Robert Sommer

Karl Robert Sommer (* 19. Dezember 1864 in Grottkau; † 2. Februar 1937 in Gießen) war ein deutscher Psychiater. Er prägte 1901 den Begriff „Psychohygiene“, begründete den Deutschen Verband für Psychohygiene und die Gesellschaft für experimentelle Psychologie (seit 1929 Deutsche Gesellschaft für Psychologie). Er publizierte außerdem zur Genealogie, Philosophie und Forensik. Er war aber auch ein reger Erfinder und engagierte sich in der Lokalpolitik.

Barbarenstein
Sommer vorne | in front row

Politik

Von 1911 bis 1922 nahm Sommer als Parteiloser auf Bitten der Stadt Gießen das Ehrenamt eines freien Bürgers im Gießener Stadtparlament wahr. Für seine Verdienste erhielt er 1936 die Ehrenplakette der Stadt.

Wandern

Sommer engagierte sich privat in der Wanderbewegung und gründete 1909 mit seiner Frau einen „Wander-Bund“ Gießener Hochschullehrer. Auf einer ihrer Wanderungen stießen die Sommers auf den nördlichsten Punkt des Wetterauer Limes an den Gemarkungsgrenzen Grüningen und Obersteinberg. Um den noch erhaltenen Grenzwall vor der Einebnung zu bewahren, kaufte Sommer 1910 das Grundstück und ließ 1912 den heute unter Denkmalschutz stehenden sogenannten „Barbarenstein“ nach dem Muster eines römischen Soldatengrabes errichten (Bild).

Erfinder

Sommer konstruierte nicht nur seine eigenen Untersuchungsinstrumente, sondern beantragte 1901 auch ein Patent für „Wasserschuhe“, zwei kleine, an Skier erinnernden Boote, mit denen man über Wasser gehen und im Falle eines Krieges auch eine Invasion Englands in Angriff nehmen könne. Bei einem ersten Selbstversuch zur Überquerung der Lahn ging Sommer zwar unter, ließ sich davon aber nicht entmutigen. Noch 1934 fuhr er mit technisch verbesserten Wasserschuhen von Gießen nach Wetzlar lahnabwärts.

von Robert Sommer entwickelter Apparat zur dreidimensionalen Analyse der Ausdrucksbewegungen der Hände (1899)

Seit 1915 bemühte sich Sommer auch um eine Organisation des Erfinderwesens. Er gründete 1917 eine Gesellschaft zur Errichtung eines deutschen Erfinderinstitutes und berief 1922 einen Kongreß für Erfinderwesen nach Gießen ein.

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