Category Archives: SchriftstellerDocs

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Manfred Lütz

Manfred Lütz (* 18. März 1954 in Bonn) ist ein deutscher PsychiaterPsychotherapeutrömisch-katholischer TheologeBerater des Vatikan und Buchautor. Er leitete von 1997 bis 2019[1] das Alexianer-Krankenhaus in Köln.

Lütz studierte MedizinPhilosophie und katholische Theologie in Bonn und Rom. Er erlangte 1979 seine Approbation als Arzt und 1982 sein Diplom in katholischer Theologie. Während seines Studiums wurde er Mitglied der KDStV Bavaria Bonn im CV.

Soziales Engagement

Manfred Lütz gründete 1981 in Bonn die integrative Jugendgruppe „Brücke-Krücke“, in der behinderte und nichtbehinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus Bonn und Umgebung ohne professionelle Betreuung zusammenwirken.[3][5] Lütz ist seitdem ehrenamtlich für die Initiative tätig,[6] die der Katholischen Jugendagentur in Bonn angegliedert ist. Er bereitet Jahresfahrten vor und nimmt an Veranstaltungen teil. Die Gruppe umfasst ca. 200 Behinderte und Nichtbehinderte.

Kirchen- und Vatikanberater

Von Papst Johannes Paul II. wurde Lütz 2003 zum Konsultor der Kongregation für den Klerus ernannt.[7] Im gleichen Jahr organisierte er im Vatikan einen Kongress zum Thema „Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Priester und Ordensleute“.[3] Im Erzbistum Köln gehörte er ab 2006 zum Arbeitsstab des Seelsorgeamtes für die Bearbeitung und Prüfung von Fällen von sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche und Laien im pastoralen Dienst.[8] Lütz selbst war unter drei Päpsten bis 2016 Mitglied des Päpstlichen Rates für die Laien.[9] Er wirkte beratend an der Erstellung des Jugendkatechismus Youcat mit.[10] Er war seit Beginn der 2000er Jahre korrespondierendes, ab 2004 ordentliches Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben,[11] in deren Direktorium er im März 2005 für die Amtsperiode bis 2010 berufen wurde.[12] Nach der Umstrukturierung der Akademie im Zuge der Kurienreform wurde er von Papst Franziskus 2017 erneut zu ihrem ordentlichen Mitglied ernannt und gilt als Befürworter der vom Papst durchgesetzten Öffnung und Erneuerung des Gremiums.[13]

Papst Franziskus ernannte ihn am 6. Oktober 2018 zum Mitglied des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben.

Buchautor und Medienpräsenz

Nach seinem vorwiegend innerkirchlich beachteten Essay Der blockierte Riese: Psycho-Analyse der katholischen Kirche[15] (1999) betätigt sich Manfred Lütz seit 2002 als Buchautor für ein breiteres Publikum und erlangte durch mehrere Bestseller größere Bekanntheit.[2][3][9][16] In seinen Büchern befasst er sich aus Sicht des Psychotherapeuten teils humorvoll und satirisch zugespitzt mit allgemeinen Themen des Lebensstils und der modernen Kultur, der Religion sowie mit den Verhältnissen in der katholischen Kirche und in der Psychiatrie. Auch als Dozent, Vortragsredner und Interviewpartner ist Manfred Lütz seit vielen Jahren aktiv und gefragt. Lütz tritt seit 2006 gelegentlich auch als Kabarettist auf.[17] Er hat als Gesprächspartner für psychiatrisch-psychotherapeutische Themen häufig an Fernsehsendungen mitgewirkt und nahm im Vorfeld der Konklaven von 2005 und 2013 als Kirchenexperte an prominent besetzten Talkrunden teil.[18][19][20] Im März 2013 begleitete er als Kommentator für das ZDF und Phoenix die Direktübertragungen von der Papstwahl beim Konklave 2013 und die anschließenden Ereignisse der Amtseinführung des neuen Papstes in Rom.

Manfred Lütz’ bekanntestes Buch trägt den Titel Irre! Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen (2009), dessen Taschenbuchausgabe 106 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste stand.[22] Aus ihm entstand 2013 eine Fernsehsendung mit dem Kölner Kabarettisten Jürgen Becker.[23] Auch sein Buch Bluff: Die Fälschung der Welt (2012) stand an der Spitze der Spiegel-Bestsellerliste.[16] Weitere häufig genannte Bücher sind Lebenslust: Wider die Diät-Sadisten, den Gesundheitswahn und den Fitness-Kult (2002), Gott: Eine kleine Geschichte des Größten (2007) oder Wie Sie unvermeidlich glücklich werden. Eine Psychologie des Gelingens (2015). 2016 veröffentlichte er einen Gesprächsband mit dem Auschwitzüberlebenden Jehuda Bacon. Sein 2018 erschienenes Buch Der Skandal der Skandale gehörte zu den beiden umsatzstärksten Titeln des Herder-Verlages im Jahr 2018.[24]

