Monat: Mai 2025

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François Rabelais

François Rabelais [fʁɑ̃.swa ʁa.blɛ] (* um 1494, vielleicht 1483 in La Devinière bei Chinon/Touraine; † 9. April 1553 in Paris) war ein französischer Schriftsteller der RenaissanceHumaniströmisch-katholischer Ordensbruder und Weltpriester, als Mediziner praktizierender Arzt sowie Dozent. Er gehört zu den bedeutendsten Prosaschriftstellern der französischen Literatur; von seinen Werken ist vor allem der Romanzyklus Gargantua und Pantagruel bekanntgeblieben.

Rabelais-Museum

Rabelais trat sein Noviziat zum Ordenspriester im franziskanischen Kloster La Baumette, Couvent des Cordeliers de la Baumette nahe Angers an. Um das Jahr 1511 empfing er seine Weihesakramente. Für 1520 ist er als Ordenspater im Couvent des Puy-Saint-Martin in Fontenay-le-Comte (Département Vendée) belegt.[5] Hier kam er durch einen älteren Mitbruder in Berührung mit dem von Italien her ausstrahlenden Humanismus und begann Altgriechisch zu lernen.

Ab dem Jahr 1528 findet man ihn in Paris, vermutlich nach Zwischenstationen an den Universitäten BordeauxToulouse und Orléans. Anscheinend hatte er den Status eines Diözesanpriesters angenommen, als der er freier war, seine Medizinstudien fortzusetzen und gelehrte Kontakte zu pflegen. Aus der Verbindung mit einer Witwe gingen zwei uneheliche Kinder hervor, François und Junine. Dies hielt ihn nicht in Paris, vielmehr schrieb er sich im September 1530 an der berühmten medizinischen Fakultät von Montpellier ein, wo Rabelais dann schon am 1. November einen akademischen Grad als Baccalaureus erwarb.

Im Sommer 1532 lebte Rabelais in Lyon, wo er als Arzt praktizierte und zugleich bei dem Drucker und Verleger Sebastian Gryphius diverse gelehrte Werke herausgab. Daneben verfasste er auch einen Roman, der Ende 1532 ebenfalls in Lyon erschien: Les horribles et épouvantables faits et prouesses du très renommé Pantagruel, Roi des Dipsodes, fils du grand Gargantua. Composés nouvellement par maître Alcofrybas Nasier. Schon am Titel war das Werk als Parodie, vor allem der Gattung Ritterroman, erkennbar.

La très excellente et divertissante histoire de François Rabelais – 1ère partie https://www.youtube.com/watch?v=pGbh2q1lohE

Als Anfang 1552, nunmehr in Paris, das Quart livre als Ganzes herauskam, wandelte sich die Einstellung der Herrschenden. König und Papst hatten sich arrangiert, Kritik an Letzteren war nicht mehr erwünscht. Entsprechend zögerte die Sorbonne nicht, das Buch zu verurteilen. In der Folge verbot auch das Parlement de Paris das Werk. Hierbei half nicht, dass der Kardinal Odet de Châtillon, die Widmung von Rabelais zuvor angenommen hatte. Dem Erfolg des Buches tat das Verbot keinen Abbruch. Rabelais selbst musste allerdings Anfang 1553 eine Pfründe in Meudon bei Paris und eine weitere im Bistum Le Mans aufgeben, die er über Jean Du Bellay erhalten hatte. Hiernach ist nichts mehr von ihm bekannt. Offenbar aber hatte er noch bis kurz vor seinem Tod im April 1553 an einem weiteren Fortsetzungsband gearbeitet. Dieser wurde, vermutlich auf Initiative seines Druckers, von unbekannter Hand zu einem Abschluss gebracht. Er kam 1563 unter dem Titel Le cinquième livre heraus und wurde in die Gesamtausgaben des Zyklus aufgenommen, die kurz nach dem Tod des Autors zu erscheinen begannen und weiterhin in großer Regelmäßigkeit erschienen.

La très excellente et divertissante histoire de François Rabelais – 2ème partie https://www.youtube.com/watch?v=L-7nRjqe-dQ

Die Universität François Rabelais Tours[14] (französisch: Université François Rabelais de Tours oder nur Université de Tours) ist eine staatliche Universität in der französischen Stadt Tours und wurde nach ihrer Gründung am 27. März 1969 nach François Rabelais benannt. Nach Rabelais benannt ist auch eine Pflanzengattung Rabelaisia Planch. aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae).

