Category Archives: KunstDocs

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Takis Sinopoulos

Takis Sinopoulos wurde 1917 auf der Peloponnes geboren. Er diente von 1946–1949 als Militärarzt im griechischen Bürgerkrieg, die Erfahrung von Brudermord und Gewaltexzessen prägte ihn und sein Schaffen nachhaltig. Er starb 1981 in Pyrgos auf der Peloponnes.

Er wurde in Agolinitsa als erstgeborener Sohn des Philologen Giorgos Sinopoulos und Roussa-Veneta Argyropoulou geboren. Er studierte Medizin an der Universität Athen und schloss sein Studium 1944 ab . Im Jahr 1934 veröffentlichte er unter dem Pseudonym Argyros Roubanis das Gedicht „Verrat“ und die Kurzgeschichte „Die Rache eines Bescheidenen“ in der Pyrgio-Zeitung „ Nea Imara “ . Im Jahr 1941 wurde er als Sanitätsfeldwebel in Loutraki eingezogen, [ 3 ] während der Besatzungszeit veröffentlichte er Übersetzungen französischer Dichter sowie einige Essays über Poesie. 1942 wurde er als Widerstandskämpfer für kurze Zeit von den Italienern inhaftiert, während des Bürgerkriegs war er Arzt in einem Infanteriebataillon . Nach dem Ende des Bürgerkriegs begann er als Arzt in der Hauptstadt zu arbeiten. 1951 veröffentlichte er seine erste Gedichtsammlung mit dem Titel „ Metaihmio“ . Er gehörte zum Redaktionsteam von „Eighteen Texts“, „ New Texts “ 1–2, „Deposition ’73“ und der Zeitschrift „ The Continuation “. Er arbeitete auch mit zahlreichen Zeitschriften zusammen („ Nea Estia “, „ Filologika Chronika “, „ Odysseas “ (Pyrgou), „ Kochlias “, „ Piraika Grammata “, „ Anglohelleniki Epitheoresis “, „ Kainouria Epochi “, „ Zygos “, „ Epochen “, „ Tram “, „ O Tachydromos “ usw.). Er gehörte zur ersten Nachkriegsgeneration. Er wurde besonders von T.S. Eliot , Seferis und Ezra Pound beeinflusst . Im Allgemeinen ist seine Poesie lyrisch, epigrammatisch und von tragischer Selbsterkenntnis und Pessimismus geprägt. In seinen letzten Lebensjahren war eine Verschiebung im Gebrauch des sprachlichen Materials hin zu einem antipoetischen, aggressiven und oft ironischen Diskurs zu beobachten. Einen großen Teil seiner Bibliothek schenkte er der Universität Thessaloniki .

Sinopoulos verbrachte seine Studienjahre in Pyrgos und ging 1934 nach Athen, um Medizin zu studieren. Seinen ersten Auftritt in der Literaturwelt hatte er 1934 mit der Veröffentlichung des Gedichts „Verrat“ und der Kurzgeschichte „Die Rache eines Bescheidenen“ in der Pyrgos-Zeitung „Nea Imera“ unter dem Pseudonym Argyros Roubanis, während sein erster Gedichtband den Titel „Metaihmio“ trug und 1951 veröffentlicht wurde. Das erste Gedicht in diesem Band, „Elpinor“ , wurde 1944 geschrieben.

Als Pionierfigur der „Generation der 50er Jahre“ verfasste Sinopoulos im Laufe seiner kreativen Karriere eine Reihe von Gedichtsammlungen, Essays und Buchrezensionen, die das intellektuelle Leben des Landes in den Nachkriegsjahren prägten. Er ist ein Tragiker par excellence. Die Betonung des Tragischen „stigmatisiert“ seine gesamte Poesie, das Drama, den Verfall, den Tod, das Leiden und die Entfremdung und verkörpert die tragischen historischen Ereignisse, die er erlebte (Diktatur des Metaxas, Kriegsbesetzung, Bürgerkrieg, Diktatur von 1967, Putsch und Invasion in Zypern).

Außerdem verfasste er die Gedichtbände „Das Lied von Johanna und Konstantin“ , der 1961 mit dem Staatspreis für Lyrik ausgezeichnet wurde , „Bekanntschaft mit Max“ , „Nacht und Kontrapunkt“ , sowie verschiedene Studien und Essays wie „Strofi“ zum Werk von Seferis. Für „Das Lied von Johanna und Konstantin“ wurde er 1962 mit dem 2. Staatlichen Lyrikpreis ausgezeichnet.

