In den letzten drei Jahrzehnten hat Dr. Eric Pearl ein neues Licht auf die Essenz der Heilung geworfen. Unbestreitbar haben Reconnective Healing® und die Reconnective Healing Experience™ (RHE) sowohl neu definiert, was Heilung ist als auch wie sie empfangen wird. Durch die Erkenntnisse von Jillian Fleer ist deutlich geworden, dass uns die RHE gezeigt hat, wie unser direktes Bewusstsein uns mit der Essenz der Heilung selbst verbindet. Darüber hinaus ermöglicht sie uns eine Heilungserfahrung, die jedem zur Verfügung steht und nicht auf das Körperliche, Geistige, Emotionale oder Spirituelle beschränkt ist: Sie ist unendlich. Darüber hinaus benötigt sie keine Werkzeuge, Schritte oder Rituale, denen man folgen muss. Kurz gesagt: Reconnective Healing® ist der direkte Weg zur Heilung.
seit 2009 als Expertin im ZDF, RTL, N24, Sat1, HR für „Service:Gesundheit“ und „Einfach gesund!“
2008 „Gesundheit!“, BR, Engagement als Expertin für Ernährungsmedizin
Erklärvideo mit selbstgespielten Klavier-Überleitungen
2006-2007 „Die Sprechstunde“, BR, Engagement: Expertin für Ernährung
2006-2007 „Weck Up“, SAT.1, Engagement als beratende Ärztin
Kokew überzeugt durch Natürlichkeit und Frische sowie eine sehr gute Bildschirmpräsenz …“ (Logo-Institut) Mitglied der Kabarettgruppe „Comedizyniker“, „KOMM-Kabarett“ der Uniklinik Frankfurt; Schauspielunterricht
Simon Heiniger: Geboren 1962 und aufgewachsen im Emmental. Medizinstudium in Bern. Dank einem Curriculum der FIAM Bern Ausbildung zum Allgemeinmediziner. Seit 1994 Hausarzt in Olten. Verheiratet mit einer sehr verständnisvollen und geduldigen Frau, 3 erwachsene Kinder. Er schreibt wie ein Schriftsteller:
Ich möchte Ihnen etwas über mein Hobby erklären. Ich restauriere. Aus medizinischer Sicht ist das Problem des Restaurierens noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet eine relativ seltene Spontanmutation auf dem Y-Chromosom (die weibliche Leserschaft kann also entspannt aufatmen). Diese Abweichung vom ursprünglichen Genom zwingt die männliche Psyche, sich mit aller Gewalt gegen das natürliche Altern zu stellen. Gelingt dies dem Manne bei sich selbst nicht, so wendet er sich voller Energie zum Beispiel seinem Auto zu.
«Teile und herrsche» – aber vorher unbedingt eine Skizze machen!
Bei mir traten in untypisch jungen Jahren die ersten Symptome auf, welche ich damals noch nicht eindeutig zu interpretieren wusste: Ich begann während des Studiums Holzmöbel zu restaurieren. Zum mentalen Ausgleich, hatte ich damals allen gesagt, und selber fühlte ich mich absolut sicher, dass damit ich für spätere Krisenzeiten eine Überlebenshilfe und vielleicht sogar ein zweites Standbein gefunden hatte. Als nach wenigen Jahren unsere Wohnung aussah wie ein Bühnenbild zu einem Gotthelf-Theater, liess ich mich von meiner Frau überzeugen, dass es für die Kinder vielleicht nicht sehr förderlich sei, wenn sie in diesem antiquierten Wohnklima aufwachsen und überhaupt sei doch etwas Modernes auch sehr reizvoll. Ich erkannte die Ernsthaftigkeit dieser Einwände, zog mich ein wenig gekränkt in meine Werkstatt zurück, verschenkte ein Stück ums andere und liess gönnerhaft die Moderne langsam in unseren Haushalt einziehen. Ich hatte Zeit und Gelegenheit, mir ein neues Hobby auszusuchen. Einen kurzen Moment hatte ich sogar an Sport oder Lesen gedacht.