Museum Rabelais


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Manolis Pratikakis

Manolis Pratikakis (griechisch: Μανόλης Πρατικάκης; geboren 1943) ist ein griechischer Dichter. Er studiert Medizin an der Universität Athen und ist praktizierender Neurologe und Psychiater. Sein erster Gedichtband wurde 1974 veröffentlicht; er gehört zu den sogenannten „Genia tou 70“, einem literarischen Begriff für griechische Autoren, die in den 1970er Jahren, insbesondere gegen Ende der griechischen Militärjunta von 1967 bis 1974 und in den ersten Jahren der „Metapolitefsi“, mit der Veröffentlichung ihrer Werke begannen. Für seine Gedichtsammlung „Το νερό“ erhielt er 2003 den griechischen Nationalbuchpreis.

Selected poetry

  • Ποίηση 1971-1974 (Poetry 1971-1974), 1974
  • Οι παραχαράκτες (The Counterfeiters), 1976
  • Λιβιδώ (Libido), 1978
  • Η παραλοϊσμένη (The Demented), 1980
  • Γενεαλογία (Genealogy), 1984
  • Το νερό (The Water), 2002
  • Ποιήματα 1984-2000 (Poems 1984-2000), 2003

Er gilt als bedeutender neugriechischer Dichter. In schriftlicher Form erschien es erstmals um 1970 mit Veröffentlichungen in Zeitschriften. Er hat zahlreiche Gedichtsammlungen, kritische Texte, Kurzgeschichten und Artikel geschrieben. Seine Gedichte wurden in viele Sprachen übersetzt. Er hat an griechischen und ausländischen Anthologien und Zeitschriften mitgearbeitet und an zahlreichen Konferenzen teilgenommen. 1999 wurde er mit seinem Werk „The Assumption and Resurrection of the Bodies of Dominic“ für den Europäischen Literaturpreis nominiert . Gedichte aus seiner Sammlung 
„Libido“ wurden vom Komponisten Yannis Markopoulos vertont und auf einer CD mit dem Titel 
„Unseen Pulse“ veröffentlicht. Kürzlich schrieb derselbe Komponist ein symphonisches Werk mit 
dem Titel „The Symphony of Healing“ , das auf den Gedichtsammlungen „Genealogy“, „The Lekythos“ und 
„Left Quietly in the Grass“ basiert und dessen Weltpremiere in der Concert Hall stattfand. Im Jahr 2003 wurde er für seinen Gedichtband „Das Wasser“ mit dem State Poetry Award [ 3 ] ausgezeichnet . 
2012 wurde er von der Akademie Athen für sein Gesamtwerk ausgezeichnet. 

https://en.wikipedia.org/wiki/Manolis_Pratikakis

https://el.wikipedia.org/wiki/%CE%9C%CE%B1%CE%BD%CF%8C%CE%BB%CE%B7%CF%82_%CE%A0%CF%81%CE%B1%CF%84%CE%B9%CE%BA%CE%AC%CE%BA%CE%B7%CF%82


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Elias H. Papadimitrakopoulos

Elias H. Papadimitrakopoulos (Pyrgos, Ilia , 23. August 1930 – Athen , 29. November 2024) war 
ein griechischer Schriftsteller, Prosaschriftsteller und Militärarzt.

Er wurde in Pyrgos, Elis , geboren , wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Nach dem Tod seines Vaters, eines Anwalts, im Jahr 1943 durchlebte seine Familie schwere Zeiten. Wie er später selbst schrieb, studierte er aus der Not heraus von 1949 bis 1955 an der Militärmedizinischen Fakultät der Universität Thessaloniki .

Von 1959 bis 1968 diente er in Kavala . Dort trat er erstmals in der Briefwerbung mit der Kurzgeschichte „O frakasanes“ in Erscheinung, die er 1962 unter einem Pseudonym in der Kavala-Zeitschrift Argo veröffentlichte. Er arbeitete auch mit den Zeitschriften Skapti Yli (Kavala), Tachydromos (Kavala), Dialogos (Thessaloniki), Dialogos (Lechenia), Anti , Harti , Chroniko und To Tetarto zusammen . Darüber hinaus fungierte er viele Jahre als Redaktionsleiter der Zeitschrift Medical Review of the Armed Forces . Er schied 1983 im Rang eines leitenden Chefchirurgen aus der Armee aus.

Sein Werk, das der griechischen Nachkriegsliteratur zugerechnet wird, zeichnet sich durch sprachliche Einfachheit, subtile Ironie und zarte Nostalgie für die schwierigen Jahre der Jugend aus. Die Anerkennung erfolgte 1995 mit dem Kurzgeschichtenpreis der Zeitschrift Diavázo .