Er starb am 25. April 1981 (Osterabend 1981) in Pyrgos . Er war mit Maria Dotta verheiratet, die 1995 das Haus, in dem sie in der Gemeinde Nea Ionia lebte , der Stiftung „Takis Sinopoulos“ als Unterkunft schenkte. Auf dem Platz vor seinem Haus in der Takis-Sinopoulos-Straße in Perissos steht eine Büste des Dichters.

https://el.wikipedia.org/wiki/%CE%A4%CE%AC%CE%BA%CE%B7%CF%82_%CE%A3%CE%B9%CE%BD%CF%8C%CF%80%CE%BF%CF%85%CE%BB%CE%BF%CF%82

https://blogs.bl.uk/european/2017/03/poet-of-a-pitiable-time-takis-sinopoulos.html


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Matthias Schrenk

Der Künstler Matthias Schrenk (links) und Bernd Salfner vor dem Ölbild „Junger Mann mit Fisch“. Bilder: Rosemarie Tillessen | Bild: Rosemarie Tillessen

Nach dem Abitur am Klettgau Gymnasium in Tiengen war er Stipendiat des Landes Norwegen und begann seine künstlerische Ausbildung an der Ringsaker Folkehögsskole . Während seines Stipendiats in Norwegen beschloss er an Stelle der Wehrpflicht Zivildienst im Psychiatrischen Landeskrankenhaus auf der Reichenau zu leisten. Im Anschluss daran studierte er drei Semester Kunsterziehung an der pädagogischen Hochschule in Freiburg, wechselte dann an die freie Kunstschule in Stuttgart. Nach bestandener Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie Karlsruhe wurde ihm die Möglichkeit gegeben in der Malklasse von Gerd van Dülmen seine künstlerische Ausbildung fort zu setzen. 

Seit 1996 ist er Augenarzt in Rheinfelden. Die rund 50 Arbeiten, die 2023 in einer Ausstellung zu sehen waren, entstanden alle – bis auf ein Bild – in den vergangenen zwei Jahren: „Da hatte ich durch Corona erstmalig mehr Zeit, nicht nur nachts oder am Wochenende.“ Im Gespräch mit Salfner erzählt er, wie seine Bilder entstehen – ohne feste Planung, aus dem Unterbewusstsein heraus: „Ich fange einfach an.“ Dann übermalt er sie oft, verändert sie. Übermalte Spuren entdeckt der Betrachter häufig. „Ich bleibe dabei immer im Gegenständlichen: hier ein Kopf, ein Gesicht, eine Figur. Landschaft interessiert mich nicht so.“ Die Frage, ob seine Bilder melancholisch seien, bejaht er: „Da ist immer Melancholie in der Kunst.“

https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/waldshut-tiengen/wanderer-zwischen-zwei-welten;art372623,11803113

Praxis


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Adolf-Friedrich Holstein

Erklärungen gesprochen von Adolf Friedrich Holstein

Wolfgang Ellenberger war einer der Anatomie-Studenten von Prof. Holstein und durfte zu dessen 80. Geburtstag für die musikalische Umrahmung sorgen.

Die Geschichte des Medizinhistorischen Museums Hamburg begann im Jahre 2007. Der Vorstand des UKE bat den Freundes- und Förderkreis des UKE, das heutige Fritz Schumacher-Haus nach dem Auszug des Pathologischen Instituts zu restaurieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Die Idee, in dem restaurierten Gebäude ein medizinhistorisches Museum einzurichten, wurde von allen Beteiligten begrüßt. Prof. Adolf-Friedrich Holstein, der damalige Vorsitzende des Freundes- und Förderkreises nahm sich der Aufgabe an und suchte zunächst nach Geldgebern für die anstehenden Arbeiten und die Einrichtung des Museums.
In enger Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde wurden die einzelnen Bauabschnitte fertig gestellt und Schritt für Schritt der Öffentlichkeit präsentiert. So konnte 2010 der restaurierte Sektionssaal vorgestellt werden, begleitet von einer Ausstellung, die einen ersten Einblick in die Vielfalt der Exponate gewährte. Im Oktober 2013 wurde der erste Teil der Dauerausstellung „Die Entstehung der Modernen Medizin“ eröffnet. Im Dezember 2014 machte das Museum den zuletzt fertig gestellten kleinen Sektionssaal und die Räume im ersten Obergeschoss zugänglich.

https://www.uke.de/kliniken-institute/institute/geschichte-und-ethik-der-medizin/medizinhistorisches-museum/index.html

90. Geburtstag im UKE Erikahaus mit Feier. 2024
Skulptur von Fritz Schumacher, dem Bauherrn des Gebäudes, in dem jetzt das Medizinhistorische Museum Hamburg ist. Geschaffen von Adolf-Friedrich Holstein.

