Category Archives: PhilosophieDocs

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Perikles Sphyridis

Periklis Sfyridis (geboren am 5. Oktober 1933 in Thessaloniki) ist ein zeitgenössischer griechischer Dichter, Prosaschriftsteller, Essayist, Kritiker und Anthologe. Seine Prosa wurde in mehreren Sprachen veröffentlicht.

Periklis Sfyridis wurde 1933 in Thessaloniki geboren, wo er lebt. Absolvent des American College „Anatolia“, Abschlussjahrgang 1952. Er studierte Medizin an der Universität Thessaloniki (als Student der Militärmedizinischen Fakultät) und arbeitete bis 1994 als Kardiologe. Von 1975 bis 1981 war er Präsident der Ärztekammer von Thessaloniki.

Er erschien 1974 in Briefen und arbeitete eng mit der Literaturzeitschrift Diagonios zusammen . Von 1985 bis 1990 gab er die jährliche Publikation mit unveröffentlichten anekdotischen Texten von Prosaautoren aus Thessaloniki heraus, Parafyada . Von 1987 bis 1996 war er Verlagsberater (Content Manager) der Zeitschrift To Tram . 1996 organisierte er die Konferenz Paramythia Thessaloniki über die Prosa der Stadt von 1912 bis 1995 und gab deren Tagungsband heraus. Im Jahr 2001 war er gemeinsam mit der Abteilung für Mittelalter- und Neugräzistik der Fakultät für Philologie der Philosophischen Fakultät der Aristoteles-Universität Thessaloniki Mitorganisator. toter Link ] und die Stadtbibliothek Thessaloniki haben die Konferenz „Poesie in Thessaloniki im 20. Jahrhundert“ organisiert und deren Tagungsband herausgegeben. Im Jahr 2005 organisierte er die Konferenz Literary Nurseries in Thessaloniki. Die literarischen Zeitschriften der Stadt im 20. Jahrhundert und ihre Herausgeberschaften. Im Jahr 2008 organisierte er in der Stadtbibliothek von Thessaloniki, im Rahmen des „ Demetrios “-Festivals, die vierte Konferenz Kritik und Kritiker von Thessaloniki im 20. Jahrhundert und gab deren Proceedings heraus (gemeinsam mit Sotiria Stavrakopoulou ). 

Seine Kurzgeschichte „Das Geheimnis“ ist die Grundlage für Tasos Psarras‘ Film „Die andere Seite“, dessen Drehbuch er gemeinsam mit dem Regisseur schrieb. Zwei weitere seiner Kurzgeschichten wurden als Fernsehfilme verfilmt. Er schrieb auch die Texte für die Dokumentarserie „Literatur und soziale Wirklichkeit in Thessaloniki“ von Tasos Psarras, die 1997 von ET-3 ausgestrahlt wurde, und vom gleichen Regisseur „Literarische Spaziergänge in Nordgriechenland“ (das sind die Fernseh-/Literaturporträts folgender Schriftsteller: Thanasis Markopoulos / Veria, Vasilis Karagiannis / Kozani, Lazaros Pavlidis / Kilkis, Sakis Totlis / Edessa, Vasilis Tsiambousis / Drama), eine Serie, die 1995 wiederholt von den staatlichen Fernsehsendern ausgestrahlt wurde .

Er hat zwei Gedichtsammlungen, vierzehn Kurzgeschichtensammlungen, zwei Romane und eine Abhandlung über seine spirituelle Reise veröffentlicht. Er veröffentlichte Studien über Schriftsteller, Maler und drei Anthologien über die Prosaschriftsteller von Thessaloniki, von denen eine ins Deutsche und eine andere ins Englische übersetzt wurde. Er arbeitete mit den meisten griechischen Literaturzeitschriften zusammen. Seine Kurzgeschichten wurden ins Deutsche, Englische und Niederländische übersetzt, ebenso wie zwei seiner Bücher in derselben Sprache (Niederländisch): die Kurzgeschichtensammlung First Hand und sein Roman Kidney Transplant . Über sein Prosawerk sind über hundert seriöse Rezensionen und Studien in Einzelbänden erschienen. Im November 2007 wurde er von der Stadt Thessaloniki für seine Prosa und sein kritisches Werk geehrt. Von 2009 bis 2010 war er Mitglied des Wahlausschusses des Vafopoulio-Kulturzentrums von Thessaloniki und verantwortlich für Redeveranstaltungen. Dort schuf er auch die literarische Reihe der Vafopoulio-Veröffentlichungen.