Gelegentlich schrieb er Artikel für die Zeitungen Kathimerini und Eleftherotypia und war außerdem Herausgeber von Büchern weniger bekannter Autoren wie Homer Pellas (1921–1962). [ 5 ] Ihm ist auch die erste kritische Präsentation des Werks von Nikos Kachtitsis in Griechenland zu verdanken , die 1974 in einer Privatpublikation erschien. Seine jüngsten Werke sind die Kurzgeschichtensammlung Der Schatz der Nachtigallen (2009) und die Erzählung Symptopie einer Platane (2010).

2007 wurde unter der Regie von Lefteris Xanthopoulos der Dokumentarfilm „House by the Sea“ über ihn gedreht. 

Seine Kurzgeschichten wurden auch ins Französische übersetzt .

Er starb am 29. November 2024 im Alter von 94 Jahren. Sein Leichnam wurde auf dem 1. Friedhof von Pyrgos begraben

Elias Papadimitrakopoulos in his farm.

https://el.wikipedia.org/wiki/%CE%97%CE%BB%CE%AF%CE%B1%CF%82_%CE%A7._%CE%A0%CE%B1%CF%80%CE%B1%CE%B4%CE%B7%CE%BC%CE%B7%CF%84%CF%81%CE%B1%CE%BA%CF%8C%CF%80%CE%BF%CF%85%CE%BB%CE%BF%CF%82

https://m.imdb.com/de/title/tt1565416/?ref_=ttch_ov_i

Interview in English https://parola-paros-freepress.gr/en/elias-papadimitrakopoulos/


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Pavlos Nirvanas

Pavlos Nirvanas (griechisch Παύλος Νιρβάνας, * 1866 in MariupolRussisches Kaiserreich; † 28. November 1937 in AthenGriechenland) war ein griechischer Schriftsteller, der mit bürgerlichem Namen Petros K. Apostolidis hieß.

Nirvanas’ Vater stammte aus Skopelos, die Mutter aus Chios. Als Kind übersiedelte Pavlos Nirvanas aus seiner damals russischen Geburtsstadt nach Griechenland und wohnte fortan in Piräus. Er studierte an der Universität Athen Medizin und beendete sein Studium 1890. Er trat in den Dienst bei der Marine ein und brachte es bis zum Oberarzt (γενικός αρχίατρος). 1922 schied er aus dem Dienst aus. Er betätigte sich außerdem als Journalist und war ab 1928 Mitglied der Akademie von Athen. Obgleich selbst nicht auf Skopelos geboren, betrachtete er die Ägäis-Insel zeitlebens als seine Heimat.

https://www.youtube.com/watch?v=oCW4O7uO0BI
In einem Dorf auf der Peloponnes, an den Hängen des Berges Helmos, lebt Astero, die geliebte Tochter von Lord Mitros, die sich in seinen Sohn Thymios verliebt. Der Großvater Mitros beschließt jedoch, seinen Sohn mit dem reichen Tselingo-Mädchen Maro und Astero mit dem reichen Landbesitzer Thanos zu verheiraten. Auch Frau Stamatina trägt mit ihren Machenschaften dazu bei. An ihrem Hochzeitstag verliert Astero jedoch den Verstand und rennt weg, während Thymios fortgeht und nach ihr sucht. Thymios‘ Vater ist voller Reue, besonders als die Ältesten des Dorfes ihn daran erinnern, dass er alles, was er geschaffen hat, dem Asteros-Anwesen verdankt, das er ausgebeutet hat …

Pavlos Nirvanas beschäftigte sich mit fast allen Genres der Literatur: er schrieb ErzählungenDramenGedichteEssays, Kritiken, RomaneSatiren und zeitgeschichtliche Texte; außerdem trat er als Übersetzer in Erscheinung. Den ersten Gedichtband veröffentlichte er 1884. Von literaturhistorischer Bedeutung sind im Werk Nirvanas‘ jedoch weniger die Gedichte, sondern die Fülle des Werks an sich und bestimmte einzelne Werke, etwa die Sprachliche Autobiographie (Γλωσσική Αυτοβιογραφία) aus dem Jahr 1905, in der Nirvanas Stellung zum griechischen Sprachstreit bezieht.

In Ich-Erzählung beschreibt er den Werdegang eines jungen Mannes, der immer mehr der Faszination der Hochsprache erliegt und zum extrem attikisierenden Gelehrten aufsteigt. Auch wenn seine gelehrten Reden nur von wenigen verstanden werden, so wird er doch ob seiner Ausdrucksfähigkeiten bewundert. Erst die Begegnung mit einigen schönen Mädchen aus dem Volk lassen ihn an seinem sprachlichen Weltbild zweifeln, denn statt ῥῖνες (rínes), ὄμματα (ómmata), ὦτα (óta) und χεῖρες (chíres) – im Deutschen etwa: Häupter, Antlitze, Gesichtserker … – sieht er im Geiste plötzlich nur noch ihre zarten μύτες (mýtes), μάτια (mátja), αυτιά (aftjá) und χέρια (chérja) – ganz „natürliche“ Nasen, Augen, Ohren und Hände – und wendet sich in der Folge vom Wahn der Hochsprache ab.