Lieber Herr Ellenberger,

herzlichen Dank für Ihre liebe Email. Ich bin gerührt, was Sie alles von mir referieren wollen. Natürlich bin ich damit einverstanden. Ich war in meiner Berufszeit höchst engagiert in medizinischer Lehre und Forschung über die Spermatogenese und widmete mich nach meiner Emeritierung der Denkmalpflege, Malerei und Plastik. Nach der Restaurierung der Säle im Erika-Haus gründete ich dort ein Zentrum für Kommunikation und Kultur. Dann übernahm ich vom Ärztlichen Direktor Prof. Jörg Debatin die Aufgabe, das Institutsgebäude der Pathologie zu restaurieren. Ich kreierte eine neue Nutzung als Medizinhistorisches Museum Hamburg. Auf meine Bitte wurde das Gebäude für ein neues Kulturinstitut nach dem Erbauer Fritz Schumacher Haus benannt. Um das anschaulich zu machen, fertigte ich eine Skulptur des berühmten Baudirektors, die vor dem Museum steht.

Wenn Sie mir Ihre Anschrift mitteilen, schicke ich Ihnen gerne ein kleines Büchlein, das zu meinem 90. Geburtstag vom Freundes- und Förderkreis publiziert wurde.

Aber nun würde ich auch gerne wissen, wie es Ihnen geht? Wie sind Musik und Medizin in Ihrem Leben verteilt? 

Mit herzlichen Grüssen

Adolf-Friedrich Holstein

Prof. Dr. Adolf-Friedrich Holstein
Medizinhistorisches Museum Hamburg
Martinistr.52
20246 Hamburg


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Peter Robert Berry

Peter Robert Berry (* 11. September 1864 in St. Moritz; † 14. November 1942 ebenda) war ein Arzt und Maler aus St. Moritz im Kanton Graubünden.

Peter Robert Berry wurde als ältester Sohn des Churer Arztes Peter Berry I und seiner Frau Cecilia Berry-Stoppani geboren. Peter Berry kam auf Anraten seines Schwagers, dem Hotelier Johannes Badrutt, nach St. Moritz und war als einer der ersten Kurärzte im 1864 eröffneten «Neuen Kurhaus» tätig.

Berry besuchte – zusammen mit Andrea Robbi – die Kantonsschule in Chur. Anschliessend studierte er Medizin an den Universitäten ZürichBernHeidelberg und Leipzig. Nach seiner Dissertation arbeitete er für kurze Zeit an einem Londoner Krankenhaus; 1892 wurde er leitender Arzt der «Heilquellen-Gesellschaft» in St. Moritz-Bad.

1895 verlobte er sich mit der Amerikanerin Kitty Spalding, gab seine Stellung als Kurarzt auf und bildete sich in Paris und Berlin weiter. Die Verlobung wurde nach einem Jahr wieder aufgelöst und Berry kehrte ins Engadin zurück.

Im November 1898 wehrte sich Berry in einer ausführlichen Schrift zuhanden der Gemeinde St. Moritz vehement gegen Pläne, den Ort zu einem Kurort für Tuberkulosekranke werden zu lassen. Er befürchtete, das sportbegeisterte mondäne Publikum und andere Sommerfrischler würden Ansteckungen befürchten und wegbleiben. Stattdessen forderte er dazu auf, das im Sommer florierende «Wellness-Angebot» wie Bäderkuren auch auf den Winter auszudehnen. Der Ruf einer Heilstätte würde den Nobelkurort St. Moritz ruinieren: «Entweder Sport oder Bazillen.»

1898 lernte Berry den Maler Giovanni Segantini kennen, dessen Projekt eines Engadiner Panoramas für die Pariser Weltausstellung 1900 er sehr unterstützte. Zu jener Zeit kam in Berry der Wunsch auf, selber zu malen. Unbefriedigt von den eigenen Versuchen mit Farbstiften und Pastellfarben wandte er sich 1898 an seinen Freund Giovanni Giacometti und bat ihn, ihn in die Kunst des Malens mit Öl einzuführen. Giacometti jedoch war verhindert und vertröstete Berry auf den Winter. Er unterstützte aber den Freund in seinem Wunsch zu malen, was Berry in seinem Entschluss bekräftigte, Maler zu werden.