https://el.wikipedia.org/wiki/%CE%A0%CE%B5%CF%81%CE%B9%CE%BA%CE%BB%CE%AE%CF%82_%CE%A3%CF%86%CF%85%CF%81%CE%AF%CE%B4%CE%B7%CF%82


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William Somerset Maugham

William Somerset Maugham [ˈsʌməsɪt mɔːm] (* 25. Januar 1874 in Paris; † 16. Dezember 1965 in Saint-Jean-Cap-Ferrat bei Nizza), auch bekannt als W. Somerset Maugham, war ein englischer Erzähler und Dramatiker. Er zählt zu den meistgelesenen englischsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts.

William Somerset Maugham war der Sohn eines englischen Anwalts, der in Paris für britische Klienten tätig war. Sein älterer Bruder war der Jurist Frederic Maugham. Die Eltern starben, als er noch ein Kind war. So verbrachte er als Waise seine Jugend unter der Aufsicht eines frömmlerischen Onkels und in Internaten. Er litt unter Stottern. An der Universität Heidelberg studierte er Deutsch, Literatur und Philosophie, später in London am King’s College London Medizin. Trotz seines Drangs zur Literatur beendete Maugham 1898 – vor allem unter dem Druck seines Onkels – das Medizinstudium erfolgreich.

William Somerset Maugham errang mit seinem 1897 veröffentlichten Erstlingswerk Liza of Lambeth frühen literarischen Erfolg und löste zugleich einen Skandal aus. In dem Roman verarbeitete Maugham Erfahrungen, die er als angehender Arzt in den Armenvierteln Londons gemacht hatte. Das Bürgertum sah es als unpassend an, die Welt der Arbeiter derart naturalistisch darzustellen.

Auf das Buch folgten Jahre der Selbstbestimmung als Autor. Zuerst arbeitete er als Dramatiker und schrieb Theaterstücke wie The Circle, Our Betters und The Constant Wife. Im frühen 20. Jahrhundert wurden gleichzeitig vier Theaterstücke von ihm in London aufgeführt. Seine Produktivität war erstaunlich: in der Regel brauchte er nur eine Woche, jeden Aufzug zu schreiben, und eine weitere Woche, das Stück zu redigieren. Später widmete er sich der Prosa und verfasste zahlreiche Romane und Kurzgeschichten.

Als Maughams bedeutendste Arbeit wird meist der Roman Der Menschen Hörigkeit (original: Of Human Bondage) angesehen, eine autobiographische Geschichte, deren Held, Philip Carey, wie Maugham als Waise bei seinem frömmlerischen Onkel aufwächst und durch einen Klumpfuß gehandicapt ist. Maugham selbst stotterte.

Im englischen Sprachraum wird Maughams Werk zur so genannten middlebrow-Literatur gezählt, die bei leichter Lesbarkeit und hohem Unterhaltungswert dennoch ein beachtliches künstlerisches und formales Niveau erreicht.[2] Ein Thema, das Maugham in seinem dramatischen und seine erzählerischen Werk immer wieder beschäftigt hat, ist der Ehebruch.

https://de.wikipedia.org/wiki/W._Somerset_Maugham

https://en.wikipedia.org/wiki/W._Somerset_Maugham


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Hippolyt Guarinoni

Hippolyt Guarinoni (auch Ippolito Guarinoni und Hippolytus Guarinonius) (* 18. November 1571 in Trient; † 31. Mai 1654 in Hall in Tirol) war ein Arzt und Universalgelehrter, der in Hall praktizierte. Als Vertreter eines militanten Katholizismus veranlasste er maßgeblich die Erbauung der Karlskirche in Volders und begründete den antisemitischen Anderl-von-Rinn-Kult.

