Adolf-Friedrich Holstein

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Adolf-Friedrich Holstein

Erklärungen gesprochen von Adolf Friedrich Holstein

Wolfgang Ellenberger war einer der Anatomie-Studenten von Prof. Holstein und durfte zu dessen 80. Geburtstag für die musikalische Umrahmung sorgen.

Die Geschichte des Medizinhistorischen Museums Hamburg begann im Jahre 2007. Der Vorstand des UKE bat den Freundes- und Förderkreis des UKE, das heutige Fritz Schumacher-Haus nach dem Auszug des Pathologischen Instituts zu restaurieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Die Idee, in dem restaurierten Gebäude ein medizinhistorisches Museum einzurichten, wurde von allen Beteiligten begrüßt. Prof. Adolf-Friedrich Holstein, der damalige Vorsitzende des Freundes- und Förderkreises nahm sich der Aufgabe an und suchte zunächst nach Geldgebern für die anstehenden Arbeiten und die Einrichtung des Museums.
In enger Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde wurden die einzelnen Bauabschnitte fertig gestellt und Schritt für Schritt der Öffentlichkeit präsentiert. So konnte 2010 der restaurierte Sektionssaal vorgestellt werden, begleitet von einer Ausstellung, die einen ersten Einblick in die Vielfalt der Exponate gewährte. Im Oktober 2013 wurde der erste Teil der Dauerausstellung „Die Entstehung der Modernen Medizin“ eröffnet. Im Dezember 2014 machte das Museum den zuletzt fertig gestellten kleinen Sektionssaal und die Räume im ersten Obergeschoss zugänglich.

https://www.uke.de/kliniken-institute/institute/geschichte-und-ethik-der-medizin/medizinhistorisches-museum/index.html

90. Geburtstag im UKE Erikahaus mit Feier. 2024
Skulptur von Fritz Schumacher, dem Bauherrn des Gebäudes, in dem jetzt das Medizinhistorische Museum Hamburg ist. Geschaffen von Adolf-Friedrich Holstein.

Lieber Herr Ellenberger,

herzlichen Dank für Ihre liebe Email. Ich bin gerührt, was Sie alles von mir referieren wollen. Natürlich bin ich damit einverstanden. Ich war in meiner Berufszeit höchst engagiert in medizinischer Lehre und Forschung über die Spermatogenese und widmete mich nach meiner Emeritierung der Denkmalpflege, Malerei und Plastik. Nach der Restaurierung der Säle im Erika-Haus gründete ich dort ein Zentrum für Kommunikation und Kultur. Dann übernahm ich vom Ärztlichen Direktor Prof. Jörg Debatin die Aufgabe, das Institutsgebäude der Pathologie zu restaurieren. Ich kreierte eine neue Nutzung als Medizinhistorisches Museum Hamburg. Auf meine Bitte wurde das Gebäude für ein neues Kulturinstitut nach dem Erbauer Fritz Schumacher Haus benannt. Um das anschaulich zu machen, fertigte ich eine Skulptur des berühmten Baudirektors, die vor dem Museum steht.

Wenn Sie mir Ihre Anschrift mitteilen, schicke ich Ihnen gerne ein kleines Büchlein, das zu meinem 90. Geburtstag vom Freundes- und Förderkreis publiziert wurde.

Aber nun würde ich auch gerne wissen, wie es Ihnen geht? Wie sind Musik und Medizin in Ihrem Leben verteilt? 

Mit herzlichen Grüssen

Adolf-Friedrich Holstein

Prof. Dr. Adolf-Friedrich Holstein
Medizinhistorisches Museum Hamburg
Martinistr.52
20246 Hamburg


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Wolfgang Adelung

Wolfgang Adelung (* 1. Oktober 1920 in Berlin; † 15. November 1994 in SingenBaden-Württemberg) war ein deutscher Mediziner und Orgelforscher.

Wolfgang Adelung studierte Medizin. 1948 promovierte er in Freiburg. Später führte er eine Hautarztpraxis in Singen (Hohentwiel).

Adelung wurde auch Organist und gehörte zu den wichtigsten Mitgliedern der Gesellschaft der Orgelfreunde in seiner Zeit. 1952 war er Mitbegründer von deren Orgelfachzeitschrift Ars Organi. Danach wurde er Schriftleiter (1957–1972), 1. Vorsitzender (1973–1983), Leiter der Geschäftsstelle (1983–1987) und Mitglied des Beratenden Ausschusses der Gesellschaft der Orgelfreunde (1987–1994).

