William Carlos Williams

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William Carlos Williams

William Carlos Williams (* 17. September 1883 in RutherfordNew Jersey; † 4. März 1963 ebenda), oft abgekürzt WCW, war ein US-amerikanischer Arzt und Lyriker.

Williams’ Leben konzentrierte sich fast vollständig – sieht man von seinen Europa-Reisen ab – auf seine Heimatstadt Rutherford in New Jersey, wo er seit 1910 als Arzt (M.D.) praktizierte.

Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war Williams lange als Arzt tätig und praktizierte sowohl Kinderheilkunde als auch Allgemeinmedizin. Er war dem Passaic General Hospital angeschlossen, wo er von 1924 bis zu seinem Tod als Chefarzt der Kinderheilkunde fungierte. Das Krankenhaus, das heute St. Mary’s General Hospital heißt, würdigte Williams mit einer Gedenktafel mit der Aufschrift „Wir gehen die Stationen, die Williams ging“.

Im Gegensatz zu Pound, der sich nach europäischen Vorbildern richtete, forderte William Williams in seiner Essaysammlung In the American Grain (1925) eine einfache, aber dennoch avantgardistische Poesie, die sich an der gesprochenen Sprache und der amerikanischen Alltagswelt orientieren sollte.

Williams schreibt in seiner bereits 1951 veröffentlichten[5] Autobiografie: „Ezra war immer sehr darauf bedacht, die Kluft zwischen meinen Bildungslücken und seiner souveränen Gelehrtheit zu überbrücken. Da er mich hierbei keineswegs gönnerhaft behandelt, lasse ich es mir gefallen. Es macht mir aufrichtig Kummer, dass meine literarischen Kenntnisse den seinigen so weit unterlegen sind. Ich respektiere sein Unbehagen und versuche mein Bestes, mich auf seine gutgemeinten Bemühungen einzustellen.“[6] Wenn Williams sich in der europäischen Literatur weniger gut auskannte als Pound, so bemühte er sich auf seiner Europareise, diesen Mangel zu beheben, da er sich vor allem in Paris mit namhaften europäischen Schriftstellern, Intellektuellen und Malern traf. 

Seine frühen Gedichte sind noch stark vom europäischen Dadaismus und Surrealismus geprägt. 1923 schrieb er sein bis heute wohl bekanntestes Gedicht This is Just to Say.[10] Zusammen mit Pound und Eliot schloss er sich um 1912 den Imagisten an, einer anglo-amerikanischen literarischen Bewegung. Seine Freundschaft zu Pound zerbrach später an künstlerischen Meinungsverschiedenheiten und an Pounds Unterstützung für den italienischen Faschismus, was ihn jedoch nicht daran hinderte, den in den USA internierten Pound zu besuchen (siehe Autobiografie).

Infolge seines dritten Schlaganfalls (den ersten hatte er 1951) im Oktober 1955 erlitt er eine Lähmung, wodurch sich sein Arbeitstempo verlangsamte. Dennoch brachte er sich selbst bei, mit seiner nicht-gelähmten Hand auf einer elektrischen Schreibmaschine zu tippen.

Im Alter von 79 Jahren starb der Dichterarzt William Carlos Williams im März 1963 in Rutherford, New Jersey, nach einer weiteren Serie schwerer Schlaganfälle.

Audio William Carlos Williams https://writing.upenn.edu/pennsound/x/Williams-WC.php

https://de.wikipedia.org/wiki/William_Carlos_Williams

https://en.wikipedia.org/wiki/William_Carlos_Williams


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Peter Robert Berry

Peter Robert Berry (* 11. September 1864 in St. Moritz; † 14. November 1942 ebenda) war ein Arzt und Maler aus St. Moritz im Kanton Graubünden.

Peter Robert Berry wurde als ältester Sohn des Churer Arztes Peter Berry I und seiner Frau Cecilia Berry-Stoppani geboren. Peter Berry kam auf Anraten seines Schwagers, dem Hotelier Johannes Badrutt, nach St. Moritz und war als einer der ersten Kurärzte im 1864 eröffneten «Neuen Kurhaus» tätig.

Berry besuchte – zusammen mit Andrea Robbi – die Kantonsschule in Chur. Anschliessend studierte er Medizin an den Universitäten ZürichBernHeidelberg und Leipzig. Nach seiner Dissertation arbeitete er für kurze Zeit an einem Londoner Krankenhaus; 1892 wurde er leitender Arzt der «Heilquellen-Gesellschaft» in St. Moritz-Bad.