Seine Kindheit verbrachte Hippolytus in Trient, später übersiedelte er mit dem Vater nach Wien und schließlich folgte er ihm 1583 an Hof Kaiser Rudolfs II. in Prag, wo er im dortigen Jesuiten-Gymnasium eine sorgfältige und umfassende Bildung erhielt. Der Unterricht bei den Jesuiten war für den wissbegierigen jungen Mann prägend für das ganze Leben. Von 1593 bis 1597 studierte Guarinoni an der Universität Padua Medizin; darüber hinaus besuchte er Vorlesungen in Theologie und Philosophie. 

Äußeres Zeichen des religiösen Eifers Guarinonis ist die Karlskirche in Volders, die er nach seinen Plänen von seinem beträchtlichen Vermögen errichten ließ. Die fast orientalisch anmutende Kirche – Kunsthistoriker beschreiben den Stil als „venetianisches Barock“ – ist eines der merkwürdigsten sakralen Bauwerke Tirols. Der Bau, dessen Grundriss dem Petersdom in Rom nachempfunden ist, musste wegen finanzieller Schwierigkeiten Guarinonis wiederholt unterbrochen werden und konnte deshalb erst am 25. Juli 1654, somit 34 Jahre nach der Grundsteinlegung am 2. April 1620 eingeweiht werden. Guarinoni hat diesen Freudentag nicht mehr erlebt, er starb zwei Monate vor der Einweihung in Hall. Die Karlskirche ist auch zu seiner Begräbnisstätte geworden. Vor den Stufen des Dreikönigsaltars zeigt eine weiße Marmorplatte mit dem Wappen des Stifters, dass hier Guarinoni mit seiner Gattin und zweien seiner Söhne nach seiner letzten Verfügung zur Ruhe gebettet wurde.

Guarinoni veranlasste auch den Bau der Kapelle auf der Stiftsalm im Voldertal und der Borgiaskapelle in Volderwald (Tulfes). Die Kapelle zum Volderer Wildbad ist mehrmals abgebrannt, der jetzige Bau geht also nur indirekt auf Guarinoni zurück. Gegenüber im Inntal entwarf er den Plan fürs Annenkirchlein in Bad Baumkirchen.

Guarinoni ist in Tirol nicht nur durch seine Bautätigkeit, sondern mehr noch durch seine medizinischen, religiösen und rhetorischen Schriften bekannt.

Seine bedeutendste Arbeit ist das 1610 in Ingolstadt erschienene Werk Grewel der Verwüstung menschlichen Geschlechts, ein voluminöser Foliant, der sich durch sein Ausufern in Form und Inhalt einer klaren Gattungszuordnung entzieht. Unter anderem behandelt Guarinoni in diesem Werk folgende Gegenstände: „Doctor und Apodecker, Dück der Weiber. Dawung (Verdauung), Ebenen und Birg (Berge), Fresser und Sauffer, Engelländische Comedianten, Calendarische Narrheiten, Anekdoten vom Eulenspiegel, Fuchsschwänzer, Die Fechtschulen. Hundsrecht bei den Teutschen, Juden und Ketzer fressen gerne Fleisch. Lob der alten Weiber. Lobgesang der Gerhaben (Vormünder), Marx- und Lucasbrüder, Mühl- und Müllerbetrug. Natur der Gäns und Weiber. Nudel und Plenten der Bauern Speiß. Predicanten Freßdeckanten etc.“ Guarinionis Grewel sind aber auch eine Fundgrube für die deutsche Sprachkunde, insbesondere für ungewöhnliche provinzielle Ausdrücke, wie es überhaupt eine nicht zu verachtende Quelle provinzieller Bezüge jeder Art, reich sowohl an ächt deutschen Sprichwörtern als an Redensarten, Anspielungen und Vergleichen.