In verschiedenen Artikeln z. B. in der FAZ betonte Lütz 2010, dass Missbrauch durch katholische Priester schlimmer sei als jeder andere Missbrauch, wandte sich aber zugleich dagegen, die Kirche als Sündenbock zu betrachten und dabei den gesellschaftlichen Kontext der 70er Jahre auszublenden. Er sieht eher die linke Szene als ursächlich schuldig. Im Gegenteil seien die „Strukturen der Kirche sogar hilfreich“, wenn es um die Aufklärung von Missbrauchsfällen gehe.[25] Die gesamte Gesellschaft stehe hier in der Verantwortung.[26] 2018 kommentierte er die von der Deutschen Bischofskonferenz herausgegebene sogenannte „MHG-Studie[27][28] und nannte sie „spektakulär misslungen“.[29]

https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_L%C3%BCtz


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Paolo Mantegazza

Paolo Mantegazza (* 31. Oktober 1831 in MonzaKaisertum Österreich; † 28. August 1910 in San Terenzo) war ein italienischer NeurologePhysiologe und Anthropologe sowie ein bedeutender Arzt und Bewusstseinsforscher. Mantegazza publizierte mehrere Arbeiten über die Wirkungen psychotroper Pflanzen auf das menschliche Bewusstsein, zahlreiche andere wissenschaftliche Schriften und mehrere Romane, die zu seiner Zeit Bestseller waren, inzwischen jedoch nahezu in Vergessenheit geraten sind.

Mantegazza studierte zuerst in Pisa und Mailand Medizin und schloss sein Studium 1854 in Pavia ab. Danach bereiste er Indien und Südamerika, wo er in Argentinien und in Paraguay als Arzt praktizierte. 1858 kam er nach Italien zurück und wirkte in Mailand als Chirurg. 1860 wurde er als Professor für Pathologie an die Universität zu Pavia berufen, wo er das erste Institut für allgemeine Pathologie in Europa gründete. 

1870 wurde Mantegazza Professor der Anthropologie am Istituto di Studi Superiori in Florenz. Hier gründete er das Museo Antropologico-Etnografico di Firenze (anthropologisches und ethnographisches Museum) sowie 1871 mit Felice Finzi die noch heute erscheinende Fachzeitschrift Archivio per l’Antropologia e l’Etnologia. Zu jener Zeit standen Kultur und Wissenschaft in Italien weit mehr als heute unter dem Einfluss der katholischen Kirche. Mantegazza wurde immer wieder von kirchlichen Kreisen angefeindet, insbesondere weil er ein Verfechter des Darwinismus und Atheist war.[2] Von 1868 bis 1875 hatte er einen regen Briefwechsel mit Charles Darwin.

Pionier der Drogenforschung

Bei seiner mehrjährigen Tätigkeit als Arzt in Südamerika beobachtete Mantegazza die Gewohnheit der einheimischen Kokabauern, die Blätter der Kokasträuche zu kauen. Im „Dienst der Wissenschaft“ begann er es ihnen nachzutun mit drei Tagesdosen von je drei Gramm Kokablättern. 1859 publizierte er die Schrift Sulle virtù igieniche e medicinali della coca e sugli alimenti nervosi in generale (Über die hygienischen und medizinischen Vorzüge des Koka und die Nervennahrung im Allgemeinen), für die er eine Auszeichnung erhielt und die sowohl in Italien wie auch im Ausland für großes Aufsehen sorgte. Aufgrund der Tatsache, dass Mantegazza in seinen Schriften zwischen coca und cocaina unterscheidet, wird vermutet, dass er bereits 1859 das Alkaloid Kokain aus den Kokablättern extrahiert und selbst eingenommen hatte. Mantegazza wird in der Literatur deshalb oft mit Kokain in Verbindung gebracht, doch sein Interesse für die Wirkungen psychotroper Substanzen reichte viel weiter, und er publizierte zahlreiche Schriften mit Abhandlungen über die berauschende Wirkung von diversen Rauschmitteln wie AlkoholMateGuaranáOpiumHaschischKava oder auch Ayahuasca (agahuasca) und klassifizierte sie 1859 nach ihren Wirkungen, mehr als sechzig Jahre bevor Louis Lewin seine Klassifikation 1924 in seinem Werk Phantastica vornahm.

Sexualwissenschaft

Nahezu vergessen, zu seiner Zeit herausragend waren seine vielfachen Publikationen auf dem erst später konstituierten Gebiet der Sexualwissenschaft: Fisiologia del piacere (1854); Fisiologia dell’amore (1873); Igiene dell’amore (1886); Gli amori degli uomini – Saggio di una etnologia dell’amore (1886) und Fisiologia della donna (1893) – in denen er Beobachtungen, eigene Experimente und anthropologisch-ethnologische Ergebnisse umfangreicher Sammlungen, Recherchen und Reisen zusammenfasst im Sinne einer „Phänomenologie der heterosexuellen Liebe… die ihresgleichen in der Geschichte der Sexualwissenschaft sucht.“ – Schon mit 22 Jahren verfasst er „Grundzüge der Edonologie oder der Wissenschaft vom Genusse“ (heute als Hedonismus zu verstehen) und wendet sich gegen „falsche Puritaner“ bzw. den „trüben, stinkenden Nebel der Heuchelei“ (Volkmar Sigusch in: Deutsches Ärzteblatt 7/2007 – s. Weblink).

