Category Archives: PolitikerDocs

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Christos Pantazis

Christos Pantazis (* 9. Oktober 1975 in Hannover)[1] ist ein deutscher Arzt und Politiker (SPD). Er ist seit dem 26. Oktober 2021 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Zuvor war er von Februar 2013 bis November 2021 Mitglied des Niedersächsischen Landtages und dort ab November 2017 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.

1998           Eintritt in die SPD
2001 – 04   Wahl in den Ortsrat Seelze (dort Fraktionsvorsitzender)
2003 – 05   Sprecher der Jusos im SPD Bezirk Hannover
2003 – 04   Stellv. Vorsitzender der Jusos Niedersachsen
2009           Mitglied im Vorstand der SPD Braunschweig
2011 – 15   Stellv. Vorsitzender der SPD Braunschweig
2011           Mitglied des Vorstandes der SPD-Fraktion im Rat der Stadt
2012 – 13   Vorsitzender der SPD Bebelhof – Viewegsgarten
2013 – 21   Mitglied des Nds. Landtages für den Wahlkreis 1 | Braunschweig-Nord
2015           Vorsitzender der SPD Braunschweig | Mitglied im Vorstand des SPD-Bezirks Braunschweig
2016 – 21   Mitglied der Verbandsversammlung im Regionalverband Großraum Braunschweig
2017 – 21   Stellv. Vorsitzender der SPD-Fraktion im Nds. Landtag 
2017 – 21   Sprecher der Braunschweiger Gruppe auf Landesebene
2019           Stellv. Vorsitzender des SPD-Bezirks Braunschweig
2021           Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis | Braunschweig
2022           Stellv. gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
2022           Sprecher der Braunschweiger Gruppe auf Bundesebene
2023           Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des SPD-Bezirks Braunschweig
2023           Stellv. Vorsitzender der Landesgruppe Nds./HB in der SPD-Bundestagsfraktion

https://christos-pantazis.spd.de

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/christos-pantazis


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Marcos Aguinis

Marcos Aguinis (* 15. Januar 1935 in CórdobaArgentinien) ist ein argentinischer Neurochirurg und Schriftsteller.

Aguinis‘ Vater wanderte 1928 aus Bessarabien nach Buenos Aires ein und zog alsbald zu Verwandten, die in Cruz del Eje in der Provinz Córdoba lebten. Als Schulkind litt Marcos Aguinis wegen seiner jüdischen Herkunft unter der Diskriminierung durch Klassenkameraden und einzelne Lehrer. Bei der Judenverfolgung in Deutschland wurden all seine in Europa verbliebenen Familienmitglieder umgebracht. Nach seiner Bar Mitzwa begann er sich intensiv mit Literatur und Religion zu beschäftigen. Er lieh sich Bücher über die Bibel und über Israel in der öffentlichen Bücherei aus. Unter anderem las er Stefan Zweig, die „History of the Religion of Israel“ von Julio Nin y SilvaEmil Ludwigs Buch „Der Menschensohn“, „Muhammad and the Koran“ des Spaniers Rafael Cansinos Assens und „Das Leben Jesu“ von Ernest Renan. Die Lektüre von Renans Buch war der Anfang seiner Glaubenszweifel. Heute ist Aguini Agnostiker.

Schon während seiner Schulzeit begann er Erzählungen zu schreiben. Nach Beendigung der Schulausbildung studierte er zunächst PsychiatrieNeurologie und Psychoanalyse. Als Dreiundzwanzigjähriger erhielt er ein Stipendium für ein Studium der Neurochirurgie in Buenos Aires. Sein Medizin- und Psychiatriestudium setzte er am Hôpital de la Salpêtrière in Frankreich sowie in Freiburg i. Br. und Köln mit Hilfe eines Stipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung fort. Nach seiner Rückkehr aus Europa promovierte er an der Universität Córdoba und arbeitete zunächst als Neurochirurg an der „Southern Regional Clinic“. Während dieser Zeit publizierte er seine ersten Erzählungen.