Der Botaniker

Ein von Guarinoni angelegtes Herbarium, seit 1876 mittels Schenkung des Stiftes Wilten im Besitz des Landesmuseums Ferdinandeum, ist eines der ältesten Sammlungen dieser Art in Mitteleuropa. Das zwischen 1610 und 1630 in Buchform mit Holzdeckel und abgeschrägten Kanten angelegte Sammlung beginnt mit einem 13-seitigen lateinisch-deutschen Index und enthält auf 106 Seiten 633 aufgeklebte Pflanzen, die in der näheren Umgebung von Innsbruck gesammelt wurden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hippolyt_Guarinoni


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Klaus Thomas

Klaus Thomas (* 31. Januar 1915 in Berlin; † 10. Juli 1992 in Malsburg-Marzell) war ein deutscher evangelischer Pfarrer, Arzt und Psychotherapeut.

Klaus Thomas studierte Evangelische Theologie, Philosophie, Neuphilologie, Psychologie, Psychotherapie und Medizin. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Verbindung Arndt Berlin (im Sondershäuser Verband).[1] 1940 wurde er an der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin zum Dr. phil.[2] und 1947 an der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg bei Ernst Kretschmer zum Dr. med.[3] promoviert. 1964 erhielt er in den USA den Doctor of Divinity (DD), eine ehrenhalber verliehene Auszeichnung für besondere theologische Verdienste.

Er war als Studentenpfarrer in Berlin und als Klinikpfarrer in Marburg tätig, später als Arzt und Psychotherapeut in Berlin, als Oberstudienrat am Berliner Schadow-Gymnasium und als Dozent an der Lessing-Hochschule, an der Akademie für ärztliche Fortbildung[4] und von 1956 bis zum Mauerbau am 13. August 1961 am Paulinum. Studien- und Vortragsreisen haben Klaus Thomas in über 100 Länder geführt.

Darüber hinaus war er Landespfarrer des Lukas-Ordens für Deutschland, einer internationalen ökumenischen Arbeitsgemeinschaft von Seelsorgern, Ärzten, Psychologen und Laien. Ziel des Ordens ist die Krankenseelsorge durch Wort und Tat.[5] Im Vereinsregister Berlin firmiert dieser Orden seit 1956 als Lukas-Gemeinschaft (Lebensmüdenbetreuung) und nach der Spaltung der Telefonseelsorge Berlin seit 1961 als Lukas-Orden für Krankenseelsorge und Lebensmüdenbetreuung – Freundeskreis

Klaus Thomas war der Hauptverbreiter des Autogenen Trainings nach Johannes Heinrich Schultz[10] und gilt als dessen bedeutendster Schüler.[11] Seit 1972 hat er das von ihm gegründete I. H. Schultz-Institut für Psychotherapie, Autogenes Training und Hypnose in Berlin geleitet, das heute nicht mehr existiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Thomas


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Franz Anton Mesmer

Franz Anton Mesmer – in Publikationen manchmal auch Friedrich Anton Mesmer – (* 23. Mai 1734 in Iznang; † 5. März 1815 in Meersburg) war ein deutscher Arzt. Er führte „magnetische“ Kuren durch und begründete den animalischen Magnetismus, auch Mesmerismus genannt.

Anton Mesmer hingegen spielte im Jahr 1773 auf der Glasharmonika der Marianne Davies (in Leopold Mozarts Brief: Miss Devis).

Glassharfe | glassharp in Film „Mesmer“

https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Anton_Mesmer

https://en.wikipedia.org/wiki/Franz_Mesmer


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Georg Hörmann

Georg Hörmann (* 13. November 1946 in Ulm) ist ein deutscher Psychologe, Arzt, Psychotherapeut und Professor im Ruhestand für Pädagogik an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg.