Wolfgang Adelung verfasste das Standardwerk Einführung in den Orgelbau, das in mehreren veränderten Auflagen erschien. Außerdem veröffentlichte er weitere Bücher und Aufsätze über Orgeln.Monographien

Vollständige Auflistung

  • Das normale Blutbild von Freiburg, Dissertation, Freiburg 1948
  • Einführung in den Orgelbau, Breitkopf & Härtel Leipzig 1955; danach sechs Neuauflagen, davon mehrere erweiterte, zuletzt
    • Einführung in den Orgelbau. Breitkopf & Härtel Wiesbaden 1991
  • Elektronen-Instrument und Pfeifenorgel. Merseburger, Berlin 1956
  • Das Elektrium. Merseburger, Berlin 1964
  • Orgeln der Gegenwart. Bärenreiter, Kassel u. a., 1972
  • Die Orgel, Orgelbau-Fachverlag, 1977

https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Adelung
https://www.gdo.de/ueber-uns/geschichte/personen


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Sjoerd Tamminga

Sjoerd Tamminga, geb. 1947 in Goes, Niederlande, erhielt seinen ersten Carillonunterricht im Alter von elf Jahren bei seinem Klavierlehrer, dem damaligen Stadtcarillonneur von Goes, Wilhelm Harthoorn. Während seines Studiums der Zahnmedizin in Amersterdam bekam er weiteren Carillonunterricht von dem Carillonneur der Amsterdamer Oudekerk, Cees Roelofs, der bei Jef Denyn an der Carillonschule in Mecheln, Belgien studiert und sein Diplom dort 1933 abgelegt hatte. Tamminga folgte seinem Beispiel und machte an derselben Schule sein eigenes Carillondiplom „mit großer Auszeichnung“ 1976. Im selben Jahr gewann er den ersten Preis beim Carillonwettbewerb des Holland-Festivals in Tiel. 1977 wurde er Stadtcarillonneur von Goes. Er konzertiert auf Carillonfestivals in verschiedenen Ländern Europas und spielt CDs ein. Spezialiert ist er auf populäre Melodien, Evergreens und Jazz. Zusammen mit seinem Sohn, dem Carillonneur und Komponisten Jorrit Tamminga, beschäftigt er sich mit Musik für Carillon und Elektronik.

Carillon der Maria Magdalenakerk Goes Niederlande

                                                     

GOES – Der städtische Glockenspielmann Sjoerd Tamminga ist im Alter von 65 Jahren verstorben. Ab 1977 war er der regelmäßige Spieler des Glockenspiels in Goes. Mit dem Tod von Tamminga verliert die Stadt einen bemerkenswerten Musiker, der es wagte, moderne Musik mit dem alten Handwerk des Glockenspiels zu verbinden.

Tamminga kam im Alter von 11 Jahren durch seinen Klavierunterricht beim Stadtcarillonneur Willem Harthoorn, dessen Nachfolger er später wurde, mit der Glockenspielmusik in Berührung. Ab 1974 studierte er an der Royal Carillon School in Mechelen, wo er 1976 sein Diplom mit Auszeichnung erhielt.

Lou Reed
Im Jahr 2009 vertrat Sjoerd Tamminga die Niederlande bei der Feier zum 400-jährigen Bestehen der Beziehungen zwischen unserem Land und New York. Am Königinnentag desselben Jahres spielte er das Glockenspiel der Riverside Church in der Metropole, das größte Glockenspiel der Welt. In Anwesenheit des Sängers Lou Reed spielte Tamminga seine Version von „Perfect Day“.

Jubiläum
Sieben Jahre zuvor feierte der gebürtige Goeser sein 25-jähriges Jubiläum als Glockenspielmann der Stadt. Am 30. Oktober hätte Sjoerd Tamminga seinen 66. Geburtstag gefeiert.

Quelle: www.carillontorens.com 23. Mai 2013


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Oswald Oelz

Oswald «Bulle» Oelz (* 6. Februar 1943 in RankweilVorarlberg) ist ein österreichischschweizerischer Arzt und Bergsteiger. Von 1991 bis 2006 war er Chefarzt am Stadtspital Triemli in Zürich. Der Internist und Höhenmediziner betrieb neben seiner Tätigkeit als Mediziner Extrembergsteigen, war Teilnehmer zahlreicher Expeditionen im Himalaya und hielt Dia-Vorträge über seine Klettertouren.
er züchtet Schafe.

