Category Archives: MarathonDocs

  • -

Dagmar Rabensteiner

Dagmar Rabensteiner (* 15. Juni 1963 in Innsbruck) ist eine ehemalige österreichische Langstreckenläuferin.

Als Grundschülerin lief sie täglich die sieben Kilometer lange Strecke von Sadrach, einem Innsbrucker Stadtteil, zu Fuß zur Schule in die Innenstadt. Als Gymnasiastin unternahm sie Klettertouren und Skitouren, und später mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn mehrwöchige Reisen und Trekkingtouren durch Dschungelgebiete in Indonesien oder ins Hochland von Kaschmir bis zum Fuß des Mount Everest. Erst mit 27 Jahren begann sie mit dem Laufen.

Mit 30 Jahren lief die promovierte Medizinerin ihren ersten Marathon in 3:28 h. Nachdem sie ihr Talent für diesen Sport erkannt hatte, verbesserte sie sich kontinuierlich und blieb 1997 als Sechste des Florenz-Marathons mit 2:55:19 h erstmals unter drei Stunden.

Ein leistungssportliches Training führte zu weiteren Steigerungen. 1999 wurde sie Sechste beim Vienna City Marathon in 2:49:33 h und gewann den Graz-Marathon in 2:41:46 h. 2000 wurde sie als Gesamt-Sechste des Vienna City Marathons in 2:39:08 h Österreichische Marathonmeisterin, gewann den Halbmarathon-Bewerb des Wachau-Marathons und brach dann als Dritte des Amsterdam-Marathons mit 2:35:42 h den fast 17 Jahre alten nationalen Rekord von Carina Lilge-Leutner. Eine Woche später wurde sie in Salzburg österreichische Meisterin im Halbmarathon.

Ihren Rekord stellte sie als Dritte des Vienna City Marathons 2002 in 2:35:42 h auf die Sekunde genau ein und unterbot damit das Limit für den Marathon der Leichtathletik-Europameisterschaften in München, bei dem sie den 15. Platz belegte.

2003 lief sie als Zehnte des Berlin-Marathons mit 2:34:35 h ihren dritten Marathon-Landesrekord. Die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2004 verfehlte sie dabei jedoch um 1:35 Minuten, und so zog sie sich nach diesem Rennen aus dem Hochleistungssport zurück. Sie läuft jedoch weiterhin bis zu 150 Kilometer pro Woche und erringt sportliche Erfolge wie den Sieg auf der Halbmarathonstrecke des Regensburg-Marathons 2004 oder den 14. Platz (den zweiten in der Altersklasse 40–49) beim Comrades Marathon 2005 über 89 km.

Dagmar Rabensteiner ist seit 1983 mit dem Juristen und Unternehmer Peter Rabensteiner verheiratet, mit dem sie einen im selben Jahr geborenen Sohn hat. Sie ist Fachärztin für Innere Medizin und Sportärztin, betreibt eine Praxis in Wien und war von 2004 bis 2008 offizielle Rennärztin beim Vienna City Marathon und beim Österreichischen Frauenlauf.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dagmar_Rabensteiner

https://www.privatklinik-doebling.at/de/arzt/dagmar-rabensteiner


  • -

Jos Zsombor Gal

  • 1992 – 2005   Zauberkünstler Robinson Club, Mercedes-Benz, IKEA u.a.
  • 2001   Tennis-Weltmeister der Ärzte/Evian, Frankreich
  • 2011   3. Platz Snow-Golf-Euromeisterschaften Vulpera/St. Moritz, Schweiz
  • 2012   Deutscher Meister Golf-MIDS-Team GC St. Leon-Rot
  • 2012   Erster Deutscher Privat-Astronaut XCOR Space Expeditions
  • 2013   Schach-Show-Partie vs. Anatoli Karpow (Russland), mehrfacher Schachweltmeister
  • 2017   Finisher TCS New York City-Marathon
  • 2019   Golf – Hungarian Open MidAm 2. Platz
  • 2020   Golf – Hungarian Open MidAm 1. Platz
  • 2022   Golf – Romanian Open MidAm 3. Platz
  • 2022   Golf – BW-Meister AK50 Team St. Leon-Rot
  • 2023   Finisher Triathlon Zürich
  • 2023   Golf-Nationalmannschaft Hungary MidAm
  • 2024   Co-Kapitän der Deutschen Golf-Nationalmannschaft AK50 bei der Team-Europameisterschaft
  • 2024   Winner der SeniorGolfTourEurope Tegernsee Open Amateur-Kategorie
  • Verheiratet, 3 Kinder

https://www.drgal.de/team/dr-jos-z-gal

https://www.youtube.com/@5SternePraxisDrGal

https://www.facebook.com/drgalsworld/?locale=de_DE

https://text-ur.de/blog/blogdetail/Persoenlichkeitsmarketing-Interview-mit-Vortragsredner-Astronaut-Zahnarzt-Visionaer-Dr-Jos-Gal