„Wo eine schöne Frau erscheint, sprudeln alle menschlichen Energien aus ihren kampferprobten Quellen: Alles Beste und Schlechteste im Mann springt hervor, um ihr zu huldigen oder sie neidisch zu beleidigen.“
(Paolo Mantegazza, Das weibliche Konzept im Wandel der Zeit, Nuova Antologia, 15. Januar 1893)

Von 1865 bis 1876 war Mantegazza Deputierter von Monza in der italienischen Abgeordnetenkammer und ab 1876 Senator im Königreich Italien.


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Carlo Levi

Graziadio Carlo Levi oder Carlo Lèvi (geboren 29. November 1902 in Turin; gestorben 4. Januar 1975 in Rom) war ein italienischer Schriftsteller, Maler, Arzt und Politiker.

Carlo Levi stammte aus einer großbürgerlichen assimilierten jüdischen Familie; seine Eltern waren Ercole Levi und Annetta Treves. 1917 oder 1918 schrieb er sich zum Medizinstudium an der Universität Turin ein, das er 1924 abschloss.[1] Er arbeitete zwar von 1924 bis 1928 als Assistenzarzt an einer Turiner Klinik, praktizierte aber nie als regulärer Arzt, da er sich mehr für Politik und Malerei, der er sich ab 1923[2] intensiv widmete, interessierte. So wurde er Mitglied der von Piero Gobetti geleiteten Gruppe Rivoluzione liberale („Liberale Revolution“), verbrachte einige Zeit in Paris und nahm 1929 an der Ausstellung Sei pittori di Torino („Sechs Turiner Maler“) teil.

Weil er zusammen mit Carlo und Nello Roselli 1929 die antifaschistische Gruppe Giustizia e Libertà („Gerechtigkeit und Freiheit“) gegründet hatte und sie zusammen mit Leone Ginzburg leitete, wurde Levi von der faschistischen Regierung im Frühjahr 1934 für zwei Monate in Rom inhaftiert und im Mai 1935 in die süditalienische Region Lucania (Lukanien, heute Basilicataverbannt. Dort verbrachte er, nach einiger Zeit im Städtchen Grassano, die Zeit von September 1935 bis Mai 1936 in dem Dorf Aliano, wo er wegen des Elends der Einwohner unentgeltlich und mit geringen Mitteln als Arzt praktizierte, bis die Provinzverwaltung ihm auch dies untersagte und Behandlungen nur noch heimlich möglich waren. Nebenbei malte er Menschen und Landschaft und erkundete die Bräuche der Einwohner, besonders Magie und Aberglauben.

Nachdem er 1936 vorzeitig durch eine Generalamnestie freikam, die der faschistische Staat zur Feier der Annexion Abessiniens im Abessinienkrieg ausgerufen hatte, ging Levi ins Exil und übernahm von Paris aus die Leitung der Gruppe Giustizia e Libertà. 1941 kehrte er nach Italien zurück, wurde in Florenz festgenommen und eingekerkert. Nach dem Sturz Mussolinis wurde er freigelassen, suchte Zuflucht im Palazzo Pitti und schrieb dort 1943/1944 sein Buch Cristo si è fermato a Eboli (erschienen 1945, s. u.), in dem er seine Erinnerungen an die Zeit in Aliano festhielt, wobei er für Aliano den leicht verschlüsselten Namen Gagliano wählte.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zog Levi nach Rom, wohnte und lebte seitdem in der Villa Strohl-Fern[3] und arbeitete einige Zeit als Herausgeber der Zeitschrift Italia libera, die zum Partito d’Azione („Partei der Aktion“) gehörte. Er malte weiter (seine Bilder wurden in verschiedenen Ländern Europas und in den USA ausgestellt) und schrieb weitere Bücher (siehe unten). 1963 wurde er als Unabhängiger auf der Liste der Kommunistischen Partei in den Senat gewählt, dessen Mitglied er bis 1972 blieb.

Carlo Levi starb 1975 in einem römischen Krankenhaus an Lungenentzündung. Gemäß seinem ausdrücklichen testamentarischen Wunsch wurde er auf dem Friedhof von Aliano bestattet, der während seiner Verbannung dort einer seiner liebsten Aufenthaltsorte war.

https://de.wikipedia.org/wiki/Carlo_Levi

https://en.wikipedia.org/wiki/Carlo_Levi


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Hans Michael Schulz

Wenn Hans Michael Schulz seinen Rucksack packt, ist der Weg das Ziel: Pilgerwege ziehen sich wie ein roter Faden durch das Leben des ehemaligen Chefarztes von Nordhorn. Mit 30 Menschen zwischen 17 und 77 Jahren wanderte er den Weg der „Schwedischen Birgitta“ durch die mecklenburgische Landschaft, betete, schwieg, sang und arbeitete auch in Projekten mit. Täglich legten sie Strecken von 20 bis 25 Kilometern zurück. Alles begann im Frühjahr 1994, als er sein Krankenhaus für ein halbes Jahr verließ, um nach Santiago de Compostela zu wandern – knapp 3500 Kilometer. Seine Eindrücke hat er in seinem Buch „Fernwechsel“ festgehalten, das mittlerweile vergriffen ist. Ihm gefällt es: Zeiten des Gehens, Schauens, Nachdenkens und Betens – zwischendurch interessante Gespräche mit seinen Mitwanderern.