Als Expeditionsarzt begleitete Oswald Oelz zahlreiche Expeditionen im Himalaya und dabei Bergsteiger wie Reinhold MessnerPeter Habeler und Hans Kammerlander. Im Jahr 1972 reiste Oelz zur Besteigung des Manaslu (8163 m) in den Himalaya, welche aber nicht gelang.

1978 war er einer der beiden Ärzte der in der Medizinwelt umstrittenen Expedition zum Mount Everest (8848 m), bei der Messner und Habeler den Berg erstmals ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen. Oelz und sechs weitere Expeditionsmitglieder waren mit Sauerstoffflaschen erfolgreich. Er war damit der erste Vorarlberger, dem die Besteigung des Mount Everest gelang.

Im Rahmen einer Expedition im Jahr 1979 versuchte er eine Begehung des Ama-Dablam-Nordostgrates (6856 m). Den Gipfel zu erreichen gelang auf Grund einer Rettungsaktion nicht. 1981 begleitete er eine Expedition zum Shishapangma (8027 m), 1982 scheiterte er am Cho Oyu (8188 m) wegen eines Hirnödems. Am Glacier Dome (7193 m) im Annapurna-Massiv überlebte er 1983 eine Lawinenverschüttung. Mit dem Shishapangma bestieg Oelz 1985 seinen zweiten Achttausender. Ein erneuter Versuch, den Makalu (8485 m) zu besteigen, scheiterte 1986.

Als dritter Mensch erreichte Oswald Oelz 1990 alle Gipfel der Seven Summits nach der Carstensz-VersionAconcagua (6961 m, 1974 & 1986), Mount McKinley (6190 m, 1976), Mount Everest (1978), Mount Vinson (4892 m, 1986), Kibo (5895 m, 1987), Mount Kosciuszko (2228 m, 1989), Elbrus (5642 m, 1989) und Carstensz-Pyramide (4884 m, 1990).[3]

Den Gipfel der Ama Dablam erreichte er 1995. In den Alpen durchstieg er mit der Matterhorn-Nordwand, der Eiger-Nordwand (1995), sowie dem Walkerpfeiler der Grandes Jorasses die drei großen Nordwände der Alpen.

Im Dokumentarfilm Höhenrausch: Die Entwicklung der Höhenmedizin (2022) gibt Oelz an „insgesamt 29 Freunde und Freundinnen mit denen [er] auf hohe Gipfel geklettert [ist] verloren“ zu haben. 1978 reduzierte er in einem Eigenexperiment bei der Mount Everest Besteigung seinen Hämatokrit von 58 auf 52 % um die Viskosität zu vermindern, aber erkrankte daraufhin schwer. Nach einer Woche erholte er sich und bestieg den Gipfel mit Sauerstoff. 1986 erlitt er auf dem Aconcagua ein Höhenlungenödem und therapierte sich mit Nifedipin, mit rascher Verbesserung nach 10 Minuten.

Dokumentarfilm ServusTV https://www.servustv.com/natur/v/aa8178k0h5ydbviqch56/

https://www.tagesanzeiger.ch/ich-will-klettern-bis-ich-tot-bin-853567372558

https://www.facebook.com/OswaldOelzSchweiz?locale=de_DE

https://de.wikipedia.org/wiki/Oswald_Oelz

http://www.bergfieber.de/berge/bergsteiger/bios/oelz.htm


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Jacques Rogge

Jacques, Graf Rogge KCMG (* 2. Mai 1942 in Gent; † 29. August 2021[1] in Deinze) war ein belgischer Sportfunktionär. Von 2001 bis 2013 war er Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne (Schweiz).

Nach seiner schulischen Ausbildung am Sint-Barbaracollege, einem Genter Jesuitenkolleg, studierte Jacques Rogge an der Universität Gent, wo er in orthopädischer Chirurgie promovierte. Er nahm in den Jahren 19681972 und 1976 im Segeln an Olympischen Sommerspielen teil. Dabei erreichte er als beste Platzierung 1972 im Finn Dinghy einen 14. Platz. Außerdem spielte er für die belgische Rugby-Nationalmannschaft.