1895 verlobte er sich mit der Amerikanerin Kitty Spalding, gab seine Stellung als Kurarzt auf und bildete sich in Paris und Berlin weiter. Die Verlobung wurde nach einem Jahr wieder aufgelöst und Berry kehrte ins Engadin zurück.

Im November 1898 wehrte sich Berry in einer ausführlichen Schrift zuhanden der Gemeinde St. Moritz vehement gegen Pläne, den Ort zu einem Kurort für Tuberkulosekranke werden zu lassen. Er befürchtete, das sportbegeisterte mondäne Publikum und andere Sommerfrischler würden Ansteckungen befürchten und wegbleiben. Stattdessen forderte er dazu auf, das im Sommer florierende «Wellness-Angebot» wie Bäderkuren auch auf den Winter auszudehnen. Der Ruf einer Heilstätte würde den Nobelkurort St. Moritz ruinieren: «Entweder Sport oder Bazillen.»

1898 lernte Berry den Maler Giovanni Segantini kennen, dessen Projekt eines Engadiner Panoramas für die Pariser Weltausstellung 1900 er sehr unterstützte. Zu jener Zeit kam in Berry der Wunsch auf, selber zu malen. Unbefriedigt von den eigenen Versuchen mit Farbstiften und Pastellfarben wandte er sich 1898 an seinen Freund Giovanni Giacometti und bat ihn, ihn in die Kunst des Malens mit Öl einzuführen. Giacometti jedoch war verhindert und vertröstete Berry auf den Winter. Er unterstützte aber den Freund in seinem Wunsch zu malen, was Berry in seinem Entschluss bekräftigte, Maler zu werden.

Zwischen dem Winter 1899 und 1901 entstand eines der ersten grossen Ölbilder Berrys. Es trägt den Titel Weihnachtsabend und ist, wie andere frühe Werke Berrys, stark durch Giovanni Segantinis Motivwahl und divisionistische Maltechnik geprägt.

1900 begann Berry an der Pariser Académie Julian Malerei zu studieren, vermutlich auf Anraten seiner Freunde Giacometti und Andrea Robbi, die die Schule zuvor besucht hatten. 1901/1902 lernte er an der Schule von Heinrich Knirr in München genaues Zeichnen und belegte gleichzeitig Kurse der tierärztlichen Fakultät, wo er Pferdeanatomie studierte. Auch in den folgenden Jahren bildete er sich in Paris an der Académie Julian und der Académie von Montparnasse weiter.

Zwischen 1905 und 1914 verbrachte Berry manche Winter auf dem Julier- und Berninapass, wo er in freier Natur malte und abends in der Unterkunft im Hospiz auf seinem mitgebrachten Klavier spielte oder las; gerne Werke von Friedrich Nietzsche, den er in St. Moritz kennengelernt hatte. Oft half ihm sein Bruder, Malkasten, Bilder und Staffelei zu tragen.

1907 machte Berry die Bekanntschaft von Ferdinand Hodler, der sich zu dieser Zeit im Engadin aufhielt. Auch er soll ihn darin bekräftigt haben, bei der Malerei zu bleiben. 1918, beim Ausbruch der Spanischen Grippe, war Berry noch einmal als Arzt tätig, sonst jedoch widmete er sich ausschliesslich der Malerei.

Peter Robert Berry starb am 14. November 1942 in St. Moritz. Seine Werke wurden erst nach seinem Tod 1945 im Rahmen einer Gedächtnisausstellung im Bündner Kunstmuseum in Chur gezeigt.

Berry war seit 1908 verheiratet mit Maria Rocco. Einer seiner Söhne war ebenfalls als Arzt und Maler in St. Moritz tätig und auch seine Enkelin Marietta Gianella-Berry wurde Malerin.

Die «Villa Arona» im Zentrum von St. Moritz wurde um 1904[3] nach Plänen von Nicolaus Hartmann (1880–1956) von Berrys Bruder Johannes erbaut, einem Zahnarzt, der es mit seiner Familie bewohnte.

