Bénédict-Augustin Morel

  • -

Bénédict-Augustin Morel

Bénédict Augustin Morel (* 22. November 1809 in Wien; † 30. März 1873 in Saint-Yon bei Paris) war ein französischer Psychiater.

Morel studierte in Paris, wo er sich das Studium durch das Unterrichten von Deutsch und Englisch finanzierte. 1839 wurde er promoviert und 1841 Assistent von Jean Pierre Falret am La Salpêtrière. V

Film: https://pbswisconsin.org/watch/university-place/race-degeneracy-and-eugenics-then-and-now-zvjrc9

https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A9n%C3%A9dict_Augustin_Morel


  • -

Paolo Mantegazza

Paolo Mantegazza (* 31. Oktober 1831 in MonzaKaisertum Österreich; † 28. August 1910 in San Terenzo) war ein italienischer NeurologePhysiologe und Anthropologe sowie ein bedeutender Arzt und Bewusstseinsforscher. Mantegazza publizierte mehrere Arbeiten über die Wirkungen psychotroper Pflanzen auf das menschliche Bewusstsein, zahlreiche andere wissenschaftliche Schriften und mehrere Romane, die zu seiner Zeit Bestseller waren, inzwischen jedoch nahezu in Vergessenheit geraten sind.

Mantegazza studierte zuerst in Pisa und Mailand Medizin und schloss sein Studium 1854 in Pavia ab. Danach bereiste er Indien und Südamerika, wo er in Argentinien und in Paraguay als Arzt praktizierte. 1858 kam er nach Italien zurück und wirkte in Mailand als Chirurg. 1860 wurde er als Professor für Pathologie an die Universität zu Pavia berufen, wo er das erste Institut für allgemeine Pathologie in Europa gründete. 

1870 wurde Mantegazza Professor der Anthropologie am Istituto di Studi Superiori in Florenz. Hier gründete er das Museo Antropologico-Etnografico di Firenze (anthropologisches und ethnographisches Museum) sowie 1871 mit Felice Finzi die noch heute erscheinende Fachzeitschrift Archivio per l’Antropologia e l’Etnologia. Zu jener Zeit standen Kultur und Wissenschaft in Italien weit mehr als heute unter dem Einfluss der katholischen Kirche. Mantegazza wurde immer wieder von kirchlichen Kreisen angefeindet, insbesondere weil er ein Verfechter des Darwinismus und Atheist war.[2] Von 1868 bis 1875 hatte er einen regen Briefwechsel mit Charles Darwin.

Pionier der Drogenforschung

Bei seiner mehrjährigen Tätigkeit als Arzt in Südamerika beobachtete Mantegazza die Gewohnheit der einheimischen Kokabauern, die Blätter der Kokasträuche zu kauen. Im „Dienst der Wissenschaft“ begann er es ihnen nachzutun mit drei Tagesdosen von je drei Gramm Kokablättern. 1859 publizierte er die Schrift Sulle virtù igieniche e medicinali della coca e sugli alimenti nervosi in generale (Über die hygienischen und medizinischen Vorzüge des Koka und die Nervennahrung im Allgemeinen), für die er eine Auszeichnung erhielt und die sowohl in Italien wie auch im Ausland für großes Aufsehen sorgte. Aufgrund der Tatsache, dass Mantegazza in seinen Schriften zwischen coca und cocaina unterscheidet, wird vermutet, dass er bereits 1859 das Alkaloid Kokain aus den Kokablättern extrahiert und selbst eingenommen hatte. Mantegazza wird in der Literatur deshalb oft mit Kokain in Verbindung gebracht, doch sein Interesse für die Wirkungen psychotroper Substanzen reichte viel weiter, und er publizierte zahlreiche Schriften mit Abhandlungen über die berauschende Wirkung von diversen Rauschmitteln wie AlkoholMateGuaranáOpiumHaschischKava oder auch Ayahuasca (agahuasca) und klassifizierte sie 1859 nach ihren Wirkungen, mehr als sechzig Jahre bevor Louis Lewin seine Klassifikation 1924 in seinem Werk Phantastica vornahm.

