Category Archives: PionierDocs

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Raphaëla le Gouvello

Raphaëla le Gouvello (* 4. Mai 1960 in Paris[1]) ist eine französische Windsurferin, die unter anderem den Atlantik, Pazifik (PeruTahiti) und Indischen Ozean auf hochseetauglichen 7,50 bis 7,80 m langen und ca. 75 cm flachen Surfgeräten überquert hat. Ihre Erlebnisse auf den Überfahrten hielt sie in bisher drei Büchern fest.


Ports of departure and arrival of windsurfer Rafaëla le Gouvello, in her trans-atlantic (2000), trans-Mediterranean (2002), trans-pacific (2003), trans-Indian Ocean (2006), and round-Great Britain (2007) tours. The connecting routes for the trans-oceanic trips are only drawn for better visibility and do not indicate the exact routes taken.

Die auf Aquakulturen (Fischfarmen und Aufzuchten von anderen Wassertieren) spezialisierte Tierärztin setzt sich, auch mit ihren Windsurfing-Fahrten, für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung ein.

1976 begann le Gouvello mit dem Windsurfen, fuhr ab 1977 Wettbewerbe und unterrichtet seit 1978 als Windsurflehrerin. 1980 bis 1982 gelang es ihr, ihre Leistungen in für alle offenen Wettbewerben („Open“) bis zur Siebt-Platzierung unter den französischen Windsurferinnen zu steigern.[2] Seit 1984 widmet sich le Gouvello außerdem regelmäßig dem Funboard.

Rafaëla le Gouvello in Douarnenez, a few days before the start of her first transoceanic boat race, the 2013 Transat 6.50.

Vom 25. Februar bis zum 24. April 2000 überquerte sie als erste Frau (und dritter Windsurfer überhaupt) den Atlantik allein, ohne Begleitschiff, auf einem Surfgerät. Das 7,5 m lange und 1,3 m breite Surf-„Brett“ hatte Guy Saillard für Stéphane Peyron entworfen, der damit 1987 als erster Windsurfer allein den Atlantik überquert hatte[3] und le Gouvello für ihre Überfahrt beriet. In dem anstelle eines üblichen Surfbretts benutzten flachen „Bootsrumpf“ fanden unter anderem eine Schlafgelegenheit und Proviant, fünf Ersatzsegel sowie nachts und bei Schlechtwetter das eingeholte Segel mit Rigg Platz (siehe Weblinks für Fotos). Für die 2.750 Seemeilen (gut 5.000 km) lange Strecke von Saly Portudal in Senegal, südlich von Dakar, nach Le Diamant auf der Karibikinsel Martinique benötigte sie 58 Tage, 10 Stunden und 11 Minuten; Peyron hatte für eine Strecke von New York zum französischen Ort La Baule, grob 3.500 Seemeilen, nur 49 Tage gebraucht. Die unerwartet lange Dauer von le Gouvellos Überfahrt ging auf ungewöhnlich schwache Winde über zweieinhalb Wochen zu Reisebeginn zurück und zwang die Französin, im letzten Drittel der Fahrt ihre Vorräte zu rationieren; dennoch musste sie sich von einem französischen Marineschiff aus Guyana Nahrungsnachschub bringen lassen. Aufregung brachte außerdem der 17. April, an dem le Gouvello von ihrem Surfgerät fiel; durch die von ihr getragene Sicherungsleine blieb sie allerdings mit dem „Brett“ verbunden und konnte leicht wieder aufsteigen.

Das nächste Ziel der Französin war die Überquerung des Pazifiks. Dafür ließ sie von 2001 bis 2002 ein neues Windsurfgerät herstellen, das wiederum Saillard zeichnete. Der 7,80 m lange, 1,30 m breite und bis zu 75 cm dicke Rumpf bietet einem zweiten Segel, der Schlafgelegenheit, Entsalzungsanlage, ausreichend Proviant und diversen Navigationsgeräten Platz; die maximale Segelfläche beträgt 7,4 m².

Um das Gerät auszutesten und sich für den Pazifik vorzubereiten, ging le Gouvello zunächst eine Mittelmeerüberquerung an – als erster Windsurfer überhaupt. Bei ihrem ersten Versuch, begonnen am 25. Juli, kenterte die Französin jedoch und hatte Probleme, das Surfgerät wieder aufzurichten. Beim zweiten Anlauf gelang ihr aber vom 25. August bis zum 7. September 2002 die Erstüberquerung des Mittelmeers auf einem Surfgerät, wobei sie für die 550 Seemeilen (gut 1.000 km) lange Strecke von Marseille zum tunesischen Sidi Bou Saïd 10 Tage, 1 Stunde und 38 Minuten benötigte. Das neue Surfgerät war damit schneller als das vorherige, außerdem zuverlässiger.