Im 2004 dort eröffneten Berry Museum sind zahlreiche Werke Berrys ausgestellt, die meisten aus Familienbesitz. Neben den Bildern wird im Museum auch Berrys umfangreicher Nachlass aufbewahrt. Dieser besteht aus Büchern, Briefen, Notizen, Tagebüchern, Musikalien und zahlreichen Unterlagen zur Gründung und Entwicklung des Kurorts St. Moritz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Robert_Berry

https://berrymuseum.com


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Theodore Howard Somervell

Theodore Howard Somervell OBE, FRCS (16. April 1890 – 23. Januar 1975) war ein englischer Chirurg, Bergsteiger, Maler und Missionar, der in den 1920er Jahren an zwei Expeditionen zum Mount Everest teilnahm und anschließend fast 40 Jahre als Arzt in Indien arbeitete. 1924 erhielt er von Pierre de Coubertin eine olympische Goldmedaille für seine Leistungen im Bergsteigen (Alpinismus).

Somervell wurde in Kendal, Westmorland, England, in eine wohlhabende Familie geboren, der das 1845 von zwei Somervell-Brüdern in Kendal gegründete Schuhgeschäft gehörte, aus dem später K Shoes hervorging.[1] Sein Vater William Somervell (1860–1934) war Geschäftsmann, Philanthrop und liberaler Politiker. Er besuchte die Rugby School und trat mit 18 Jahren dem Fell and Rock Climbing Club bei, wo er ein lebenslanges Interesse am Klettern, an der Kunst und am Bergsteigen entwickelte. Er studierte am Gonville and Caius College in Cambridge, wo er seinen starken christlichen Glauben entwickelte und in den Naturwissenschaften mit Auszeichnung abschloss. Anschließend begann er eine Ausbildung zum Chirurgen am University College Hospital, die er 1921 abschloss, nachdem seine Ausbildung durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen worden war.

Er heiratete Margaret Hope Simpson (1899–1993), die Tochter von Sir James Hope Simpson, dem Generaldirektor der Bank of Liverpool. Mit Margaret hatte er drei Söhne: James, David und Hugh.

Somervell malte Hunderte, wenn nicht Tausende von Gemälden und gilt als zwanghafter Zeichner und Maler.[23] Der Himalayan Club ermittelte rund 600 Titel, von denen mindestens 200 Darstellungen des Himalaya oder Tibets waren. 126 davon beziehen sich auf die Expeditionen von 1922 und 1924, von denen viele im April 1925 in der Royal Geographical Society und 1926 in der Redfern Gallery in London ausgestellt wurden. Nach seiner Rückkehr nach England stellte er fast jährlich auf den Ausstellungen der Lake Artists Society im Lake District aus.

Viele seiner Aquarelle sind auf Papier gemalt, das als nicht mehr als „billiges“ braunes oder cremefarbenes Packpapier beschrieben wurde.[23] Da Somervell jedoch zeitweise auch als Werbegrafiker tätig war, ist diese oft wiederholte Geschichte weitgehend falsch. Er verwendete diese Art von Papier bereits 1913 und benutzte sie noch in den 1970er Jahren. Es eignet sich besonders gut für die graubraunen Farben der tibetischen Landschaft. Andere Künstler wie John Sell Cotman und Edith Collingwood [wer?] verwendeten ähnliches Papier. Er verwendete oft Aquarell und Deckfarben statt Aquarell allein. Er verwendete auch Pastell, entweder allein oder in Kombination mit Aquarell. Aquarell scheint in Tibet, im Himalaya und in Indien sein bevorzugtes Medium gewesen zu sein. [Zitat erforderlich]

Der Alpine Club in London besitzt dreißig Gemälde von Somervell. Die Abbot Hall Art Gallery in Kendal besitzt dreizehn Aquarelle und ein Ölgemälde von Somervell, und die Royal Geographical Society besitzt ein großes Aquarell mit dem Titel „Gaurisankar aus dem Nordwesten“ aus dem Jahr 1924, obwohl es sich tatsächlich um ein Gemälde von Menlungtse handeln könnte.[21] Somervells Gemälde des Himalaya und von Westmorland wurden im April 1979 in der Abbot Hall Art Gallery ausgestellt.

Somervell starb 1975 in Ambleside. Das 1975 in Karakonam südlich von Trivandrum gegründete Dr. Somervell Memorial Mission Hospital und das 2002 gegründete Dr. Somervell Memorial CSI Medical College sind nach ihm benannt.

