Category Archives: InstrumentenbauerDocs

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Jochen Blum

Jochen Blum (* 22. Januar 1959 in Ludwigshafen) ist ein deutscher Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, Professor für Musikphysiologie und Fachbuchautor.

Er ist Mitbegründer und langjähriges Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGFMM).

Auszug aus einem Interview:

Damals Geigenbauer und inzwischen Chefarzt für Unfallchirurgie Orthopädie und Handchirurgie was hat Sie dazu bewegt, Arzt zu werden also die Entscheidung letztlich in den Beruf der Medizin zu gehen?

Die gab es schon länger die gab es schon zur Schulzeit als Idee. Das sind so zwei Welten die parallel liefen ich habe in der Schulzeit mich auch mit Instrumentenbau beschäftigt.

Die Ausbildung fand bei Stelio Rossi in Siena statt, so klingen seine Instrumente:

Gegen Ende dieser Zeit war auch die Idee unter Umständen in die Musiktherapie zu gehen weil ich begeisterter Musiker war. Allerdings war mir schon klar dass das, sagen wir auf einem professionellen Niveau sprich als Berufsmusiker zu arbeiten, ja das habe ich anders eingeschätzt ich wollte auch jetzt nicht unbedingt in einem kleinen Orchester das Leben fristen in der hintersten Reihe und für eine große Solokarriere habe ich mir das auch nicht wirklich so gedacht was meine Qualität betrifft.

Alternativ neben der klassischen Musik habe ich in der Tat auch Rock und Jazz auch in Bands gespielt, das war aber einfach irgendwie Freude am Spielen anstatt die Idee, daraus wirklich ein Beruf zu machen. Aber mir war klar, nach der Schulzeit mit Abitur wollte ich nicht sofort am nächsten Tag sozusagen in der Universität weitermachen, sondern auch diesen praktischen Bereich vertiefen und hatte einfach diese Chance in Italien bei einem Geigenbauer das Geigenbauhandwerk zu erlernen.

Viola Stelio Rossi

Wobei mir damals ja auch schon klar war, dass ich auch noch mal ein Studium anschließen möchte, und so kam es dann letztlich auch. Ich hatte schon in dieser Zeit als Geigenbauer immer mal wieder Kunden, das sind in dem Fall nicht Patienten, sondern Kunden, die Dinge verändert haben wollten, wo ich mich gefragt habe ist das nicht eher ja ein medizinisches Problem was die stört. Aber das war natürlich alles noch so ein bisschen diffus also sage ich mal, die Wurzeln zu Beidem waren früh da aber letztlich hat sich das dann so entwickelt dass ich nach dem Geigenbau nach der Geigenbau Ausbildung auf jeden Fall Medizin studieren wollte, und ich konnte das dann ja im weiteren Verlauf auch so ein bisschen kombinieren diese beiden Bereiche.

https://www.medpertise.de/musikerkrankheiten-krankheitsbilder-prof-blum

https://dgfmm.org/blum

https://de.wikipedia.org/wiki/Jochen_Blum


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Christoph Schreiber

Der 1998 gegründete Piano Salon Christophori in den denkmalgeschützten Uferhallen im Berliner Gesundbrunnen ist ein Kleinod für Klavierliebhaber und solche, die es noch werden wollen: Nahezu täglich finden Solo-, Kammer- oder Jazzkonzerte mit exquisitem Programm in dem ehemaligen Straßenbahndepot statt, das Salongründer Christoph Schreiber zugleich als Werkstatt für die Restaurierung historischer Flügel nutzt. Zahlreiche Einzelteile aus den Instrumenten schmücken die Wände der 600 Quadratmeter großen Halle, in der 199 Zuschauer Platz finden. Etwa 120 Exemplare aus zwei Jahrhunderten des Klavierbaus umfasst Schreibers Sammlung, ein knappes Dutzend stehen den Künstlern spielbereit zur Verfügung. Als Namenspatron der Spielstätte und Werkhalle dient Bartolomeo Cristofori, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts das erste Hammerklavier entwickelt hat.