  • -

Gerhard Uhlenbruck

Uhlenbrucks Familie sollte nicht wissen, dass ihr Gerd lief, denn für sie war er krank (Sarkoidose). So wählte er als seinen Verein Urbachs GSV Porz, der etwas außerhalb lag. 36 Marathons und einen Hunderter, den er in seinen Geburtstag hinein lief, hat er bestritten. Zweimal finishte er die 42,195 km noch in der AK 70. Seine persönliche Bestzeit von 3:18 Stunden ist angesichts der Lungenvorgeschichte erstaunlich. Einmal (1984) wurde er sogar Deutscher Marathon-Meister der langlaufenden Ärzte und Apotheker. Sportliche Vielseitigkeit bewies er mit der Vizemeisterschaft der Rad fahrenden Ärzte, und zwar sowohl im Straßen- als auch im Zeitfahren.

Vom Leser zum Schriftsteller

„Der Aphorismus verdichtet die Quintessenz einer
Erfahrung in der Sentenz einer Erkenntnis.“

Sich eine Aufgabe gegen das Aufgeben zu geben, wollte Gerhard Uhlenbruck in der Zeit seines Klinikaufenthaltes nicht nur körperlich verstanden wissen; er suchte eine Herausforderung für Körper und Geist. Während er mit seiner „Therapie der kleinen Schritte“ physische Fitness erwarb, hielt er sich mit einer „Therapie der kleinen Sätze“ mental fit. Er begann Gedichte zu schreiben und sich dabei „mit dem Leben, der Liebe und der Liebe zum Leben“ auseinanderzusetzen. Veröffentlicht wurden sie 1975 noch unter dem Pseudonym Gerhard Günther („Nicht für immer“).

In der Folge präsentierte er sich ganz als Aphoristiker. Die Zahl seiner „inhaltsreichen Gedankensplitter“ ist über die Jahrzehnte ins Astronomische gestiegen. Ob medizinische Aphorismen oder Sportaphorismen, mit denen er ein neues Genre aus der Taufe hob – Uhlenbruck war nicht nur der produktivste Schriftsteller dieser Gattung, sondern überzeugte in Qualität und Originalität. „Überall kommt eine verständnisvolle Menschenkenntnis zum Vorschein, die bei aller Gesellschaftskritik nicht in Zynismus oder Pessimismus mündet, sondern Hoffnung auf eine bessere Einrichtung der gebrechlichen Welt zum Ausdruck bringt“ (Prof. Dr. Wolfgang Mieder).

Dutzende Aphorismenbände liegen seit 1977 von ihm vor, ob „Ein gebildeter Kranker“, „Nächstenhiebe“ oder „Der Klügere gibt nicht nach“. Ab- bzw. nachgedruckt finden sich seine Geistesblitze, Denkanstöße und Feststellungen in Satire- und Fachzeitschriften, auf Kalenderblättern und in Bildbänden. Allein in H.-H. Skupys‘ „Das große Handbuch der Zitate von A bis Z“ (2004) wurden über 300 seiner Bonmots aufgenommen. Anerkennend verlieh ihm die Narrenakademie in Dülken in 2001 den Titel „Dr. humoris causa“. Das Deutsche Aphorismus Archiv in Hattingen wählte ihn zu seinem Ehrenvorsitzenden. Zu guter Letzt wurde ihm 2017 der Lehrer-Welsch-Sprachpreis für Literatur in Köln verliehen.