Wie bei vielen chronischen Geschichten (Krankheiten) gibt man sich in der symptomfreien Zeit gerne der Illusion hin, dass man gesund sei. Als ich jedoch kurze Zeit nach der Praxiseröffnung einen Triumph Spitfire sah (für den interessierteren Leser: Mk IV, Jg 72), rechnete ich rasch die Zahl auf dem Preisschild zur Summe der Investitionsausgaben, und weil dies keine beeindruckende Differenz ergab, fuhr ich mit dem Spitfire nach Hause. Diese für mich oftmals typische und für mein Umfeld im gleichen Masse überfordernde Spontaneität fand auch diesmal nicht sehr grosse Akklamation, seither bespreche ich einen Autokauf immer vorgängig mit meiner Frau, oder ich erwähne ein derartiges Projekt wenigstens; manchmal. Der Spitfire war ein guter Kauf. Fast immer sprang der Motor an, nur selten liess er mich unterwegs im Stich. Ab und zu schraubte ich neugierig etwas ab, bestaunte das für mich (noch) namenlose Teil und schraubte es wieder an. Scheinbar war es in Ordnung, es funktionierte ja alles. Der Haken an diesem Auto war, dass es nichts zu restaurieren gab. Bei einer späteren Gelegenheit klagte ich diese Not dem Triumph-Händler. Ich glaube, er hat damals einen Moment mit sich gerungen, bis er mir sagte, anstatt das gute Auto zu verschandeln, hätte er da eine Idee. Sein Vorschlag war ein doch sehr heruntergekommener Triumph GT6 (für den immer noch interessierten Leser: Mk I, Jg 68, auch genannt «poor-man’s E-Type»), vor Jahren hinter der Garage abgestellt und dem rosttriefenden Zahn der Zeit überlassen.
Läuft, aber fährt noch nicht
Mein Restaurationsherz empfand Mitleid, schlug höher und mit viel Mühe (die Details darf ich nicht erwähnen, denn die verschiedenen Gesetzesübertretungen sind möglicherweise noch nicht verjährt) stellte ich das «Fahrzeug» auf unseren Hausplatz. Dem für mich nicht ganz nachvollziehbaren Entsetzen meiner Frau (hatte ich es wirklich vergessen, sie darüber zu informieren?) versuchte ich mit Argumenten entgegenzuhalten wie «bis im Frühling wird das ein tolles Auto» und «sieht schlimm aus, hat aber eine solide Substanz». Zugegeben, es ist mehrmals Frühling geworden und die Substanz war irgendwie doch nicht ganz so toll. Um meiner Entschlossenheit auch gleich eine Prise Glaubhaftigkeit zu verleihen, begann ich noch am gleichen Tag mit der ziemlich hektischen Demontage. Gerade dieser mutige Arbeitsschritt ist zur Nachahmung nicht sehr geeignet: noch heute habe ich eine vorwurfsvolle Kiste mit Kleinteilen, für welche ich beim Zusammensetzen mit aller Phantasie einfach keinen Platz fand. Sehr schnell trat ein unerwartetes Platzproblem auf. Wenn das Auto in fahrbarem Zustand die Ausmasse eines Kleinfahrzeuges hat, ist der Platzbedarf in ausgeschlachtetem Zustand etwa viermal grösser. Ich musste den mittlerweile modernisierten Wohnraum ganz dezent zum Lagerraum einbeziehen und auch bei dieser zweckmässigen Raumumnutzung blieb der Applaus seltsamerweise aus. Heute kann ich darüber sprechen, in dieser Phase bin ich fast verzweifelt. Das halbe Quartier amüsierte sich über den Lärm und das Chaos.
Aufgeben? Wer restauriert, kennt diesen Ausdruck nicht, und überhaupt, es gehört doch zum ureigenen Wesen des Hausarztes, dran zu bleiben, nicht aufzugeben, auch wenn niemand mehr an ein gutes Ende glaubt. Ich brauchte Hilfe und Trost, viel Trost. Das Bücherregal füllte sich mit Fachliteratur über englische Fahrzeuge, Rostbehandlung, Motorenbau, Berichten mit Tipps und Tricks von Leidensgenossen. Ich durfte feststellen, ich war nicht alleine. Vielerorts gibt es scheinbar ähnliche Schicksale, mit tapferer Ausdauer leidet so manch selbsternannter Bewahrer von rostigen Autos in einer kleinen, ungeheizten Garage. In kleinen Schritten ging das Projekt voran. Es gab eine Zeit, da waren die verschiedenen Teile in einem Umkreis von vielen Kilometern verteilt, der Motor beim Kardiologen, das Fahrgestell beim Orthopäden und die Karosserie beim Dermatologen. Unser Haus war wieder stressfrei bewohnbar geworden. In dieser Situation konnte ich wieder von meiner hausärtzlichen Erfahrung profitieren.
«Barba non facit philosophum», und eine schöne Karosserie macht noch lange kein Fahrzeug.