Aguinis veröffentlichte sein erstes Buch im Jahr 1963. Seitdem hat er zahlreiche Romane, Essaybände, Kurzgeschichtensammlungen und zwei Biographien veröffentlicht. Seine Artikel in Zeitungen und Zeitschriften in Lateinamerika, den USA und Europa umfassen ein breites Spektrum von unterschiedlichen Themen. Er hielt zahlreiche Vorträge und bot Kurse in DeutschlandSpanien, den USAFrankreichIsraelRusslandItalien und in fast allen lateinamerikanischen Ländern an.

Während der Diktaturzeit in Argentinien war die Verbreitung von Aguinis’ Werken Beschränkungen unterworfen. Einige seiner Werke konnten nur im Ausland erscheinen und illegal ins Land gebracht werden.

Als Argentinien im Dezember 1983 zur Demokratie zurückkehrte, wurde Aguinis zum Staatssekretär ernannt und dann zum Kultursekretär des Landes. Er organisierte die PRONDEC, ein nationales Programm für die Demokratisierung der Kultur, das von der UNESCO und der UNO unterstützt wurde. Er startete damit intensive Aktivitäten zur Sensibilisierung der Bevölkerung für ihre Rechte, Pflichten und Möglichkeiten, eine echte Demokratie zu entwickeln. Für seine Arbeit wurde er von der UNESCO für den „Peace Education Prize“ nominiert.

https://www.youtube.com/@AguinisMarcos/featured


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Jacques Rogge

Jacques, Graf Rogge KCMG (* 2. Mai 1942 in Gent; † 29. August 2021[1] in Deinze) war ein belgischer Sportfunktionär. Von 2001 bis 2013 war er Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne (Schweiz).

Nach seiner schulischen Ausbildung am Sint-Barbaracollege, einem Genter Jesuitenkolleg, studierte Jacques Rogge an der Universität Gent, wo er in orthopädischer Chirurgie promovierte. Er nahm in den Jahren 19681972 und 1976 im Segeln an Olympischen Sommerspielen teil. Dabei erreichte er als beste Platzierung 1972 im Finn Dinghy einen 14. Platz. Außerdem spielte er für die belgische Rugby-Nationalmannschaft.

1991 wurde er Mitglied des IOC und Präsident des belgischen Nationalen Olympischen Komitees. Am 16. Juli 2001 wurde er bei der 112. Vollversammlung des IOC in Moskau als Nachfolger von Juan Antonio Samaranch für zunächst acht Jahre zum achten Präsidenten des IOC gewählt. Die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City waren seine ersten als IOC-Präsident, und in jenem Jahr wurde er auch durch den belgischen König Albert II. in den Adelsstand erhoben; sein Titel war der eines Comte (französisch) oder Graaf (niederländisch).

Einer der Kernpunkte seiner Politik war die Beschränkung der Anzahl der Olympiateilnehmer auf 10.000. Zudem setzte er sich gegen den fortschreitenden Gigantismus bei Bauvorhaben und gegen die Kommerzialisierung ein.

Am 9. Oktober 2009 wurde Jacques Rogge bei der 121. Vollversammlung des IOC in Kopenhagen für eine vierjährige zweite Amtsperiode wiedergewählt. Eine erneute Kandidatur im Jahr 2013 war nach den Statuten des IOC nicht vorgesehen. Der Deutsche Thomas Bach wurde zu Rogges Nachfolger gewählt.

Jacques Rogge war verheiratet und hatte zwei Kinder. Er starb Ende August 2021 im Alter von 79 Jahren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Rogge

https://en.wikipedia.org/wiki/Jacques_Rogge


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Paolo Mantegazza

Paolo Mantegazza (* 31. Oktober 1831 in MonzaKaisertum Österreich; † 28. August 1910 in San Terenzo) war ein italienischer NeurologePhysiologe und Anthropologe sowie ein bedeutender Arzt und Bewusstseinsforscher. Mantegazza publizierte mehrere Arbeiten über die Wirkungen psychotroper Pflanzen auf das menschliche Bewusstsein, zahlreiche andere wissenschaftliche Schriften und mehrere Romane, die zu seiner Zeit Bestseller waren, inzwischen jedoch nahezu in Vergessenheit geraten sind.