Nach Abschluss der Expedition machte sich Somervell auf den Weg nach Indien und reiste vom hohen Norden bis zum Kap Komorin. Er war schockiert über die Armut, die er sah, und insbesondere über die schlechte medizinische Versorgung. Im Hauptkrankenhaus der medizinischen Mission im südlichen Travancore in Neyyoor traf er auf einen einzelnen Chirurgen, der mit einer langen Schlange wartender Patienten zu kämpfen hatte, und bot sofort seine Hilfe an. Nach seiner Rückkehr nach Großbritannien gab er seine vielversprechende medizinische Karriere auf und verkündete seine Absicht, nach seinem nächsten Versuch, den Everest zu besteigen, dauerhaft in Indien zu arbeiten. Die meisten seiner heute verkauften Gemälde stammen von seinen Reisen in verschiedene Teile Indiens, obwohl er die meiste Zeit in Kerala verbrachte, wo noch viele seiner Wahrzeichen erhalten sind.

Eine Sammlung seiner Bergsteigerausrüstung und anderer Gegenstände, darunter seine Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 1924, sowie seine Skizzenbücher und Gemälde, die sich heute im Besitz seines Enkels befinden, wurden im April 2022 in einer Folge der BBC-Fernsehsendung Antiques Roadshow gezeigt.

Expedition im Basislager.
Hintere Reihe: Morshead, G. Bruce, Noel, Wakefield, Somervell, Morris, Norton
Vordere Reihe: Mallory, Finch, Longstaff, General C. Bruce, Strutt, Crawford

https://en.wikipedia.org/wiki/1922_British_Mount_Everest_expedition

https://en.wikipedia.org/wiki/Howard_Somervell

https://www.mountainpaintings.org/T.H.Somervell.html


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Gottfried Benn

Gottfried Benn (* 2. Mai 1886 in Mansfeld bei PutlitzPrignitz; † 7. Juli 1956 in Berlin) war ein deutscher DichterEssayist und Arzt. Er wuchs als Sohn eines Theologen in einem Pfarrhaus auf. Nach einem abgebrochenen Studium der Theologie schloss er erfolgreich das Medizinstudium ab. 1912 erschien der erste Gedichtband Morgue und andere Gedichte, welcher wegen der drastischen Themenwahl und saloppen Ausdrucksweise einen Skandal provozierte und den Autor als Vertreter der neu aufkommenden expressionistischen Lyrik schlagartig bekannt machte.

Mit dem 1916 erschienenen Novellenband Gehirne verfasste er einen bedeutenden Beitrag zur expressionistischen Kleinprosa. Die Zivilisationskritik der Morgue-Gedichte verfolgte er fortan in seinem essayistischen Werk. In Das moderne Ich widmete er sich der Frage nach der Stellung des Individuums in der Gesellschaft.

Gottfried Benn gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter der literarischen Moderne. Ein erstes Mal betrat er die literarische Szene als Expressionist mit seinen Morgue-Gedichten, die mit herkömmlichen poetischen Traditionen radikal brachen und in denen vor allem Eindrücke aus seiner Tätigkeit als Arzt starken Niederschlag fanden. Sektionen und Krebs- und Geburtsstationen werden scheinbar emotionslos beschrieben, und romantische Titel wie Kleine Aster wecken Erwartungen, die dann krass enttäuscht werden.

Die Rechte am Werk liegen heute beim Klett-Cotta Verlag.

Gottfried Benn legt im Namen der Dichter-Akademie einen Kranz am Grab von Arno Holz nieder (1933), Aufnahme aus dem Bundesarchiv

Von Anbeginn an verfasste Benn essayistische, poetisch avantgardistische und autobiographische Prosawerke. Nach 1945 überraschte er die Öffentlichkeit mit dem Roman des Phänotyp, an dem er spätestens seit 1944 arbeitete

Dr. Gottfried Benn in seinem Berliner Büro am 18.8.1953. (imago / United Archives International)

https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn

https://www.deutschlandfunk.de/der-gottesleugner-gottfried-benn-das-gezeichnete-ich-102.html