Es bedurfte meiner hartnäckigen Aufmerksamkeit, bis mein Patient (halt immer noch zerlegt) endlich wieder zuhause war. Jetzt nur noch zusammenbauen. Mit meiner nun doch schon beachtlichen Erfahrung und dem mit Schmerzen erlernten Umgang mit vielen neuen Werkzeugen sollte das eigentlich doch nur noch den krönenden Abschluss darstellen. Der Abschluss und ganz besonders die Krönung sollten noch einen weiteren Frühling warten müssen. Ich machte Bekanntschaft mit dem englischen Verständnis von Präzision. Die Masse der importieren Neuteile passten selten, wo eine Aussparung sein sollte, war keine und der Kabelbaum hatte unendlich viele Nervenenden, welche einfach irgendwo unmotiviert endeten (ich hätte vielleicht in der Neurologie besser aufpassen sollen). Improvisation und Mut waren gefragt. Als auf dem frisch furnierten Armaturenbrett alle Löcher und Aussparungen verdeckt waren, liess ich das Teil in der Praxis röntgen. Mit dem ausgedienten Bronchoskop konnte ich mir auch in den Tiefen des Motors oder der Karosserie manchmal wieder einen Überblick verschaffen. Und all die nützlichen chirurgischen Instrumente, sie wurden kurzzeitig ein wenig zweckentfremdet (und natürlich später wieder aufsterilisiert).
Einmal im Herbst war dann der Triumph fertig, vorher im «british-racing-green», jetzt in einem versöhnlichen «powder-blue». Es funktionierte alles, und sogar die Motorfahrzeugkontrolle gab den Veteranen-Segen dazu. Eine kurze Zeit waren die Krankheitssymptome verschwunden, alle freuten sich an der wundersamen Heilung. Wenn da nicht die Moto Guzzi beim Töffhändler gestanden wäre, oder der traurig schöne Saab im Internet, oder die alte Vespa in der Scheune des Schwiegervaters …
Mit der Zeit und den Erfahrungen habe ich etwas ganz Wesentliches gelernt. Vor jeder neuen Anschaffung spreche ich zuerst mit meiner Frau. Sie hat gelernt, mit meiner Schwäche zu leben, und geduldig steht immer noch zu mir (manchmal bekommt sie doch noch eine Krise, wenn so viele Fahrzeuge im und ums Haus stehen, dann muss ich halt wieder ein restauriertes Objekt loswerden; macht nichts, ich finde schon wieder ein anderes).
Liebe Leserin und lieber Leser, ich hätte da noch eine Bitte zum Schluss: Wenn Ihnen ein Mann in einem glänzend schönen und alten Auto begegnet, seien Sie nett zu ihm. Er hat viel durchgemacht.
PrimaryCare 2006;6: Nr. 51-52
Dr. med. Simon Heiniger Ziegelfeldstrasse 25 4600 Olten heiniger.simon@freesurf.ch
Hans-Roman Kitterer führt neben seiner Oberarzt-Tätigkeit ein aktives Musikerleben in und um Aalen als Pianist im Theater mit Solo-, Kammermusikprogrammen und an der Orgel solo oder in Ensembles wie hier:
Mit einem Klavierkonzert W. A. Mozarts, gespielt von Hans Roman Kitterer aus Aalen und dem Oettinger Kammerorchester unter der Leitung von Günter Simon, beendete das Kuratorium Oettinger Residenzkonzerte die Konzertsaison.
Wenige kennen den Musiker Christoph Wagner. Wer ihm beim Improvisieren am Klavier zuhörte, verstand, dass es diese unmitelbare Nähe zur Musik ist, die ihn antrieb und antreibt, eine Wissenschaft für Musiker zu schaffen.
Am 20.5.1931 in Marburg geboren, wuchs Christoph Wagner in Weilburg/Lahn in einem kulturell vielfältig anregenden Elternhaus auf. Aus dem Knabensopran entwickelte sich trotz kriegsbedingt nur sporadischen Klavierunterrichts ein feinsinniger Pianist, der sich die großen Werke der Klavier- und Geigenliteratur erschloss. Schon in der Jugend war er ein einfühlsamer Kammermusikpartner und Liedbegleiter. Von früher Kindheit an war ihm auch das Improvisieren selbstverständlich. Lebenslang blieb es seelischer Ausgleich – später in einer musikalischen Sprache, die teils an Bach, oft auch an Brahms oder Schumann erinnerte.