1991 wurde er Mitglied des IOC und Präsident des belgischen Nationalen Olympischen Komitees. Am 16. Juli 2001 wurde er bei der 112. Vollversammlung des IOC in Moskau als Nachfolger von Juan Antonio Samaranch für zunächst acht Jahre zum achten Präsidenten des IOC gewählt. Die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City waren seine ersten als IOC-Präsident, und in jenem Jahr wurde er auch durch den belgischen König Albert II. in den Adelsstand erhoben; sein Titel war der eines Comte (französisch) oder Graaf (niederländisch).

Einer der Kernpunkte seiner Politik war die Beschränkung der Anzahl der Olympiateilnehmer auf 10.000. Zudem setzte er sich gegen den fortschreitenden Gigantismus bei Bauvorhaben und gegen die Kommerzialisierung ein.

Am 9. Oktober 2009 wurde Jacques Rogge bei der 121. Vollversammlung des IOC in Kopenhagen für eine vierjährige zweite Amtsperiode wiedergewählt. Eine erneute Kandidatur im Jahr 2013 war nach den Statuten des IOC nicht vorgesehen. Der Deutsche Thomas Bach wurde zu Rogges Nachfolger gewählt.

Jacques Rogge war verheiratet und hatte zwei Kinder. Er starb Ende August 2021 im Alter von 79 Jahren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Rogge

https://en.wikipedia.org/wiki/Jacques_Rogge


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Stanisław Lem

Stanisław Herman Lem (kurz auch Stanislaw Lem, Aussprache: [staˈɲiswaf lɛmanhören/?; * 12. September 1921 in LwówPolen; † 27. März 2006 in Krakau) war ein polnischer Schriftsteller, bekannt vor allem als Science-Fiction-Autor, sowie Philosoph und Essayist. Lems Werke wurden in 57 Sprachen übersetzt und insgesamt mehr als 45 Millionen Mal verkauft. Er gehört zu den meistgelesenen Science-Fiction-Autoren, wobei er sich selbst wegen der Vielschichtigkeit seines Wirkens nicht so bezeichnen mochte. Aufgrund der zahlreichen Wortspiele und Wortschöpfungen gelten seine Werke als schwierig zu übersetzen.

Lem gilt als brillanter Visionär und Utopist, der zahlreiche komplexe Technologien Jahrzehnte vor ihrer tatsächlichen Entwicklung erdachte. So schrieb er bereits in den 1960er und 1970er Jahren über Themen wie Nanotechnologieneuronale Netze und virtuelle Realität. Ein wiederkehrendes Thema sind philosophische und ethische Aspekte und Probleme technischer Entwicklungen, wie etwa der künstlichen Intelligenz, menschenähnlicher Roboter oder der Gentechnik. In zahlreichen seiner Werke setzte er Satire und humoristische Mittel ein, wobei er oft hintergründig das auf Technikgläubigkeit und Wissenschaft beruhende menschliche Überlegenheitsdenken als Hybris entlarvte. Einige seiner Werke tragen auch düstere und pessimistische Züge in Bezug auf die langfristige Überlebensfähigkeit der Menschheit. Häufig thematisierte er Kommunikationsversuche von Menschen mit außerirdischen Intelligenzen, die er etwa in einem seiner bekanntesten Romane, Solaris, als großes Scheitern verarbeitete.

In den 2000er Jahren wurde der vielseitig gebildete Lem zum Kritiker des – von ihm teilweise vorhergesagten – Internets und der Informationsgesellschaft, weil diese die Nutzer zu „Informationsnomaden“ machten, die nur „zusammenhangslos von Stimulus zu Stimulus hüpfen“ würden. „Es erweise sich als immer schwieriger, unterschiedliche Quellen und Sichtweisen zusammenzubringen, um ein rundes, vollständiges Wissensbild einer Sache zu erhalten.“

Stanisław Lem kam als Sohn einer polnisch-jüdischen Arztfamilie auf die Welt, sein Vater Samuel Lem war Hals-Nasen-Ohren-Arzt; der Satiriker Marian Hemar war sein Cousin.[2]

Lem hatte eine behütete Kindheit. Er studierte von 1940 bis zur Besetzung Lembergs durch deutsche Truppen 1941 Medizin an der Universität Lemberg. Durch den Zweiten Weltkrieg wurden seine Studien unterbrochen. Lem konnte mit gefälschten Papieren seine jüdische Herkunft verschleiern; der Großteil seiner Familie kam im Holocaust ums Leben.