Am Anfang steht der Abschied und am Ende die Ankunft. Der Autor, Arzt und Leiter einer Abteilung für Innere Medizin, verabschiedet sich in vertrauter Umgebung von seiner Frau. Das erinnert an Abschiedsszenen in der Weltliteratur, an Hektor beispielsweise, der Andromache vor dem Kampf mit Achill zum letzten Mal umarmt, oder an Siegfried, der der ahnungsvollen Kriemhild „mit minneclichen küssen“ Lebewohl sagt. Doch anders als in den Epen, in denen die Helden dem sicheren Tod entgegengehen, offenbart sich dem Autor auf einem siebzehnwöchigen Fußmarsch von Nordhorn nach Santiago de Compostela ein neues Leben.

Das Buch ist ein Bericht über diese 3500 Kilometer lange Pilgerreise, die über Aachen, Trier, Cluny, Lyon, Arles, Toulouse, über die Pyrenäen nach Logroño, Burgos, Leon führt und schließlich in der Jakobsstadt endet. Die christliche Überzeugung, daß die Kirche auch heute noch Wegweiser sein kann für alle, die suchend und entdeckungsbereit unterwegs sind, gibt die Grundstimmung der täglichen Aufzeichnungen an. Den Pilger interessieren weniger die in den üblichen Reiseführern beschriebene Schönheit der Kirchen und Klöster am Jakobsweg; er besucht sie zwar alle, aber nur, um in ihnen „eine Stufe im Aufstieg des menschlichen Bewußtseins“ und Kraft für die Bewältigung der Gegenwart zu suchen. Und es gelingt dem Autor auf seiner mühsamen Pilgerreise, den Weg selbst, die vielfältige Natur und die Kunst in den Gotteshäusern als „Botschaft Christi von der Erlösung“ zu erleben. Der Leser, der sich auf solche Spurensuche einläßt, wird am Ende mit Hans Michael Schulz ausrufen können: „Jedesmal wurde ich aufs neue gepackt. Und dies und alles andere auf dem Weg hierher war weitaus mehr, als ich erwartet hatte. – Basta!“ 

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/reise/rezension-sachbuch-europa-11295147.html

Ein Exemplar auf Amazon


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Martin Nweeia

Jane O’Brien, an anchor of BBC World News, joins Martin Nweeia, D.D.S., ’77, right, and Nweeia’s wife, Pamela Peeters, at the Smithsonian. Photo by Ryan Lavery

Dr. Martin Nweeia ist der weltweit führende Experte für das Stoßzahn- und Zahnsystem des Narwals. Er ist Wissenschaftler der National Foundation und leitete über 20 Hocharktisexpeditionen und führte 15 Expeditionsflaggen mit sich, um den schwer fassbaren Narwal zu erforschen. Er promovierte in Zahnmedizin und Chirurgie und ist Mitglied der Fakultäten für Zahnmedizin der Harvard University und der Case Western Reserve University. Darüber hinaus forscht er am Canadian Museum of Nature und am Smithsonian Institut. Das Smithsonian Institut verlieh ihm zwei Stipendien: eines für physische Anthropologie und eines für Wirbeltierzoologie.

Seine Arbeiten wurden in der New York Times, NPRs „Pulse of the Planet“, „A Beautiful World“, „Morning Edition“, „Earth Wise“ sowie in Dokumentationen von National Geographic, „Découverte“ (French Discovery) und der BBC, darunter „Natural Curiosities“ mit Sir David Attenborough, vorgestellt. Dr. Nweeia erhielt einen CINE Golden Eagle für die Narwal-Geschichte der NGS Wild Chronicles, den William Mills Prize für sein Buch „Narwhal: Revealing An Arctic Legend“ und den Lowell Thomas Award für Arktisforschung. Seine wissenschaftlichen Publikationen aus dem Jahr 2020 wurden in Nature, PNAS und zwei Smithsonian-Büchern veröffentlicht.

Martin Nweeia ’77 and research colleague Adrian Arnauyumayuq complete experiments on a live narwhal in Arctic Bay, Nunavut, Canada, in 2007. Photo by Gretchen Freund

Ein ziemlich ausgefallenes Hobby hat der amerikanische Zahnarzt Martin Nweeia: Er studiert den Stoßzahn des Narwals. Nweeia, niedergelassen in Sharon im US-Staat Connecticut und Lehrbeauftragter an der School of Dental Medicine der Harvard University, fährt seit Jahren im Frühjahr nach Kanada in die Arktis und untersucht die rätselhaften Wale mit dem einen großen Zahn, berichtet „New Scientist“ online.