Zwischen dem Winter 1899 und 1901 entstand eines der ersten grossen Ölbilder Berrys. Es trägt den Titel Weihnachtsabend und ist, wie andere frühe Werke Berrys, stark durch Giovanni Segantinis Motivwahl und divisionistische Maltechnik geprägt.

1900 begann Berry an der Pariser Académie Julian Malerei zu studieren, vermutlich auf Anraten seiner Freunde Giacometti und Andrea Robbi, die die Schule zuvor besucht hatten. 1901/1902 lernte er an der Schule von Heinrich Knirr in München genaues Zeichnen und belegte gleichzeitig Kurse der tierärztlichen Fakultät, wo er Pferdeanatomie studierte. Auch in den folgenden Jahren bildete er sich in Paris an der Académie Julian und der Académie von Montparnasse weiter.

Zwischen 1905 und 1914 verbrachte Berry manche Winter auf dem Julier- und Berninapass, wo er in freier Natur malte und abends in der Unterkunft im Hospiz auf seinem mitgebrachten Klavier spielte oder las; gerne Werke von Friedrich Nietzsche, den er in St. Moritz kennengelernt hatte. Oft half ihm sein Bruder, Malkasten, Bilder und Staffelei zu tragen.

1907 machte Berry die Bekanntschaft von Ferdinand Hodler, der sich zu dieser Zeit im Engadin aufhielt. Auch er soll ihn darin bekräftigt haben, bei der Malerei zu bleiben. 1918, beim Ausbruch der Spanischen Grippe, war Berry noch einmal als Arzt tätig, sonst jedoch widmete er sich ausschliesslich der Malerei.

Peter Robert Berry starb am 14. November 1942 in St. Moritz. Seine Werke wurden erst nach seinem Tod 1945 im Rahmen einer Gedächtnisausstellung im Bündner Kunstmuseum in Chur gezeigt.

Berry war seit 1908 verheiratet mit Maria Rocco. Einer seiner Söhne war ebenfalls als Arzt und Maler in St. Moritz tätig und auch seine Enkelin Marietta Gianella-Berry wurde Malerin.

Die «Villa Arona» im Zentrum von St. Moritz wurde um 1904[3] nach Plänen von Nicolaus Hartmann (1880–1956) von Berrys Bruder Johannes erbaut, einem Zahnarzt, der es mit seiner Familie bewohnte.

Im 2004 dort eröffneten Berry Museum sind zahlreiche Werke Berrys ausgestellt, die meisten aus Familienbesitz. Neben den Bildern wird im Museum auch Berrys umfangreicher Nachlass aufbewahrt. Dieser besteht aus Büchern, Briefen, Notizen, Tagebüchern, Musikalien und zahlreichen Unterlagen zur Gründung und Entwicklung des Kurorts St. Moritz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Robert_Berry

https://berrymuseum.com


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Theodore Howard Somervell

Theodore Howard Somervell OBE, FRCS (16. April 1890 – 23. Januar 1975) war ein englischer Chirurg, Bergsteiger, Maler und Missionar, der in den 1920er Jahren an zwei Expeditionen zum Mount Everest teilnahm und anschließend fast 40 Jahre als Arzt in Indien arbeitete. 1924 erhielt er von Pierre de Coubertin eine olympische Goldmedaille für seine Leistungen im Bergsteigen (Alpinismus).

Somervell wurde in Kendal, Westmorland, England, in eine wohlhabende Familie geboren, der das 1845 von zwei Somervell-Brüdern in Kendal gegründete Schuhgeschäft gehörte, aus dem später K Shoes hervorging.[1] Sein Vater William Somervell (1860–1934) war Geschäftsmann, Philanthrop und liberaler Politiker. Er besuchte die Rugby School und trat mit 18 Jahren dem Fell and Rock Climbing Club bei, wo er ein lebenslanges Interesse am Klettern, an der Kunst und am Bergsteigen entwickelte. Er studierte am Gonville and Caius College in Cambridge, wo er seinen starken christlichen Glauben entwickelte und in den Naturwissenschaften mit Auszeichnung abschloss. Anschließend begann er eine Ausbildung zum Chirurgen am University College Hospital, die er 1921 abschloss, nachdem seine Ausbildung durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen worden war.