1958 – 1963
Musikstudium in Detmold – Hauptfach Dirigieren bei Martin Stephani, Klavier bei Renate Kretschmar-Fischer, Tonsatz bei Günter Bialas
Christoph Wagners Sehnsucht nach Musik war so beständig, dass er 1958 nach seinem Medizinstudium („aus Vernunft“) und anschließender Promotion noch ein Musikstudium mit Hauptfach Dirigieren aufnahm. In Detmold genoß er die musikalisch erfüllte Zeit- andererseits schlichen sich Zweifel ein: „Die Idee zu einer systematischen Erforschung der physiologischen Grundlagen der Musikausübung entstand während meines Musikstudiums, das sich an ein Medizinstudium anschloss. Vor dem gedanklichen Hintergrund der Naturwissenschaft mit ihrem Bemühen, Einsichtenund Entscheidungen so weit wie möglich objektiv abzusichern, wirkte es merkwürdig, dass man sich in der musikalischen Ausbildung nur aufsubjektive Erfahrung berief, trotz offensichtlicher Widersprüche in Methoden und Ergebnis. Erfolge wurden bewundert, Misserfolge meist mit mangelnder Begabung erklärt, nicht aber auf ihre Ursachen hin untersucht. Über sich häufende Sehnenscheidenentzündungen und ähnliche Beschwerden schwieg man konsequent. Dass viele meiner Mitstudenten ihrer Sache nicht sicher waren und unter Selbstzweifeln litten, war nicht zu übersehen. Im Verlauf des Studiums wurde mir immer deutlicher, dass sich an diesem Dilemma einiges ändern ließe, wenn man die Arbeit des Musikers und ihre physiologischen Voraussetzungen wissenschaftlich untersuchen würde. 1963, am Ende seines Detmolder Musikstudiums, sagte er seiner damaligen Klavierdozentin Renate Kretschmar-Fischer auf einem Spaziergang voraus: „Es wird ein Institut geben, das sich hauptamtlich um diese Aufgabe kümmert. – Elf Jahre später war es soweit.
Damals Geigenbauer und inzwischen Chefarzt für Unfallchirurgie Orthopädie und Handchirurgie was hat Sie dazu bewegt, Arzt zu werden also die Entscheidung letztlich in den Beruf der Medizin zu gehen?
Die gab es schon länger die gab es schon zur Schulzeit als Idee. Das sind so zwei Welten die parallel liefen ich habe in der Schulzeit mich auch mit Instrumentenbau beschäftigt.
Die Ausbildung fand bei Stelio Rossi in Siena statt, so klingen seine Instrumente:
Gegen Ende dieser Zeit war auch die Idee unter Umständen in die Musiktherapie zu gehen weil ich begeisterter Musiker war. Allerdings war mir schon klar dass das, sagen wir auf einem professionellen Niveau sprich als Berufsmusiker zu arbeiten, ja das habe ich anders eingeschätzt ich wollte auch jetzt nicht unbedingt in einem kleinen Orchester das Leben fristen in der hintersten Reihe und für eine große Solokarriere habe ich mir das auch nicht wirklich so gedacht was meine Qualität betrifft.
Alternativ neben der klassischen Musik habe ich in der Tat auch Rock und Jazz auch in Bands gespielt, das war aber einfach irgendwie Freude am Spielen anstatt die Idee, daraus wirklich ein Beruf zu machen. Aber mir war klar, nach der Schulzeit mit Abitur wollte ich nicht sofort am nächsten Tag sozusagen in der Universität weitermachen, sondern auch diesen praktischen Bereich vertiefen und hatte einfach diese Chance in Italien bei einem Geigenbauer das Geigenbauhandwerk zu erlernen.
Viola Stelio Rossi
Wobei mir damals ja auch schon klar war, dass ich auch noch mal ein Studium anschließen möchte, und so kam es dann letztlich auch. Ich hatte schon in dieser Zeit als Geigenbauer immer mal wieder Kunden, das sind in dem Fall nicht Patienten, sondern Kunden, die Dinge verändert haben wollten, wo ich mich gefragt habe ist das nicht eher ja ein medizinisches Problem was die stört. Aber das war natürlich alles noch so ein bisschen diffus also sage ich mal, die Wurzeln zu Beidem waren früh da aber letztlich hat sich das dann so entwickelt dass ich nach dem Geigenbau nach der Geigenbau Ausbildung auf jeden Fall Medizin studieren wollte, und ich konnte das dann ja im weiteren Verlauf auch so ein bisschen kombinieren diese beiden Bereiche.