In unzähligen Aphorismen thematisierte Uhlenbruck auch das Laufen. Es fällt schwer hier eine Auswahl zu treffen. „Am Ende zieht sich ein Marathon immer mehr in die Länge“, mag Marathonläufer besonders ansprechen. Lauftherapeuten könnten an folgenden Aussagen Gefallen finden: „Laufen als Therapie: Was einen innerlich bewegt, kann man durch äußere Bewegung verarbeiten.“ „Laufen ist Psychotherapie ohne Psychotherapeuten – unter Zuhilfenahme der Beine.“ Oder: „Laufen ist die einzige Therapie, die nichts kostet, außer Zeit! Eine Ich-AG als AOK: Alles Ohne Kosten!“

Wie das Laufen, so war für Uhlenbruck auch das Lachen Medizin, Abbau von Stress, Verbesserung der Immunfitness. Und weil sein humoristisches Interesse keine Grenzen kannte, wirkte er, wenn seine Zeit es erlaubte, in einer Laienspielgruppe der VHS mit wie auch beim Buchprojekt „Humor als Kölsche Philosophie“ (Köln 2003). Zudem sprach er perfekt „Kölsch“.

Sportliche Auszeichnungen

Seine sportliche Karriere begann Uhlenbruck in der Gymnasialzeit erst als Boxer, dann als Läufer. Er war:

  • Deutscher Marathonmeister der Ärzte
  • Deutscher Vizemeister bei den Radfahrenden Ärzten (Straßenrennen & Zeitfahren).

Zitate seiner Aphorismen:

  • Manche halten einen ausgefüllten Terminkalender für ein ausgefülltes Leben.
  • Zeitungsenten bringen die Leser zum Schnattern.
  • Die ungeschminkte Wahrheit bringt immer Farbe ins Gesicht.
  • Wenn man Spaß an einer Sache hat, dann nimmt man sie auch ernst.
  • Frisch gesagt ist halb gewonnen.
  • Wir sind alles Nichtsnutze, das heißt, wir tun nichts, was uns nichts nützt.
  • Neidhammel = Ehrgeizige Schafe.
  • Man empfindet es oft als ungerecht, daß Menschen, die Stroh im Kopf haben, auch noch Geld wie Heu besitzen.
  • Inzwischen wissen wir, was uns noch blüht – nämlich immer weniger!
  • Das wirklich Rührende an der Liebe ist der Kochlöffel.
  • Karrieristen = Leute, welche andere vor ihren Karren spannen.
  • Auf dem Gipfel des Erfolgs steht auch ein Kreuz: für die Leichen, über die man gegangen ist. (Als Betriebsrat/Sozialpolitiker/Manager wissen Sie, wovon ich rede. Von der Rücksichtslosigkeit. Vom Egoismus. Als Christ sage ich: Wer sich so verhält, kann kein Christ sein. Denn das Christentum kreist im Kern um den einen Satz, der da lautet: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“)
  • An Karneval maskiert man sich, damit man die Maske fallen lassen kann.
  • Unsere Leistungsgesellschaft ist nicht eine Gesellschaft, in der nur Leistung gilt, sondern eine, welche bestimmt, was Leistung ist und wer sie leisten darf.
  • Manches wäre anders in der Welt, wenn man an manchen Dingen nichts verdienen würde.
  • Fanatiker lassen sich schon aus Überzeugung nicht überzeugen.
  • Ehrgeiz schafft viel, sogar einen selbst.
  • Sein Pferdefuß bestand darin, daß er nicht beschlagen war.
  • Wir sind ein Volk der Denker, denn wir denken immer daran, was andere wohl von uns denken.
  • Eine Änderung des Bewußtseins verändert unbewußt auch das Sein.
  • Guter Rat ist teuer, schlechter Rat kann teuer zu stehen kommen.
  • Man muß sich dauernd beherrschen, um die Beherrschung nicht zu verlieren.
  • Das Geheimnis des Autos: Man ist in seinen eigenen vier Wänden.
  • Erst haben die Menschen das Atom gespalten, jetzt spaltet das Atom die Menschen.
  • Aller Anfang ist leicht – wenn man ihn mit dem Ende vergleicht.
  • Zwischenmenschliche Beziehungen sind „mit Abstand“ die besten.

Tolles Portrait https://www.laufreport.de/portraits/personen/uhlenbruck/uhlenbruck.htm

Portrait https://www.aphorismen.de/autoren/person/3833/Gerhard%20Uhlenbruck

https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Uhlenbruck

>1.000 Aphorismen https://www.aphorismen.de/suche?f_autor=3833_Gerhard+Uhlenbruck


  • -

Thomas Wessinghage

Thomas Wessinghage (* 22. Februar 1952 in Hagen) ist ein deutscher Mediziner und ehemaliger Leichtathlet. Er stellte am 27. August 1980 in Koblenz den ältesten immer noch gültigen deutschen Rekord bei olympischen Laufdisziplinen der Männer über 1500 Meter (3:31,58 min) auf[1] und wurde 1982 in Athen Europameister über 5000 Meter Video.