Er heiratete Margaret Hope Simpson (1899–1993), die Tochter von Sir James Hope Simpson, dem Generaldirektor der Bank of Liverpool. Mit Margaret hatte er drei Söhne: James, David und Hugh.

Somervell malte Hunderte, wenn nicht Tausende von Gemälden und gilt als zwanghafter Zeichner und Maler.[23] Der Himalayan Club ermittelte rund 600 Titel, von denen mindestens 200 Darstellungen des Himalaya oder Tibets waren. 126 davon beziehen sich auf die Expeditionen von 1922 und 1924, von denen viele im April 1925 in der Royal Geographical Society und 1926 in der Redfern Gallery in London ausgestellt wurden. Nach seiner Rückkehr nach England stellte er fast jährlich auf den Ausstellungen der Lake Artists Society im Lake District aus.

Viele seiner Aquarelle sind auf Papier gemalt, das als nicht mehr als „billiges“ braunes oder cremefarbenes Packpapier beschrieben wurde.[23] Da Somervell jedoch zeitweise auch als Werbegrafiker tätig war, ist diese oft wiederholte Geschichte weitgehend falsch. Er verwendete diese Art von Papier bereits 1913 und benutzte sie noch in den 1970er Jahren. Es eignet sich besonders gut für die graubraunen Farben der tibetischen Landschaft. Andere Künstler wie John Sell Cotman und Edith Collingwood [wer?] verwendeten ähnliches Papier. Er verwendete oft Aquarell und Deckfarben statt Aquarell allein. Er verwendete auch Pastell, entweder allein oder in Kombination mit Aquarell. Aquarell scheint in Tibet, im Himalaya und in Indien sein bevorzugtes Medium gewesen zu sein. [Zitat erforderlich]

Der Alpine Club in London besitzt dreißig Gemälde von Somervell. Die Abbot Hall Art Gallery in Kendal besitzt dreizehn Aquarelle und ein Ölgemälde von Somervell, und die Royal Geographical Society besitzt ein großes Aquarell mit dem Titel „Gaurisankar aus dem Nordwesten“ aus dem Jahr 1924, obwohl es sich tatsächlich um ein Gemälde von Menlungtse handeln könnte.[21] Somervells Gemälde des Himalaya und von Westmorland wurden im April 1979 in der Abbot Hall Art Gallery ausgestellt.

Somervell starb 1975 in Ambleside. Das 1975 in Karakonam südlich von Trivandrum gegründete Dr. Somervell Memorial Mission Hospital und das 2002 gegründete Dr. Somervell Memorial CSI Medical College sind nach ihm benannt.

Nach Abschluss der Expedition machte sich Somervell auf den Weg nach Indien und reiste vom hohen Norden bis zum Kap Komorin. Er war schockiert über die Armut, die er sah, und insbesondere über die schlechte medizinische Versorgung. Im Hauptkrankenhaus der medizinischen Mission im südlichen Travancore in Neyyoor traf er auf einen einzelnen Chirurgen, der mit einer langen Schlange wartender Patienten zu kämpfen hatte, und bot sofort seine Hilfe an. Nach seiner Rückkehr nach Großbritannien gab er seine vielversprechende medizinische Karriere auf und verkündete seine Absicht, nach seinem nächsten Versuch, den Everest zu besteigen, dauerhaft in Indien zu arbeiten. Die meisten seiner heute verkauften Gemälde stammen von seinen Reisen in verschiedene Teile Indiens, obwohl er die meiste Zeit in Kerala verbrachte, wo noch viele seiner Wahrzeichen erhalten sind.

Eine Sammlung seiner Bergsteigerausrüstung und anderer Gegenstände, darunter seine Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 1924, sowie seine Skizzenbücher und Gemälde, die sich heute im Besitz seines Enkels befinden, wurden im April 2022 in einer Folge der BBC-Fernsehsendung Antiques Roadshow gezeigt.