So arbeitet Christoph Schreiber nicht mehr als Mediziner. Er spricht über diese Profession in einem Tonfall, dass deutlich wird, den weißen Kittel würde er nur äußerst ungern wieder anlegen. Nun hat er Zeit für seine Leidenschaft. Doch das heißt auch, sich Zeit für seine Leidenschaft nehmen zu müssen. Musikveranstalter zu sein, das sei ein Twentyfourseven-Job. Er telefoniere unglaublich viel, habe Musik und Musiker zu managen. Und die Familie ist natürlich auch noch da, sagt der dreifache Vater.

Christoph Schreibers Leidenschaft gilt in Wahrheit nicht der Organisation von Konzerten. Seine Begeisterung gilt historischen Instrumenten. Aus dem Arzt für Menschen ist ein Ganztags-Arzt für Pianos geworden. Sprich: Christoph Schreiber restauriert alte Flügel, Pianos, Klaviere. “Ich würde gern mehr handwerklich arbeiten”, sagt er. Das klingt ein Hauch bedauernd. Aber unzufrieden, wirkt er auch nicht. Offenbar hat das Leben ihn jetzt auf den richtigen Fleck gestellt. Irgendwo in einen Salon mit über 100 historischen Pianos. Wo er es sich leisten kann, Auftragsrestaurierungen abzulehnen. Weil das “zu viel Aufwand bedeutet, um es vernünftig zu machen”.

Also restauriert er historische Flügel für eigene Zwecke – spricht für das Konzert, für die Aufführung. Konzertfähig halten, nennt er diesen Teil seines Tagewerks. Er überlege sich, welches Instrument für einen Auftritt eines Gastmusikers in seinem Salon das richtige ist und setzt es instand. Aber angewiesen ist er auf das Publikum. Und das hat seine Gewohnheiten in den Lockdown-Jahren geändert. Im Pianosalon habe er das Glück, ein gemischtes Publikum anzuziehen, “auch wenn die Mischung weniger als vor Corona geworden ist”.

Es ist zu spüren, dieser Satz soll nicht wehklagend klingen, nur beschreibend. Deshalb spricht Christoph Schreiber im nächsten Satz von Verantwortung und von der Aufgabe für Musikveranstalter. Als wolle er sage, man müsse die Leute eben zurückholen. Wieder überzeugen. Neu ansprechen. Sein Beitrag: Im Pianosalon zahlen Studenten 15 Euro für den Eintritt (Normalpreis meist 25 Euro). Das Getränk ist immer inklusive. Und er ermutige dazu, Kinder mitzubringen. Die meisten von ihnen würden konzentriert zuhören, so seine Erfahrung.

160 Stühle hat der Musik-Ermöglicher in der Lagerhalle aufgestellt. Früher waren es 199. Die Leute würden heute nicht mehr so eng sitzen wollen, wie es vor wenigen Jahren normal war. Und er organisiert seltener Konzerte auf Spendenbasis, setzt heute in der Regel feste Preise an. Hat Corona auch an der Bereitschaft genagt, eine gute Leistung auch unaufgefordert finanziell zu belohnen? Eine Frage, die sich jeder selbst vorlegen muss, um sie zu beantworten. Gut 5000 Euro im Monat muss Christoph Schreiber für die Miete aufbringen. Am System Raum gegen Mietzahlungen, daran hat Covid nichts geändert.

https://www.konzertfluegel.com

https://de.wikipedia.org/wiki/Piano_Salon_Christophori

https://www.instagram.com/pianosalon_christophori/?hl=de

Artikel 2023


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Wolfgang Adelung

Wolfgang Adelung (* 1. Oktober 1920 in Berlin; † 15. November 1994 in SingenBaden-Württemberg) war ein deutscher Mediziner und Orgelforscher.

Wolfgang Adelung studierte Medizin. 1948 promovierte er in Freiburg. Später führte er eine Hautarztpraxis in Singen (Hohentwiel).

Adelung wurde auch Organist und gehörte zu den wichtigsten Mitgliedern der Gesellschaft der Orgelfreunde in seiner Zeit. 1952 war er Mitbegründer von deren Orgelfachzeitschrift Ars Organi. Danach wurde er Schriftleiter (1957–1972), 1. Vorsitzender (1973–1983), Leiter der Geschäftsstelle (1983–1987) und Mitglied des Beratenden Ausschusses der Gesellschaft der Orgelfreunde (1987–1994).