2003 überquerte sie als erster Windsurfer allein den Pazifik. Die Fahrt von Lima in Peru bis Papeete in Tahiti ist mit 4.455 Seemeilen (ca. 8.250 km) die längste von der Französin bisher zurückgelegte Strecke und dauerte vom 5. August bis zum 2. November 89 Tage und 7 Stunden.

Vom 10. April 2006 bis zum 8. Juni 2006 überquerte le Gouvello als erster und bisher (Stand 2008) einziger Windsurfer den Indischen Ozean. 60 Tage, 2 Stunden und 1 Minute benötigte die Französin für die 3541 Seemeilen (über 6.500 km; Direktroute 3.262 Seemeilen) von Exmouth in Australien nach Le Port auf der französischen Insel Réunion vor Madagaskar. Während der Fahrt hatte le Gouvello immer wieder mit Seekrankheit, Gastritis, Verletzungen und wechselnden Wetterbedingungen zu kämpfen.

Im Frühjahr 2007 umrundete le Gouvello windsurfend Großbritannien. Sie legte dabei Aufenthalte in 26 Häfen ein, in denen sie sich durch pädagogische Aufklärungsarbeit für Umweltschutz im Allgemeinen und den Schutz der britischen Küste im Besonderen einsetzte. Dabei ließ sie auch Windsurfer mit grundlegenden Erfahrungen (planchistes confirmés) ihr Windsurfgerät ausprobieren.

Le Gouvello benutzt bis heute (Stand 2008) das im Mai 2002 fertiggestellte Surfgerät. 2003 ließ sie einen von Saillard gemeinsam mit der ESA entwickelten sog. „Airbag“ einbauen, der das Aufrichten des Geräts nach einer Kenterung weiter vereinfacht; sowohl aus dem Inneren des Rumpfs als auch von außen lässt sich seither das Aufblasen eines großen Luftsackes am hinteren Ende des Surfgeräts auslösen. 2005 wurden die Elektrik, Elektronik und der Anstrich des Geräts überholt.

Le Gouvello hat neun Brüder und Schwestern.

Als Tierärztin (Veterinärmedizinerin) hat sich die Französin auf Aquakultur (Fischfarmen und Aufzuchten von anderen Wassertieren) spezialisiert. Nach ihrem französischen Abitur 1978 studierte le Gouvello Tiermedizin und schloss 1985 mit dem französischen Doktor ab, wofür sie ihre Doktorarbeit 1984 über Aquakultur in Taiwan schrieb. 1986 erwarb sie einen Master of Sciences im Studiengang Rohstoffe (Natural Resources) an der Humboldt State University in Kalifornien. 1987 widmete sie sich der Fortpflanzung chinesischer und indischer Karpfen sowie der Verwaltung von Seen in Bangladesch. Ein Jahr später folgte ein Projekt über Ichtyopathologie (Pathologie von Fischen) und Wassertechniken in Frankreich.

Von 1987 bis 1990 arbeitete le Gouvello für einen Nahrungsmittelhersteller für Aquakulturen, danach bis 1993 im Aquakultur-Programm eines veterinärmedizinischen Labors. 1994 gründete die Französin Stermor, ein Unternehmen, das zu Nahrung, Gesundheit und Hygiene von Aquakulturen berät; le Gouvello betreibt das Unternehmen in ihrem Wohnort Pénestin im französischen Morbihan (Bretagne).

Old site: http://www.raphaela-legouvello.com

https://de.wikipedia.org/wiki/Rapha%C3%ABla_le_Gouvello

https://www.youtube.com/@raphaelalegouvello7799

https://www.linkedin.com/in/rapha%C3%ABla-le-gouvello-63989118


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Martin Nweeia

Jane O’Brien, an anchor of BBC World News, joins Martin Nweeia, D.D.S., ’77, right, and Nweeia’s wife, Pamela Peeters, at the Smithsonian. Photo by Ryan Lavery

Dr. Martin Nweeia ist der weltweit führende Experte für das Stoßzahn- und Zahnsystem des Narwals. Er ist Wissenschaftler der National Foundation und leitete über 20 Hocharktisexpeditionen und führte 15 Expeditionsflaggen mit sich, um den schwer fassbaren Narwal zu erforschen. Er promovierte in Zahnmedizin und Chirurgie und ist Mitglied der Fakultäten für Zahnmedizin der Harvard University und der Case Western Reserve University. Darüber hinaus forscht er am Canadian Museum of Nature und am Smithsonian Institut. Das Smithsonian Institut verlieh ihm zwei Stipendien: eines für physische Anthropologie und eines für Wirbeltierzoologie.