Mantegazza studierte zuerst in Pisa und Mailand Medizin und schloss sein Studium 1854 in Pavia ab. Danach bereiste er Indien und Südamerika, wo er in Argentinien und in Paraguay als Arzt praktizierte. 1858 kam er nach Italien zurück und wirkte in Mailand als Chirurg. 1860 wurde er als Professor für Pathologie an die Universität zu Pavia berufen, wo er das erste Institut für allgemeine Pathologie in Europa gründete. 

1870 wurde Mantegazza Professor der Anthropologie am Istituto di Studi Superiori in Florenz. Hier gründete er das Museo Antropologico-Etnografico di Firenze (anthropologisches und ethnographisches Museum) sowie 1871 mit Felice Finzi die noch heute erscheinende Fachzeitschrift Archivio per l’Antropologia e l’Etnologia. Zu jener Zeit standen Kultur und Wissenschaft in Italien weit mehr als heute unter dem Einfluss der katholischen Kirche. Mantegazza wurde immer wieder von kirchlichen Kreisen angefeindet, insbesondere weil er ein Verfechter des Darwinismus und Atheist war.[2] Von 1868 bis 1875 hatte er einen regen Briefwechsel mit Charles Darwin.

Pionier der Drogenforschung

Bei seiner mehrjährigen Tätigkeit als Arzt in Südamerika beobachtete Mantegazza die Gewohnheit der einheimischen Kokabauern, die Blätter der Kokasträuche zu kauen. Im „Dienst der Wissenschaft“ begann er es ihnen nachzutun mit drei Tagesdosen von je drei Gramm Kokablättern. 1859 publizierte er die Schrift Sulle virtù igieniche e medicinali della coca e sugli alimenti nervosi in generale (Über die hygienischen und medizinischen Vorzüge des Koka und die Nervennahrung im Allgemeinen), für die er eine Auszeichnung erhielt und die sowohl in Italien wie auch im Ausland für großes Aufsehen sorgte. Aufgrund der Tatsache, dass Mantegazza in seinen Schriften zwischen coca und cocaina unterscheidet, wird vermutet, dass er bereits 1859 das Alkaloid Kokain aus den Kokablättern extrahiert und selbst eingenommen hatte. Mantegazza wird in der Literatur deshalb oft mit Kokain in Verbindung gebracht, doch sein Interesse für die Wirkungen psychotroper Substanzen reichte viel weiter, und er publizierte zahlreiche Schriften mit Abhandlungen über die berauschende Wirkung von diversen Rauschmitteln wie AlkoholMateGuaranáOpiumHaschischKava oder auch Ayahuasca (agahuasca) und klassifizierte sie 1859 nach ihren Wirkungen, mehr als sechzig Jahre bevor Louis Lewin seine Klassifikation 1924 in seinem Werk Phantastica vornahm.

Sexualwissenschaft

Nahezu vergessen, zu seiner Zeit herausragend waren seine vielfachen Publikationen auf dem erst später konstituierten Gebiet der Sexualwissenschaft: Fisiologia del piacere (1854); Fisiologia dell’amore (1873); Igiene dell’amore (1886); Gli amori degli uomini – Saggio di una etnologia dell’amore (1886) und Fisiologia della donna (1893) – in denen er Beobachtungen, eigene Experimente und anthropologisch-ethnologische Ergebnisse umfangreicher Sammlungen, Recherchen und Reisen zusammenfasst im Sinne einer „Phänomenologie der heterosexuellen Liebe… die ihresgleichen in der Geschichte der Sexualwissenschaft sucht.“ – Schon mit 22 Jahren verfasst er „Grundzüge der Edonologie oder der Wissenschaft vom Genusse“ (heute als Hedonismus zu verstehen) und wendet sich gegen „falsche Puritaner“ bzw. den „trüben, stinkenden Nebel der Heuchelei“ (Volkmar Sigusch in: Deutsches Ärzteblatt 7/2007 – s. Weblink).

„Wo eine schöne Frau erscheint, sprudeln alle menschlichen Energien aus ihren kampferprobten Quellen: Alles Beste und Schlechteste im Mann springt hervor, um ihr zu huldigen oder sie neidisch zu beleidigen.“
(Paolo Mantegazza, Das weibliche Konzept im Wandel der Zeit, Nuova Antologia, 15. Januar 1893)

Von 1865 bis 1876 war Mantegazza Deputierter von Monza in der italienischen Abgeordnetenkammer und ab 1876 Senator im Königreich Italien.