Wolfgang Adelung verfasste das Standardwerk Einführung in den Orgelbau, das in mehreren veränderten Auflagen erschien. Außerdem veröffentlichte er weitere Bücher und Aufsätze über Orgeln.Monographien

Vollständige Auflistung

  • Das normale Blutbild von Freiburg, Dissertation, Freiburg 1948
  • Einführung in den Orgelbau, Breitkopf & Härtel Leipzig 1955; danach sechs Neuauflagen, davon mehrere erweiterte, zuletzt
    • Einführung in den Orgelbau. Breitkopf & Härtel Wiesbaden 1991
  • Elektronen-Instrument und Pfeifenorgel. Merseburger, Berlin 1956
  • Das Elektrium. Merseburger, Berlin 1964
  • Orgeln der Gegenwart. Bärenreiter, Kassel u. a., 1972
  • Die Orgel, Orgelbau-Fachverlag, 1977

https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Adelung
https://www.gdo.de/ueber-uns/geschichte/personen


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Christian Blüthner-Haessler

Seit 1995 teilte Ingbert Blüthner-Haessler das Management der Klavierfabrik mit seinen beiden Söhnen Dr.med. Christian Blüthner-Haessler und Knut Blüthner-Haessler.

(EN:) Since 1995 Ingbert Blüthner-Haessler shared the management of the company with his two sons, Dr. Christian Blüthner-Haessler and Knut Blüthner-Haessler.[8]

In 2009, the piano company Karl Rönisch merged with Blüthner and Karl Rönisch production was moved to Blüthner factory in Leipzig.[11]

Today, along with C. BechsteinBösendorfer and Steinway & Sons, Blüthner is frequently referred to as one of the „Big Four“ piano manufacturers.

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1972 – 1984 high school, College
1984 – 1987 Military service
1987 – 1990 medical school of University of Leipzig
1990 – 1993 medical school of University of Göttingen
1990 – 1995 business school of University of Hagen
1992 – 1996 several publication in Urology (Research and Medicine)
1994 Dissertation in urological oncology (PHD)
1993 – 1995 Kings College Hospital London (UK) as surgeon
1995 – 1996 Regional hospital Ilanz (Switzerland) as surgeon
1995 Diploma of Business administration
1996 – to now general manager and President of Julius Blüthner Pianofortefabrik GmbH
1998 – to now member of the Board of Presidents of the German piano manufacture association (BVK e.V.)
1999 – to now President of Irmler Piano GmbH
2000 – to now 1. President of the Board of Presidents of the German piano manufacture association (BVK e.V.)
2000 – to now member of the Board of Presidents of the Head organisation of the Associations of German Music Associations
2004 Vice president of the Head organisation of The Association of German Music Associations
2000 – to now member of Lions Club Cosmopolitan Leipzig
2003 – to now President of „OOO Blüthner“ Moscow (Russia)
2003 – to now President of Blüthner Piano Centre Ltd. London (UK)
2003 – to now President of Blüthner USA
2004 – to now President of Blüthner Piano Center Benelux (NL)
2005 – to now President of Blüthner China
2005 – to now President of Blüthner France
2006 – to now President of Blüthner Poland
2005 – to now President of the Head organisation of The Association of German Music Associations


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Zuzana Ceralová Petrofová

Zuzana Ceralová Petrofová repräsentiert die fünfte Generation der Familie Petrof und steht derzeit an der Spitze der Gesellschaft PETROF. Sie ist eine sehr erfolgreiche und geschätzte Managerin nicht nur innerhalb dieser Branche. Im Verlauf ihrer Tätigkeit in der Gesellschaft PETROF erhielt sie vor allem für ihre Managerfähigkeiten viele Auszeichnungen. Zu den höchsten gehören zum Beispiel der Ehrentitel MANAGERIN DES JAHRES 2014. Regelmäßig taucht sie in der Liste der einflussreichsten Frauen Tschechiens in der Zeitschrift FORBES auf.