„Ich hab Hitler gebraucht, um draufzukommen, dass ich jüdisch bin.“

Während des Krieges arbeitete er als Hilfsmechaniker und Schweißer für eine deutsche Firma, die Altmaterial aufarbeitete. Er half dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Als gegen Ende des Krieges Polen durch die Rote Armee von den Nazis befreit wurde und das Land zum Einflussbereich der Sowjetunion gehörte, setzte er sein Studium in Lemberg fort. 1945 musste er, nachdem seine Heimatstadt an die Sowjetunion gefallen war, nach Krakau ziehen.

An der Jagiellonen-Universität in Krakau nahm er sein Medizinstudium zum dritten Mal auf. Hier arbeitete er zwischen 1948 und 1950 am Konserwatorium Naukoznawcze als Forschungsassistent bei Mieczysław Choynowski an Problemen der angewandten Psychologie. Zur gleichen Zeit lernte er den Redakteur des Tygodnik Powszechny Jerzy Turowicz kennen, der neben Choynowski eine prägende Figur wurde. Zu seinem damaligen Freundeskreis gehörte auch Wisława Szymborska. In diese Zeit fielen auch seine ersten literarischen Versuche, und er begann in seiner Freizeit Geschichten zu schreiben, darunter die Theaterstücke Jacht „Paradise“ (mit seinem Freund Roman Husarski) und das erst nach Lems Tod wiedergefundene und 2009 herausgegebene Korzenie. Drrama wieloaktowe, eine antistalinistische Satire. 1948 entstand sein erster Roman Szpital Przemienienia (dt. Die Irrungen des Dr. Stefan T.), der wegen der Zensur erst acht Jahre später erscheinen konnte.[4] Ebenfalls in dieser Zeit lernte er seine künftige Frau Barbara Leśniak – eine Radiologin – kennen, die er 1953 heiratete.[5]

Lem erhielt das Zertifikat, sein Studium vollständig abgeschlossen zu haben. Allerdings weigerte er sich in seinem letzten Examen, Antworten im Sinne des Lyssenkoismus zu geben, weil er diesen ablehnte. Durch diese Weigerung konnte er einem Dasein als Militärarzt entgehen, denn die Prüfer ließen ihn dafür durchfallen.

Da er deswegen aber auch nicht als Arzt praktizieren konnte, arbeitete er in der Forschung und verlegte sich immer mehr aufs Schreiben.

Lem war polyglott: er beherrschte PolnischLatein (aus der medizinischen Schule), DeutschFranzösischEnglischRussisch und Ukrainisch.[6] Lem behauptete, dass sein IQ in der Schule mit 180 getestet worden sei.[7]

Im Jahr 2013 wurde der nach ihm benannte polnische Forschungssatellit Lem im Rahmen des internationalen BRITE-Projekts mit einer russisch-ukrainischen Dnepr-Trägerrakete in eine Erdumlaufbahn transportiert. Im deutschsprachigen Raum ist ihm der Stanisław-Lem-Weg in Halle-Neustadt gewidmet.

Der polnische Sejm erklärte 2021 zum Stanisław-Lem-Jahr.[23] Die Widmung wird zwischen Lem, Stefan WyszyńskiCyprian NorwidKrzysztof Kamil BaczyńskiTadeusz Różewicz, sowie der Verfassung vom 3. Mai aufgeteilt. Im gleichen Jahr sollte mit The Invincible das erste Lem-Videospiel erscheinen.[24]

In Darmstadt fand von Oktober 2016 bis März 2017 das Komet Lem Festival statt.[25] Das vom Philosophischen Institut der TU Darmstadt, dem Deutschen Polen-Institut und dem Staatstheater ausgerichtete Festival widmete sich Stanisław Lem mit diversen Veranstaltungen wie Lesungen, Theaterstücken und Filmaufführungen, auch musikalische Interpretationen der Werke Lems wurden aufgeführt. Die Ausstellung Lems Tierleben nach Mróz bestand aus Zeichnungen des Illustrators Daniel Mróz rund um Lems Welten.[26]

J. Doyne Farmer bezeichnete Lem ob seiner Verdienste als „Poet Laureate des Künstlichen Lebens“.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stanis%C5%82aw_Lem

https://en.wikipedia.org/wiki/Stanis%C5%82aw_Lem


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Mihail Milhailide

Mihail Mihailide (geboren am 6. Mai 1938 in Wien, Österreich) ist ein Arzt, Journalist und Schriftsteller aus Rumänien, Generaldirektor und Gründer der Wochenzeitung Viața Medicală und des Verlags Viața Medicală Românească, ausgezeichnet mit den Orden für medizinische Verdienste und kulturelle Verdienste.

