Rhazes

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Rhazes

Abū Bakr Muḥammad bin Zakaryā ar-Rāzī (arabisch أبو بکر محمد بن زکریا الرازی;[1] kurz ar-Rāzī, in der westlichen Welt bekannt unter dem gräzisierten Namen Rhazes (auch Razes und Rhases) oder Rasis; * um 865 in Rey; † um 925 ebenda)[2] war ein persischer Arzt, arabisch publizierender Verfasser eines umfangreichen Sammelwerks der klinischen Medizin, Naturwissenschaftler, Übersetzer, Philosophislamischer Religionskritiker und Alchemist.

Bevor er Arzt wurde, hatte sich Rhazes mit Musiktheorie und Chemie beschäftigt. Außerdem hatte er Medizin, wahrscheinlich auch Philosophie, bei Raban al-Tabri studiert. Er leitete ein Krankenhaus in Rey und übernahm später eine entsprechende Stelle in Bagdad.

Anders als der ebenfalls als Arzt tätige Philosoph al-Kindī, dessen naturphilosophische Schriften er studiert hatte, war Rhazes auch Alchemist, während ihn mathematischlogische Fragen weniger interessierten.

Er wurde als Autor zahlreicher medizinischer Bücher bekannt, die sehr lange zum Medizinstudium benutzt wurden. Als einer der ersten konzentrierte er sich auf die psychischen Seiten der Medizin und der Heilung und dachte sich das Verhältnis von Leib und Seele als von der Seele bestimmt. Ein Mediziner sollte seiner Meinung nach auch ein guter „Seelenarzt“ sein.

al-Razi in his laboratory (orientalist painting by Ernest Board, c. 1912)

Außerdem schätzte er das „tausendjährige Wissen der Bücher“ weit mehr als vergleichsweise kurzfristige Schlüsse erfahrungsarmer Logiker und eine darauf aufbauende Philosophie. Da er sehr viele Experimente machte und fast alle seine Aussagen, vor allem in der Medizin, selbst erprobte, gilt er als großer Empiriker.

Rhazes beschrieb eine Methode zur Leichenkonservierung, die im Mittelalter auch in Europa bekannt wurde und die sich, mit nachträglichen Verbesserungen, bis Ende des 18. Jahrhunderts halten konnte. Seine Methode beruhte im Wesentlichen auf der Entfernung der Eingeweide, dem Waschen der Körperhöhlen mit Essig und Weingeist sowie dem Ausfüllen des Leichnams mit aromatischen Pulvern und konservierenden Salzen.[3]

Depiction of al-Razi in a 13th-century manuscript of a work by Gerard of Cremona

Sein Leben verbrachte er in Rey, wo er geboren wurde und auch starb, und zeitweise in Bagdad. Als Arzt war er sehr gefragt. Er wirkte unter anderem am samanidischen Fürstenhof.[4] Auf dem Gebiet der Philosophie war er zwar viel rezipiert, aber fast nur abgelehnt worden, weshalb seine Schriften kaum erhalten sind und nur durch die polemischen Antworten seiner Konkurrenten rekonstruiert werden können. Sein philosophisches Interesse galt drei Dingen: der Metaphysik, der Erkenntnislehre und der Ethik.

al-Razi examining a patient (miniature painting by Hossein Behzad, 1894–1968)

Er predigte zwar ein mehr oder weniger asketisches Leben, lebte es aber selbst wenig. Dies wurde ihm meist als Kritik vorgeworfen; er rechtfertigte sich aber in seinem Werk „Die philosophische Lebensweise“ kurz vor Ende seines Lebens dafür. Abgelehnt wurde er von anderen Philosophen, vor allem aber von den islamischen Gelehrten. Rhazes war ein Kritiker der Offenbarungsreligionen. Er hatte daher viele Feinde unter den konservativen Religionsgelehrten, was dazu führte, dass er seine Position in Bagdad aufgab.

Rhazes war danach der Direktor des Krankenhauses in Rey; diesen Posten sollte er schließlich wegen seiner theologie- und prophetenkritischen Werke verlieren. Er starb vermutlich 925 (nach anderen Quellen 932[5]) als verarmter Mann in der Wohnung seiner Schwester in Rey.

Namensgebung:

Das heutige Razi-Institut in Karadsch und die Razi-Universität in Kermanschah wurden nach ihm benannt. Jedes Jahr am 27. August wird im Iran ein „Razi-Tag“ („Apothekertag“) begangen.[72]

Im Juni 2009 schenkte der Iran dem Büro der Vereinten Nationen in Wien einen „Gelehrtenpavillon“ (Chartagi), der sich heute auf dem zentralen Gedenkplatz des Vienna International Center befindet.[73] Der Pavillon zeigt die Statuen von al-Razi, Avicenna, Abu Rayhan Biruni und Omar Khayyam.[74][75]

George Sarton bezeichnete ihn als „größten Arzt des Islam und des Mittelalters“.

