Abitur in Mannheim mit dem Wunsch, Kunstlehrerin zu werden 1950 Kunstunterricht an der Kunsthalle Mannheim (Ursula Krebs) 1951 Kunstunterricht an der Volkshochschule Mannheim (Walter Stallwitz) 1960–1961 Freie Akademie Mannheim, Klasse Paul Berger-Bergner 1983 Medizinstudium mit Promotion
Fachrichtung Geburtshilfe 1975–2005 Tätigkeit in eigener Praxis in Neckargemünd Kunstunterricht bei Glyn Forster in Dossenheim Jährliche Kurse an der Europäischen Kunstakademie Trier und dem Künstlerverein Artefact in Bonn
1998 eigenes Atelier in Langenzell Freiberuflich tätig seit Januar 2006
1974 Studium der Biologie, Bonn, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität 1976 Studium der Medizin, Bonn, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität mit Examen 1981 1982 Beginn der Assistenzarzt-Tätigkeit in den Fächern Innere Medizin und Chirurgie 1982 Promotion im Fachbereich Medizin, Medizinische Mikrobiologie 1985 Niederlassung als Ärztin in einer Gemeinschaftspraxis 1999 – 2005 Studium im Studiengang freie Kunst an der Kunstakademie Münster, bei Paul Isenrath und Guillaume Bijl 2015 Beendigung der ärztlichen Praxistätigkeit
Ja, ich möchte bei den ArtDocs dabei sein. Ich bin eine Wortkunst-Lyrikerin und bin auch Co-Autorin von Deutsch-Schulbüchern und schreibe für einige Ärzte-Zeitschriften, wenn ich neben meiner Praxis Zeit dafür habe.
Herzlich
Angelika Demel
liebe
trink mein glas und gib mir die scherben zurück nachdem dein herz es leise zerschlagen hat.
liebesschweigen
das schweigen und die liebe ohne haus ohne hut nur die hand die sie hält auf dem langen weg zu dir
mund
der lärm der lüfte in meinem seelengarten
der lärm der autos die ins leben starten
der lärm meines mundes lässt dich sehnsüchtig warten.
liebestod
bin zerschellt am zelt. kein held der mich hielt. die einsamkeit hat mich gefressen. mein geruch war wohl zu gut. ob’s geschmeckt hat weiß ich nicht. still ist’s geworden – die vögel schrillen von den nestern, bis die hecke bebt. rot rot rot war ihr blut habt ihr’s gesehen!
hässlich das grau der straße, als es zerfloß.
das grau ist heute hell – fast weiß – unsichtbar. das rot gibt es nicht es ist gestorben in jener nacht als das gelb die schloßallee passierte.
KIRSCHMUNDKUESSE
Ich lebe solange, bis ich ein Zicklein finde in deinem Bette, bis der Schnee meinen Hunger stillt und wie Milch schmeckt. Ich lebe, um aus dem Krug zu trinken der neben deiner Liebe steht die du zu mir hattest. Wir werden ihn gemeinsam trinken und in unser Tal schauen, das mit seinem Grün blendet – wie schoen es ist – und das uns den Wind schickt, der in den Wäldern wütet, um uns seine Botschaften zu hinterlassen, die ihm die Kraniche gaben, als wir uns noch so sehr liebten als die Tür noch nicht zugefallen war. Ich lebe, weil ich auf einem holprigen Karren liege inmitten von Blüten, Heu und Stroh, ganz warm und ohne Furcht fahre ich den Weg entlang, der Sonne, dem Licht entgegen, wo die Mutter auf mich wartet die Mutter des Herzens, die mir ihre Hand reicht und mich küsst auf den blutroten Kirschmund.
lebenswunden
mir sind die finger wund vom schreiben
der kopf ist wund vom denken
meine seele ist waidwund. verborgen.
hinten rechts am horizont neben dem kleinen bär kann man sie sehen bei klarer sicht mit hellem verstand.
a poem about the „Osterhase“ from the book „Fränkische Gedichte“ (see above)osterhasn
vier hasn stehn vor maaner dür. a grosser a mittlerer und zwaa klaana.
sie friern und soong: „des is fei nix heuer mit die eier.“
„mir bleim do steh und beweng uns net. die leut vergessa des. mit die eier!“
des hot mer früher gmacht und hot an die kinnder docht. aber heut- do friern die leut, wecha dem geld des sie verdeiln in der welt.
und dann homs ka zeit und sin nimmer bereit die eier zum suchn die mir auf uns verbuchn.
„mei eier vom vorletzen johr“, socht der grosse hos „lieng nu nebem abflusssrohr.“
„meine eier hob ich in die heckn gstellt. aber des hot den nachborn verbrellt..“ socht der kla hos.
der hot mich gjoocht und gsocht: „ich fang di und schlacht di morng, wennst net verschwindst mit deim gelumb.“
der mittler hot glacht. „des hob ich mir immer scho docht. dass kan mer intressiert und dann hob ich die eier selber probiert.“
„guuut worns die ostereier! die vom herrn meier an der eck sind die besten. des sin halt nu eier ausm westen.“
alla hosen schaun sich o und song, da mach mer uns jetzt selber dro. mir machen a barti im gatten essen eier und spilln dabei kaddn.
ja, des wed schö.
soong alla hosen.
Nach dem Abitur am Dossenberger Gymnasium Günzburg studierte Frau Dr. Angelika Demel zunächst an der Universität Bamberg Lehramt und beendete das Studium mit dem 1. und 2. Staatsexamen.