Marktkirche Bad Bergzabern Beginn: Donnerstag, 17. April 2025, 19 Uhr, Ende: Freitag, 18. April 2025, 15 Uhr Xenia Preisenberger, Thomas Scherb, Wolfgang Heilmann (Klavier) Kurt-Laurenz Theinert (Lichtinstallation) Angela Fabian, Dietmar Zoller (Liturgie)
Erik Saties „Vexations“ ist ein sehr kurzes Werk. Der Komponist verlangt allerdings, dass das Stück 840-mal wiederholt werden soll. Die drei Pianist:innen wechseln sich alle zwei Stunden ab, die Kirche wird die ganze Nacht geöffnet sein. Es ist zu jeder Zeit möglich die Kirche aufzusuchen und auch zu verlassen. Zusätzlich zu Musik und den beiden Gottesdiensten taucht eine langsam changierende Lichtinstallation die Marktkirche in neuen Schein und verdeutlicht das Geschehen. Mit der Sterbestunde (Karfreitag, 15 Uhr) verklingt die Musik in Stille.
Bezirkskantor Wolfgang Heilmann lädt ein zu diesem musikalisch-liturgischen Experiment zu Gründonnerstag und Karfreitag. Karfreitag, jedes Jahr aufs Neue eine Zumutung. Dieser Mensch am Kreuz. Das Leiden der Welt konzentriert auf ihn. Wieder und immer wieder die Frage nach dem „Warum“. Aushalten und Mitfühlen, Wachen und Beten. Das ist die Aufgabe.
Genau diese Grenzerfahrung soll auch das liturgische Format vermitteln. Die beiden Gottesdienste mit Abendmahl in der Marktkirche Bad Bergzabern zu Gründonnerstag (17. April, 19 Uhr) und Karfreitag (18. April, 10 Uhr) werden ungewohnt, irritierend, reduziert und in Musik von Erik Satie (1866-1925) gefasst sein.
Der Arzt und Medizin-Journalist Thomas Scherb hat spät, aber sehr erfolgreich zurückgefunden zu seiner Jugendprofession als Pianist.
Kwame ist etwas ganz Ungewöhnliches als Zusammenarbeit zwischen einem afrikanischen Trompeter und Metal-Musiker (Kwame Boaten) und einem schwedischen Gitarristen, der sich bislang vor allem der Klassik verschrieben hat (Carl Ljungström). Sie lernten sich vor einigen Jahren in einem Wohnheim für Musikstudenten in London kennen. Dies sollte der Beginn von „Volatile“ sein.
Auf dem Albumcover sehe ich ein verschwommenes Bild eines dunkelhaarigen Typen mit Dreadlocks. Ja, ich glaube, ein anderer schwedischer Hip-Hop-Künstler, der mit Ken und den Jungs abhängt. Oh, was für einen Fehler habe ich gemacht. Der in Ghana geborene Kwame Boaten hat mit seiner ruhigen, einnehmenden Musik ein neues Licht in den Pop-Nebel gebracht. Nach einigen Jahren an der Musikschule in London fand er Calle Ljungström, einen ehemaligen Metal-Musiker. Die beiden begannen eine langsame und vorsichtige Zusammenarbeit und jetzt hören wir das Endergebnis. Schnell wird klar: Wenn man zwei Musiker mit so unterschiedlichen Hintergründen in ein Studio bringt, funktioniert das wirklich gut.
Das Album Volatile lässt sich nur schwer präzise beschreiben, da es sich so stark von anderen Produktionen dieses Genres unterscheidet. Für die wunderschönen Streicher und Gitarren ist Calle Ljungström verantwortlich. Und Kwame für seine wundervoll schöne, helle Stimme. Im Studio finden wir auch Namen wie Magnus Frykberg, Pontus Olsson und Lars Halapi, die ebenfalls noch nie zuvor in ähnlichen Kontexten aufgetreten sind. Eine spannende Zusammenarbeit, über die ich mehr erfahren möchte. Wenn es für ein weiteres Album reicht.
Die Gefahr einer Wiederkäuung unerträglicher, schmieriger Musik liegt in der Luft, wenn ein klassischer Gitarrist von Ljungströms Kaliber kurz vor der Veröffentlichung eines Albums steht. Aber um es ganz offen zu sagen: Das ist keine gute Art, sich einen runterzuholen. Der Klang ist stellenweise etwas zu klar und wohnzimmertauglich, verzichtet aber auch hier auf unnötige Spielereien.