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Giuseppe Moscati

Der Heilige Giuseppe Moscati, auch Josef Moscati (* 25. Juli 1880 in Benevento bei Avellino; † 12. April 1927 in Neapel) war ein italienischer ArztWissenschaftler und Universitätsprofessor. Er wurde 1975 von Papst Paul VI. selig und 1987 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Seinen Festtag begeht die katholische Kirche am 12. April, die Erzbistümer Neapel und Amalfi-Cava de’ Tirreni gesondert am 16. November. Moscati war einer der ersten Ärzte, die Insulin zur Behandlung von Diabetes verwendeten

Josef Moscati (1880-1927) entstammte einer italienischen Adelsfamilie und war ein renommierter Arzt – das klingt nach einem serienreifen Leben voll Luxus, Geld und schönen Frauen. Doch dieser Heilige entschied sich schon früh für einen ganz anderen Lebensweg und gelobte noch vor Beginn seines Medizinstudiums in Neapel ewige Keuschheit. 1903 schloss Josef seine Promotion ab und musste sein humanitäres Engagement bereits kurz darauf unter Beweis stellen: 1906 brach der Vulkan Vesuv aus. Der junge Arzt organisierte die Räumung eines Krankenhauses und leistete Nothilfe. Nur fünf Jahre später wurde Neapel von einer Cholera-Epidemie heimgesucht und Josef rieb sich rund um die Uhr für die Versorgung der Kranken auf. 1914 brach der Erste Weltkrieg aus, in dessen Verlauf Josef etwa 3000 Soldaten behandelte. Jenseits der großen Katastrophen des Weltgeschehens kümmerte er sich besonders um die Armen. Josef nahm nicht nur kaum oder gar kein Honorar von ihnen an, sondern bezahlte oftmals Medikamente aus der eigenen Tasche. Der populäre Arzt starb nach kurzer Krankheit am 12. April 1927 in Neapel. Papst Johannes Paul II. sprach Josef Moscati 1987 heilig.


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Axel Munthe

Axel Martin Fredrik „Puck“ Munthe [ˌakːsəl ˈmɵnːtə] (* 31. Oktober 1857 in Oskarshamn; † 11. Februar 1949 in Stockholm) war ein schwedischer Arzt und Autor.

Beruf und Leben

Axel Munthe wurde 1857 als Sohn eines Apothekers geboren. Er studierte Medizin in UppsalaMontpellier und Paris.

Ab 1880 begann er als Arzt in Paris und Rom zu praktizieren. Im Laufe der Jahre wirkte er noch in Neapel, London und Stockholm. Während seiner Studienjahre in Paris beeindruckten ihn besonders die Arbeiten Jean-Martin Charcots. Auch in späteren Jahren galt sein besonderes fachliches Interesse der Psychiatrie. Sein beruflicher Werdegang weist äußerlich etliche Brüche auf. So arbeitete er teilweise als Arzt für die untersten Bevölkerungsschichten, während er gleichzeitig oder kurz darauf eine Modearztpraxis betrieb. In Rom richtete er seine Praxis beispielsweise im Keats-Shelley House an der Spanischen Treppe ein, das zuvor u. a. von dem Dichter John Keats bewohnt worden war. Ab 1908 war Munthe Leibarzt der schwedischen Königin Viktoria, einer geborenen Prinzessin von Baden, die sich bis zu ihrem Tod regelmäßig in Munthes Nachbarschaft auf Capri aufhielt. In seiner Villa San Michele in Anacapri wurde er auch etwa von Henry JamesOscar WildeRainer Maria Rilke und Curzio Malaparte besucht. Das Haus mit seinem prachtvollen Garten und dem weiten Ausblick über das Meer dient seit den 1950er-Jahren als Museum.

Mit 22 Jahren (als jüngster in Frankreich) promovierte er an der Sorbonne zum Doktor der Medizin und wurde bald zu einem der erfolgreichsten Ärzte seiner Zeit. Er galt als Wundertäter. Zu seinen Patienten zählten Angehörige der Oberschicht und des Adels Europas und Amerikas, doch auch unter den Armen in Paris, Rom und Neapel wirkte er.

Der Zeitungsbericht über seine Arbeit im von der Cholera heimgesuchten Neapel im Herbst 1884 machte ihn schlagartig berühmt. Er war jedoch kein professioneller Schriftsteller, und sein wirklicher Erfolg stellte sich erst 45 Jahre später ein. „Die Geschichte von San Michele“ erschien 1929 und wurde zu einem der erfolgreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts. Es wurde auf Englisch verfasst, in zahlreiche andere Sprachen übersetzt und wird bis heute in Neuauflagen gedruckt.