Hörmann studierte nach dem Abitur am Humboldt-Gymnasium Ulm Im Jahre 1965 Lehramt an Gymnasien (PhilosophieLateinTheologiePädagogik), Musikwissenschaft (Magisterstudiengang), Psychologie (Diplom) und Humanmedizin. Er erwarb die Abschlüsse Chorleiter (C-Examen) an der Westfälischen Schule für Musik, Magister in Musikwissenschaft (M.A.), war Organist u. a. an der Petri-Kirche Münster; allgemeine Prüfung in Philosophie und Pädagogik, erste philologische Staatsprüfung für Gymnasien in den Fächern Latein, Theologie, Pädagogik, Diplom in Psychologie, medizinisches Staatsexamen, Approbation als Arzt, Anerkennung zum Führen der Bezeichnung Psychotherapie (Ärztekammer Westfalen-Lippe), Promotionen an der philosophischen, medizinischen und der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften (Dr. phil., Dr. med., Dr. rer. soc.) und Habilitation im Fachbereich Erziehungswissenschaft.

https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_H%C3%B6rmann_(Erziehungswissenschaftler)


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Joachim Koch

Mitglied der Forschungsgemeinschaft für Grenzwissenschaften und Kornkreise:

Wir treffen uns zwei Mal jährlich zu unseren Wochenend-KONGRESSEN

Der Austausch in den Bereichen: Kornkreise / Geomantie / Radiästhesie / Fotografie / Lichtphänomene / Naturwesen, alte und neuere Geschichte / Archäologie / Wissenschaftsphilosophie / UFOs / Außerirdische und Grenzwissenschaften mit spannenden Vorträgen abseits des Mainstream ist für alle Teilnehmer immer eine enorme Bereicherung, ebenso bei unseren FGK-Projekten im In- und Ausland.

Forum Grenzwissenschaften und Kornkreise
fgk@ewe.net

www.nuoviso.tv

Sein Kommentar zu diesem älteren Video: Mein Vortrag über HAARP ist nicht mehr aktuell, da die Anlage offiziell nicht mehr vom Militär betrieben und unterstützt wird. Zuständig ist jetzt die Universität von Alaska.

http://www.kochkyborg.de

https://www.youtube.com/@forumfurgrenzwissenschafte4534/featured

https://www.fgk.org


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Hans Prinzhorn

Hans Prinzhorn (* 8. Juni 1886 in HemerWestfalen; † 14. Juni 1933 in München) war ein deutscher Psychiater und Kunsthistoriker. Er gehört mit dem Franzosen Paul Meunier alias Marcel Réja und dem Schweizer Walter Morgenthaler zu den Pionieren in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Bildwerken psychisch Kranker. Nach ihm ist die Sammlung Prinzhorn benannt.

Hans Prinzhorn als Abiturient (1904)

Prinzhorn ging in Iserlohn auf das Märkische Realgymnasium und studierte Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten TübingenLeipzig und München, wo er 1908 promovierte. 1909 schrieb er sich am Leipziger Konservatorium ein, wo er Theorie-, Klavier- und vermutlich auch Gesangsunterricht erhielt. Zu Ostern 1910 verließ er das Konservatorium.[1]

Danach begab sich Prinzhorn nach England. Er hegte den Wunsch, Sänger zu werden, und wollte in England eine Gesangsausbildung absolvieren. Während des Ersten Weltkrieges assistierte Prinzhorn einem Militärchirurgen. Anschließend studierte er in Freiburg/Brsg. und Straßburg Medizin. Zum Doktor der Medizin wurde er 1919 in Heidelberg promoviert.

Geburtshaus von de:Hans Prinzhorn in Hemer.

1919 wurde Hans Prinzhorn Assistent von Karl Wilmanns an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg. Seine Aufgabe war es, dort eine Sammlung von Bildwerken „Geisteskranker“ zu betreuen, die von Emil Kraepelin angelegt worden war. Als Prinzhorn die Heidelberger Universitätsklinik 1921 verließ, umfasste seine Archivierung mehr als 5000 Gemälde, geschaffen von ≈450 Patienten der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, den in der Terminologie der Mediziner so genannten Fällen.