Mihail Mihailide war Absolvent der Facultății de Medicină Generală in București (1960).

Vor zwei Jahrzehnten hat dieser Arzt eine Ausbildung zur Perfektion absolviert und sich auf Gynäkologie und Geburtshilfe, Munizipalmedizin, öffentliche Gesundheit und Medizin spezialisiert. Dieser Spezialist für allgemeine Medizin/Familienmedizin und für öffentliche Gesundheit und Management Sanitar.

Eine Reihe von Berichten, Kommentaren, Interviews, Artikeln und anderen Themen wie Medizin, Soziales und Kultur; ein veröffentlichter Artikel in der Zeitschrift „Reviste Medicale Românești“, periodisch von der Uniunii Societăților de Științe Medicale („Igiena“, „Viața Medicală“, „Pediatria“, „Munca Sanitară“ usw.).

Im Jahr 1980 war er staatlich geprüfter Arzt (Staatsanwaltschaft) und Leiter der medizinischen Fakultät der öffentlichen Verwaltung „Muncitorul Sanitar“.

Im Jahr 1990 wurde er zum ersten Mal Redakteur und Direktor der „Viața Medicală“.

Ein wichtiger Redakteur, Koordinator und Redakteur verschiedener medizinischer und literarischer Bände, bevorzugter Autoren und Studien über einen Autor, medizinisch-kritische Autoren.

Es ist Mitglied und stellvertretender Vorsitzender der Societății Medicilor Scriitori und Publiciști in România (S.M.S.P.R.) und der Asociației Medicilor Artiști Fotografi (ARFOMED), die mit der Teilnahme an der Messe teilnimmt.

Es ist Mitglied der Uniunii Ziariștilor Profesioniști in România, des Clubs Român de Presă, des Consiliului de Onoare al Acestuia, der Uniunii Scriitorilor in România und der Uniunii Mondiale a Scriitorilor Medici (UMEM).

Im Jahr 2008 erhielt er die Auszeichnung „Ordinul Meritul sanitar în grad de Cavaler“ (Nr. Brevet: 1321/17.10.2008).

Im Jahr 2010 wurde die Academiei Române, DL Acad. Ionel Haiduc, acordat Diploma Distinctia Culturala.

Im Jahr 2011 wurde er mit der Ordinul Meritul Cultural im Grad Cavaler ausgezeichnet (Nr. Brevet: 292/23 März 2011).

https://ro.wikipedia.org/wiki/Mihail_Mihailide

https://www.viata-medicala.ro/autor/27

https://www.librariileonline.ro/autor/mihail-mihailide–i18202


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Anton Neumayr

Hofrat Universitätsprofessor Dr. Anton Neumayr junior (* 6. Dezember 1920 in Hallein; † 18. März 2017 in Wien) war Facharzt für Interne Medizin, Kammermusiker und Forscher.

Als Historiker beschäftigte er sich mit der Krankengeschichte berühmter Musiker. Außerdem moderierte er von 1987 bis 1994 die Fernsehsendung „Diagnose“ und veröffentlichte zahlreiche Fachpublikationen.

1920 als Sohn von Bürgermeister Anton Neumayer geboren zeichnete ihn von früher Jugend an hohe Intelligenz und musikalische Begabung aus. Sein Leben war geprägt von der Liebe zur Musik und der Faszination zur Medizin. Nach seiner Matura im Jahr 1938 entschied er sich gegen seinen ersten Berufswunsch Pianist und begann ein Medizinstudium, das er während seienr Stationierung als Marinesoldat im Jahr 1944 in Berlin abschloss. Während seienr Studienzeit gelang es ihm, seinen Vater, der in Dachau interniert worden war, zu befreien.