Seine Karriere als Mittel- und Langstreckenläufer erstreckte sich über 20 Jahre. Im Jahre 1981 wurde er Leichtathlet des Jahres, 1985 erhielt er den Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis. Zeitweise war er mit der Mittelstreckenläuferin Ellen Wessinghage verheiratet.

Er erlief sich 22-mal den Titel Deutscher Meister. Die Europameisterschaft über 5000 Meter, die er 1982 gewann, war sein größter Erfolg. 1979 gewann er den Weltcup über 1500 Meter in Montreal, 1975 den Europacup über 1500 Meter in Nizza, 1983 über 5000 Meter in London. Er erzielte deutsche und Europarekorde, von denen die deutschen Rekorde über 1500 und 2000 Meter (4:52,20 min) noch immer Bestand haben.

Bei seinem Marathondebüt in Berlin 1989 lief Wessinghage 2:26 h.

Thomas Wessinghage wurde 22-mal Deutscher Meister, insbesondere über die 1500 Meter. Seinen größten Erfolg feierte er jedoch über die 5000 Meter. Bei den Europameisterschaften 1982 in Athen gewann er in dieser Disziplin Gold. Außerdem ging Wessinghage bei den Olympischen Spielen 1972 in München und den Olympischen Spielen 1976 in Montreal an den Start.

Alle Erfolge im Überblick:

  • 22-maliger Deutscher Meister
  • 1972: Olympiateilnehmer
  • 1975: Halleneuropameister (1500 m)
  • 1976: Olympiateilnehmer
  • 1977: Weltrekord mit der deutschen 4-mal-1500-Meter-Staffel (Wessinghage, Harald HudakMichael Lederer und Karl Fleschen), bis zum 4. September 2009 gültig
  • 1979: Weltcupsieger (1500 m)
  • 1980: Halleneuropameister (1500 m)
  • 1981: Halleneuropameister (1500 m)
  • 1982: Halleneuropameister (1500 m)
  • 1982: Europameister (5000 m)

https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Wessinghage

https://www.dhfpg.de/newsroom/aktuelles/details/thomas-wessinghage-rekordhalter-und-prorektor-der-dhfpg


  • -

Jürgen Reul

Ich bin seit   2014 erkrankt, dass leider an einer selteneren Form der ALS mit extrem viel Spastik und bulbärer Symptomatik.
Ich kann leider nicht mehr sprechen und schlucken. Ich bin tetraplegisch und anarthrisch und kann nichts mehr bewegen. Trotzdem finde ich auch noch Lebens Qualität.

Früher war ich Extremesportler und habe verrückte Sachen wie geht es unternommen.
Ich bin selbst Arzt und Patient gleichzeitig. Ich habe die Diagnose selbst gestellt.
Ich lebe in einer normalen Familie und wir haben eine kleine Tochter.
Meine Frau ist Krankenschwester und übernimmt die Pflege.
Wir versuchen so normal wie möglich zu leben und wohnen.
Ich kann leider nicht mehr arbeiten und schreibe jetzt Bücher. Das schreiben ist mühsam und anstrengend. Ich habe einen guten Computer mit Infrarotlicht Steuerung und schreibe mit den Augen. Zwar nicht mehr so schnell aber besser als gar nicht.
Ich habe einen kleinen Verlag für Literatur und Kunst gegründet und fördere junge Künstler und Autoren.

Das Leben ist anders als früher auch aber immer noch lebenswert.

Ausdauersport seit 10 Jahren:

Mehr als 30 Marathonläufe (Bestzeit 3:09),
5x Ironman,
Marathon des Sables (Ultramarathon 250 Kilometer durch die Sahara),
Besteigung des Kilimandscharo
Race Across America (5000 km langes Nonstop-Radrennen quer durch die USA von West nach Ost);
Transaustralien nonstop mit dem Rad, 4200 km in 7 Tagen

und verschiedene weitere Veranstaltungen

Ironman Klagenfurt
Trans-Europa-Tour
Drachenlauf Siebengebirge/Deutschland
Race Across Germany (mit dem Rad von Flensburg nach Oberammergau in 48 Stunden)

Weitere Sportarten:

Tauchen, Tennis, Paragliding, Segeln, Skifahren (seit einiger Zeit auch Motorradfahren und Taekwondo)

Jürgen Reul absolvierte eine Ausbildung zum Polizisten und arbeitete anschließend bei der Polizei.lice service


  • -

Ernst van Aaken

Ernst van Aaken (* 16. Mai 1910 in Emmerich; † 2. April 1984 in Schwalmtal-Waldniel) war ein deutscher Sportmediziner und Lauftrainer.