Pavlos Nirvanas wurde 1923 für sein literarisches Werk ausgezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pavlos_Nirvanas


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Michail Afanassjewitsch Bulgakow

Michail Afanassjewitsch Bulgakow (russisch Михаи́л Афана́сьевич Булга́ков, wissenschaftliche Transliteration Michail Afanas’evič Bulgakov; * 3. Maijul. / 15. Mai 1891greg. in KiewRussisches Kaiserreich; † 10. März 1940 in MoskauSowjetunion) war ein russischer und sowjetischer Schriftsteller. Er gilt als einer der großen Satiriker der russischen Literatur. Zu seinen Hauptwerken zählt der Roman Der Meister und Margarita, der 1966 postum stark zensiert erschien. Die herausgekürzten Teile wurden als Samisdat verbreitet und trugen so zu seiner Popularität bei.

Michail Bulgakow wurde 1891 als Sohn von Afanassi Iwanowitsch Bulgakow, einem Dozenten der Kiewer Theologischen Akademie, und dessen Frau Warwara Michajlowna (geborene Pokrowskaja) geboren und im selben Jahr in der Podiler Kreuzerhöhungskirche getauft. Nach dem Abitur am Kiewer Ersten Gymnasium 1909 schrieb er sich an der Medizinischen Fakultät der Kiewer Universität ein. 1916 erhielt er das Diplom eines Arztes und trat eine Stelle auf dem Land im Gebiet Smolensk an, bevor er in dem Ort Wjasma praktizierte. 1913 heiratete er Tatjana Nikolajewna Lappa (russisch Татьяна Николаевна Лаппа).

Ende Oktober 1921 zog Bulgakow nach Moskau und begann, für eine Reihe von Zeitungen (Sirene, Arbeiter) sowie Zeitschriften (Der Medizinische Arbeiter, Russland‚ Wiedergeburt) zu arbeiten. In dieser Zeit publizierte er vereinzelte Prosastücke in der in Berlin erscheinenden Exilantenzeitung Am Vortag. Zwischen 1922 und 1926 druckte die Sirene mehr als 120 seiner Reportagen, Essays und Kolumnen. Bulgakow trat 1923 dem Allrussischen Schriftstellerverband bei.

Im Jahre 1924 traf er Ljubow Jewgenjewna Belosjorskaja (russisch Любовь Евгеньевна Белозёрская), die er im Jahr darauf heiratete. 1928 bereiste das Paar den Kaukasus und besuchte die Städte TiflisBatumiWladikawkas und Gudermes. In Moskau fand im selben Jahr die Premiere von Багровый остров (Blutrote Insel) statt. Der Autor entwickelte in dieser Zeit die ersten Ideen zu Der Meister und Margarita und begann die Arbeit an einem Stück über Molière mit dem Titel Кабала святош (Sklaverei der Frömmler). 1929 begegnete er Jelena Sergejewna Schilowskaja, die 1932 seine dritte Frau wurde.

In dem zum Teil autobiografischen Roman Die weiße Garde aus dem Jahr 1924 beschreibt Bulgakow am Beispiel der Kiewer Familie Turbin die chaotische Umbruchzeit, die auf Oktoberrevolution und den Zerfall des Russischen Reichs folgte. Auf dem Roman basiert auch Bulgakows Theaterstück Die Tage der Turbins, das am 5. Oktober 1926 in Moskau uraufgeführt wurde. Bekannter ist Bulgakow jedoch für seine groteske Darstellungen des Alltagslebens in der jungen Sowjetunion mit oftmals fantastischen oder absurden Zügen – in der russischsprachigen Literatur seit Gogol eine typische Art, Gesellschaftskritik zu üben. Die Erzählung Hundeherz entstand bereits 1925, wurde in der Sowjetunion jedoch erst 1987 publiziert.