Expedition im Basislager.
Hintere Reihe: Morshead, G. Bruce, Noel, Wakefield, Somervell, Morris, Norton
Vordere Reihe: Mallory, Finch, Longstaff, General C. Bruce, Strutt, Crawford

https://en.wikipedia.org/wiki/1922_British_Mount_Everest_expedition

https://en.wikipedia.org/wiki/Howard_Somervell

https://www.mountainpaintings.org/T.H.Somervell.html


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Gerhard Dammann

Gerhard Wolfgang Dammann (* 11. Dezember 1963 in OranAlgerien; † 20. Juni 2020 in MünsterlingenSchweiz;[1] heimatberechtigt in Basel[2]) war ein Schweizer PsychiaterPsychologe und Psychoanalytiker.

Dammann studierte MedizinPsychologie und Soziologie in TübingenFrankfurt am MainBasel und Paris und schloss mit dem Staatsexamen in Medizin (Deutschland, 1990), dem Diplom in Psychologie und dem Diplom in Soziologie ab. Ab 1986 war er Mitglied der katholischen reitenden Studentenverbindung AV Guestfalia Tübingen.

Als Medizinstudent beschäftigte sich Gerhard Dammann mit der Kunst von Psychotikern und Psychiatrieerfahrenen, war im Rahmen seiner Famulatur mehrere Monate als Praktikant in der Sammlung Prinzhorn der Universität Heidelberg tätig und erwarb zu dieser Zeit erste Arbeiten aus dem Bereich „Outsider Art“ und „Art Brut“. Den Anfang der Sammlung bildeten eine Collage von Adolf Wölfli, eine Zeichnung von Louis Soutter, ein Bild von Johann Hauser sowie das Musikinstrument von Gustav Mesmer. Vermehrt und systematisch zu sammeln begann er nach der Heirat zusammen mit seiner Frau Karin ab Ende der 1990er Jahre.[1] Die erworbenen Werke platzierten sie ab 1995 in ihrer großen Münchener Wohnung. Zunächst erwarben sie Arbeiten von Kunstschaffenden des Art/Brut Center Gugging, darunter Aquarelle von Oswald Tschirtner und Zeichnungen von Franz Kamlander. Ab dem Jahr 2000 ergänzten sie die Sammlung um weitere Outsider Art von Albert Louden, Sava Sekulić und Michel Nedjar. 2003 kauften sie einen Großteil der im Atelier „La Tinaia“ geschaffenen Werke sowie historische in Psychiatrien entstandene Art Brut.

Die Kollektion umfasste 2006 etwa 100 künstlerische Arbeiten von Autodidakten, aus dem Bereich Naive Kunst und Outsider Art und wuchs bis 2014 auf etwa 300 Werke „ausgesuchter Qualität“ an. Im Jahr 2023 bestand die Sammlung aus über 1000 Exponaten. Den Grundstock der Sammlung bildet eine Auswahl von Klassikern der Art Brut. Dazu gehören Werkserien der Gugginger Künstler Johann Hauser, August Walla und Oswald Tschirtner aus den frühen 1970er Jahren sowie Arbeiten aus den offenen Ateliers der Psychiatrie von „La Tinaia“ in Florenz. Außerdem befinden sich fünf von fünfzehn Arbeiten, die aus der Originalsammlung Prinzhorn abgegeben wurden, in der Sammlung Dammann, drei Arbeiten von Else Blankenhorn[5] und zwei Blätter von August Klett. Daneben finden sich auch außergewöhnliche Arbeiten: ein geschnitztes Bett aus massiver Eiche, entstanden um 1880 in einer Anstalt bei Chartres, oder ein auf 1720 datiertes Blatt, das als älteste bekannte Arbeit der Outsiderkunst überhaupt gilt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Dammann_(Mediziner)

https://de.wikipedia.org/wiki/Sammlung_Dammann

https://www.news.uzh.ch/de/articles/2007/2598.html

https://www.tagblatt.ch/kultur/leuchtender-wahnsinn-ld.922360


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Carlo Levi

Graziadio Carlo Levi oder Carlo Lèvi (geboren 29. November 1902 in Turin; gestorben 4. Januar 1975 in Rom) war ein italienischer Schriftsteller, Maler, Arzt und Politiker.

Carlo Levi stammte aus einer großbürgerlichen assimilierten jüdischen Familie; seine Eltern waren Ercole Levi und Annetta Treves. 1917 oder 1918 schrieb er sich zum Medizinstudium an der Universität Turin ein, das er 1924 abschloss.[1] Er arbeitete zwar von 1924 bis 1928 als Assistenzarzt an einer Turiner Klinik, praktizierte aber nie als regulärer Arzt, da er sich mehr für Politik und Malerei, der er sich ab 1923[2] intensiv widmete, interessierte. So wurde er Mitglied der von Piero Gobetti geleiteten Gruppe Rivoluzione liberale („Liberale Revolution“), verbrachte einige Zeit in Paris und nahm 1929 an der Ausstellung Sei pittori di Torino („Sechs Turiner Maler“) teil.