Ernst van Aaken wurde 1910 in Emmerich geboren. 1934 wurde er Westdeutscher Hochschulmeister im Stabhochsprung und erhielt eine Olympianomination für Gewichtheben. Von 1931 bis 1938 studierte er PhilologiePädagogikAstronomie und Medizin (Chirurgie) in Bonn. 1939 heiratete er Adelgundis Koenen, das Ehepaar bekam sieben Kinder. Im Zweiten Weltkrieg war van Aaken als Stabsarzt auf der Krim und im Elsaß tätig.

Als Stabhochspringer erzielte er am 21. Juli 1946 in Duisburg seine persönliche Bestleistung von 3,50 m.

Nach dem Krieg war van Aaken zunächst Assistenzarzt in Balve im Sauerland, bevor er 1947 nach Waldniel zog, wo er eine Praxis eröffnete, die sich auf Sportmedizin und offene Beine spezialisierte.

Der Waldnieler Arzt ging als „Laufdoktor“ und Erfinder des „Waldnieler Dauerlauftrainings“ in die Laufgeschichte ein. Als Sportmediziner, Trainer und Aktiver setzte er sich bereits vor Arthur Lydiard mit Vehemenz für den Langstreckenlauf und das Training der „reinen Ausdauer“ mit hohen Kilometerumfängen ein. Täglicher Dauerlauf (Radfahren, Skilanglauf etc.) für jedermann, für Frauen, Alte und Kinder, war seine Devise, dazu eine maßvolle Ernährung. Er bekämpfte das bis Mitte der 1960er Jahre vorherrschende Intervalltraining der Freiburger Schule. Ebenso förderte er den damals verbotenen Langlauf-Wettkampf für Kinder statt der anaeroben Mittelstreckenläufe. Er favorisierte ein Mischungsverhältnis von 40:1 zwischen reinem aeroben Training und anaeroben Belastungen.[1] Seine Trainingsempfehlungen entsprechen heute unter anderem dem Training der norwegischen Skilangläufer.

Er begründete weiterhin den Deutschen Verband Langlaufender Ärzte. Als Vorsitzender und Trainer des von ihm 1953 gegründeten kleinen niederrheinischen Sportvereins OSC Waldniel errang er mit seinen Aktiven insgesamt 15 deutsche Meistertitel und beriet darüber hinaus Läufer der Spitzenklasse, vor allem Harald Norpoth, der 1964 in Tokio Olympiazweiter über 5000 m wurde.

Am 16. September 1967 organisierte er in Waldniel einen Marathonlauf, in dem er heimlich zwei Frauen starten ließ. Eine von ihnen, Anni Pede-Erdkamp, wurde Dritte des Laufs und stellte dabei eine inoffizielle Weltbestleistung auf. Van Aaken gilt als wichtigster Pionier des Marathonlaufes für Frauen.[3]

1968 gehörte Ernst van Aaken zu den Gründern der Interessengemeinschaft älterer Langstreckenläufer, welche als erste Seniorensportorganisation eigene Meisterschaften durchführte und federführend war bei der Etablierung der allgemeinen Seniorenleichtathletikbewegung in Deutschland.

1972 wurde van Aaken beim abendlichen Lauftraining beim Kreuzen der Straße von einem Auto erfasst. Beide Beine mussten infolge seiner schweren Verletzungen amputiert werden.

Im Laufe der folgenden Jahre schrieb er eine Reihe von Büchern. Das bekannteste ist Programmiert für 100 Lebensjahre. Van Aaken hielt Vorträge, auch in den USA und Japan, und organisierte vor allem Frauenläufe über die Marathonstrecke und über 100 Meilen in seinem Heimatort Waldniel, heute Schwalmtal. Dort wurde er zum Ehrenbürger ernannt.

1976 wurde Ernst van Aaken mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Seine Praxis führte van Aaken bis zu seinem Tod 1984 fort. Er beriet aktive Läufer und insbesondere Herzinfarkt– und Krebspatienten in der Nachsorge durch therapeutisches Laufen.