Seine erfolgreiche Arztkarriere führte Neumayer an das Krankenhaus Rudolfsstiftung in Wien, wo er von 1975 bis 1991 die 1. Medizinische Klinik führte. Ab 1963 beretis wirkte Neumayer als Universitätsprofessor mit Spezialgebiet Gastroenterologie in Wien. 1985 bis 2000 leitete er die Ludwig Boltzmann-Forschungsstelle für klinische Geriatrie. Sein Ruf als Internist reichte weit über die Grenzen Österreichs hinaus.

Daneben pflegte Anton Neumayer immer seine musikalische Begabung und wurde Pianist mit Ausbildung am Mozarteum Salzburg, Kammermusiker und Musikhistoriker.

Seit den Neunzigerjahren publizierte Prof. Neumayer auch zahlreiche Bücher, in denen er die Welt der Kunst und der Medizin verknüpfte. Etwa in seinem dreibändigen Hauptwerk „Musik und Medizin“ oder „Literatur und Medizin“. In dem Buch „Diktatoren im Spiegel der Medizin“ setzte er sich u.a. mit Hitler, Stalin und Napoleon auseinander, in „Hitler – Wahnideen, Kranbkheiten, Perversionen“ schuf er eine Biografie aus der perspektive eines Arztes.
Mit Salzburg blieb Neumayer immer eng verbunden – etwa als Präsident des „Vereins der Salzburger in Wien“.

Sein persönlicher Lebenslauf:
Für meinen Lebensweg war es vorteilhaft, daß ich mich schon seit meiner frühesten Jugend mit Musik beschäftigte. Wie man erst heute weiß, werden durch Musik schon im präpubertäten Alter im Gehirn zusätzliche Nervenbahnen entwickelt, und solche Kinder tun sich auch in der Schule deutlich leichter. Seit meinem vierten Lebensjahr lernte ich Musizieren und genoß vom siebenten bis 17. Lebensjahr am Mozarteum eine Pianistenausbildung. Bis heute spiele ich noch mit den Philharmonikern und so ergaben sich viele nützliche Sozialkontakte, die mir auch im Arztberuf hilfreich waren (unter anderem spielte ich vor Breschnjew im Kreml und an der Musikakademie in Albanien. Dadurch vernetzten sich viele meiner Kontakte). Aufgrund der politischen Umstände war es mir nicht möglich die Musikerlaufbahn weiter zu verfolgen und so begann ich mit dem Medizin-Studium, das ich 1944 an der Charité in Berlin mit dem Doktorat abschloß. Anschließend war ich Militärarzt und trat im Herbst 1945 an der 2. Medizinischen Universitätsklinik ein, wo ich (als Dozent, Professor) bis 1964 tätig war. Im Rahmen der wissenschaftlichen Tätigkeit war es nicht nur wichtig im Inland, sondern auch im Ausland durch Vorträge und wissenschaftliche Publikationen bekannt zu werden, wozu es nötig ist, daß man komplizierte Sachverhalte klar verständlich darstellen kann. Das heißt, es ist wesentlich, daß man sich rhetorische Fähigkeiten erwirbt. Bereits in den 50er Jahren war ich Gründungsmitglied der Leberforschungsgesellschaft EASL und 1963 der erste Europäer, der in Chicago die SEARL Lecture (Veranstaltung der Hepatologen) abhielt. Diese Auszeichnung machte mich schlagartig weltweit zu einem Begriff. Meine zahlreichen Referate, die ich im Ausland hielt, brachten es mit sich, daß ich in Deutschland fast bekannter war als in Wien. 1964 wurde ich Leiter der Inneren Abteilung des Elisabeth-Spitals, 1965 zusätzlich Leiter der Inneren Abteilung des Sophien-Spitals und übernahm 1975 die Erste Medizinische Klinik im neu erbauten Rudolfs-Spital, wo ich bis 1988 Klinik-Chef war. Seit 1980 bin ich Leiter des Ludwig Boltzmann-Institut (Forschungsstelle für klinische Geriatrie). Erfolg besteht aber nicht nur darin, daß man innerhalb der (internationalen) Kollegenschaft ein anerkannter Arzt ist. Viel wichtiger ist es, daß man von den Patienten positiv angenommen wird. Dazu ist es nötig, sich den Patienten gegenüber richtig und kameradschaftlich zu verhalten. Das spricht sich unter den Patienten herum, zuletzt kommen auch die prominenten Patienten und das Einkommen ergibt sich daraus automatisch. Ich war viereinhalb Jahre der Leibarzt Kreisky’s und betreute eine Reihe von berühmten Persönlichkeiten aus Politik, (aus der man sich als Arzt heraushalten muß – ich betreute Bischöfe ebenso wie den KPÖ-Führer) Wirtschaft, Kultur, etc. Zu meinen bekanntesten Patienten zählten unter anderem Franz Jonas, Curd Jürgens, Hans Albers, Oskar Werner oder Helene Thimig. Diese Reputation strahlte auch ins Ausland aus und neben Ibn Saud und seiner Familie konsultierten mich auch zahlreiche arabische Scheichs und superreiche griechische Clans.