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Salvador Allende

Salvador Guillermo Allende Gossens [salβaˈðoɾ ɣiˈjeɾmo aˈjende ˈɣosens] (* 26. Juni 1908 in Valparaíso; † 11. September 1973 in Santiago de Chile) war ein chilenischer Arzt und Politiker. Von 1970 bis 1973 war er Präsident von Chile. Seine Präsidentschaft war der Versuch, auf demokratischem Wege eine sozialistische Gesellschaft in Chile zu etablieren. Allende wurde durch einen Militärputsch im Jahr 1973 gestürzt, in dessen Verlauf er sich das Leben nahm.

Allende begann in den späten 1920er Jahren als Medizin-Student der Universidad de Chile politisch aktiv zu werden. Er beteiligte sich an Protesten gegen die Diktatur von Oberst Carlos Ibáñez del Campo und wurde zum stellvertretenden Präsidenten der Föderation chilenischer Studenten (FECH) gewählt. 1929 trat er sowohl den Freimaurern[5] als auch der Gruppe „Avance“ („Vorwärts“) bei.[6] In beiden Organisationen knüpfte er wichtige Kontakte für seine spätere politische Laufbahn.

Nach der Niederschlagung eines von Marmaduque Grove angeführten Aufstandes gegen die Ibáñez-Diktatur wurde Allende verhaftet, später jedoch wieder freigelassen. Kurz darauf wurde er Sekretär der 1933 gegründeten Sozialistischen Partei für die Region Valparaíso.

1952 war Allende erstmals Präsidentschaftskandidat, belegte aber nur den vierten Platz. 1954 bekleidete er das Amt des stellvertretenden Senatspräsidenten. 1958 war er wieder Präsidentschaftskandidat des Linksbündnisses Frente de Acción Popular (FRAP), unterlag jedoch sehr knapp dem von den Rechtsparteien unterstützten Unternehmer Jorge Alessandri Rodríguez. 1964 kandidierte er erneut für das Präsidentenamt, unterlag aber deutlich dem Christdemokraten Eduardo Frei. Grund für diese letzte Wahlniederlage war, dass die konservativen Parteien in letzter Minute den eher progressiven Frei unterstützten, sowie die massive Unterstützung der Christdemokraten durch die CIA[7].

1966 wurde Allende zum Senatspräsidenten gewählt. 1968 wurde sein Rücktritt gefordert, als er die Überlebenden der Guerillatruppe um Che Guevara in Bolivien unter seinen persönlichen Schutz stellte. Im gleichen Jahr verurteilte er den sowjetischen Einmarsch in Prag.

Namensgeber

Nach dem Ende der Militärdiktatur in Chile wurde Allendes Leichnam von Valparaíso, wo man ihn nach dem Putsch unter Ausschluss der Öffentlichkeit beerdigt hatte, nach Santiago de Chile überführt und dort auf dem Hauptfriedhof beigesetzt. An der Beerdigung nahmen mehrere hunderttausend Menschen teil. Eine Statue Allendes befindet sich neben dem Präsidentenpalast La Moneda.

Salvador Allende wurde nach seinem Tod vor allem in den sozialistischen Staaten Europas geehrt. Im Berliner Bezirk Köpenick ist das Salvador-Allende-Viertel nach ihm benannt. Auch in Wittenberge (Brandenburg) gibt es ein Allendeviertel. In der Universitätsstadt Greifswald führte in der DDR die Betriebsberufsschule des VEB Kombinat Ingenieur-Tief- und Verkehrsbau Rostock den Namen Dr. Salvador Allende. Auf dem Schulhof befand sich ein „Allende-Gedenkstein“. Diese Bildungseinrichtung wurde nach der Wende aufgelöst. Zwei der ehemaligen Gebäude wurden zu einem Studentenwohnheim sowie Requisitenlager des Theaters umfunktioniert, vor dem sich der Gedenkstein befindet. In Jena ist ein Platz im Stadtteil Lobeda-Ost und in BautzenChemnitzLudwigsfeldeMagdeburgNeubrandenburgRostockFrankfurt (Oder)WaltershausenWeimarWittenberge und Zwickau sind Straßen nach Allende benannt. In Bernburg (Saale) in Sachsen-Anhalt wurde 1973 das damals neue Wohngebiet am Kirschberg Dr.-Salvador-Allende-Siedlung genannt und eine Gedenktafel an der Ecke zur Dr.-John-Rittmeister-Straße aufgestellt, welche 2007 „auf unbestimmte Zeit […] eingelagert“ wurde.[33] Die Sekundarschule in Klötze (Sachsen-Anhalt) trägt den Namen „Dr. Salvador Allende“,[34] ebenso eine Grundschule in Chemnitz.[35] Eine Grundschule in Rheinsberg (Brandenburg)[36] trug bis 2018 seinen Namen.[37]

