Alexander Rozenbaum

Alexander Rozenbaum ist BardenDoc (Bardenlieder, Pop-Jazz) und mehr

Alexander Jakowlewitsch Rosenbaum oder Rozenbaum (russisch Александр Яковлевич Розенбаум, wiss. Transliteration Aleksandr Jakovlevič Rozenbaum; * 13. September 1951 in Leningrad) ist ein russischer Künstler, Bard– und Chansonsänger.

Der Nachbar von Alexanders Großmutter, Michail Alexandrowitsch Mini (Михаил Александрович Мини), brachte Alexander die ersten Akkorde bei. Mit etwa 16 Jahren begann Alexander seine ersten Gedichte zum Thema Schule und Heim zu schreiben und brachte mit seinem Humor seine Mitschüler zum Lachen. Er hörte und sang dann auch selber Lieder von Wyssozki und Okudschawa und auch verbotene Lieder von Galitsch.

1968 wurde Alexander an der medizinischen Hochschule immatrikuliert, dort sang er seine Gedichte seinen Kommilitonen vor. Schon im ersten Semester hat Alexander Konzerte im örtlichen Kulturhaus gegeben und wurde dafür mit einem Preis ausgezeichnet.

Astigmatismus und seine Kurzsichtigkeit erlaubten es Alexander nicht in die Armee einzutreten – stattdessen wurde er in die postoperative Abteilung zu Schlimmstverletzten versetzt.

Die erste Ehe Alexanders dauerte nur 9 Monate. Ein Jahr nach der Scheidung heiratete er Jelena Sawschinskaja, eine Mitstudentin derselben medizinischen Universität, an der auch Alexander studierte. Nach einiger Zeit bekam die Familie Rosenbaum Nachwuchs, eine Tochter mit dem Namen Anna. 1974 beendete er die staatlichen Prüfungen hervorragend. Spezialgebiet: Anästhesie und Reanimation. Er arbeitete ab diesem Zeitpunkt fünf Jahre lang als Arzt im Krankenwagen. Während dieser Zeit besuchte er abendlich eine Jazzschule, welche er auch nach einer Zeit abschloss.

Alexander sagt selbst, dass solange Singen nur ein Hobby war, war es für den Arzt in ihm in Ordnung. Aber als das Singen ein zweiter Beruf zu werden schien, musste er wählen.

„Ich saß auf zwei Stühlen. Es war nicht nur unbequem, sondern auch nicht ehrlich. Entweder bin ich Arzt oder ein Sänger.“

Den Anfang seiner Solokarriere kann man auf den 14. Oktober 1983 datieren. Er sang vor einem Publikum im Haus der Kultur des MWD.

Während seiner 23 Jahre auf der Bühne schrieb Rosenbaum über 480 Lieder und Gedichte und nahm fast 100 Alben auf, teils mit mehr als 15 Liedern pro Album. Ein Lied, welches sich auf einem Album befindet konnte einige Jahre später auf einem neuen Album einen Platz finden. Jedoch erhielt ein Lied verschiedene musikalische Interpretationen. Aus diesem Grund existieren dieselben Lieder in bis zu acht verschiedenen Versionen.

Auf der Bühne spielt er meist solo auf einer 12-saitigen Gitarre in Offener G-Stimmung oder einem Klavier.

In Russland wird Alexander Rosenbaum sehr geschätzt und ist als einer der wenigen Vertreter des Russischen Chansons ständiger Gast der großen Neujahrsshows im Fernsehen, die sonst fast ausschließlich Künstlern aus dem Pop-Bereich vorbehalten sind. Zudem ist er auch einer der wenigen, die nicht zum Playback mimen, sondern praktisch immer live singen.

Während seiner Karriere trat Alexander Rosenbaum weltweit auf, vor allem in der ehemaligen Sowjetunion (Ukraine, Weißrussland, Kasachstan u.a.), in Deutschland und in den USA.

Schon seit den 1980er Jahren werden auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion viele Lieder Alexander Rosenbaums häufig von Hobby-Sängern im privaten Kreis der Freunde oder Familie wie Volkslieder gesungen. Einige seiner Werke erreichten Kult-Status. Aber auch eine Reihe anderer Interpreten des Russischen Chansons und der Pop-Szene haben mit ihren Versionen der Lieder Alexander Rosenbaums große Erfolge verbucht. Ein bekanntes Beispiel ist Michail Schufutinski, der Rosenbaum ganze Alben widmete.

Seine Alben, Lieder und Gedichte richten sich meist nach seinem jeweiligen Lebensabschnitt. Das letzte Album „Ich sehe Licht“ (Я вижу свет) wurde nach dem Tod seines Bruders aufgenommen, welcher 2 Monate auf der Intensivstation lag und im Juli 2005 verstarb. Viele seiner Lieder handeln von seinem Bruder. Da Alexander der Tod seines Bruders sehr traf, befindet sich auf dem neuen Album „Ich sehe Licht“ auch ein Abschiedslied mit dem Titel „Verzeih mir“.

Alexander Rosenbaum hat unter anderem folgende Alben veröffentlicht: siehe wikipedia-Link unten.

Politik

07.12.2003 wurde Alexander Rosenbaum Mitglied der 4. Duma.

Business

Rosenbaum ist seit 2007 Miteigentümer einer Kette von Bierhallen in St. Petersburg „Tolstiy Frayer“, der name ist eine Anspielung auf einen Kriminalsong von Rosenbaum.

web

wikipedia EN

wikipedia DE

youtube

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