Der Meister und Margarita

Das bekannteste Werk Bulgakows ist Der Meister und Margarita, eine satirisch-groteske Aufnahme des Faustmotivs, eine Reise durch die Zeiten. Das Werk erschien gedruckt erstmals 1966/67 in Fortsetzungen in der Literaturzeitschrift Moskwa, fast 30 Jahre nach dem Tod des Autors, in gekürzter Fassung. Die ungekürzte Version erschien in Buchform erstmals 1973. Kurz nach der sowjetischen Erstveröffentlichung wurde der Roman 1968 in der deutschen Übersetzung von Thomas Reschke in der DDR veröffentlicht. Im Protest zum Stalinismus, in dessen Zeit der Roman verfasst worden war, kritisiert er den dialektischen Materialismus und den militanten Atheismus, wie er in der Sowjetunion zum Ausdruck kam.[3]

Einige Kritiker halten das Buch für den besten russischen Roman des 20. Jahrhunderts. Er stand vom 29. April bis zum 5. Mai 1968 auf dem Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.

https://www.deutschlandfunk.de/vor-125-jahren-geboren-der-sowjetische-schriftsteller-100.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Afanassjewitsch_Bulgakow

https://en.wikipedia.org/wiki/Mikhail_Bulgakov


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William Somerset Maugham

William Somerset Maugham [ˈsʌməsɪt mɔːm] (* 25. Januar 1874 in Paris; † 16. Dezember 1965 in Saint-Jean-Cap-Ferrat bei Nizza), auch bekannt als W. Somerset Maugham, war ein englischer Erzähler und Dramatiker. Er zählt zu den meistgelesenen englischsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts.

William Somerset Maugham war der Sohn eines englischen Anwalts, der in Paris für britische Klienten tätig war. Sein älterer Bruder war der Jurist Frederic Maugham. Die Eltern starben, als er noch ein Kind war. So verbrachte er als Waise seine Jugend unter der Aufsicht eines frömmlerischen Onkels und in Internaten. Er litt unter Stottern. An der Universität Heidelberg studierte er Deutsch, Literatur und Philosophie, später in London am King’s College London Medizin. Trotz seines Drangs zur Literatur beendete Maugham 1898 – vor allem unter dem Druck seines Onkels – das Medizinstudium erfolgreich.

William Somerset Maugham errang mit seinem 1897 veröffentlichten Erstlingswerk Liza of Lambeth frühen literarischen Erfolg und löste zugleich einen Skandal aus. In dem Roman verarbeitete Maugham Erfahrungen, die er als angehender Arzt in den Armenvierteln Londons gemacht hatte. Das Bürgertum sah es als unpassend an, die Welt der Arbeiter derart naturalistisch darzustellen.

Auf das Buch folgten Jahre der Selbstbestimmung als Autor. Zuerst arbeitete er als Dramatiker und schrieb Theaterstücke wie The Circle, Our Betters und The Constant Wife. Im frühen 20. Jahrhundert wurden gleichzeitig vier Theaterstücke von ihm in London aufgeführt. Seine Produktivität war erstaunlich: in der Regel brauchte er nur eine Woche, jeden Aufzug zu schreiben, und eine weitere Woche, das Stück zu redigieren. Später widmete er sich der Prosa und verfasste zahlreiche Romane und Kurzgeschichten.

Als Maughams bedeutendste Arbeit wird meist der Roman Der Menschen Hörigkeit (original: Of Human Bondage) angesehen, eine autobiographische Geschichte, deren Held, Philip Carey, wie Maugham als Waise bei seinem frömmlerischen Onkel aufwächst und durch einen Klumpfuß gehandicapt ist. Maugham selbst stotterte.

Im englischen Sprachraum wird Maughams Werk zur so genannten middlebrow-Literatur gezählt, die bei leichter Lesbarkeit und hohem Unterhaltungswert dennoch ein beachtliches künstlerisches und formales Niveau erreicht.[2] Ein Thema, das Maugham in seinem dramatischen und seine erzählerischen Werk immer wieder beschäftigt hat, ist der Ehebruch.

https://de.wikipedia.org/wiki/W._Somerset_Maugham

https://en.wikipedia.org/wiki/W._Somerset_Maugham


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GEORGE POLYRAKIS

GEORGE POLYRAKIS wurde in Sfakia auf Kreta geboren. Er absolvierte ein Studium der Militärmedizin und der Aristoteles-Universität Thessaloniki, wo er auch promovierte. Er absolvierte eine Ausbildung zum Chirurgen und spezialisierte sich anschließend auf Gefäßchirurgie am Hammersmith Hospital in London. Derzeit arbeitet er als Chirurg in Thessaloniki, wo er lebt.

Er hat 83 wissenschaftliche Artikel in griechischen und ausländischen medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht, Dutzende von Präsentationen auf medizinischen Konferenzen gehalten und an der Organisation zahlreicher Konferenzen teilgenommen. Er ist Mitglied der Hellenic Surgical Society, der Surgical Society of Northern Greece, der Medical Society of Thessaloniki, der Society of Physician Writers und der Society of Writers of Northern Greece und war Mitglied des International College of Surgeons.