In der Bundesrepublik wurde in der Hansestadt Hamburg 1983 der ehemalige Bornplatz in Allende-Platz umbenannt. Er befindet sich neben dem Gelände der Universität Hamburg in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Talmud-Tora-Schule. In Oer-Erkenschwick nennt die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken ihre Bildungsstätte seit deren Eröffnung Ende der 1970er Jahre Salvador-Allende-Haus. Auch in BerlinBremen und Frankfurt am Main gibt es eine Salvador-Allende-Straße. In Berlin gibt es darüber hinaus das Salvador-Allende-Viertel.

https://de.wikipedia.org/wiki/Salvador_Allende

https://en.wikipedia.org/wiki/Salvador_Allende


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Carlo Levi

Graziadio Carlo Levi oder Carlo Lèvi (geboren 29. November 1902 in Turin; gestorben 4. Januar 1975 in Rom) war ein italienischer Schriftsteller, Maler, Arzt und Politiker.

Carlo Levi stammte aus einer großbürgerlichen assimilierten jüdischen Familie; seine Eltern waren Ercole Levi und Annetta Treves. 1917 oder 1918 schrieb er sich zum Medizinstudium an der Universität Turin ein, das er 1924 abschloss.[1] Er arbeitete zwar von 1924 bis 1928 als Assistenzarzt an einer Turiner Klinik, praktizierte aber nie als regulärer Arzt, da er sich mehr für Politik und Malerei, der er sich ab 1923[2] intensiv widmete, interessierte. So wurde er Mitglied der von Piero Gobetti geleiteten Gruppe Rivoluzione liberale („Liberale Revolution“), verbrachte einige Zeit in Paris und nahm 1929 an der Ausstellung Sei pittori di Torino („Sechs Turiner Maler“) teil.

Weil er zusammen mit Carlo und Nello Roselli 1929 die antifaschistische Gruppe Giustizia e Libertà („Gerechtigkeit und Freiheit“) gegründet hatte und sie zusammen mit Leone Ginzburg leitete, wurde Levi von der faschistischen Regierung im Frühjahr 1934 für zwei Monate in Rom inhaftiert und im Mai 1935 in die süditalienische Region Lucania (Lukanien, heute Basilicataverbannt. Dort verbrachte er, nach einiger Zeit im Städtchen Grassano, die Zeit von September 1935 bis Mai 1936 in dem Dorf Aliano, wo er wegen des Elends der Einwohner unentgeltlich und mit geringen Mitteln als Arzt praktizierte, bis die Provinzverwaltung ihm auch dies untersagte und Behandlungen nur noch heimlich möglich waren. Nebenbei malte er Menschen und Landschaft und erkundete die Bräuche der Einwohner, besonders Magie und Aberglauben.