In seiner Philosophie fasste er den Kosmos als von Leben durchsetztes Ganzes auf, seine Malerei verband das im Traum zugängliche Seelenleben mit der Landschaftskunst nach dem Ideal von Goethe. Er gilt als einer der vielseitigsten Universalgelehrten des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Carus war 13. Präsident der 1652 in der Reichsstadt Schweinfurt gegründeten Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, die 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt wurde.
Axel Alexander Ziese nannte in der Zeitschrift „Aktuelle Kunst“ Austs Arbeiten „expressive Introversionen“. Jedes Bild, so schreibt er, hat ein singuläres Farbspektrum, das äußerst diffizil angelegt ist und dem Bild eine Emotion vorgibt, die sich dem Betrachter primär mitteilt bevor der Inhalt des Bildes erfasst werden kann. Unwesentliche Elemente des Draußens, so sieht es Wolfgang Halfar in dem „Künstlerportrait Wolfram Aust“, werden in seinen Bildern zugunsten der wesentlichen Grundzüge der Landschaft eleminiert. Zu der Welt der Formen tritt die der Farben, und auch hier sind diese nicht gegenstandsgebunden bzw. begrenzt.
Kunst zum Anfassen: Die Ärztin und Künstlerin Margot Ende ermöglicht mit ihren Tastbildern Blinden und Sehbehinderten einen Zugang zur Kunst
Von Sabine Schiner
In der Ausstellung liegen die Bilder auf den Tischen, mit den Händen ertasten die Besucher die Konturen und Reliefs. Die Idee von der Kunst zum Anfassen hatte die Kölner Ärztin Margot Ende vor einigen Jahren.
Für ihr Projekt „Malerei als Interaktion zwischen sehenden und Blinden“ bekam Dr. Margot Ende den Oskar-Kuhn-Preis der Bleib Gesund Stiftung. Fotos: BG-Stiftung
„Der Mensch hat mich so sehr interessiert, deshalb habe ich Medizin studiert“, sagt die aus der Schweiz stammende Künstlerin im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“. Über drei Jahrzehnte hat sie als Ärztin und Kinderchirurgin gearbeitet.
Gezeichnet und gemalt hat sie schon als Kind. Seit 15 Jahren ist nun die Kunst ihre Berufung. In dieser Zeit entstanden Akt- und Blumenbilder, abstrakte Gemälde und sozial engagierte Malereien, die Themen wie Aids und Gentechnik zum Inhalt haben.
Briefwechsel in der Braille-Schrift
Bilder zum Tasten: Eine spezielle Technik macht Kunst für Blinde erfahrbar.
Irgendwann begann sie, sich für das Punktschriftalphabet zu interessieren. „Ich habe in meinem Medizinstudium viel über die Ursachen von Blindheit gelernt, aber nichts über den blinden Menschen.“ Sie gab in einer Blindenzeitschrift ein Inserat auf, begann einen Briefwechsel in der Braille-Schrift mit Blinden und Sehbehinderten.
„Es kamen massenhaft Zuschriften“, sagt Ende. „Dabei habe ich erfahren, daß eines der Hauptprobleme der Blinden die Sehenden sind. Viele fühlen sich von den Sehenden unterschätzt, nicht für voll genommen, gegängelt.“ Die Schilderungen der Blinden gingen ihr unter die Haut. „Ich wollte etwas unternehmen“, sagt Ende.
Die Malerin machte sich ihr Publikum zu Nutze. „Zuerst versuchte ich, Bilder tastbar zu machen, indem ich mit Nadelstichen die Linien entlang stach“, erinnert sie sich. Später benutzte sie spezielles Papier, das auch im Unterricht von Blinden verwendet wird. „Wenn man auf dieses Papier schwarze Linien und Flächen bringt und das Papier erhitzt, nimmt die Farbe mehr Hitze auf, das Papier quillt auf“, beschreibt Ende.
Damit hatte sie eine geeignete Methode für ihre tastbaren Bilder gefunden. Anfangs entstanden nur schwarzweiß Bilder, später arbeitete sie auch mit Farben.
Seit 1992 stellt Ende ihre Tastbilder aus. In diesem Sommer wurde ihr Projekt „Malerei als Interaktion zwischen Sehenden und Blinden“ mit dem Oskar-Kuhn-Preis der Bleib Gesund Stiftung in Bad Homburg ausgezeichnet.
Tonbandkassetten für den Ausstellungs-Rundgang
Die Ärztin will sich jedoch nicht auf diese Art von Kunst festlegen, deshalb zeigt sie in jeder Ausstellung auch ganz andere Bilder. „Ich will nicht als Blinden-Malerin abgestempelt werden“, sagt Ende. „Mein Ziel ist, nicht nur Blinden Malerei zugängig zu machen. Ich möchte auch Sehende und Blinde in Kontakt bringen.“
Für die Sehenden liegen Brillen aus, die die unterschiedlichen Grade von Sehbehinderungen simulieren. Und in allen Ausstellungen gibt es Merkblätter und Infos zum Thema. Ende bespricht zudem Tonbandkassetten, die die Besucher von Bild zu Bild führen. Zusammen mit der ertasteten Wahrnehmung können sich Blinde so ein ganz persönliches Bild der Kunstwerke machen. „Es beginnt mit ganz einfachen Bildern und wird dann immer komplexer.“