Zuzana Ceralová Petrofová knüpfte erfolgreich an die Tradition ihrer Vorfahren an, und es ist auch ihr Verdienst, dass die Firma heute der größte Hersteller akustischer Flügel und Klaviere in Europa ist, der sich mit vielen bedeutenden Auszeichnungen schmücken kann.

1992: 1992: Absolventin der Pharmazeutischen Fakultät der Karlsuniversität in Hradec Králové.

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Julius Levin

Julius Levin (* 21. Januar 1862 in Elbing; † 29. Januar 1935 in Brüssel) war ein deutscher MedizinerSchriftsteller und Geigenbauer.

  • Moderne Modemaler, Berlin 1887
  • Die Hygiene und Diätetik des Wochenbettes, Berlin 1892
  • Was tut der deutschen Kunst not?, Berlin 1912
  • Das Lächeln des Herrn von Golubice-Golubicki, Berlin 1915
  • Zweie und der Liebe Gott, Berlin 1919
  • Wehrmann Ismer, Berlin 1920
  • Die singende Dame, Berlin 1921
  • Die Großfürstin, Berlin 1922
  • Der Panzer, Trier 1922
  • Johann Sebastian Bach, Berlin 1930
  • Gedichte, Berlin 1936

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Ekkehard Stammwitz

Ich wurde 1945 in Schlesien geboren, bin verheiratet und habe zwei Kinder. Mein Interesse zum Geigenbau wurde durch meinen ersten Geigenlehrer geweckt, der ebenfalls Geigenbauer war. Er führte mich schon als Schüler in die Grundzüge des Geigenbaus ein, sodass ich die Reparaturen, Umbauten und Pflege meiner Instrumente bereits in jungen Jahren selbst durchführen konnte.

Vor meiner Pensionierung als Kardiologe nahm ich ab 2008 an Geigenbaukursen in Deggendorf teil und hospitierte bei meinem Geigenbaulehrer Jozef Novak in der Slowakei.

Seit meinem Ruhestand 2010 widme ich mich ganz dem Geigenbau und biete qualifizierte umfassende Reparaturen für Musikschulen, Schulen und private Musikliebhaber. Zudem baue ich jedes Jahr eine neue Violine.

Ich musiziere außerdem in zwei Orchestern in Leer und Oldenburg und bilde mich regelmäßig fort.

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van Leeuwen

Er wurde 1872 geboren, besuchte die Universität seiner Vaterstadt und promovierte im Jahre 1897 zum Doktor der Medizin. Nebenbei studierte er bei Coenen Musik. Während er als Arzt praktizierte, begann er sich seit 1903 mit dem Geigenbau wissenschaftlich und praktisch zu beschäftigen, und ging nach fünfjähriger Lehrzeit 1908 ganz zum Geigenbau über. Auf Grund eines von ihm aufgestellten Systems baut er nach dem Stradivarimodell von 1713—1718 Streichinstrumente, denen, obwohl sie sehr stark im Holze sind, von den ersten Geigern große Tonfülle, Weichheit und leichte Ansprache nach- gerühmt wird. Auf der Brüsseler Ausstellung 1910 erhielt er die silberne Medaille.

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Franjo Kresnik

Kresnik, Franjo (1869-1943), Geigenbauer und Mediziner

Kresnik Franjo, Mediziner und Geigenbauer. * Wien, 16. 12. 1869; † Fiume (Rijeka, kroat. Küstenland), 3. 6. 1943. Stammte aus kroat. Familie und verbrachte seine Jugend in Fiume. Stud. Med. an den Univ. Graz und Innsbruck und war ab 1900 (Dr. med.) als prakt. Arzt in Fiume tätig. Als begeisterter Geiger von Jugend an, widmete sich K. schon sehr früh dem theoret. Stud. des Geigenbaues; durch zwei Jahrzehnte stud. er alte italien. Geigen in Cremona und begann nach dieser Vorbereitung mit dem Bau von Geigen. Zuerst kopierte er die Geigen A. Stradivaris, dann G. A. Guarneris; ab 1933 baute er seinen eigenen Geigentypus, mit Anlehnung an Guarneri. Große Erfolge hatte K. auf den internationalen Ausst. in Rom (1926) und Berlin (1938). Er baute insgesamt 52 Violinen, zwei Violen und zwei Violoncellos, die – nach dem Urteil vieler ausländ. Fachleute – mit alten italien. Streichinstrumenten wetteifern können.