Nachdem er 1936 vorzeitig durch eine Generalamnestie freikam, die der faschistische Staat zur Feier der Annexion Abessiniens im Abessinienkrieg ausgerufen hatte, ging Levi ins Exil und übernahm von Paris aus die Leitung der Gruppe Giustizia e Libertà. 1941 kehrte er nach Italien zurück, wurde in Florenz festgenommen und eingekerkert. Nach dem Sturz Mussolinis wurde er freigelassen, suchte Zuflucht im Palazzo Pitti und schrieb dort 1943/1944 sein Buch Cristo si è fermato a Eboli (erschienen 1945, s. u.), in dem er seine Erinnerungen an die Zeit in Aliano festhielt, wobei er für Aliano den leicht verschlüsselten Namen Gagliano wählte.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zog Levi nach Rom, wohnte und lebte seitdem in der Villa Strohl-Fern[3] und arbeitete einige Zeit als Herausgeber der Zeitschrift Italia libera, die zum Partito d’Azione („Partei der Aktion“) gehörte. Er malte weiter (seine Bilder wurden in verschiedenen Ländern Europas und in den USA ausgestellt) und schrieb weitere Bücher (siehe unten). 1963 wurde er als Unabhängiger auf der Liste der Kommunistischen Partei in den Senat gewählt, dessen Mitglied er bis 1972 blieb.

Carlo Levi starb 1975 in einem römischen Krankenhaus an Lungenentzündung. Gemäß seinem ausdrücklichen testamentarischen Wunsch wurde er auf dem Friedhof von Aliano bestattet, der während seiner Verbannung dort einer seiner liebsten Aufenthaltsorte war.

https://de.wikipedia.org/wiki/Carlo_Levi

https://en.wikipedia.org/wiki/Carlo_Levi


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Arnd Felten

1988 — 1992Grundschule Zornheim
1992 — 1998Rabanus-Maurus-Gymnasium, Mainz
1998 — 1999Highland High School, Pocatello, ID (USA)
1999 — 2001Rabanus-Maurus-Gymnasium, Mainz
2001 — 2002Civil Service for the Rotes Kreuz Rettungsdienst Rhein-Nahe GmbH, Mainz
2002 — 2004Study of Computational Engineering,
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (no degree)
2004 — 2006Study of Medicine,
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
2006 —Study of Medicine,
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

http://www.arnd.info

work

https://www.xing.com/profile/Arnd_FeltenMHBA/web_profiles

https://www.linkedin.com/in/arnd-felten

https://www.spital-emmental.ch/Aerztliche_Fachpersonen/?docId=1473

https://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/europas-superhirn-gipfel-invasion-der-intelligenzler-a-569413.html


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Margaret Chan

Margaret Chan Fung Fu-chun (chinesisch 陳馮富珍 / 陈冯富珍; * 1947 in Hongkong) war von 2006 bis 2017 Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (im Mai 2012 wurde sie für eine zweite Amtsperiode bis zum 30. Juni 2017 gewählt). Sie war die erste Chinesin, die einer UN-Sonderorganisation vorstand.

Biografie

Margaret Chan schloss ihr Medizinstudium an der kanadischen Universität von West-Ontario ab. Zurückgekehrt nach Hongkong, trat sie 1978 in die Gesundheitsbehörde der damaligen britischen Kronkolonie ein. Von 1994 bis 2003 war sie Gesundheitsdirektorin in der Regierung von Hongkong. In dieser Funktion war sie auch verantwortlich für die Bekämpfung der Vogelgrippe H5N1 (1997) und von SARS im Jahr 2003, dessen Ausbruch in Hongkong fast 300 Todesopfer forderte. Für ihre zögerliche Haltung bei der Bekämpfung von SARS wurde sie von der Öffentlichkeit und vom Parlament kritisiert.[2] Andererseits kam eine von der Regierung eingesetzte Expertenkommission zum Schluss, dass ihr das Missmanagement nicht zugerechnet werden konnte.

Noch im selben Jahr verließ sie ihr Amt, um bei der WHO eine Stelle als Direktorin der Abteilung zum Schutz der menschlichen Umwelt anzunehmen. Im Jahr 2005 wurde sie Direktorin der WHO-Abteilung für die Überwachung und Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten sowie Stellvertreterin des Generaldirektors für den Bereich GrippePandemie.