Darüber hinaus könnte man dies wohl als Musik für Erwachsene beschreiben und manche Lieder haben stellenweise einen fast barocken Touch, der jedoch nie aufdringlich wird. Ljungström wiederum sorgt mit seinen sechs Nylonsaiten für markante Töne, die zusammen mit Boatens geschmackvoller Stimme coole, leicht melancholische Songs der ruhigen Sorte ergeben. Eine Gefahr dieser zurückhaltenden Musik besteht darin, dass sich bestimmte Elemente leicht wiederholen. Dies ist teilweise auch hier der Fall, da sich die gleiche Stimmung fast durch das gesamte Album zieht. Und es ist schön, nicht wahr, aber ein bisschen mehr Abwechslung hätte nicht geschadet.
Der Gesang kommt stellenweise Jeff Buckley nahe und ist mindestens ebenso intensiv und mitreißend. Die Tatsache, dass auch den Streichern eine ziemlich große Rolle zukommt, macht das Ganze noch exquisiter und es ist unmöglich, sich nicht einzukuscheln und es zu genießen – wie es normalerweise der Fall ist.
1993
Tätigkeit als Pianist u.a. an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel
Seine erste Liebe, sagt der heute (2025) 72-Jährige, war jedoch immer die Musik. Und das begann schon im Kindesalter. Wenn seine älteren Schwestern Klavierunterricht hatten, dann hörte er zu und spielte die Melodien später selbst nach – ohne Noten, nur nach Gehör. Aber auch an der Gitarre war Richard Bauer talentiert: Schon 1972 hatte er einen Auftritt in der Saarlandhalle in Saarbrücken, mit der damals in der Region bekannten Band „Studio 64“.
Hauptberuflich ging es dann zwar mit der medizinischen Karriere weiter, aber daneben blieb die Kultur für Richard Bauer immer eine „Parallelwelt“, in die er sich gerne zurückzog. Nicht nur musikalisch, auch kabarettistisch war er aktiv, mit Programmen wie „Strapsodie in Bluff“. Jetzt, nachdem er seine Laufbahn als Arzt beendet hat, kann er sich ganz der Musik widmen.
Für sein aktuelles Projekt hat Richard Bauer den Arztkittel gegen den Bademantel eingetauscht, das Markenzeichen von Udo Jürgens. Am 11. November 2014 besuchte er eines der letzten Konzerte des österreichischen Sängers.
„Sechs Wochen später die Todesnachricht von Udo, den ich kurz zuvor noch zu präsent auf der Bühne erlebte. Der Wunsch, seine großen Lieder live mit meiner 2012 gegründeten BAUERS BRASS BAND in Szene zu setzen, wurde immer stärker. 2019 war es dann soweit: HalloUdo – ein zwei einhalb stündiges Bühnenprogramm war geboren. Ein Jahr Arrangier- und Probenarbeit und Erweiterung der Band auf jetzt neun Musiker – so können wir Udo im Dialog gefühlvoll und authentisch interpretieren. Udo, ich bin Deiner Meinung: „Die Welt braucht Lieder“.“
Mit der im Jahr 2012 gegründeten Bauers Brass Band machte er sich daran, die Titel für sein neunköpfiges Ensemble zu bearbeiten. 2019 war es dann so weit: Zum fünften Todestag von Udo Jürgens erblickte das Programm „Hallo Udo“ in der Saarburger Stadthalle das Licht der Welt. „Der Saal war zum Brechen voll“, erinnert sich Richard Bauer. Alle Konzerte ausverkauft. „Wir hätten doppelt so viele Karten verkaufen können.“ In Richard Bauers Band spielt an der Querflöte auch seine Tochter Katharina. Mit ihr singt er natürlich auch das Duett „Liebe ohne Leiden“, das schon Udo Jürgens mit seiner Tochter sang.
Dr. Weikert ist im Amateurbereich als Geiger und Kammermusiker engagiert und in dieser instrumentalen Ausübung u.a. Mitglied des Bayerischen Ärzteorchesters (ehem. unter der Leitung von Prof. Dr. R. Steinberg; jetzt Projektorchester mit wechselnden Dirigenten) und des Orchesters am Singrün Regensburg (Dirigent Michael Falk).
Klaviertrio der UEP (Union Europäischer Phoniater), 2019 im Galakonzert Helsinki, House of Gentlemen. Prof. Dr. Dirk Deuster, Münster (Piano), Dr. Matthias Weikert, Regensburg (Violine) und Frau Kathrin Neumann, Münster (Violoncello).