Der Zahn des Narwals – Vorbild für das Horn des Einhorns – ist einzigartig in der Natur, so Nweeia. „Er ist der einzige bekannte gerade Stoßzahn und der einzige spiralig gedrehte.“ In Streßtests haben sich Narwal-Stoßzähne als äußerst flexibel und hart erwiesen – eine Kombination, die für Zähne außergewöhnlich sei.

Nweeia examines a narwhal tusk and skull at the Smithsonian’s National Museum of Natural History before it is placed in a new exhibit, which opened in August. Photo by Stephen Voss

Bei männlichen Narwalen wächst ein Stoßzahn auf fast zweieinhalb Meter, der andere bleibt im Kiefer eingebettet. Die meisten Weibchen haben keinen Stoßzahn. Wozu der Zahn dient, ist noch unklar. Weeias These: „Ich glaube, der Zahn ist eine Art Sensor. Er hat wohl was mit dem Entdecken der Beute zu tun.“ Um das zu prüfen, rüstet er derzeit Wale mit einem Sensor im Zahn aus.

https://narwhal.org/

https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Dieser-Zahn-ist-ausserordentlich-und-einzigartig-in-der-Natur-331804.html

https://www.docseducation.com/blog/famed-dentist-studies-elusive-%27sea-unicorn%27-learn-more-about-human-teeth

https://www.si.edu/stories/understanding-narwhals-smile

https://www.glexsummit.com/explorers/martin-nweeia


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Axel Munthe

Axel Martin Fredrik „Puck“ Munthe [ˌakːsəl ˈmɵnːtə] (* 31. Oktober 1857 in Oskarshamn; † 11. Februar 1949 in Stockholm) war ein schwedischer Arzt und Autor.

Beruf und Leben

Axel Munthe wurde 1857 als Sohn eines Apothekers geboren. Er studierte Medizin in UppsalaMontpellier und Paris.

Ab 1880 begann er als Arzt in Paris und Rom zu praktizieren. Im Laufe der Jahre wirkte er noch in Neapel, London und Stockholm. Während seiner Studienjahre in Paris beeindruckten ihn besonders die Arbeiten Jean-Martin Charcots. Auch in späteren Jahren galt sein besonderes fachliches Interesse der Psychiatrie. Sein beruflicher Werdegang weist äußerlich etliche Brüche auf. So arbeitete er teilweise als Arzt für die untersten Bevölkerungsschichten, während er gleichzeitig oder kurz darauf eine Modearztpraxis betrieb. In Rom richtete er seine Praxis beispielsweise im Keats-Shelley House an der Spanischen Treppe ein, das zuvor u. a. von dem Dichter John Keats bewohnt worden war. Ab 1908 war Munthe Leibarzt der schwedischen Königin Viktoria, einer geborenen Prinzessin von Baden, die sich bis zu ihrem Tod regelmäßig in Munthes Nachbarschaft auf Capri aufhielt. In seiner Villa San Michele in Anacapri wurde er auch etwa von Henry JamesOscar WildeRainer Maria Rilke und Curzio Malaparte besucht. Das Haus mit seinem prachtvollen Garten und dem weiten Ausblick über das Meer dient seit den 1950er-Jahren als Museum.

Mit 22 Jahren (als jüngster in Frankreich) promovierte er an der Sorbonne zum Doktor der Medizin und wurde bald zu einem der erfolgreichsten Ärzte seiner Zeit. Er galt als Wundertäter. Zu seinen Patienten zählten Angehörige der Oberschicht und des Adels Europas und Amerikas, doch auch unter den Armen in Paris, Rom und Neapel wirkte er.

Der Zeitungsbericht über seine Arbeit im von der Cholera heimgesuchten Neapel im Herbst 1884 machte ihn schlagartig berühmt. Er war jedoch kein professioneller Schriftsteller, und sein wirklicher Erfolg stellte sich erst 45 Jahre später ein. „Die Geschichte von San Michele“ erschien 1929 und wurde zu einem der erfolgreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts. Es wurde auf Englisch verfasst, in zahlreiche andere Sprachen übersetzt und wird bis heute in Neuauflagen gedruckt.

International bekannt wurde Axel Munthe durch seine 1929 erschienenen und in zahlreiche Sprachen übersetzten Erinnerungen Das Buch von San Michele. Darin mischen sich allerdings Biographisches mit Phantastischem bis zur Untrennbarkeit; so wiesen Bengt Jangfeldt und Thomas Steinfeld in ihren 2003 beziehungsweise 2007 erschienenen Munthe-Biographien zahlreiche Differenzen zwischen dem realen und dem „autobiographischen“ Leben des Verfassers nach.

Munthe war zwar kein Architekt, ließ aber auf Capri eine der berühmtesten Villen Europas erbauen: die Villa San Michele, die von Experten als Meisterwerk der Architektur beschrieben wird.
Er war ein leidenschaftlicher Anglophiler, doch sein Lieblingsphilosoph war Schopenhauer, sein Lieblingsdichter Heine, seine Lieblingskomponisten Schubert, Wagner, Schumann und Hugo Wolf. Und trotz seiner republikanischen Lebenseinstellung war sein wichtigster Patient nicht nur königlicher Abstammung und deutscher Herkunft, sondern auch stark deutsch orientiert.