Sie wurde wegen ihrer Zustimmung zur Einstufung der durch das Influenza-A-Virus H1N1 verursachten Schweinegrippe von 2009/10 als Pandemie stark kritisiert, da für dieses Virus die Kriterien für eine Pandemie heruntergesetzt wurden[4]. Auch Mitglieder des Europarates kritisierten Chan, allen voran der deutsche Mediziner und Politiker Wolfgang Wodarg (SPD), Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.[5] Die Vorwürfe einer überhasteten Vorgehensweise wurden von der WHO zurückgewiesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Margaret_Chan


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Michelle Bachelet

Verónica Michelle Bachelet Jeria [beˈɾonika miˈtʃel βaʃeˈlet ˈxeɾja] (* 29. September 1951 in Santiago de Chile) ist eine chilenische Chirurgin[1] und Politikerin (PS). Von 2006 bis 2010 sowie von 2014 bis 2018 war sie Präsidentin Chiles und damit die erste Frau in diesem Amt. Vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2022 war sie Hohe Kommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen. In der Zwischenzeit war sie Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen als geschäftsführende Direktorin (Executive Director) der UN-Frauen-Organisation UN Women.

Michelle Bachelet wurde nach der französischen Schauspielerin Michèle Morgan benannt.[2] Sie ist die Tochter des Generals der chilenischen LuftwaffeAlberto Bachelet, der beim Putsch 1973 in Chile Präsident Salvador Allende loyal geblieben war und von Angehörigen des Regimes von Augusto Pinochet gefangen genommen und gefoltert wurde. Im Jahr darauf erlitt er einen tödlichen Herzinfarkt im Gefängnis. Michelle und ihre Mutter flohen über Australien in die DDR. Über die Zeit vor ihrer Flucht berichtete Bachelet – 2013, kurz vor der Präsidentschaftswahl – von eigenen Erfahrungen im Foltergefängnis „Villa Grimaldi“ im Januar 1975: „Mein Kopf steckte in einer Kapuze und man hat mich beleidigt, bedroht, auch mal geschlagen. Aber die Parrilla, ein Foltergerät bestehend aus einem Bettgestell für Elektroschocks, auf Spanisch wörtlich Grill genannt, ist mir erspart geblieben.“[3] Am Herder-Institut der Universität Leipzig lernte sie Deutsch.[4] An der Humboldt-Universität zu Berlin studierte sie Medizin. Am 19. Oktober 2006 wurde sie mit der Ehrendoktorwürde der Charité ausgezeichnet.[5] Gewürdigt wurden damit ihre Verdienste um das Gesundheitswesen und die Versorgung unterprivilegierter Menschen, die sie als Kinderärztin und Politikerin in Chile erwirkt hat.

2019 wurde ihr die Ehrenbürgerschaft der Stadt Montreal verliehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Michelle_Bachelet

https://en.wikipedia.org/wiki/Michelle_Bachelet

https://www.youtube.com/results?search_query=michelle+bachelet

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Marion Kiechle

Marion Brigitta Kiechle (ehemals Kiechle-Schwarz; * 4. April 1960 in Oberkirch) ist eine deutsche Medizinerin, Wissenschaftlerin, Buchautorin und ehemalige Politikerin (CSU). Seit Oktober 2000 ist sie Direktorin der Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar der TU München und Inhaberin des Lehrstuhls für Gynäkologie und Geburtshilfe

Am 21. März 2018 wurde sie von Markus Söder als bayerische Wissenschaftsministerin in sein Kabinett berufen. Kiechle ist Vorsitzende der Bayerischen Bioethik-Kommission und stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Ethikkommission zur Stammzellforschung. Zunächst parteilos, trat sie im April 2018 der CSU bei und wurde am 21. desselben Monats auf den aussichtslosen Platz 5 der Bezirksliste Oberbayern für die Landtagswahl in Bayern 2018 gesetzt. Nach dem Ablauf der Legislaturperiode im November 2018 schied sie aus der Regierung aus und kehrte an die TUM zurück.

Engagement

Seit 2021 ist Marion Kiechle Vorsitzende des Kuratoriums für das Projekt Hospiz-Haus des Lebens in München. Seit Februar 2023 ist sie Mitglied des Verwaltungsbeirats des FC Bayern München.

Privates

Seit April 2010 ist sie in vierter Ehe mit dem Fernsehjournalisten und Sportkommentator Marcel Reif verheiratet. Davor war sie mit einem Sonderschullehrer und zwei Ärzten verheiratet

https://www.professoren.tum.de/kiechle-marion

https://de.wikipedia.org/wiki/Marion_Kiechle

https://www.facebook.com/prof.kiechle