Monat: September 2022

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George Habasch

George Habasch (arabisch جورج حبش Dschordsch Habasch; englische Schreibweise George Habash; französische Schreibweise Georges Habache; * 2. August 1926 in LyddaPalästina; † 26. Januar 2008 in AmmanJordanien) war von 1968 bis 2000 Generalsekretär der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP).

Habasch, Sohn griechisch-orthodoxer Getreidehändler, und seine Familie wurden nach der Einnahme Lyddas durch israelische Truppen im Palästinakrieg 1948 aus ihrer Heimatstadt vertrieben. Bereits zuvor hatte Habasch an der Amerikanischen Universität in Beirut ein Medizinstudium begonnen,[1] kehrte während der Kampfhandlungen aber aus dem Libanon in seine palästinensische Heimat zurück, um als Sanitäter zu dienen.[2] Nach der Wiederaufnahme und schließlich 1951 dem Abschluss seines Studiums, mit Spezialausbildung zum Pädiater, arbeitete Habasch zunächst als Arzt in palästinensischen Flüchtlingslagern in Amman. Gleichzeitig engagierte er sich in der von ihm 1952 mitgegründeten Bewegung der Arabischen Nationalisten (ANM, Arab Nationalists’ Movement, arab. حركة القوميين العرب Harakat al-Qaumiyyīn al-cArab), die panarabistische Ziele verfolgte.

Nach der Niederlage mehrerer arabischer Staaten gegen Israel im Sechstagekrieg (Juni 1967) radikalisierte sich seine Einstellung in Richtung des Marxismus-Leninismus, was im Dezember 1967 zur Gründung der PFLP führte.[3][4] Habasch wurde als Generalsekretär der Anführer der Organisation.[5] Die PFLP, die Mitglied der PLO ist, versuchte, die Befreiung Palästinas mittels militärischer Gewalt und terroristischer Kommandoaktionen zu erreichen. In den späten 1960er Jahren und während der 1970er Jahre wurde sie vor allem durch ihre Flugzeugentführungen bekannt.

George Habasch trat im Juli 2000 aus gesundheitlichen Gründen von seiner Rolle als Generalsekretär der PFLP zurück.[2][6]

Habasch war seit 1961 mit einer Cousine, Hilda Habasch, verheiratet, mit der er zwei Töchter hatte, die in Damaskus und Jerusalem zur Welt kamen.[7]

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Radovan Karadžić

Radovan Karadžić [ˈkaradʒitɕ] (serbischkyrillisch Радован Караџић; * 19. Juni 1945 in PetnjicaJugoslawien) ist ein ehemaliger jugoslawischer und bosnisch-serbischer Politiker und verurteilter Kriegsverbrecher.

Karadžić war von 1990 bis 1992 Parlamentspräsident der Sozialistischen Republik Bosnien und Herzegowina und von 1992 bis 1996 Präsident der Republika Srpska in Bosnien und Herzegowina. Im Zusammenhang mit dem Bosnienkrieg erging 1996 ein internationaler Haftbefehl des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag gegen ihn, der am 21. Juli 2008 zu seiner Festnahme in Belgrad führte. Das Haager Tribunal warf ihm vor, während seiner Amtszeit als Präsident KriegsverbrechenVölkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit befohlen zu haben. Im März 2019 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt, seit 2021 verbüßt er seine Strafe im Vereinigten Königreich.

Radovan Karadžić entstammt einer Familie, deren Mitglieder im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Tschetniks kämpften.[1] Als 15-Jähriger zog er 1960 mit Eltern und Geschwistern nach Sarajevo. Dort machte er später Abitur und nahm ein Medizinstudium auf, das er 1971 als Doktor der Medizin abschloss. Anschließend war er als Psychiater tätig, zunächst im Krankenhaus von Sarajevo. 1974/75 verbrachte er nach Weiterbildungsaufenthalten in Zagreb und Belgrad auch ein Postgraduate-Studienjahr an der Columbia University, New York. Nach seiner Rückkehr gründete er eine eigene Praxis im 20 Kilometer östlich von Sarajevo gelegenen Pale und spezialisierte sich auf Gruppentherapie und Gruppenanalyse in seinem Fachgebiet Neurosen und Depressionen. Medienberichten zufolge arbeitete er Anfang der 1980er Jahre als psychologischer Betreuer für den Sportverein FC Barcelona,[2] andere verorten ihn um diese Zeit in ähnlicher Funktion beim FK Sarajevo[3] und 1983 bei FK Roter Stern Belgrad.[4] Karadžićs Mentor war Jovan Rašković.[5]

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Baschar al-Assad

Baschar Hafiz al-Assad (arabisch بشار حافظ الأسد, DMG Baššār Ḥāfiẓ al-Asad; * 11. September 1965 in Damaskus) ist ein syrischer Politiker und Präsident Syriens. Die Herrschaftsform seiner Familie über Syrien charakterisieren Politikwissenschaftler als Diktatur.[1][2][3][4]

Assad trat im Jahr 2000 als Nachfolger seines Vaters Hafiz al-Assad die Ämter als Generalsekretär der Baath-Partei und als Staatspräsident Syriens an. Bei seiner ersten Präsidentschaftswahl im Jahr 2000 und bei seiner Wiederwahl 2007 erhielt er jeweils über 97 % der Stimmen. Gegenkandidaten gab es nicht. Nachdem er bei seiner Machtübernahme von vielen Staaten als potenzieller Reformer angesehen worden war, forderten die Vereinigten Staaten und die Europäische Union im Jahr 2011 seinen Rücktritt, weil er militärisch gegen Demonstranten des Arabischen Frühlings in Syrien vorgegangen war.[5] Er trug somit durch Unterdrückung zu dem auf den arabischen Frühling folgenden Bürgerkrieg in Syrien bei. Auch die Mehrheit der Arabischen Liga rief ihn 2012 zum Rücktritt auf. Durch die international kritisierten Präsidentschaftswahlen in Syrien im Jahr 2014 und im Jahr 2021 wurde seine Herrschaft bis heute verlängert.

Im Dezember 2013 erklärte die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, dass Assad Kriegsverbrechen autorisiert habe. Baschar al-Assad hat im Jahr 2016 Vorwürfe von Kriegsverbrechen zurückgewiesen und die militärischen Interventionen einiger Staaten im syrischen Bürgerkrieg kritisiert, da diese ihm zufolge darauf abzielten, einen Regierungswechsel in Syrien herbeizuführen. Unter Assads Herrschaft sind systematische EntführungenMorde und Folter durch die Streitkräfte Syriens, den syrischen Nachrichtendienst und den militärischen Geheimdienst[6] belegt. Der deutsche Generalbundesanwalt sowie die französische Staatsanwaltschaft ermitteln dazu, u. a. nach dem Weltrechtsprinzip.[7][8][6] Ein erstes bestätigendes Urteil wurde (Stand Januar 2022) gefällt.[9][10] Weitere Ermittlungen laufen.[11]

Assad erhielt keine militärische Ausbildung, bevor er in den 1980er Jahren in Damaskus ein Studium der Medizin aufnahm, eine Berufung, der auch sein Vater ursprünglich gerne gefolgt wäre.[12] Er führte sein Studium nach einiger Zeit in London fort und durchlief im Western Eye Hospital eine Ausbildung zum Augenarzt.[13]

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