1922 veröffentlichte Prinzhorn sein erstes und einflussreichstes Werk, das Buch Bildnerei der Geisteskranken,[2] reich illustriert mit Bildmaterial aus der Sammlung der für geisteskrank befundenen Patienten. Während Prinzhorns psychiatrische Fachkollegen reserviert auf sein veröffentlichtes Werk reagierten, zeigten sich Kunstliebhaber, Kunstexperten und Psychologen von den dokumentierten Patientenarbeiten tief beeindruckt. Das Buch, in dem sich der Verfasser mit den Grenzbereichen künstlerisch individueller Formen der Expressivität und den Gestaltungsmerkmalen psychisch Kranker auseinandersetzte, bildete einen der ersten Versuche, deren Schöpfungen zu analysieren. Auch wenn sich Prinzhorn einer ästhetischen Bewertung der Patientenarbeiten enthält und den Begriff Kunst vermeidet und stattdessen von Bildnerei spricht, behandelt er die von ihm publizierten Werke mit Respekt.

Das ehemalige Hörsaalgebäude des Altklinikums Bergheim ist heute der Forschungssammlung Prinzhorn als Museum gewidmet

Von 1927 bis 1930 gab er die Reihe Das Weltbild. Bücher des lebendigen Wissens heraus. Sie erschien in den Verlagen Müller & Kiepenheuer, Potsdam und Orell Füssli, Zürich. Ursprünglich sollte die Reihe ab April 1928 monatlich erscheinen, jedoch kam es bereits Anfang 1929 zu einer Unterbrechung, 1930 wurde die Reihe mit dem letzten Heft 14 eingestellt.

Aus der Sammlung Prinzhorn: August Natterer (Neter): „Hexenkopf“ (Vorder- u. Rückseite), ca. 1915

In der Geburtsstadt Hemer von Hans Prinzhorn sind nach ihm die städtische Realschule und die dortige Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie benannt worden, ein Klinikum für differenzierte Behandlungsaufgaben in der Pflicht- und Vollversorgung. Träger der Klinik ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Das Klinikum ist auch Aus-, Fort- und Weiterbildungsinstitution. Im Felsenmeermuseum des Bürger- und Heimatvereins gibt es ein weitgehend mit Kopien bestücktes Prinzhorn-Archiv. Der von Ludwig Klages geprägte Literaturwissenschaftler Yukio Kotani setzte sich für das Bekanntwerden der Arbeiten Prinzhorns in Japan ein.[

Brief der Psychiatriepatientin Emma Hauck 1909, von Prinzhorn als Beispiel für „Kritzeleien“ angeführt, Sammlung Prinzhorn

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Prinzhorn

https://en.wikipedia.org/wiki/Hans_Prinzhorn


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Al-Kindi

Abū (Yūsuf) Yaʿqūb ibn Ishāq al-Kindī (arabisch أبو يوسف يعقوب بن إسحاق الكندي, DMG Abū Yūsuf Yaʿqūb bin Isḥāq al-Kindī),[1] kurz al-Kindī, deutsch auch Alkendi, latinisiert Alkindus (* um 800 in Kufa; † 873 in Bagdad), war ein arabischer PhilosophWissenschaftlerMathematikerArztMusiker und Schriftsteller.

Philosophiegeschichtlich wichtig ist er – neben eigenen Beiträgen – auch wegen seiner Übersetzungstätigkeit. Im Haus der Weisheit in Bagdad ließ er zahlreiche Schriften u. a. von AristotelesPlatonAlexander von Aphrodisias und Johannes Philoponos ins Arabische übersetzen. Besonders Aristoteles’ naturphilosophische Schriften wurden von ihm rezipiert. Seine Abhandlung Über den Intellekt wurde über Jahrhunderte von arabischen und lateinischen Intellektuellen breit rezipiert. Auch theologische Debatten wurden von seinen Konzepten beeinflusst.