Seine Arbeiten wurden in der New York Times, NPRs „Pulse of the Planet“, „A Beautiful World“, „Morning Edition“, „Earth Wise“ sowie in Dokumentationen von National Geographic, „Découverte“ (French Discovery) und der BBC, darunter „Natural Curiosities“ mit Sir David Attenborough, vorgestellt. Dr. Nweeia erhielt einen CINE Golden Eagle für die Narwal-Geschichte der NGS Wild Chronicles, den William Mills Prize für sein Buch „Narwhal: Revealing An Arctic Legend“ und den Lowell Thomas Award für Arktisforschung. Seine wissenschaftlichen Publikationen aus dem Jahr 2020 wurden in Nature, PNAS und zwei Smithsonian-Büchern veröffentlicht.

Martin Nweeia ’77 and research colleague Adrian Arnauyumayuq complete experiments on a live narwhal in Arctic Bay, Nunavut, Canada, in 2007. Photo by Gretchen Freund

Ein ziemlich ausgefallenes Hobby hat der amerikanische Zahnarzt Martin Nweeia: Er studiert den Stoßzahn des Narwals. Nweeia, niedergelassen in Sharon im US-Staat Connecticut und Lehrbeauftragter an der School of Dental Medicine der Harvard University, fährt seit Jahren im Frühjahr nach Kanada in die Arktis und untersucht die rätselhaften Wale mit dem einen großen Zahn, berichtet „New Scientist“ online.

Der Zahn des Narwals – Vorbild für das Horn des Einhorns – ist einzigartig in der Natur, so Nweeia. „Er ist der einzige bekannte gerade Stoßzahn und der einzige spiralig gedrehte.“ In Streßtests haben sich Narwal-Stoßzähne als äußerst flexibel und hart erwiesen – eine Kombination, die für Zähne außergewöhnlich sei.

Nweeia examines a narwhal tusk and skull at the Smithsonian’s National Museum of Natural History before it is placed in a new exhibit, which opened in August. Photo by Stephen Voss

Bei männlichen Narwalen wächst ein Stoßzahn auf fast zweieinhalb Meter, der andere bleibt im Kiefer eingebettet. Die meisten Weibchen haben keinen Stoßzahn. Wozu der Zahn dient, ist noch unklar. Weeias These: „Ich glaube, der Zahn ist eine Art Sensor. Er hat wohl was mit dem Entdecken der Beute zu tun.“ Um das zu prüfen, rüstet er derzeit Wale mit einem Sensor im Zahn aus.

https://narwhal.org/

https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Dieser-Zahn-ist-ausserordentlich-und-einzigartig-in-der-Natur-331804.html

https://www.docseducation.com/blog/famed-dentist-studies-elusive-%27sea-unicorn%27-learn-more-about-human-teeth

https://www.si.edu/stories/understanding-narwhals-smile

https://www.glexsummit.com/explorers/martin-nweeia


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Hannes Lindemann

Hans-Günther[1] „Hannes“ Lindemann (* 28. Dezember 1922; † 17. April 2015[2]) war ein deutscher ArztSegel-PionierKanute und Autor, der durch Atlantiküberquerungen mit sehr kleinen Booten bekannt wurde.

Interview WDR5 zum 90. Geburtstag 2012 und Bericht.

Er testete von 1955 an in mehreren Selbstversuchen die Möglichkeiten, die ein Schiffbrüchiger hat, unter extremer psychischer und physischer Belastung auf hoher See zu überleben. 1955 befuhr er in einem 7,70 m × 0,70 m großen und etwa 600 kg schweren, eigens in Liberia gefertigten Einbaum, der Liberia, und im folgenden Jahr mit einem noch kleineren Faltboot (5,20 m × 0,87 m, 27 kg), der Liberia III, den Atlantik.