Weil er zusammen mit Carlo und Nello Roselli 1929 die antifaschistische Gruppe Giustizia e Libertà („Gerechtigkeit und Freiheit“) gegründet hatte und sie zusammen mit Leone Ginzburg leitete, wurde Levi von der faschistischen Regierung im Frühjahr 1934 für zwei Monate in Rom inhaftiert und im Mai 1935 in die süditalienische Region Lucania (Lukanien, heute Basilicataverbannt. Dort verbrachte er, nach einiger Zeit im Städtchen Grassano, die Zeit von September 1935 bis Mai 1936 in dem Dorf Aliano, wo er wegen des Elends der Einwohner unentgeltlich und mit geringen Mitteln als Arzt praktizierte, bis die Provinzverwaltung ihm auch dies untersagte und Behandlungen nur noch heimlich möglich waren. Nebenbei malte er Menschen und Landschaft und erkundete die Bräuche der Einwohner, besonders Magie und Aberglauben.

Nachdem er 1936 vorzeitig durch eine Generalamnestie freikam, die der faschistische Staat zur Feier der Annexion Abessiniens im Abessinienkrieg ausgerufen hatte, ging Levi ins Exil und übernahm von Paris aus die Leitung der Gruppe Giustizia e Libertà. 1941 kehrte er nach Italien zurück, wurde in Florenz festgenommen und eingekerkert. Nach dem Sturz Mussolinis wurde er freigelassen, suchte Zuflucht im Palazzo Pitti und schrieb dort 1943/1944 sein Buch Cristo si è fermato a Eboli (erschienen 1945, s. u.), in dem er seine Erinnerungen an die Zeit in Aliano festhielt, wobei er für Aliano den leicht verschlüsselten Namen Gagliano wählte.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zog Levi nach Rom, wohnte und lebte seitdem in der Villa Strohl-Fern[3] und arbeitete einige Zeit als Herausgeber der Zeitschrift Italia libera, die zum Partito d’Azione („Partei der Aktion“) gehörte. Er malte weiter (seine Bilder wurden in verschiedenen Ländern Europas und in den USA ausgestellt) und schrieb weitere Bücher (siehe unten). 1963 wurde er als Unabhängiger auf der Liste der Kommunistischen Partei in den Senat gewählt, dessen Mitglied er bis 1972 blieb.

Carlo Levi starb 1975 in einem römischen Krankenhaus an Lungenentzündung. Gemäß seinem ausdrücklichen testamentarischen Wunsch wurde er auf dem Friedhof von Aliano bestattet, der während seiner Verbannung dort einer seiner liebsten Aufenthaltsorte war.

https://de.wikipedia.org/wiki/Carlo_Levi

https://en.wikipedia.org/wiki/Carlo_Levi


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Andreas Sliwka

Andreas Sliwka ist Frauenarzt, Psychotherapeut und Yoga-Lehrer in Unterföhring. Außerdem hält er Sprechstunden für Flüchtlinge ab. In Krisengebiete ist Sliwka immer wieder gereist. Foto: Catherina Hess

Mehrfache Einsätze als Arzt in verschiedenen Krisenherden der III. Welt – Im Kongo nach dem Völkermord in Ruanda, in der Urwaldklinik auf Mindanao (Philippinen) und zuletzt einige Einsätze als Schiffsarzt bei der Seenotrettung vor der Küste Libyens – sind Ausdruck meines Selbsverständnisses als Arzt.

Meine eigene Suche führte mich zu den östlichen Weisheitslehren. Die Ausbildung zum Yoga-Lehrer mit eigener Yogaschule für 10 Jahre war ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Aktuell praktiziere ich ZEN-Meditation nach der Soto-Schule.

