefmarke im Wert von 60 Pfennig heraus
  • Die Deutsche Schule Moskau trägt seit 27. Mai 1989 den Namen „Deutsche Schule Moskau – Friedrich Joseph Haass“.
  • Das Deutsch-Russische Forum verleiht seit 1995 jährlich den Dr.-Friedrich-Joseph-Haass-Preis an Personen, die sich um die deutsch-russischen Beziehungen verdient gemacht haben. Preisträger sind z. B. Michail Sergejewitsch GorbatschowEgon Bahr.
  • Der Russe Lew Sinowjewitsch Kopelew, Förderer der Deutsch-Russischen Verständigung und 1947–1954 selbst Strafgefangener im Gulag, der nach seiner Ausbürgerung und bis zu seinem Tod in Köln lebte, schrieb 1984 ein Buch über Haass.
  • Am 16. April 2016 wurde in der Moskauer Helikon-Oper eine Opern-Kollage mit dem Titel Doktor Haas in 11 Episoden uraufgeführt. Komponist war der 27-jährige Alexej Sergumin, das Libretto verfasste die Schriftstellerin Ljudmila Ulizkaja

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Joseph_Haass

https://en.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Joseph_Haass


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Anton Pawlowitsch Tschechow

Anton Pawlowitsch Tschechow [ˈtʃʲɛxəf] (russisch Антон Павлович Чехов (Aussprache/?), wissenschaftliche Transliteration Anton Pavlovič Čechov; in englischen Texten auch Chekhov; * 17.jul. / 29. Januar 1860greg. in TaganrogRussland; † 2.jul. / 15. Juli 1904greg. in BadenweilerDeutsches Reich) war ein russischer SchriftstellerNovellist und Dramatiker. Er entstammte einer kleinbürgerlichen südrussischen Familie und war ab 1884 Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig schrieb und publizierte er zwischen 1880 und 1903 insgesamt über 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie Drei SchwesternDie Möwe oder Der Kirschgarten bekannt. Mit der für ihn typischen, wertneutralen und zurückhaltenden Art, Aspekte aus dem Leben und der Denkweise der Menschen in der russischen Provinz darzustellen, gilt Tschechow als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur.

Schon als Gymnasiast zeigte Anton Tschechow, der sonst eher als zurückhaltend und reserviert galt, einen ausgeprägten Humor und viel Interesse an Schauspielerei und Literatur. So erwarb er sich in der Schule wegen seiner satirischen Kommentare und Unarten sowie der Fähigkeit, die Lehrer mit humorvollen Spitznamen zu bezeichnen, den Ruf eines Schelms. In den wenigen freien Stunden, die den Tschechow-Geschwistern zur Verfügung standen, pflegten die Brüder diverse Vorstellungen des Taganroger Stadttheaters zu besuchen und versuchten oft, zu Hause auf einer selbst konstruierten Bühne lustige Amateurstücke zu inszenieren. Ab 1877 war Anton außerdem regelmäßiger Gast in der kurz zuvor eingerichteten öffentlichen Bibliothek in Taganrog.

TV-Portrait

Tschechows Laufbahn an der Kaiserlichen Moskauer Universität, an deren medizinischer Fakultät er sich kurz nach Ankunft in Moskau einschreiben ließ, dauerte von September 1879 bis zum erfolgreichen Abschluss im Sommer 1884. Die siebenköpfige Familie Tschechow wechselte in dieser Zeit mehrfach die Wohnung und musste sich insbesondere in den ersten Monaten mit überaus beengten Wohnverhältnissen zufriedengeben, was Anton immense Schwierigkeiten bei der Prüfungsvorbereitung brachte. Diese wurden noch dadurch verschärft, dass er sich schon seit seinen frühen Studienjahren dem Schreiben widmete, das sich angesichts der Armut, in der die Familie leben musste, dann auch als eine wichtige Einnahmequelle erwiesen hatte.

Anton (links) und Nikolai Tschechow, 1882

Die Anfänge Tschechows als Autor gehen auf seine Taganroger Zeit zurück: Bereits als Jugendlicher versuchte er, kurze Miniaturen, Parodien und Anekdoten sowie possenhafte und witzige Geschichten zu schreiben. Über den älteren Bruder Alexander, der zu jener Zeit in Moskau lebte und sich dort ebenfalls als Gelegenheitsautor in humoristischen Zeitungen und Zeitschriften versuchte, schickte Anton einige dieser Miniaturen (von denen keine erhalten ist) an diverse Moskauer Redaktionen, zunächst jedoch ohne Erfolg. Um 1878 verfasste Tschechow erstmals auch ein Bühnenstück, das den Titel Vaterlos erhalten sollte und der von Tschechow hoch verehrten Star-Schauspielerin Marija Jermolowa gewidmet war. Auch dieses Stück fand trotz intensiver nachträglicher Überarbeitungen keinen Zuspruch in Moskau und galt seitdem als vernichtet; erst 1920 wurde es als Manuskript ohne Titel entdeckt und 1923 erstmals veröffentlicht (im Ausland erlangte dieses Stück seither als Platonow Bekanntheit).[5]

Tschechow-Museum Badenweiler

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Anastasia Vasilyeva

Anastasia macht Mängel des Gesundheitssystem publik und wird verfolgt. Hier sieht man, wie sie bei einer Festnahme Klavier spielt „Für Elise von Beethoven“:

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Alexander Borodin

Alexander Porfirjewitsch Borodin (russisch Алекса́ндр Порфи́рьевич Бороди́н, TransliterationAleksandr Porfir’evič BorodinAussprache [ɐlʲɪkˈsaˑndr parˈfʲiˑrʲjɪvʲɪʧʲ bɐraˈdʲiˑn]; * 31. Oktoberjul. / 12. November1833greg. in Sankt Petersburg; † 15.jul. / 27. Februar1887greg. ebenda) war ein russischerKomponist, der auch Professor für organische Chemie sowie promovierter Mediziner war. Die Polowetzer Tänze aus seiner Oper Fürst Igor gingen in den Kanon der klassischen Musik ein.[1]

Mount Borodin ist ein größtenteils vereister und 694 m (nach Angaben des UK Antarctic Place-Names Committee rund 300 m) hoher Berg mit einem Felsvorsprung an der Ostflanke im Südwesten der Alexander-I.-Insel westlich der Antarktischen Halbinsel. Auf der Beethoven-Halbinsel ragt er 11 km nordnordöstlich des Gluck Peak und nördlich des Boccherini Inlet auf.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mount_Borodin

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