International bekannt wurde Axel Munthe durch seine 1929 erschienenen und in zahlreiche Sprachen übersetzten Erinnerungen Das Buch von San Michele. Darin mischen sich allerdings Biographisches mit Phantastischem bis zur Untrennbarkeit; so wiesen Bengt Jangfeldt und Thomas Steinfeld in ihren 2003 beziehungsweise 2007 erschienenen Munthe-Biographien zahlreiche Differenzen zwischen dem realen und dem „autobiographischen“ Leben des Verfassers nach.

Munthe war zwar kein Architekt, ließ aber auf Capri eine der berühmtesten Villen Europas erbauen: die Villa San Michele, die von Experten als Meisterwerk der Architektur beschrieben wird.
Er war ein leidenschaftlicher Anglophiler, doch sein Lieblingsphilosoph war Schopenhauer, sein Lieblingsdichter Heine, seine Lieblingskomponisten Schubert, Wagner, Schumann und Hugo Wolf. Und trotz seiner republikanischen Lebenseinstellung war sein wichtigster Patient nicht nur königlicher Abstammung und deutscher Herkunft, sondern auch stark deutsch orientiert.

Munthe starb 1949 in seiner in einem Seitenflügel des königlichen Schlosses in Stockholm gelegenen letzten Wohnung.

https://www.villasanmichele.eu/munthe

https://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Munthe


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Hans Prinzhorn

Hans Prinzhorn (* 8. Juni 1886 in HemerWestfalen; † 14. Juni 1933 in München) war ein deutscher Psychiater und Kunsthistoriker. Er gehört mit dem Franzosen Paul Meunier alias Marcel Réja und dem Schweizer Walter Morgenthaler zu den Pionieren in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Bildwerken psychisch Kranker. Nach ihm ist die Sammlung Prinzhorn benannt.

Hans Prinzhorn als Abiturient (1904)

Prinzhorn ging in Iserlohn auf das Märkische Realgymnasium und studierte Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten TübingenLeipzig und München, wo er 1908 promovierte. 1909 schrieb er sich am Leipziger Konservatorium ein, wo er Theorie-, Klavier- und vermutlich auch Gesangsunterricht erhielt. Zu Ostern 1910 verließ er das Konservatorium.[1]

Danach begab sich Prinzhorn nach England. Er hegte den Wunsch, Sänger zu werden, und wollte in England eine Gesangsausbildung absolvieren. Während des Ersten Weltkrieges assistierte Prinzhorn einem Militärchirurgen. Anschließend studierte er in Freiburg/Brsg. und Straßburg Medizin. Zum Doktor der Medizin wurde er 1919 in Heidelberg promoviert.

Geburtshaus von de:Hans Prinzhorn in Hemer.

1919 wurde Hans Prinzhorn Assistent von Karl Wilmanns an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg. Seine Aufgabe war es, dort eine Sammlung von Bildwerken „Geisteskranker“ zu betreuen, die von Emil Kraepelin angelegt worden war. Als Prinzhorn die Heidelberger Universitätsklinik 1921 verließ, umfasste seine Archivierung mehr als 5000 Gemälde, geschaffen von ≈450 Patienten der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, den in der Terminologie der Mediziner so genannten Fällen.

1922 veröffentlichte Prinzhorn sein erstes und einflussreichstes Werk, das Buch Bildnerei der Geisteskranken,[2] reich illustriert mit Bildmaterial aus der Sammlung der für geisteskrank befundenen Patienten. Während Prinzhorns psychiatrische Fachkollegen reserviert auf sein veröffentlichtes Werk reagierten, zeigten sich Kunstliebhaber, Kunstexperten und Psychologen von den dokumentierten Patientenarbeiten tief beeindruckt. Das Buch, in dem sich der Verfasser mit den Grenzbereichen künstlerisch individueller Formen der Expressivität und den Gestaltungsmerkmalen psychisch Kranker auseinandersetzte, bildete einen der ersten Versuche, deren Schöpfungen zu analysieren. Auch wenn sich Prinzhorn einer ästhetischen Bewertung der Patientenarbeiten enthält und den Begriff Kunst vermeidet und stattdessen von Bildnerei spricht, behandelt er die von ihm publizierten Werke mit Respekt.