W.: Vijesti iz umjetničke radionice za klasičnu izradbu gusala (Berr. aus der Kunstwerkstätte für den Bau klass. Geigen), 1926; Der altitalien. Geigenlack und seine Eigenschaften mit Rücksicht auf die Rolle der Harze und äther. Öle, 1932; Starotalijansko umijeće gradjenja gudačkih instrumenata (Die altitalien. Kunst des Streichinstrumentenbaues), 1952.

L.: Sv. Cecilija, 1933, n. 5; Primorske nóvine, 1936, n. 139; Riječka revija, 1955, n. 5–6; Muzička Enc. 2.

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Hans Walz

Instrument: Hillebille

Hans Walz hatte eine DDR-Volksmusikgruppe die Stieger Walzmusikanten und baute historische Instrumente wie die abgebildete Hillebille nach, mit denen seine Familienband musizierte.

Die Harzer Volksmusik hatte es dem Arzt Dr. Hans Walz in Stiege angetan. 1983 gründete er die Stieger Walzmusikanten, um traditionelle Volkslieder und Tänze seiner Region zu spielen. Große Verdienste erwarb er sich auch im Instrumentenbau: Teufelsgeige, Hillebille, Gemshorn-Schalmei, Köhlergeläut und vieles andere entstand in seiner Werkstatt, womit er diese Instrumente vor dem Vergessen rettete. Nach der Wende gab die Gruppe, die bis 2002 bestand, Gastspiele u. a. in Brasilien und Peru, in der Schweiz und in den Niederlanden.

Dr. WALZ widmet sein besonderes Interesse der Erforschung und dem Nachbau historischer Harzer Musikinstrumente. Dahinter verbergen sich so klangvolle Namen wie Harzer Köhlergeläut, Teufelsgeige, Trumscheit oder Trumbass, um nur einige zu nennen. Seine Anregungen und Informationen holt sich Dr. WALZ seit mehr als zwei Jahrzehnten aus dem Studium der relevanten Fachliteratur, aber auch aus Gesprächen mit Menschen aus dem Harz, die noch über Kenntnisse zu den traditionellen Instrumenten verfügen.

Mit seiner Arbeit bewahrt Dr. WALZ die historischen Volksinstrumente vor dem Vergessen und durch die Auftritte mit seinen „Stieger Walzmusikanten“ verhilft er ihnen zu neuer Popularität. Und dies weit über die Grenzen der Region Harz hinaus, denn neben ihren bundesweiten Engagements und zahlreichen Auftritten in Rundfunk und Fernsehen unternahm die Gruppe bereits Reisen nach Brasilien, Estland, Finnland, Polen, Ungarn und Russland. Im Jahre 1997 werden sie u. a. in Peru auftreten. Über die musikalischen Auftritte hinaus vermittelt Dr. WALZ seine Kenntnisse auch in Lehrgängen für Folkloregruppen und interessierte Bürger. Damit vervielfältigt er seine Impulse für die Brauchtumspflege im Harz.

Der diesjährige Kulturpreisträger wurde 1940 in Erfurt geboren. Nach seinem Studium in Jena und Erfurt zog er 1968 in den Harz und absolvierte eine Ausbildung zum Facharzt für Lungenkrankheiten. Seit 1990 ist er in Stiege als Arzt für Allgemeinmedizin tätig.

Die Verleihung des mit 5.000,00 DM dotierten Kulturpreises Harz begründet sich in erster Linie auf den Bau der historischen Instrumente, da Dr. WALZ hiermit eine originäre kulturhistorische und künstlerische Leistung erbringt. Davon konnten sich auf dem Walpurgisempfang des Regionalverbandes Harz rund 200 geladene Gäste aus der Region überzeugen, denen Dr. WALZ eine eindrucksvolle Vorführung seiner Instrumente präsentierte.

Stieger Walzmusikanten. Dr. Hans Walz. Jahnstraße 10. 38899 Stiege. Tel. (03 94 59) 7 13 21

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Ärzteblatt

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