Wegmarken

Bereits in meiner Jugend entstand mein Interesse für die Philosophie und die Kunst. Ein Markstein war hier während meines Medizinstudiums das Buch „Wendezeit“ von Fritjof Capra. Ihm gelang es eine Verbindung zwischen Quantenphysik und Östlichen Weisheitslehren herauszuarbeiten, was mich auf meinem weiteren Weg duchs Leben begleitete. Vor etwa 20 Jahren leitete die „Integrale Theorie“ von Ken Wilber einen weiteren Entwicklungsschritt in meinem Denken ein. Die Integrale Theorie entstand aus der Transpersonalen Psychologie, einer psychologischen Entwicklung in den USA, welche die spirituellen Aspekte des Menschsseins in die Psychotherapie integrierte. Diese Therapieform hat inzwischen auch in Deutschland einen festen Platz (etwa in der Psychosomatischen Klinik Heiligenfeld).

https://www.integrale-psychotherapie-muenchen.de

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/unterfoehringer-im-hilfseinsatz-die-fluechtlinge-kommen-so-oder-so-1.3619925


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Rudolf Rehbach

Während seiner Zeit als Medizinstudent und Assistenzarzt fand Rehbach noch Zeit für seine künstlerischen Ambitionen. Georg Brenninger und Emil Krieger förderten ihn an der Münchner Kunstakademie. Weitere Impulse erhielt er vom Phantastischen Realismus der Wiener Schule – Ernst Fuchs und Aric Brauer waren hier Protagonisten. Aber auch der Surrealismus – insbesondere Salvador Dalí und Max Ernst – beeinflussten seine Formvorstellungen, ebenso wie Henry Moore.

Ausgehend davon schuf er vor allem kleine Bronzeskulpturen in der magisch-mystischen Welt zwischen Erotik und Sexualität – als freier Stil der Neuen Zeit.

Sein Hauptwerk der letzten 15 Jahre (2007) ist jedoch die Geburtshilfe und Zytologie in Neufahrn bei München/Bayern/Deutschland. Er ist Mitglied eines Kunstzirkels in Echingen und nahm an mehreren Ausstellungen teil, die große Resonanz auf seine Arbeiten fanden.

Nachfolgerin der Praxis


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Frank Rawer

Frank Rawer, Arzt und Künstler, wurde in Straßburg geboren. Aufgewachsen im Saarland und im Odenwald; in der Odenwaldschule (bei Heppenheim, Bergstrasse) u. a. Präsident des Schulparlamentes. Reisestipendium der Fondation des Bourses de Zellidja. Abitur mit Auszeichnung. Studium der Medizin in Frankfurt/M., u. a. Auslandsfamulatur in New York, USA. Staatsexamen („sehr gut“), Promotion zum Dr. med. („magna cum laude“) und ECFMG-Examen 1971. Aus- und Weiterbildung im Arztberuf (Kinderklinik, Chirurgie, Innere Medizin, Pathologie, Anaesthesiologie m. Hubschrauber-rettungsdienst, Radiologie). Facharzt für Innere Medizin und Facharzt für Radiologie und  Fachkunde Nuklearmedizin. Langjährige Tätigkeit als radiologischer Oberarzt.

Seit langer Zeit aber (mehr als 40 Jahren) arbeitet er stets auch als Künstler mit einem inzwischen umfangreichen Werk, über viele Jahre weitgehend abseits vom Kunstbetrieb.

Außerdem hat Frank Rawer bei mehreren Photowettbewerben Preise gewonnen und war an entsprechenden Ausstellungen beteiligt (u.a. Int. Buchmesse Frankfurt 2000, Photokina Köln 2004) Frank Rawer ist zudem Autor des Gedichtbandes „Limericks für Reisende“ (R.G.Fischer Verlag)

Anläßlich einer Ausstellung schrieb die Journalistin und Kunsthistorikerin Ingrid Zehnder (St. Gallen): „… er hat als Autodidakt nicht nur im Handwerklichen eine erstaunliche Präzision und Perfektion erreicht, sondern auch in der Erfindung und Ausdruckskraft eine unverwechselbare, eigenständige Handschrift entwickelt.

Frank Rawer arbeitet mit den verschiedensten Materialien: Holz und Gips, Marmor aus Carrara und Federn, Gold und Blech, Edelhölzern und Fundstücken aus der Natur, Leinwand und Papier. Dabei handelt es sich aber nicht um beliebige Assemblagen, sondern es spielt immer auch die dem Material eigene Qualität eine Rolle.

Frank Rawers Werke sind originell und phantasievoll, sie machen Anspielungen, setzen Ideenketten in Gang. Manchmal sind sie heiter und witzig, ironisch und spielerisch, manchmal ernst und kritisch, vieldeutig und hintersinnig.“

https://www.frank-rawer.de