Munthe starb 1949 in seiner in einem Seitenflügel des königlichen Schlosses in Stockholm gelegenen letzten Wohnung.

https://www.villasanmichele.eu/munthe

https://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Munthe


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Marion Kiechle

Marion Brigitta Kiechle (ehemals Kiechle-Schwarz; * 4. April 1960 in Oberkirch) ist eine deutsche Medizinerin, Wissenschaftlerin, Buchautorin und ehemalige Politikerin (CSU). Seit Oktober 2000 ist sie Direktorin der Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar der TU München und Inhaberin des Lehrstuhls für Gynäkologie und Geburtshilfe

Am 21. März 2018 wurde sie von Markus Söder als bayerische Wissenschaftsministerin in sein Kabinett berufen. Kiechle ist Vorsitzende der Bayerischen Bioethik-Kommission und stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Ethikkommission zur Stammzellforschung. Zunächst parteilos, trat sie im April 2018 der CSU bei und wurde am 21. desselben Monats auf den aussichtslosen Platz 5 der Bezirksliste Oberbayern für die Landtagswahl in Bayern 2018 gesetzt. Nach dem Ablauf der Legislaturperiode im November 2018 schied sie aus der Regierung aus und kehrte an die TUM zurück.

Engagement

Seit 2021 ist Marion Kiechle Vorsitzende des Kuratoriums für das Projekt Hospiz-Haus des Lebens in München. Seit Februar 2023 ist sie Mitglied des Verwaltungsbeirats des FC Bayern München.

Privates

Seit April 2010 ist sie in vierter Ehe mit dem Fernsehjournalisten und Sportkommentator Marcel Reif verheiratet. Davor war sie mit einem Sonderschullehrer und zwei Ärzten verheiratet

https://www.professoren.tum.de/kiechle-marion

https://de.wikipedia.org/wiki/Marion_Kiechle

https://www.facebook.com/prof.kiechle


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Klaus Zehnder-Tischendorf

An diesem Tage war Klaus Zehnder-Tischendorf (22. Januar 1957 in Köln geboren und starb dort am 14. November 2014) mit anderen Begründer der „Norbert Burgmüller Gesellschaft e.V. Düsseldorf im Stadtmuseum Düsseldorf. Motor des Projektes sind der Pianist Tobias Koch, Düsseldorf und die Burgmüllerforscher Dr. Klaus Martin Kopitz, Berlin und Dr. Klaus Zehnder-Tischendorf, Köln. Die Geschäftsführung hat das Konzertbüro Dirk Franke, Düsseldorf übernommen. An der Gründungssitzung nahmen außerdem teil: Elisabeth von Leliwa, Dramaturgin der Tonhalle Düsseldorf, Hannelore Köhler, Bildhauerin, Jutta Scholl, Leiterin der Musikbibliotheken der Stadt Düsseldorf, Peter Haseley, Direktor der Clara-Schumann-Musikschule Düsseldorf, Prof. Oskar Gottlieb Blarr, Komponist, Alexander Nitzberg, Dichter, Alfred Lessing, Musiker und Musikwissenschaftler, Prof. Peter-Christoph Runge, Kammersänger und Ehrenmitglied der Deutschen Oper am Rhein, Dr. Ernst Sell, Mediziner und Sammler von musikalischen Erstausgaben und Tasteninstrumenten, Regine Müller, Feuilleton der Rheinischen Post, Natascha Plankermann, Journalistin und Manfred Hill, Vorsitzender des Städt. Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818.

Ziel der Gesellschaft ist die Förderung und Verbreitung des Werkes von Norbert Burgmüller durch Veröffentlichungen, Konzerte und Ausstellungen. Das Jahr 2010 im Blick (200. Geburtstag des Komponisten) will die Gesellschaft das Gedenkjahr vorbereiten und mit Herausgabe von Editionen und Tonträgern das Werk des Komponisten dokumentieren. Auf einer in Arbeit befindlichen Homepage wird die Gesellschaft über ihre Arbeit fortlaufend informieren.

Norbert Burgmüller war der Sohn des ersten Musikdirektors der Stadt Düsseldorf Johann August Franz Burgmüller und Mitglied des Musikvereins.

Klaus Zehnder-Tischendorf, geboren 1957 in Köln. Abitur und Studium der Bibliotheks-
        wissenschaft. Drei Jahre am Hochschulbibliothekszentrum Köln (DFG-Forschungsprojekt).
        Studium der Humanmedizin in Essen. Seit 1989 ärztliche Tätigkeit in der Schweiz und
        Promotion in der Gerichtsmedizin zu Basel. Seit 1998 als Praktischer Arzt in Zofingen/Aargau
        niedergelassen. Seit 2005 wieder in Köln ansässig.

        Interessen

        Weniger bekannte Musik von Joseph Martin Kraus über Theodor Kirchner und Julius Röntgen
        bis zu Leo Ornstein; Musikerautographen; Phantastische Literatur; Schach; Malerei; Kultur-
        geschichte; computergestützte Umsetzung von Musik in bewegte Bilder; Flora und Fauna.