https://www.stadt-salzburg.at/presseaussendungen/2006/stadtsiegel-in-gold-fuer-prof-dr-anton-neumayer

https://www.club-carriere.com/index.php/cb-profile/30993

https://wien.orf.at/v2/news/stories/2831941


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Nadeem Elyas

Nadeem Elyas (arabisch نديم إلياس, DMG Nadīm Ilyās; * 1. September 1945 in Mekka) ist ein saudi-arabischer Islamwissenschaftler und Mediziner. Er war in den Jahren von 1994 bis 2006 Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland.

Elyas ist sunnitischer Muslim hanafitischer Ausrichtung. Elyas verließ 1964 Saudi-Arabien, studierte in Deutschland Medizin und Islamwissenschaft und praktizierte als Gynäkologe. Er lebt in Eschweiler (Nordrhein-Westfalen), ist verheiratet und hat vier Kinder, darunter den Comedian Ususmango, der bekannt wurde als Teil des Comedy-Ensembles RebellComedy.

Er war Generalsekretär der Union Muslimischer Studenten-Organisationen in Europa und Sprecher des vom Verfassungsschutz beobachteten[2][3] Islamischen Zentrums Aachen, ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Islamischen Kooperationsrats in Europa und Partner in Arbeitskreisen und Beiräten, wie dem Islamisch-christlichen Arbeitskreis, dem Interkulturellen Rat oder dem Runden Tisch der Religionen. Zwischen 1993 und 1996 bildete er seinen späteren Nachfolger Aiman Mazyek bei dessen Islamstudien aus.[4] Die „Islamische Charta“[5] – eine Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft – wurde unter seinem Vorsitz der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Entführungsfall um die deutsche Archäologin Susanne Osthoff bot sich Elyas 2005 für einen Austausch gegen die Geisel an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nadeem_Elyas

https://zentralrat.de/3873.php

Dr. Nadeem Elyas

Geboren 1945 in Mekka, Saudi Arabien, seit 1964 in Deutschland
Medizinstudium in Frankfurt, Facharztausbildung in Frauenheilkunde,
Geburtshilfe und Zytologie in Bad Soden, Krefeld und Aachen
Parallelstudien in Islamwissenschaften

Funktionen:
Ehemaliger Vorsitzender des “Zentralrat der Muslime in Deutschland” (ZMD) seit 1995 und langjähriger Sprecher des Vorgremiums “Islamischer Arbeitskreis in Deutschland”
Ehemaliger Generalsekretär der “Union Muslimischer Studenten Organisation in Europa” (UMSO)
Ratsmitglied des Islamischen Zentrums Aachen (IZA)
Gründungs- und Vorstandsmitglied des “Islamischen Kooperationsrates in Europa”
Initiator vom bundesweiten “Tag der offenen Moschee”
Generalkommissar des ISLAMPAVILLONs auf der EXPO 2000 in Hannover

Mitglied des Interkulturellen Rates in Deutschland
Mitglied des Unterstützerkreises vom “Bündnis für Demokratie und Toleranz” und Mitglied im “Bündnis für Toleranz und Zivilcourage”
Mitglied im “Forum gegen Rassismus” und “Netz gegen Rassismus”

Mitglied des Beirates zur Überwindung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt – Arbeitsgemeinschaft (Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)
Mitglied des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Woche der ausländischen Mitbürger
Mitinitiator und Mitglied des Mainzer “Runden Tisches der Religionen”
Mitglied des Gesprächskreises “Christen und Muslime” beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken
Mitbegründer der “Abrahamischen Foren in Deutschland”