Während seiner Studienzeit war er in Chania als Amateurjournalist tätig und schrieb zwei Theaterstücke, die bei Studentenaufführungen aufgeführt wurden. Während seines Studiums schrieb er ein weiteres Theaterstück, das während der Studentenwoche von Studenten aufgeführt wurde.

https://www.psichogios.gr/el/giwrgos-polyrakhs


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Archibald Joseph Cronin

Archibald Joseph Cronin (* 19. Juli 1896 in CardrossSchottland; † 6. Januar 1981 in GlionSchweiz) war ein schottischer Arzt und Schriftsteller. Einige seiner Romane wurden Welterfolge. Spannendes Geschehen, lebensnahe Charaktere und ausgeprägte Sozialkritik kennzeichnen sein Erzählen. In seiner Autobiographie Abenteuer in zwei Welten bekennt er sich zudem unmissverständlich zum christlichen Glauben. Cronin steht in der Tradition des Bildungsromans und bedient sich der Techniken des viktorianischen Romanrealismus.

Archibald Joseph Cronin wurde als einziges Kind von Patrick Cronin und dessen Ehefrau Jessie Montgomerie geboren. Später besuchte er die Dumbarton Academy und gewann mehrere Schreibwettbewerbe. Für seine hervorragenden Leistungen wurde ihm ein Stipendium der Medizin an der Universität Glasgow gewährt. Dort lernte er auch seine spätere Ehefrau, Agnes Mary Gibson, kennen, die – wie er – Medizin studierte.

Cronin arbeitete zunächst in verschiedenen Krankenhäusern, als Schiffsarzt und während des Ersten Weltkriegs als Chirurg in Diensten der britischen Armee. Nach dem Krieg praktizierte er in einem Bergwerksdistrikt in Südwales. Erfahrungen aus dieser Tätigkeit flossen später in seine Romane The Stars Look Down (1935) und The Citadel (1937) ein. Später zog er nach London und führte eine gut gehende Praxis in der Harley Street. Cronin haderte jedoch mit seinen profanen, auf Gewinn und Eigennutz gerichteten Begierden, wie er in seiner Autobiographie darlegt. Während eines Urlaubsaufenthalts im schottischen Hochland verfasste er seinen ersten Roman, Hatter’s Castle (1930), der auf Anhieb ein Erfolg wurde.[2]

In den 30er Jahren übersiedelte Cronin mit seiner Ehefrau und seinen drei Söhnen in die USA und ließ sich in New CanaanConnecticut, nieder. In späteren Jahren kehrte er wieder nach Europa zurück und lebte in den letzten 25 Jahren in der Schweiz.

A.J. Cronin starb im Alter von 84 Jahren und wurde in La Tour-de-Peilz bestattet, wo sein Grab noch immer besteht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Archibald_Joseph_Cronin

https://en.wikipedia.org/wiki/A._J._Cronin


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Adamantios Korais

Adamantios Korais (griechisch Αδαμάντιος Κοραής – Adamántios Koraís, auch Koraés; * 27. April 1748 in SmyrnaKleinasienOsmanisches Reich; † 6. April 1833 in Paris) war ein griechischer Gelehrter und Schriftsteller. Korais gilt als Reformator der griechischen Literatur.

Korais wurde in Smyrna geboren, sein Vater stammte aber von der Insel Chios, und Korais fühlte sich der Insel sehr verbunden. Korais absolvierte die Evangelische Schule von Smyrna und verbrachte den größten Teil seines Lebens nicht in Griechenland, sondern in Westeuropa. Er beschäftigte sich früh mit dem Studium der alten und neuen Sprachen, lernte dann auf den Wunsch seines Vaters in Amsterdam den Beruf des Kaufmanns. Er studierte ab 1782 in Montpellier die Fächer Medizin und Naturgeschichte. Korais ließ sich im Jahre 1788 in Paris nieder, um sich ganz der Literatur zu widmen. Er ließ sich zwar in Frankreich einbürgern, blieb aber dennoch seiner griechischen Herkunft treu. Korais beschäftigte sich mit der Kirche, Schule, Wissenschaft und Politik. Von Paris aus kämpfte er mit Wort und Schrift für die geistige Wiedergeburt Griechenlands.

Adamantios Korais – Zante Ferries

Sein Hauptziel war die Heranbildung einer nationalen, griechischen Allgemeinsprache zu einer Schriftsprache; die von ihm hierfür aufgestellten Normen sind noch heute im Wesentlichen die maßgebenden. Korais versuchte das Bewusstsein der Griechen auf ihr geschichtliches Erbe, ihren hellenistischen Ursprung, zu wecken. Er stellte fest, dass die Allgemeinbildung der Schlüssel für das unabhängige Griechenland ist. Vor allem aber ist Korais für seine entscheidende Rolle in der griechischen Sprachfrage bekannt: Er versuchte einen Mittelweg zwischen der antikisierenden Hochsprache und der Volkssprache zu gehen und ging als Erfinder der Katharevousa (= die Reine; die gereinigte Volkssprache) in die griechische Sprachgeschichte ein.