Das ehemalige Hörsaalgebäude des Altklinikums Bergheim ist heute der Forschungssammlung Prinzhorn als Museum gewidmet

Von 1927 bis 1930 gab er die Reihe Das Weltbild. Bücher des lebendigen Wissens heraus. Sie erschien in den Verlagen Müller & Kiepenheuer, Potsdam und Orell Füssli, Zürich. Ursprünglich sollte die Reihe ab April 1928 monatlich erscheinen, jedoch kam es bereits Anfang 1929 zu einer Unterbrechung, 1930 wurde die Reihe mit dem letzten Heft 14 eingestellt.

Aus der Sammlung Prinzhorn: August Natterer (Neter): „Hexenkopf“ (Vorder- u. Rückseite), ca. 1915

In der Geburtsstadt Hemer von Hans Prinzhorn sind nach ihm die städtische Realschule und die dortige Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie benannt worden, ein Klinikum für differenzierte Behandlungsaufgaben in der Pflicht- und Vollversorgung. Träger der Klinik ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Das Klinikum ist auch Aus-, Fort- und Weiterbildungsinstitution. Im Felsenmeermuseum des Bürger- und Heimatvereins gibt es ein weitgehend mit Kopien bestücktes Prinzhorn-Archiv. Der von Ludwig Klages geprägte Literaturwissenschaftler Yukio Kotani setzte sich für das Bekanntwerden der Arbeiten Prinzhorns in Japan ein.[

Brief der Psychiatriepatientin Emma Hauck 1909, von Prinzhorn als Beispiel für „Kritzeleien“ angeführt, Sammlung Prinzhorn

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Prinzhorn

https://en.wikipedia.org/wiki/Hans_Prinzhorn


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Carl Wickland

Carl August Wickland (* 1. Februar 1861 in Schweden; † 13. November 1945) war Psychiater und Forscher des Paranormalen. Er wanderte früh in die Vereinigten Staaten aus, wo er Allgemeinmedizin studierte und sich auf Geisteskrankheiten spezialisierte. Nach der Leitung des National Psychopathic Institute von Chicago gründete er 1918 das National Psychological Institute. Seit 1924 veröffentlicht er Bücher zum Thema „Paranormale Psychologie“.

In seinem Buch „30 Jahre unter den Toten“ (DOWNLOAD siehe unten!) berichtet er über die Dialoge mit verstorbenen Seelen, die in ein Medium (die Frau Wicklands!) eingetreten waren. Sein Werk sollte Standardliteratur für Medizinstudenten sein. Insbesondere die in den 1950-er Jahren entstandene Elektro“Konvulsions“Therapie wäre überflüssig, würde man wie Wickland vorgehen.

Wickland wanderte 1880 in die USA aus und heiratete 1896 Anna W. Anderson. 1900 schloss er sein Studium am Durham Medical College in Chicago ab und wurde ein Allgemeinmediziner, der sich auf die Erforschung von Geisteskrankheiten spezialisierte.

1909 wurde Dr. Wickland leitender Psychiater des National Psychopathic Institute von Chicago. 1918 zog er nach Los Angeles und gründete das National Psychological Institute, eine gemeinnützige Körperschaft für psychologische Forschung. Das Institut verfügte über eine Heilanstalt, in der bis zu zehn Patienten behandelt werden konnten.

1924 schrieb Wickland in Zusammenarbeit mit seinen Assistenten Nelle Watts, Celia und Orlando Goerz das Buch Thirty Years Among the Dead (deutsch Dreißig Jahre unter den Toten), worin er seine Erfahrungen mit paranormaler Psychologie detailliert beschreibt.

1934 publizierte Wickland ein weiteres Buch namens Gateway of Understanding (deutsch Das Tor des Verstehens).

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DOWNLOAD 30 Jahre unter den Toten DE!
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Anton Pawlowitsch Tschechow

Anton Pawlowitsch Tschechow [ˈtʃʲɛxəf] (russisch Антон Павлович Чехов (Aussprache/?), wissenschaftliche Transliteration Anton Pavlovič Čechov; in englischen Texten auch Chekhov; * 17.jul. / 29. Januar 1860greg. in TaganrogRussland; † 2.jul. / 15. Juli 1904greg. in BadenweilerDeutsches Reich) war ein russischer SchriftstellerNovellist und Dramatiker. Er entstammte einer kleinbürgerlichen südrussischen Familie und war ab 1884 Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig schrieb und publizierte er zwischen 1880 und 1903 insgesamt über 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie Drei SchwesternDie Möwe oder Der Kirschgarten bekannt. Mit der für ihn typischen, wertneutralen und zurückhaltenden Art, Aspekte aus dem Leben und der Denkweise der Menschen in der russischen Provinz darzustellen, gilt Tschechow als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur.