Sexualwissenschaft

Nahezu vergessen, zu seiner Zeit herausragend waren seine vielfachen Publikationen auf dem erst später konstituierten Gebiet der Sexualwissenschaft: Fisiologia del piacere (1854); Fisiologia dell’amore (1873); Igiene dell’amore (1886); Gli amori degli uomini – Saggio di una etnologia dell’amore (1886) und Fisiologia della donna (1893) – in denen er Beobachtungen, eigene Experimente und anthropologisch-ethnologische Ergebnisse umfangreicher Sammlungen, Recherchen und Reisen zusammenfasst im Sinne einer „Phänomenologie der heterosexuellen Liebe… die ihresgleichen in der Geschichte der Sexualwissenschaft sucht.“ – Schon mit 22 Jahren verfasst er „Grundzüge der Edonologie oder der Wissenschaft vom Genusse“ (heute als Hedonismus zu verstehen) und wendet sich gegen „falsche Puritaner“ bzw. den „trüben, stinkenden Nebel der Heuchelei“ (Volkmar Sigusch in: Deutsches Ärzteblatt 7/2007 – s. Weblink).

„Wo eine schöne Frau erscheint, sprudeln alle menschlichen Energien aus ihren kampferprobten Quellen: Alles Beste und Schlechteste im Mann springt hervor, um ihr zu huldigen oder sie neidisch zu beleidigen.“
(Paolo Mantegazza, Das weibliche Konzept im Wandel der Zeit, Nuova Antologia, 15. Januar 1893)

Von 1865 bis 1876 war Mantegazza Deputierter von Monza in der italienischen Abgeordnetenkammer und ab 1876 Senator im Königreich Italien.


  • -

Heinrich Hoffmann

Heinrich Hoffmann (* 13. Juni 1809 in Frankfurt am Main; † 20. September 1894 ebenda) war ein deutscher PsychiaterLyriker und Kinderbuchautor. Er ist der Verfasser des Struwwelpeter. Er verwendete auch die Pseudonyme Heulalius von HeulenburgReimerich Kinderlieb, Peter Struwwel sowie Polycarpus Gastfenger.

Politik

1848 war er Abgeordneter im Frankfurter Vorparlament. In seinem Haushalt beherbergte er den Revolutionär Friedrich Hecker. Hoffmann selbst befürwortete eine konstitutionelle Monarchie unter preußischer Führung und gehörte zu den Erbkaiserlichen. In seinen satirischen Schriften Handbuch für Wühler oder kurzgefaßte Anleitung in wenigen Tagen ein Volksmann zu werden (1848) und Der Heulerspiegel (1849) wandte er sich entschieden gegen die Republikaner. 1866 befürwortete er die Annexion der Freien Stadt Frankfurt durch Preußen.

Literarische Werke

Seit 1842 veröffentlichte Hoffmann Gedichte und Theaterstücke unter verschiedenen Pseudonymen. Er bezeichnete sich selbst als Gelegenheitsversemacher. Weltweit bekannt wurde er durch sein von ihm selbst mit Bildern ausgestattetes Kinderbuch Der Struwwelpeter, das er zu Weihnachten 1844 für seinen ältesten Sohn schrieb. Vermutlich 1858 erstellte Hoffmann eine neue Fassung mit veränderten Bildern; auf dieser basieren alle folgenden Ausgaben des Struwwelpeter.

1851 veröffentlichte er sein Weihnachtsmärchen König Nußknacker und der arme Reinhold. Die Erstausgabe war mit einer eigenhändigen Zeichnung des Autors illustriert, die den Frankfurter Weihnachtsmarkt zeigt.

Nach seiner Pensionierung schrieb er seine Lebenserinnerungen, die erst 1926 veröffentlicht wurden.

Mitgliedschaften, Privatleben

Als Student in Heidelberg war Hoffmann seit 1830 Mitglied, später Ehrenmitglied des Corps Alemannia.[3] 1836 trat er der Freimaurerloge Zur Einigkeit bei. Nach einigen Jahren verließ er sie, weil sie keine Juden aufnahm.[4]

Im Herbst 1840 gründete Hoffmann in Frankfurt am Main die Gesellschaft der Tutti Frutti und ihre Bäder im Ganges, einen Schriftsteller-, Künstler- und Gelehrtenverein, deren Mitglieder sich eigens gewählte „Fruchtnamen“ zulegten. Hoffmann selbst war die „Zwiebel“. Zu den Mitgliedern zählten unter anderem Franz Xaver Schnyder von Wartensee („Tannenzapfen“), Ludwig Braunfels („Kastanie“), Wilhelm Speyer („Betel„), Theodor Creizenach („Tollkirsche“), Carl Trost („Stechapfel“), Friedrich Maximilian Hessemer („Dattel“), Eduard Schmidt von der Launitz („Wacholder“), Lorenz Diefenbach („Erdbeere“), Georg Eduard Steitz („Nuss 2“), Johann David Passavant („Pomeranze“), Heinrich von Rustige („Nuss“) und Philipp Veit („Fenchel“).