Die erste Seite al-Kindīs Manuskript über die Kryptanalyse

Abū Yaʿqūb ibn Ishāq al-Kindī (vom Stamme der Kinda) war arabischer Abstammung und wurde von seinen vielen nichtarabischen Genossen und Kollegen deshalb „der arabische Philosoph“ genannt. Er selbst führt seinen Stammbaum auf die alten Kinda-Fürsten zurück, was nicht nachweisbar ist, aber darauf hindeutet, dass er aus einer wohlhabenden Familie stammte. Er wurde um 800 in Kufa geboren, wo sein Vater Statthalter war. Der erwähnte Reichtum seiner Ahnen führte einerseits zu einem sehr gebildeten und bewanderten Stamm, wovon al-Kindī in seiner Ausbildung profitierte, als auch später zu der Möglichkeit, sehr viele Übersetzer beschäftigen zu können. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Bagdad, das damals das kulturelle Zentrum der islamischen Welt war und es ihm ermöglichte, sich mit den verschiedensten Kulturen und Lehren auseinanderzusetzen. So gilt er auch als einer der ersten großen „Übersetzer“, da er einen Großteil des Werkes von AristotelesPlaton und des Neuplatonismus übersetzen ließ. Al-Kindī selbst baute darauf seine eigenen Werke auf. Er hatte Zugang zum Hof des Kalifen, auch wenn nicht überliefert ist, in welcher Stellung. Zeitweise dürfte er auch in Ungnade gefallen sein, seine Bibliothek war eine Zeit lang konfisziert und das Fehlen seiner genauen Geburts- und Todesjahre deutet darauf hin, dass er in untergeordneter Stellung gestorben sein dürfte.

Bekannt war er aber nicht nur als Philosoph, sondern auch als Arzt, medizinischer Schriftsteller[2] und Pharmakologe[3] (von Alchemie hingegen hielt er wenig), AstrologeMathematikerPhysikerGeograph und Prinzenerzieher am Hofe al-Ma’mūns. Lange Zeit galt er auch als Theologe, vor allem wegen seiner Versuche, Philosophie und Religion zu einen. Tatsächlich stand er der mu’tazilistischen Schule sehr nahe – oder eher diese ihm, da sie als rationalistisch orientierte Islam-Schule bekannt ist. Al-Kindī starb vermutlich um das Jahr 870 herum. In der Forschung variieren die entsprechenden Annahmen von 866 über „nach 870“ bis 873.[4]

Fälschlicherweise wurde al-Kindī auch der von Petrus von Toledo übersetzte, dem 9. Jh. entstammende fiktive Dialog „Apologie des al-Kindī“ zugeschrieben, in dem der Christ ʿAbd al-Masīḥ ibn Isḥāq al-Kindī in polemisch-apologetischem Stil das Christentum verteidigt. Aufgrund dieser Zuschreibung stand dieser Dialog in hohem Ansehen

https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Kind%C4%AB

https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Kindi


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Rhazes

Abū Bakr Muḥammad bin Zakaryā ar-Rāzī (arabisch أبو بکر محمد بن زکریا الرازی;[1] kurz ar-Rāzī, in der westlichen Welt bekannt unter dem gräzisierten Namen Rhazes (auch Razes und Rhases) oder Rasis; * um 865 in Rey; † um 925 ebenda)[2] war ein persischer Arzt, arabisch publizierender Verfasser eines umfangreichen Sammelwerks der klinischen Medizin, Naturwissenschaftler, Übersetzer, Philosophislamischer Religionskritiker und Alchemist.

Bevor er Arzt wurde, hatte sich Rhazes mit Musiktheorie und Chemie beschäftigt. Außerdem hatte er Medizin, wahrscheinlich auch Philosophie, bei Raban al-Tabri studiert. Er leitete ein Krankenhaus in Rey und übernahm später eine entsprechende Stelle in Bagdad.

Anders als der ebenfalls als Arzt tätige Philosoph al-Kindī, dessen naturphilosophische Schriften er studiert hatte, war Rhazes auch Alchemist, während ihn mathematischlogische Fragen weniger interessierten.