Korais kritisierte in seinen Briefen und Publikationen die griechisch-orthodoxe Kirche, die das Leben seiner Landsleute im Osmanischen Reich beherrschte. Die Kirche lehnte ein unabhängiges Griechenland strikt ab. Das Fachwissen Korais über das klassische Altertum entstand durch das Studium der Ausgaben altgriechischer Schriftsteller. Seine Marmorbüste schmückt das Lykeion auf der griechischen Insel Chios, dem Korais seine wertvolle Bibliothek vermacht hat, die heutige, nach ihm benannte, Korais-Bibliothek (Δημόσια Κεντρική Ιστορική Bιβλιοθήκη Χίου Κοραή).

Adamantios Korais starb am 6. April 1833 in Paris und wurde auf dem Cimetière Montparnasse (Division 2) beerdigt. 1877 wurde er auf Wunsch des griechischen Königs Georg I. umgebettet und hat jetzt ein Ehrengrab auf dem Ersten Friedhof von Athen. 1895 wurde ihm zu Ehren an Stelle seines Grabes auf dem Friedhof Montparnasse ein Kenotaph errichtet.

Nach ihm benannt ist der Lehrstuhl für Byzantinistik und Neogräzistik am King’s College London, der Koraes Professor of Modern Greek and Byzantine History, Language and Literature.


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Arthur Conan Doyle

Sir Arthur Ignatius Conan Doyle (* 22. Mai 1859 in EdinburghSchottland; † 7. Juli 1930 in CrowboroughSussexEngland) war ein britischer Arzt und Schriftsteller. Er verfasste die Abenteuer von Sherlock Holmes und dessen Freund Dr. Watson. Bekannt ist auch die Figur Challenger aus seinem Roman Die vergessene Welt, die als Vorlage für zahlreiche Filme und eine Fernsehserie diente.

1880 reiste Doyle als Schiffsarzt auf dem Walfänger Hope in die Arktis, ein Jahr später auf der Mayumba nach Westafrika. Von 1882 bis 1890 führte er eine Arztpraxis in Southsea bei Portsmouth. In seiner Freizeit verfasste er auch schon erste literarische Werke. 1883 verfasste er in Portsmouth seinen ersten Roman, The Narrative of John Smith (s. u.), der jedoch unvollendet und unveröffentlicht blieb und erst 2011 publiziert wurde. 1887 veröffentlichte er die erste Geschichte über den Detektiv Sherlock Holmes und seinen Freund Dr. WatsonA Study in Scarlet (dt. Eine Studie in Scharlachrot).

In der folgenden Zeit erschuf Conan Doyle seine zweite sehr populäre Figur, Professor ChallengerDie vergessene Welt, in der sie zum ersten Mal auftaucht, wurde 1912 publiziert und wird als sein bekanntester Roman neben der Sherlock-Holmes-Reihe angesehen. Doyles während des Ersten Weltkriegs veröffentlichte Texte setzen sich teilweise kritisch mit dem Deutschland der damaligen Zeit auseinander. Im Oktober 1918, wenige Monate vor dem offiziellen Kriegsende, starb sein Sohn Kingsley an der Spanischen Grippe. Doyle begann sich daraufhin verstärkt Zukunftsromanen in der Tradition von Jules Verne sowie dem Spiritismus und Mystizismus zu widmen und unternahm dazu auch Vortragsreisen (u. a. in die USA und nach Südafrika).

Unter anderem machte er die sogenannten Feen von Cottingley bekannt, gefälschte Fotos von Feen, an deren Echtheit er fest glaubte, filmisch umgesetzt 1997 in Der Elfengarten. Für Schlagzeilen sorgte seine öffentliche Kontroverse mit dem Zauberkünstler Harry Houdini.[6] Die Freundschaft zwischen Doyle und Houdini zerbrach an zu unterschiedlichen Vorstellungen über den Spiritismus – Doyle akzeptierte diverse Medien als echt und glaubte, Houdini selbst habe übernatürliche Fähigkeiten, während Houdini nach eigener Aussage zeitlebens keine Séance erlebte, deren Effekte er nicht mit Zaubertricks hätte nachmachen können.

Die deduktive und kriminalanalytische Methode ist bezeichnend für die Figuren Doyles. Er, selbst Arzt, dachte sich die Rolle des Dr. Watson zu. Sherlock Holmes stattete er mit Eigenschaften seines Lehrers an der Edinburgher Universität, Joseph Bell, aus. Die von Doyle in seinen Romanen beschriebenen Methoden der Kriminalistik, beispielsweise die Daktyloskopie, waren den Polizeimethoden ihrer Zeit voraus. Dies gilt insbesondere für die grundsätzlich wissenschaftlich orientierte Methodik bei der Verbrechensuntersuchung.