Schon als Gymnasiast zeigte Anton Tschechow, der sonst eher als zurückhaltend und reserviert galt, einen ausgeprägten Humor und viel Interesse an Schauspielerei und Literatur. So erwarb er sich in der Schule wegen seiner satirischen Kommentare und Unarten sowie der Fähigkeit, die Lehrer mit humorvollen Spitznamen zu bezeichnen, den Ruf eines Schelms. In den wenigen freien Stunden, die den Tschechow-Geschwistern zur Verfügung standen, pflegten die Brüder diverse Vorstellungen des Taganroger Stadttheaters zu besuchen und versuchten oft, zu Hause auf einer selbst konstruierten Bühne lustige Amateurstücke zu inszenieren. Ab 1877 war Anton außerdem regelmäßiger Gast in der kurz zuvor eingerichteten öffentlichen Bibliothek in Taganrog.

TV-Portrait

Tschechows Laufbahn an der Kaiserlichen Moskauer Universität, an deren medizinischer Fakultät er sich kurz nach Ankunft in Moskau einschreiben ließ, dauerte von September 1879 bis zum erfolgreichen Abschluss im Sommer 1884. Die siebenköpfige Familie Tschechow wechselte in dieser Zeit mehrfach die Wohnung und musste sich insbesondere in den ersten Monaten mit überaus beengten Wohnverhältnissen zufriedengeben, was Anton immense Schwierigkeiten bei der Prüfungsvorbereitung brachte. Diese wurden noch dadurch verschärft, dass er sich schon seit seinen frühen Studienjahren dem Schreiben widmete, das sich angesichts der Armut, in der die Familie leben musste, dann auch als eine wichtige Einnahmequelle erwiesen hatte.

Anton (links) und Nikolai Tschechow, 1882

Die Anfänge Tschechows als Autor gehen auf seine Taganroger Zeit zurück: Bereits als Jugendlicher versuchte er, kurze Miniaturen, Parodien und Anekdoten sowie possenhafte und witzige Geschichten zu schreiben. Über den älteren Bruder Alexander, der zu jener Zeit in Moskau lebte und sich dort ebenfalls als Gelegenheitsautor in humoristischen Zeitungen und Zeitschriften versuchte, schickte Anton einige dieser Miniaturen (von denen keine erhalten ist) an diverse Moskauer Redaktionen, zunächst jedoch ohne Erfolg. Um 1878 verfasste Tschechow erstmals auch ein Bühnenstück, das den Titel Vaterlos erhalten sollte und der von Tschechow hoch verehrten Star-Schauspielerin Marija Jermolowa gewidmet war. Auch dieses Stück fand trotz intensiver nachträglicher Überarbeitungen keinen Zuspruch in Moskau und galt seitdem als vernichtet; erst 1920 wurde es als Manuskript ohne Titel entdeckt und 1923 erstmals veröffentlicht (im Ausland erlangte dieses Stück seither als Platonow Bekanntheit).[5]

Tschechow-Museum Badenweiler

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Julius Levin

Julius Levin (* 21. Januar 1862 in Elbing; † 29. Januar 1935 in Brüssel) war ein deutscher MedizinerSchriftsteller und Geigenbauer.

  • Moderne Modemaler, Berlin 1887
  • Die Hygiene und Diätetik des Wochenbettes, Berlin 1892
  • Was tut der deutschen Kunst not?, Berlin 1912
  • Das Lächeln des Herrn von Golubice-Golubicki, Berlin 1915
  • Zweie und der Liebe Gott, Berlin 1919
  • Wehrmann Ismer, Berlin 1920
  • Die singende Dame, Berlin 1921
  • Die Großfürstin, Berlin 1922
  • Der Panzer, Trier 1922
  • Johann Sebastian Bach, Berlin 1930
  • Gedichte, Berlin 1936

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