  Norbert Burgmüller

First encounter with works by Norbert Burgmüller in 1973 (Rhapsody in B minor, Op. 13, Sonata in F minor, Op. 8). Shortly thereafter, he began intensive collecting and research (discovery and identification of the final fragment of the Symphony No. 2 in D major, Op. 11 in 1983; investigation of further autographs). From 1980 to 1986, the first publications on Norbert Burgmüller appeared in the form of monographs, articles, and cover texts. After a career-related interruption, he resumed extensive research in 1995 and built up an archive on Norbert Burgmüller and his circle (literature, autographs, printed music, recordings, ephemera), as well as other publications. 2001: Development of the first online presentation dedicated solely to Norbert Burgmüller. From 2001 to 2003: Publication of a series of works by Norbert Burgmüller as first editions, reprints, and reprints.


 Bibliographie Klaus Zehnder-Tischendorf  zu Norbert Burgmüller und seinem Umkreis:

        Norbert Burgmüller. Leben und Werk.
        Köln 1980.

        Norbert Burgmüller (1810-1836). Ein vergessener Romantiker, aus Anlass seines 150.
        Todestages am 7. Mai 1986.
        Düsseldorf 1986.

        Norbert Burgmüller.
        (in: Correspondenz. Mitteilungen der Robert-Schumann-Gesellschaft e.V. Düsseldorf, V.)
        Düsseldorf 1986, S. 8-11.

        Norbert Burgmüller. Zur Eröffnung der Gedenkausstellung.
        Vortrag in der Raiffeisenbank Düsseldorf am 6.5.1986. Mskr.

        Einführung zu ausgewählten Liedern und Klavierwerken. AULOS Preciosa 68539.
        Viersen 1986.

        Fast verklungene Romantik: Norbert Burgmüller (1810-1836).
        (in: Schweizerische Ärztezeitung, LXXX, Nr.31.)
        Basel 1999, S. 1914-1917.

       „Welch meisterliches Gebilde…“. Die Rhapsodie in h-moll op.13 (1834) von Norbert
        Burgmüller (1810-1836). Eine Werkmonographie.
        Zofingen 2000.

        „Was in der Dinge Lauf jetzt missklingt tönt einst in ewigen Harmonien.“ Der Düsseldorfer
        Städtische Musikdirektor August Burgmüller als Begleiter der Sängerin Angelica Catalani.
        (in: Düsseldorfer Jahrbuch 2000, Beiträge zur Geschichte des Niederrheins, Bd. LXXI.)
        Düsseldorf 2001, S. 243-257.

        Vorwort zum Erstdruck des Allegretto (Ständchen) o. op.
        Genf 2001.

        Norbert Burgmüller (1810-1836) – Der Rheinische Schubert. (Der Kleine Lauschangriff.)
        (in: Klassik Heute, Jg. 4, Heft 8.)
        München 2001, S. 42f.

        Vorwort zur Neuedition der Klaviersonate f-moll op.8
        Düsseldorf 2001.

        Vorwort zur Neuedition Sämtlicher Lieder.
        Düsseldorf 2001.

        Grabbes Oper „Der Cid“. Neue Erkenntnisse zur Vertonung von Norbert Burgmüller.
        (in: Ich aber wanderte und wanderte – Es blieb die Sonne hinter mir zurück. Grabbe-
        Jahrbuch 2000/2001. 19./20. Jg.)
        Detmold 2002, S. 140-146.

        Vorwort zur Neuedition ausgewählter Klavierwerke von Friedrich und Norbert Burgmüller.
        Düsseldorf 2002.

        Vorwort zum Reprint der Sinfonie Nr.1 c-moll op.2.
        München 2002.

        Vorwort zum Reprint des Trauermarsches a-moll op.103 von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
        München 2002.

        Vorwort zum Reprint der Ouvertüre f-moll op.5.
        München 2003.

        Vorwort zum Reprint der 4 Entr’Actes op.17.
        München 2003.


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Peter Konopka

Dr. med. Peter Konopka ist Internist, Sportmediziner und Leiter seiner eigenen Yoga-Schule in Augsburg. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als internistischer Oberarzt am Klinikum Augsburg war er aktiver Radrennfahrer und zwölf Jahre lang sportärztlicher Betreuer der Deutschen Rad-Nationalmannschaften der Straßenradrennfahrer und Querfeldeinfahrer bei Trainingslagern und Etappenrennen sowie bei insgesamt 16 Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Von seinem indischen Yogalehrer Jonas Remedios wurde er 1991 zum Nachfolger als Leiter seiner Yoga-Schule in Augsburg bestimmt.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit war er aktiver Radrennfahrer. Mit Radweltmeister Rudi Altig als Bundestrainer war er zwölf Jahre sportärztlicher Betreuer der Deutschen Rad-Nationalmannschaften der Straßenradrennfahrer bei Trainingslagern und Etappenrennen sowie bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Außerdem wurde er von seinem indischen Yogalehrer, Jonas Remedios, zum Yogalehrer ausgebildet und 1991 zu seinem Nachfolger als Leiter seiner Yoga-Schule in Augsburg bestimmt.