Die Theorien van Aakens über die Bedeutung des reinen Ausdauerlaufes, die er durch Beobachtung, jedoch nur in den seltensten Fällen evidenzbasiert, entwickelte, haben sich nach und nach bewahrheitet, so der Schutz vor Herzkreislauferkrankungen, Prävention in Bezug auf Diabetes und das Metabolische Syndrom, deutliche Verringerung des Krebsrisikos vor allem bei Brust- und Prostata-Krebs, Reduktion des Depressions- und Demenz-Risikos, ausgeprägte anti-entzündliche Wirkung, Abbau von Bauchfett, Bremswirkung von Osteoporose, Anti-Aging Effekt, Verbesserung des Fettstoffwechsels etc.[5]

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_van_Aaken

https://en.wikipedia.org/wiki/Ernst_van_Aaken

Portrait


  • -

Karl-Heinz Kienle

Sportmedizinisch kann er auf eine lange eigene Erfahrung in Ausdauersportarten zurückblicken, „Mein letzter Marathon ist leider mittlerweile dreißig Kilo her“, meint er mit einem Lächeln und einem Augenzwinkern. Besonderes Wissen hat er über alle Sportarten, die unter der Wasseroberfläche ausgeübt werden. 15 Jahre Nationalmannschaftsarzt und 7 Jahre Fachbereichsleiter Leistungs- und Wettkampfsport im Verband Deutscher Sporttaucher, mehrere  Jahre Chairman der Subcomission „Sportsmedicine“ des Weltverbandes CMAS, dazu Publikationen im „Handbuch der Sporttraumatologie“, in „Tauchen noch sicherer“ und bei unzähligen Kongressen – das kann ihm niemand nehmen.

web

wikipedia DE
wikipedia EN

youtube – vimeo

facebook – twitter – instagram

work


  • -

Melanie Aalburg

ihr eigener Bericht (EN):

Date of birth: 07.04.1974
Place of birth: Berlin (Germany)
Place of living: Berlin

Between school and university I worked for several months as a volunteer for the Missionaries of Charity (Mother Teresa) in the slums of Calcutta (India) . The strong impressions encouraged me to study Medicine…

1993: I started studying medicine at the Humboldt University of Berlin (Germany)
2003: Specialization in Sports Medicine
2004: Specialization in Nutritional Medicine
2004: PhD thesis under Prof. Dr. M. Obladen
Department of Neonatology, Rudolph-Virchow Klinikum Berlin
Study of minerals and trace elements in 10 infants with extremely low birth weight of less than 1000g
2006: Certification for Travel-and Tropical Medicine
2007: Specialization in General Medicine

My main hobby is sailing:

Since my early childhood I have been sailing on the river Havel in Berlin. My passion for sailing has been passed on to me by my parents and grandparents.
Since 1985: Member of „Segler-Verein Stößensee Berlin“

My highlights in offshore sailing:

1985: Hamburg – Reykjavik (Island)- Faeroe Islands – Shetlands – Hamburg
1989: Hamburg – North-Cape (Norway) – Hamburg
(I did single-handed nightshifts in the age of 15)
1992: My twin sister and I celebrated our 18th birthday together in a heavy storm on the Atlantic Ocean on our way to Madeira
(my parents and a few dolphins were our guests…)
1999: Crossed the South Atlantic in 29 days from
Buenos Aires – Cape Town as a crewmember on board the 18m sailing yacht of the famous German sailor „Manfred Kerstan“
2006: Became member of the first German ladies-only team for the transatlantic race „HSH Nordbank blue-race“ from
Newport (USA) – Hamburg (Germany)
My Job: helmsman, navigation, medicine on board,
fitness trainer of the team

My highlights in racing:

2000: 10th place, European Championship, Laser-II, Travemünde (Germany)
2003: 17th place, World Championship, Laser-II class, Hoorn, (Netherlands)
2003/ 2005: 1st place, German open, Laser-II class, Warnemünder Woche
2006: HSH Nordbank pre blue race, X-482 class, as Co-Skipper in a ladies-only team
2006: 1st place, Berlin Yardstick Masters, Esse class, Berlin

….and I also have some other Hobbies:

Music
1987: I started playing Violin in a school orchestra
since 2002: Member in the „Junges Sinfonie-Orchester Berlin-Spandau“
Running
1996, 2003 and 2005: Ran the Berlin Marathon [Aalburg, Dr. Melanie 04:16:32 Berlin Marathon]

web

wikipedia

youtube – vimeo

facebook – twitter – instagram

work