Er wurde als Autor zahlreicher medizinischer Bücher bekannt, die sehr lange zum Medizinstudium benutzt wurden. Als einer der ersten konzentrierte er sich auf die psychischen Seiten der Medizin und der Heilung und dachte sich das Verhältnis von Leib und Seele als von der Seele bestimmt. Ein Mediziner sollte seiner Meinung nach auch ein guter „Seelenarzt“ sein.

al-Razi in his laboratory (orientalist painting by Ernest Board, c. 1912)

Außerdem schätzte er das „tausendjährige Wissen der Bücher“ weit mehr als vergleichsweise kurzfristige Schlüsse erfahrungsarmer Logiker und eine darauf aufbauende Philosophie. Da er sehr viele Experimente machte und fast alle seine Aussagen, vor allem in der Medizin, selbst erprobte, gilt er als großer Empiriker.

Rhazes beschrieb eine Methode zur Leichenkonservierung, die im Mittelalter auch in Europa bekannt wurde und die sich, mit nachträglichen Verbesserungen, bis Ende des 18. Jahrhunderts halten konnte. Seine Methode beruhte im Wesentlichen auf der Entfernung der Eingeweide, dem Waschen der Körperhöhlen mit Essig und Weingeist sowie dem Ausfüllen des Leichnams mit aromatischen Pulvern und konservierenden Salzen.[3]

Depiction of al-Razi in a 13th-century manuscript of a work by Gerard of Cremona

Sein Leben verbrachte er in Rey, wo er geboren wurde und auch starb, und zeitweise in Bagdad. Als Arzt war er sehr gefragt. Er wirkte unter anderem am samanidischen Fürstenhof.[4] Auf dem Gebiet der Philosophie war er zwar viel rezipiert, aber fast nur abgelehnt worden, weshalb seine Schriften kaum erhalten sind und nur durch die polemischen Antworten seiner Konkurrenten rekonstruiert werden können. Sein philosophisches Interesse galt drei Dingen: der Metaphysik, der Erkenntnislehre und der Ethik.

al-Razi examining a patient (miniature painting by Hossein Behzad, 1894–1968)

Er predigte zwar ein mehr oder weniger asketisches Leben, lebte es aber selbst wenig. Dies wurde ihm meist als Kritik vorgeworfen; er rechtfertigte sich aber in seinem Werk „Die philosophische Lebensweise“ kurz vor Ende seines Lebens dafür. Abgelehnt wurde er von anderen Philosophen, vor allem aber von den islamischen Gelehrten. Rhazes war ein Kritiker der Offenbarungsreligionen. Er hatte daher viele Feinde unter den konservativen Religionsgelehrten, was dazu führte, dass er seine Position in Bagdad aufgab.

Rhazes war danach der Direktor des Krankenhauses in Rey; diesen Posten sollte er schließlich wegen seiner theologie- und prophetenkritischen Werke verlieren. Er starb vermutlich 925 (nach anderen Quellen 932[5]) als verarmter Mann in der Wohnung seiner Schwester in Rey.

Namensgebung:

Das heutige Razi-Institut in Karadsch und die Razi-Universität in Kermanschah wurden nach ihm benannt. Jedes Jahr am 27. August wird im Iran ein „Razi-Tag“ („Apothekertag“) begangen.[72]

Im Juni 2009 schenkte der Iran dem Büro der Vereinten Nationen in Wien einen „Gelehrtenpavillon“ (Chartagi), der sich heute auf dem zentralen Gedenkplatz des Vienna International Center befindet.[73] Der Pavillon zeigt die Statuen von al-Razi, Avicenna, Abu Rayhan Biruni und Omar Khayyam.[74][75]

George Sarton bezeichnete ihn als „größten Arzt des Islam und des Mittelalters“.

Stained-glass window depicting al-Razi (Princeton University Chapel, c. 1924–1928)
Statue in Teheran

https://de.wikipedia.org/wiki/Rhazes

https://en.wikipedia.org/wiki/Abu_Bakr_al-Razi