Lindemann rüstete dazu ein handelsübliches zweisitziges Klepper-Faltboot vom Typ Aerius II mit 60 Lebensmittel-Konserven, 96 Milch- und 72 Bierdosen sowie 3 Litern Wasser aus und überquerte den Atlantik von den Kanarischen Inseln bis St. Martin auf den Niederländischen Antillen. Da er zwar zur Navigation einen Sextanten, für Ruhepausen einen Treibanker und zum Fischfang Angelzubehör mitführte, auf einen Kocher jedoch verzichtete, verzehrte er die gefangenen Fische roh. Lindemann weckte Zweifel an der seinerzeit diskutierten These Alain Bombards, Schiffbrüchige könnten ihren Trinkwasserbedarf allein aus dem Salzwasser oder dem Fleisch gefangener Fische decken: Er überlebte nur durch die Zufuhr von zusätzlich aufgefangenem Regenwasser. In den 72 Tagen der Atlantiküberquerung verlor er 25 Kilogramm Körpergewicht und überstand mehrere Orkane und zweimaliges Kentern. Er führte seinen Erfolg auf die sorgfältige mentale Vorbereitung seiner Reise durch autogenes Training und Autosuggestion zurück.

Lindemann war anschließend als Buchautor erfolgreich: Allein über den Ozean ist die logbuchartige Reportage seiner ersten Fahrten, Ein Mann, ein Boot, zwei Kontinente beschreibt die Erfahrungen einer dritten Atlantikquerung 1960 und resümiert dabei Gespräche mit afrikanischen Staatsmännern und mit Albert Schweitzer, mit dem er eine Zeit lang in Lambaréné (Gabun) als Arzt zusammenarbeitete. Er verfasste mehrere Werke zum Thema Autogenes Training, arbeitete als Gesundheitspädagoge für das Deutsche Rote Kreuz und hatte einen Lehrauftrag an der Universität Bonn zu den Themen Autogenes Training und Psychohygiene. Seine Ratgeber erschienen in zahlreichen Auflagen.

Hannes Lindemann lebte zuletzt in BonnBad Godesberg
Wolfgang Ellenberger hat einmal ein Telefonat mit ihm geführt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hannes_Lindemann

https://www.yacht.de/yachten/klassiker/hannes-lindemann-mit-dem-faltboot-ueber-den-atlantik


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William R. Bertelsen

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Category : ErfinderDocs , PionierDocs

William R. Bertelsen (20. Mai 1920 – 16. Juli 2009) war ein amerikanischer Erfinder und Pionier auf dem Gebiet der Luftkissenfahrzeuge (Hovercrafts). Bertelsen wurde vor allem als Erfinder des Aeromobils bekannt, dem ersten Luftkissenfahrzeug, das einen Menschen über Land und Wasser beförderte.[1] Im Jahr 2002 wurde Bertelsen von der World Hovercraft Federation zum „Vater des Luftkissenfahrzeugs“ ernannt.[1] William R. Bertelsen heiratete Alberta Menzel am 21. September 1946 in Homewood, Illinois.

Er machte 1938 seinen Abschluss an der Rock Island High School und studierte zwei Jahre Maschinenbau am Indiana Institute of Technology. Neben seiner geschäftigen Karriere als Arzt und Erfinder war Bertelsen auch Ehemann und Vater von vier Kindern. Es war Bertelsens Karriere als Landarzt, die ihn dazu veranlasste, verschiedene ACVs zu entwickeln und mit ihnen zu experimentieren. Sein Bedürfnis, Patienten in ländlichen Gebieten auch bei schlechtem Wetter erreichen zu können, entwickelte sich schnell zu einer lebenslangen Leidenschaft für die Entwicklung alternativer Transportmittel. Trotz ermutigender wie auch ablehnender Reaktionen entwickelte Bertelsen eine Reihe von ACVs und Bodeneffektmaschinen (GEMs), darunter die Aeromobile 35-1, 35-2, 72, 200-1, 200-2 und 250-1; den Arcopter GEM-1, GEM-2 und GEM-3 sowie ein Senkrechtstarter (VTOL).

https://en.wikipedia.org/wiki/William_R._Bertelsen


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Bertrand Piccard

Bertrand Piccard (* 1. März 1958 in Lausanne) ist ein Schweizer Psychiater und Abenteurer. Er umkreiste 1999 im dritten Versuch (zusammen mit Brian Jones) als erster Mensch die Erde nonstop in einem Ballon. Von März 2015 bis Juli 2016 umkreiste ein bemanntes Solarflugzeug (Solar Impulse II) in Etappen die Welt. Einen Teil der Etappen flog Piccard; den anderen Teil flog André Borschberg.

Piccard ist Gründer und Vorsitzender der Solar Impulse Foundation.

Einer der großen Pioniere der Gegenwart

Als erster mit einem Ballon die Erde umrundet!

Ale erster mit einem Elektro-Flugzeug „solar impulse“ die Erde umrundet!

Für Benefizprojekte mit seiner Stiftung „Winds of Hope“ engagiert.

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Gunther von Hagen

DER Pionier der Plastination und einer weltweiten Rezeption der Anatomie!

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Körperwelten

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