1890 erschien sein Roman The Firm of Girdlestone (1890), in dem er ein Bild seiner Heimatstadt Edinburgh im Zeitalter des Imperialismus zeichnete. Vater und Sohn Girdlestone & Co. betreiben einen lukrativen Afrikahandel mit schlecht instandgehaltenen Segelschiffen.

Im gleichen Jahr ging Doyle nach London. Ab 1891 konnte er seinen Lebensunterhalt durch die Schriftstellerei bestreiten, nachdem im selben Jahr die erste Detektiverzählung A Scandal in Bohemia (dt. Ein Skandal in Böhmen) im The Strand Magazine erschienen war.

1893 entschied Conan Doyle, das Leben seines Protagonisten Holmes zu beenden, da das regelmäßige Verfassen neuer Holmes-Geschichten zu viel seiner Zeit in Anspruch nahm und er seine schriftstellerische Arbeit auf andere Werke konzentrieren wollte. Es kam zu Protesten seines Publikums.[1] Die Mutter des Schriftstellers, eine begeisterte Leserin der Geschichten, versuchte vergeblich, ihn von dem Vorhaben abzubringen. In der Erzählung The Final Problem (dt. Das letzte Problem) stürzt Sherlock im Kampf mit seinem Widersacher Professor Moriarty die Reichenbachfälle bei Meiringen in der Schweiz hinab und wird von Watson für tot erklärt.

Im selben Jahr wurde Doyle Meister in der Freimaurerloge Phoenix No. 257 in Portsmouth.

Im März 1893 war Doyle der erste Brite, der eine Tagestour im Skilanglauf absolvierte. In Erinnerung an diese Leistung benannte das UK Antarctic Place-Names Committee im Jahr 1959 den Doyle-Gletscher in der Antarktis nach ihm.

Am 23. März 1894 überquerte er in einem gewagten Unternehmen auf Skiern die Maienfelder Furgga von Davos nach Arosa, wobei er von zwei Einheimischen, den Brüdern Tobias und Johann Branger, begleitet wurde. Das Ereignis trug dazu bei, den Skisport in England zu popularisieren. Es wurde gut hundert Jahre später vom ORF in einem Fernsehfilm nachgestellt, basierend auf Conan Doyles Artikel An Alpine Pass on ’Ski’, veröffentlicht im Strand Magazine im Dezember 1894.

Doyle spielte Fußball als Torwart für den Amateurverein Portsmouth Association Football Club. Er verwendete hierbei das Pseudonym A.C. Smith. Er war auch ein begeisterter Cricketspieler und wurde zwischen 1899 und 1907 zehnmal vom berühmten Marylebone Cricket Club (MCC) in der ersten Mannschaft eingesetzt. Als Golfspieler war er 1910 Mannschaftskapitän des Crowborough Beacon Golf Club, East Sussex. Er initiierte auch den Bau des Golfplatzes in Davos während seiner Aufenthalte dort 1893–1895.

Bei den Olympischen Spielen 1908 in London berichtete Arthur Conan Doyle für die Zeitung Daily Mail über den MarathonlaufDorando Pietri hatte als erster das Ziel erreicht, doch da Kampfrichter und Ärzte ihm über die Ziellinie halfen, wurde der Läufer disqualifiziert. Doyles ausführlicher und emotionaler Bericht in der Daily Mail vom 25. Juli 1908 über den Zieleinlauf des geschwächten Italieners und ein gleichzeitig mit seinem Artikel veröffentlichter Leserbrief, in dem Doyle zu Spenden für Pietri aufrief, sind die Grundlage eines der bekanntesten Mythen der modernen Olympischen Spiele. Doyles großes Engagement führte zu der weit verbreiteten, aber unwahren Legende, Doyle selbst habe Pietri über die Ziellinie geholfen. Dr. Michael Bulger, der auf einem Foto als Helfer zu sehen ist, wurde hierbei oft für Doyle gehalten.

Seit dem 14. April 2001 steht am Cloke’s Corner in Crowborough ein Denkmal für Sir Conan Doyle. Die Bronzestatue wurde vom Bildhauer David Cornell geschaffen und durch den Conan Doyle Statue Trust mit Zuschüssen des Town Council Crowborough und privaten Spenden finanziert. Zur Finanzierung des Bronzegusses hatte Cornell eine limitierte Serie eines verkleinerten Modells gießen lassen.

2023 wurde die Froschart Caligophryne doylei aus Venezuela nach Conan Doyle benannt.

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