Stained-glass window depicting al-Razi (Princeton University Chapel, c. 1924–1928)
Statue in Teheran

https://de.wikipedia.org/wiki/Rhazes

https://en.wikipedia.org/wiki/Abu_Bakr_al-Razi


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Fereydoon Batmanghelidj

Fereydoon Batmanghelidj (ausgesprochen: Batman-gee-lidsch; * 1930 oder 1931 im Iran; † 15. November 2004 in den USA) war ein iranischer Arzt und Alternativmediziner.

Seine medizinische Ausbildung absolvierte Batmanghelidj am St Mary’s Hospital der London University.[1] Er kehrte in den Iran zurück und wurde dort als Unternehmer wohlhabend.[2] 1979 wurde er von der iranischen Revolutionsregierung verhaftet. Im Gefängnis entdeckte er nach eigenem Bekunden die „Heilkraft von Wasser“. Nach Ansicht von Batmanghelidj soll Wassermangel (Dehydratation) über das medizinisch Anerkannte hinaus schädliche Einflüsse auf die Gesundheit haben und Ursache vieler Erkrankungen (z. B. KrebsSchlaganfälleDepressionenkoronare HerzkrankheitenOsteoporoseGicht, oder Übergewicht) sein. 1982 emigrierte Batmanghelidj aus dem Iran in die USA. Hier hielt er Vorträge und schrieb mehrere Bücher zu diesem Thema. Wegen seiner verallgemeinernden Thesen zur Heilung mit Wasser ist Batmanghelidj bis heute stark umstritten.

Batmanghelidj ist der Vater von vier Kindern,[3] darunter Camila Batmanghelidj,[4] deren karitative Einrichtung Kids Company 2015 wegen einer mutmaßlichen Veruntreuung von drei Millionen Pfund an öffentlichen Geldern und Vorwürfen von Kindsmissbrauch geschlossen wurde.[5]

Batmanghelidj hat nach seiner Emigration in die USA keinerlei Resultate seiner Forschungen veröffentlicht. Einzige Ausnahme hierzu bildet ein Aufsatz in einer Fachzeitschrift für Magendarm-Heilkunde (1983).[6]

Er ließ sich in den USA zwar als Naturheilkundiger registrieren, war aber bis zu seinem Tode 2004 nachweislich weder als solcher noch ärztlich tätig.

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Pardis Sabeti

Pardis Christine Sabeti (Perserin: پردیس ثابتی; geboren 25. December 1975) ist eine iranische computational-Biiologin, Ärztin und Evolutions-Genetikerin.. Sie entwickelte eine bioinformatisch-statistische Methode, die Genomabschnitte identifizieren kann, die Aussagen über die Evolution, auch von Erkrankungen treffen kann.

Mit ihrer Band ThousandDays, für die sie Songs und Texte schreibt, die sie als Sängerin, Gitarristin aufführt, tritt sie regelmäßig auf.

In einem einzigartigen Projekt zu Ebola-Viren in Nigeria leistete sie humanitäre Hilfe und konnte die erfolgreiche Behandlung von Tausenden erreichen.

Sabeti, who grew up listening to Pearl Jam and Nine Inch Nails, fronts and writes songs for Thousand Days, which blends alt rock and what one critic calls “guitar-heavy pop music.” The band’s fourth album came out this year.

She had been working with deadly viruses in Nigeria, see portrait film:

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article Smithsonian Magazine

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(Fathijeh) Chantal Mohsenian

…ist PianoDoc, BalletDoc und mehr.

Geboren 1958 in Hamburg.
Klassische Ballettausbildung mit der russischen Tänzerin Ludmilla Maltschanova (Solistin Riga und Hamburgische Staatsoper) und mitJane Ibn (Roayl ballet school London). Fortgeschrittenen-Kurse im internationalen Tanzzentrum Cannes bei Rosella Hightower und im Broadway Dance Center New York City.

Theatererfahrungen in der Hamburgischen Staatsoper und in anderen Theatern. Examen in elementaren Tänzen bei der Royal Ballet Academy.
Lehrerin in Anatomie und Diät bei der Hamburger Tanzakademie und Erfindung einer neuen Unterrichtsmethode „anatomische Korrektur“.

Klavierunterricht mit fünf Jahren, master-classes in der Musikhochschule Hamburg.

In der Medizin ist sie Hamburgs führende Gerichtsgutachterin und hat Bücher zu forensischen Gutachten veröffentlicht.

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