Interessante humoristische Ausgabe des Struwwelpeters von Böhmermann:
https://www.youtube.com/watch?v=–X5XjyynMw

1845 war er Mitbegründer eines ärztlichen Vereins und dichtete für gesellige Anlässe „Weinlieder für Ärzte“

Er starb nach einem Schlaganfall und wurde auf dem Frankfurter Hauptfriedhof begraben (an der Mauer, Nr. 541, Ehrengrab).[6]

Nach ihm ist eine Straße in Frankfurt-Niederrad benannt, an der sich heute die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Frankfurter Universitätsklinik befindet. Ihm sind zwei Museen gewidmet und mehrere Gedenktafeln an seinen ehemaligen Wohnsitzen in Frankfurt.

Würfelspiel

  • Des Herrn Fix von Bickenbach Reise um die Welt in 77 Tagen, Struwwelpeter-Museum Frankfurt am Main, 2012. Als Faksimile im Schuber erhältlich.[7]

Museum

Seit 1977 gibt es in Frankfurt am Main das Heinrich-Hoffmann- und Struwwelpeter-Museum, das über das Leben und Wirken dieses Mannes und seinen Kinderbuchklassiker informiert.[8] Im September 2019 zog das Museum, nun unter dem Namen „Struwwelpeter-Museum“, in das Haus zum Esslinger in der Neuen Frankfurter Altstadt.[9]

https://en.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hoffmann_(author)

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hoffmann

https://de.wikipedia.org/wiki/Struwwelpeter

https://en.wikipedia.org/wiki/Struwwelpeter


  • -

Karl Hoffmann

Karl Hoffmann (* 7. Dezember 1823 in Stettin; † 11. Mai 1859 in Puntarenas) war ein deutscher Arzt und Naturforscher.

Hoffmann studierte an der Berliner Universität. 1853 reiste er mit Alexander von Frantzius nach Costa Rica, um Lebewesen zu sammeln. Im Jahre 1856, während des Einfalls unter William Walker, diente er als Arzt in der costa-ricanischen Armee. 1859 starb Hoffmann in Puntarenas an Typhus.

TV-film

Er wurde durch Benennung einiger Tiere geehrt. Zu diesen gehören:

book | Buch

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Hoffmann_(Naturforscher)

https://en.wikipedia.org/wiki/Karl_Hoffmann_(naturalist)


  • -

Alexander Borodin

Alexander Porfirjewitsch Borodin (russisch Алекса́ндр Порфи́рьевич Бороди́н, TransliterationAleksandr Porfir’evič BorodinAussprache [ɐlʲɪkˈsaˑndr parˈfʲiˑrʲjɪvʲɪʧʲ bɐraˈdʲiˑn]; * 31. Oktoberjul. / 12. November1833greg. in Sankt Petersburg; † 15.jul. / 27. Februar1887greg. ebenda) war ein russischerKomponist, der auch Professor für organische Chemie sowie promovierter Mediziner war. Die Polowetzer Tänze aus seiner Oper Fürst Igor gingen in den Kanon der klassischen Musik ein.[1]

Mount Borodin ist ein größtenteils vereister und 694 m (nach Angaben des UK Antarctic Place-Names Committee rund 300 m) hoher Berg mit einem Felsvorsprung an der Ostflanke im Südwesten der Alexander-I.-Insel westlich der Antarktischen Halbinsel. Auf der Beethoven-Halbinsel ragt er 11 km nordnordöstlich des Gluck Peak und nördlich des Boccherini Inlet auf.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mount_Borodin

web

wikipedia DE
wikipedia EN

youtube – vimeo

facebook – twitter – instagram

work