Dr. Peter Konopka war bis 2003 internistischer Oberarzt am Klinikum Augsburg. Sportlich immer aktiv, eröffnete er 1991 seine eigene Yoga-Schule in Augsburg. Die seit 5.000 Jahren bewährten fernöstlichen Übungen setzte Konopka bereits 1972 ein, als er Yoga erstmals als wirksamen Ausgleich für Wirbelsäulenbeschwerden bei Radsportlern entdeckte. Ungezählt sind seine Vorträge, Veröffentlichungen und Kolumnen in Fachmedien. Regelmäßig verfasst er auch Beiträge und gibt wertvolle Tipps in unserem Magazin »Gesundheit ganz groß«.

Er lehrte Haich-Yesudian-Yoga https://www.youtube.com/watch?v=1wEnHowy_ew

https://www.facebook.com/yoga.konopka.augsburg/?locale=de_DE

https://www.linkedin.com/in/peter-konopka-57588a1aa/?originalSubdomain=de


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Rupa Marya

Rupa Marya ist Ärztin, Aktivistin, Musikerin und Schriftstellerin und lebt in San Francisco. Sie ist Professorin für Medizin an der UCSF School of Medicine[1] und Co-Autorin des Buches Inflamed: Deep Medicine and the Anatomy of Injustice (gemeinsam mit Raj Patel).[2] Sie ist derzeit von der Lehrtätigkeit suspendiert und hat Hausverbot auf dem Campus der UCSF, nachdem die Universität in einem Social-Media-Beitrag einen Erstsemesterstudenten aus Israel als „ins Visier genommen“ bezeichnete. Der Beitrag zitierte Spekulationen von Kommilitonen des israelischen Studenten über einen möglichen Dienst in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften und eine mögliche Beteiligung an israelischen Kriegsverbrechen.

Marya wurde in Kalifornien als Tochter indischer Einwanderer geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit in den USA, Frankreich und Indien.[3] Sie besuchte die University of California in San Diego und erwarb Abschlüsse in Theaterwissenschaften und Molekularbiologie, bevor sie an der Georgetown University Medizin studierte. Während ihrer Assistenzzeit an der UCSF begann sie, Musik zu schreiben und aufzuführen.

Marya ist Komponistin und Frontfrau der Band Rupa & the April Fishes[20] und war Hauptklägerin im Prozess, durch den das Lied „Happy Birthday to You“ wieder gemeinfrei wurde.

Das Debütalbum von Rupa & the April Fishes, „Extraordinary Rendition“, reflektiert die gesellschaftlichen Auswirkungen der Anschläge vom 11. September, während ihr darauffolgendes Album „Este Mundo“ von ihren Interaktionen mit Einwanderern ohne Papiere handelt, die mit schweren gesundheitlichen Problemen konfrontiert sind.[23]  In „Este Mundo“ behandeln Rupas Texte Themen wie Sehnsucht, Verlust und Liebe und behalten dabei eine nachdenkliche und intime Perspektive bei.[24]  Ihre Musik enthält Einflüsse aus Jazz, Tango, Klezmer, lateinamerikanischer und Balkanmusik.

Marya sagte, ihr Gerechtigkeitssinn sei in ihrer Kindheit geweckt worden, als sie in Indien Klassenunterschiede miterlebte und von der Kolonisierung und dem Völkermord an den amerikanischen Ureinwohnern in den USA erfuhr.[5] Sie engagiert sich in zahlreichen Organisationen, die an der Schnittstelle von sozialer Gerechtigkeit und Gesundheit arbeiten, darunter die Do No Harm Coalition[6] und der Deep Medicine Circle.[7] 2021 wurde sie von der American Medical Student Association mit dem Women Leaders in Medicine Award ausgezeichnet. Sie war Gutachterin des organisatorischen strategischen Plans der American Medical Association zur Verankerung von Rassengerechtigkeit und Förderung der Gesundheitsgerechtigkeit. Im Jahr 2019 gehörte Marya zu den Ärzten, die von Gouverneur Newsom in die Healthy California for All Commission berufen wurden.

Marya hat sich in den sozialen Medien und in ihrer Funktion als Ärztin offen zu Verletzungen der Menschenrechte der Palästinenser geäußert. Nachdem Dr. Avromi Kanal eine E-Mail an das Krankenhauspersonal geschickt hatte, in der er sich gegen eine Waffenstillstandsresolution aussprach, bezeichnete Marya diese E-Mail öffentlich als „Ausdruck antiarabischen Hasses“, der Ärzte südasiatischer und nordafrikanischer Abstammung dazu veranlasst habe, „zu sagen, dass sie sich in seiner Gegenwart nicht sicher fühlen“.

https://rupamarya.org

https://www.theaprilfishes.com

https://www.youtube.com/@theaprilfishes/featured

https://en.wikipedia.org/wiki/Rupa_Marya

https://de.wikipedia.org/wiki/Rupa_%26_the_April_Fishes

https://en.wikipedia.org/wiki/Rupa_%26_the_April_Fishes

https://www.facebook.com/drrupamarya

PianoDoc Rupa